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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übersicht der zu beanstandenden Fragen



Blumensammler
24.04.2009, 08:28
Hallo zusammen !

Ich würde gerne dem IMPP folgende Nachricht per Fax und per Post senden.
Einschreiben !
Damit unser Begehr auch wirklich ankommt, bitte ich 2-3 Freiwillige das gleiche zu tun und sich hier im Thread kurz zu verewigen.
Damit es nicht zu: " nimm du ihn, ich hab ihn sicher" kommt

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Bin mir nicht sicher mit dem Kontakt:


Postfach 25 28
55015 Mainz

Tel. (06131) 2813-0
Fax (06131) 2813-800

Wenn sich da bitte auch noch 1-3 Leute schlau machen würden, obs der richtige Weg ist und/oder noch andere gibt, wäre das toll.

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Es ist wichtig, dass das IMPP eine möglichst "mundgerecht" und kompetente! Liste serviert bekommt, damit sie gar nicht auf die Idee kommt, sie gleich zur Seite zu legen.
Daher schaut bitte alle mal drüber und ergänzt, vervollständigt oder sagt, was ich streichen sollte.






Sehr geehrtes IMPP-Team,

nach einer Recherche möchte ich folgend einige Frage anführen, über deren Lösung bis jetzt beim Kollektiv keine Klarheit herrscht.

Daher möchte ich sie bitte, die angeführten Argumente zu prüfen und gegebenenfalls in ihre Bewertung mit einzubeziehen.
Anbei ist eine Liste der in der Diskussion erfolgten Beiträge.

Mit freundlichen Grüßen,



Tag 2 Frage 10 Gruppe B



Detailwissen, das sich , je nachdem wo man auf welcher wache fährt und welcher NA an Bord ist, in der praxis GRUNDLEGEND unterscheidet !!!

BASICS Notfall-und Rettungsmedizin, S. 105 "Verwirrtheitssyndrom":

Ätiologie: [...] Medikamente und Drogen [...]
Klinik: Wacher, wahrnehmungsgestörter Patient, inadäquate Äußerung, Amnesie, Halluzinationen, Aggressivität
Therapie: [...] 5-10 mg. Diazepam i.v.

i.v.-Zugang ist schwer in solchen Situationen, Haloperidol zumindest in den Koffern die ich kenne...keine Ahnung wo das liegen sollte... ich meine, klar, wahrscheinlich zwischen "G" und "I" , aber nee, Standard mit dabei im Notfallköfferchen ist das eher nicht...

also, ich als alter rettungsdienstler hätte diazepam iv gegeben, sicher können da nw auftreten, aber in der praxis hätten wir da sicher einen zugang u auch die medis reinbekommen...notfalls in dem 3 leute auf dem patienten liegen...


Laut der Roten Liste besteht aber für Haloperidol bei akuter Alkoholintox. eine Anwendungsbeschränkung und wäre damit nicht zulässig egal wie langsam es anflutet. Und wer weiß was von den Drogen die Zustände macht.



Tag 3 A23/B41 Kind mit Tollwutimpfung


"Unter primärer Prävention versteht man Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Zusammengefasst werden hierunter alle Maßnahmen beim Gesunden, die das Auftreten von Erkrankungen unwahrscheinlicher machen. In diesem Fall wird durch die Tetanus-Impfung das Auftreten von Tetanus unwahrscheinlicher gemacht.

Und:

"Unter sekundärer Prävention versteht man Maßnahmen zur Krankheitsfrüherkennung. Hierunter fallen Maßnahmen wie Screening-Tests."



auf der stiko seite steht auch,dass die postexpositionsprophylaxe eine primärprevention bei tollwut ist!!!



Tag 3 A38/B9 STD



Bei mir im Derma-Buch von MLP Seite 280 steht:

- durch Haemophilus ducreyi hervorgerufe Geschlechtskrankheit
- Inkubationszeit 1-5 Tage Ulcera mit weichem Infiltrat
- nach Tagen bis Wochen autreten von Lymphknotenschwellungen mit starker und schmerzender Schwellung mit eitriger Einschmelzung und Fistelung
- Therapie Azithromycin, Ceftriaxon, alternativ auch Ciprofloxacin, Erythromycin

Kommentare andere Teilnehmer:

1. Streitbar, die inkub kann beim weichen schanker mit 1-35d erh. variieren, darüber hinaus fehlt der frau sonst nix, was bei den chlamydien nicht so ist. andererseits macht der hämophilus in der checkliste nur große lymphknoten, keine 'pakete'

2. Möchte noch hinzufügen: in meinem Derma-Buch steht für Ulcus molle: einseitige LK-Schwellung (wie in der Aufgabe) und explizit Neigung zur Einschmelzung. Lymphogranuloma venereum eher große verbackene Pakete bds.

Sterry, Paus: Checkliste Dermatologie, 5. vollständig neu bearbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag, 2005 (Seiten 198 und 199)

oder:

Karow, Lang: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie,17. Auflage 2009
[(Seite 723 - Haemophilus ducreyi), (Seite 725 - Clamydia trachomatis)]
-> danach wär dann Azithromycin das Mittel für BEIDE gewesen
-> aber da steht auch Ceftriaxon für Hämophilus bzw. Doxycyclin für Chlamydia




Tag 1 A39/B11 Pat. m. Z.n. Aortenprothese

Aortointestinale Fistel oder Sigma CA.


positiver Familienanamnese

Müsste bei so einer Fistel der Stuhl nicht nur "gelegentlich", sondern ständig schwarz gefärbt sein? Und was ist mit Infektionen: direkte Verbindung Darm-Aorta sollte den Patienten doch recht flott septisch werden lassen?

Ich behaupte das Meckel-Divertikel des Patienten enthält ektope Magenschleimhaut und unterhält somit ein Ulkus irgendwo dort in der Gegend.

Blut + Magensäure = Teerstuhl

Gegen das Divertikel habe ich mich entschieden, da ein Ultraschall durchgeführt wurde, und
ich davon ausgegangen bin das es dabei aufgefallen sein müßte...

aber von einer solchen Fistel habe ich bis dato auch noch nicht gehört.

Die Trennung in rotes Blut= untere Blutung und schwarzes=obere ist ja auch nur zulässig bei normalschneller Passage...

Risiko für Colon Ca bei Verwandten 1.Grades: 10%

Dagegen Inzidenz Meckel: 2%

Noch eine andere Überlegung: Wo steht denn, dass eine Fistel zwischen Aorta und Darm (ob nu echte oder Prothese ist da egal) eine reine Einbahnstraße ist? Müssten bei so einer Fistel nicht die zahlreich vorhandenen Fäkalkeime ins Blut kommen und eine hübsche E.coli-Sepsis oder Enterokokkensepsis oder ähnliches bewirken? Oder zumindest eine Bakteriämie? Entzündungszeichen?

Schon allein, weil in der Beschreibung "noch keine Colo" vorkommt, das ist ja schon fast ein Wink mit dem Zaunpfahl... Wo das ColonCa doch so wichtig ist! Kommt ja schließlich dauernd irgendwo vor!

Ich habe schon viele ColonCAs gesehen, die keinerlei B-Symptomatik hatten und nur Stuhlauffälligkeiten zeigten.

17% der unteren Blutungen haben Teerstuhl, 10% der oberen Hämatochezie.
seltene Ursachen für GI-Blutungen: Meckel und Aortointestinale Fistel (u.a....)
sehr häufig: Neoplasien.
Wer sich so brennend dafür interessiert wie ich:
http://www.dgvs.de/media/3.4.untereGI-Blutung.pdf
auch daher: "Schwere Blutungen aus Polypen oder kolorektalen Karzinomen sind ungewöhnlich, machen
aber bis zu 36% aller UGIB aus"

dass 'ne A-I Fistel keine akuten Probleme macht und zwei Jahre ohne Behandlung überlebt wird?

Für Teerstuhl braucht man keine Salzsäure, bei langsamer Passage übernehmen Bakterien das dunkel färben.
-zu den zweizeitigen Blutungen: der Patient hat gelegentlich blutigen Stuhl. Zweizeitig seh ich da jetzt auch nicht...
Bleib dabei, Colon-Ca das häufigste, auch wenn alles nicht sehr häufig ist

Gr. A Frage 98 3.Tag

5-Aminosalicylsäure ist laut Karow / Lang S.429 auch richtig



Frage A48 Tag2


die Skotome gelb sind, dann ist es doch eine nasale Hemianopsie oder nicht?

Ich bin der Meinung, dass man die Bilder nicht so anschauen drufte, wie sie in der Bildbeilage waren. Denn links war links und rechts rechts. Beim Patienten ist das aber andersrum. Deswegen auch bitemporal. Darüber habe ich echt lange nachgedacht (Was jetzt nun Skotom sein soll und was nicht). Es wäre ja schön, wenn sie das reingeschrieben hätten.


Tag2 A107/B77 epidemiologischer Stellenwert Ovarial-Ca

ich bin auch der Meinung, dass diese Frage sehr suspekt formuliert wurde. Denn Zervix Ca und Endometrium Ca liegen (laut Exaplan) bei 20% aller malignen Tumoren im weibl. Genitaltrakt gefolgt von 15% Ovarial-CA. Sprich also theoretisch ist es der 2.häufigste Tumor. Auch wenn man Ovarial CA googelt, findet man Seiten, wo dies behauptet wird....

Definitiv richtig ist aber der Zusammenhang mit der Anzahl der Ovulationen,

Welches Karzinom soll denn sonst nach "Endometrium- und Zervixkarzinom" (als Einheit betrachtet) das "2. häufigste Genitalmalignom der Frau" sein?


Tag 1 A30/B2 Senkung Frakturrisiko
Frau mit Wirbeleinbruch bei Osteoporose trotz Alendronat (postmenopausal)


Gemäß Karow/Lang von 2009 (Seite 709) gilt Raloxifen von den genannten Wirkstoffen als Therapie der ersten Wahl, Calcitonin ist nur von nachrangiger Bedeutung.
Wäre froh, wenn Du Recht hättest, aber im Klinikleitfaden ist es umgekehrt.
Raloxifen zur Prophylaxe, Calcitonin zur Therapie
Raloxifen ist kontraindiziert bei thrombembolischen Prozessen in der Anamnese
hmm, der 2009 Herold und die Rote Liste sagen, dass Teriparatid auch bei der komplizierten Form der osteoporose bei postmenopausalen Frauen zur Senkung gerade des vertebralen Frakturrisikos ist.

Mein Karow/Lang sagt, dass Teriparatid vor allem bei Männern mit Osteoporose indiziert ist (ebenfalls Seite 709), leider ohne weitere Begründung.

"Behandl. der manifesten Osteoporose bei postmenopausalen Frauen u. bei Männern mit einem hohen Frakturrisiko. Bei postmenopausalen Frauen wurde eine signifikante Reduktion der Inzidenz vertebraler u. extravertebraler Frakturen, aber nicht von Hüftfrakturen nachgewiesen."

Indikation laut roteliste.de.

seh ich nicht so, calcitonin ist doch nicht suffizient bei schon vorhandenden brüchen und manifester osteoporose um einen knochenaufbau wieder zu fördern, höchsten zur schmerzhemmung, raloxifen ist KI.

Habe auch lange überlegt und finde die Frage etwas unglücklich. Die Leitlinie zur Behandlung der Osteoporise (unter http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/034-003.htm#5) lässt aber eigentlich nur Calcitonin als Lösung zu, da Östrogen und Raloxifen tatsächlich kontraindiziert sind wegen der TBVT und die anderen Medikamente das ALLGEMEINE Frakturrisiko nicht signifikant senken...


naja, die leitlinie ist von ende 2003/anfang 2004.teriparatid wurde erst ende 2003 in deutschland zugelassen. seitdem ist es meines erachtens in vielen kliniken standard, noch vor calcitonin....
man schaue auch in UptoDate ----> dort findet man folgenden auszug:
Parathyroid hormone — (...) However, intermittent administration of recombinant human PTH (both full-length 1-84 or fragment 1-34) stimulates bone formation more than resorption, and is effective for fracture reduction in women with osteoporosis. This topic is reviewed in detail elsewhere. PTH is also effective in men with osteoporosis.

Calcitonin — A less popular choice for treatment of osteoporosis is nasal calcitonin, 200 IU/day. We prefer other drugs to calcitonin because of its relatively modest effect on BMD and weak antifracture efficacy compared with bisphosphonates and parathyroid hormone [28]. (See "Calcitonin in the prevention and treatment of osteoporosis").


ich bin denke auch dass das parathormon die richtige lösung ist!
siehe Herold osteoporose! parathormon hat klasse b evidenz, calcitonin gehört nur zur klasse c...

laut AWMF- Leitlinien:

5.2.4 Raloxifen

"Evidenz" für eine Senkung des Risikos für hüftgelenksnahe Frakturen liegen nicht vor. Die Daten aus den vorliegenden Studien zeigen, daß bei Frauen mit Frakturanamnese eine deutliche Senkung der Wirbelkörperfrakturrate erreicht wurde (A). Die Knochendichte wird positiv beeinflußt (A).

5.2.5 Weitere Behandlungsoptionen

Für Vitamin D -Analoga (Alfacalcidol, Calcitriol) liegt keine "Evidenz" für eine Senkung der Rate von hüftgelensknahen Frakturen vor. Die vorliegenden Studien zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich der Wirbelkörperfrakturrate und Knochendichte (B). Ein überzeugender Nachweis der Effektivität einer Therapie mit Vitamin D-Analoga steht noch aus. Für die Behandlung mit Calcitonin liegen für ältere Frauen nur wenige Studien vor. Diese zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich Frakturrate und Knochendichte. Zwar findet sich eine Senkung der Rate für hüftgelensknahen Frakturen bei niedriger und für Wirbelkörperfrakturen bei mittlerer Dosierung (B). Durchgehend wird ein Anstieg der Knochendichte berichtet (A). Doch die inkonsistente Dosis-Wirkung-Beziehung und die Studiencharakteristika machen eine endgültige Beurteilung schwierig. In den relevanten Primärarbeiten zur Behandlung mit Fluoriden wurde ein positiver Effekt auf die Knochendichte an der Wirbelsäule und am Schenkelhals nachgewiesen (A). Die Frakturstudien zeigen eine widersprüchliche Datenlage für alle Frakturstellen (B). Insgesamt können aufgrund der unterschiedlichen Patientenpopulationen, den unterschiedlichen Intervention und der sehr variablen Studiendauer keine eindeutigen Aussagen zur Fluorid-Behandlung für ältere Osteoporose-Patienten getroffen werden.
Zur Wirksamkeit anderer therapeutischer Möglichkeiten, die allerdings nicht für die Osteoporose-Behandlung zugelassen sind, liegen nur wenige Studien vor. So zeigen pharmakoepidemiologische Daten und eine RCT für Thiazid-Diuretika eine positive Beeinflussung des Frakturrisikos. Vor einer endgültigen Beurteilung sind allerdings noch weitere Studien abzuwarten. Für Statine ist die Datenlage inkonsistent. Für Tibolon und Ipriflavon liegen für diese Altersgruppe keine ausreichend aussagefähigen Studien vor. Weiter Therapieoptionen sind Parathormon, Strontium-Salze, u.a., für die allerdings die bis zum Redaktionsschluss der Leitlinie noch keine ausreichenden klinischen Daten publiziert waren. Zur Vertebroplastie sind einige kleinere Studien und Einzelfallbeobachtungen veröffentlicht worden. Aufgrund der vorliegenden "Evidenz" ist diese Therapie bisher als experimentell eingeschätzt.

Leider hat die Patientin eine tiefe Beinvenenthrombose in der Vorgeschichte...
Wenn man das als relative Kontraindikation sieht, ist die Frage vll. anfechtbar



wir sind keine Fachärzte !


frage 88 gruppe A, 3. tag


auf der internetseite der "medical-tribune" ist eine "hausstaub-alveolitis" erwähnt, sowas muss es also geben:
http://www.medical-tribune.at/dynasi...&dspaid=662602

und im e-journal für labormedizin sind die restlichen antwortmöglichkeiten aus der frage zu finden:
luftbefeuchter - befeuchterkrankheit
sägemehl - holzarbeiterlunge
heu - farmerlunge / drescherkrankheit
käse - käsewäscherkrankheit
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/I...llergische.htm



frage 85 gruppe A, 3. tag



bei der exogen-allergischen alveolitis sind präzipitierende IgG - antikörper zwar typisch, aber hier ist durchaus auch antwort c: spezifische IgE - antikörper möglich; die sind nämlich typisch für wellensittiche.

so zu lesen unter:
http://209.85.129.132/search?q=cache...&ct=clnk&gl=de

berufsgenossenschaftliche klinik bergmannsheil!

Blumensammler
24.04.2009, 09:23
1.Tag, Gruppe B, Frage 80, Mediasklerose
Die Mönckeberg-Mediasklerose ist definitiv keine URSACHE für für eine pAVK (und danach wird gefragt). Richtig ist, das die Medisklerose häufig bei Diabetikern vorkommt, dort aber keine Auswirkungen auf die Hämodynamik hat. Sie führt lediglich dazu, dass die arteriellen Verschlussdruckmessungen bei betroffenen Patienten nicht verwertbar sind (falsch hoch) und die Diagnose einer pAVK somit erschwert wird. Ich habe mein komplettes Chirurgie-Tertial auf einer gefäßchirurgischen Station verbracht. Die Mediasklerose wurde in diesem Sinne regelmäßig im Studentenuntericht und Blockpraktikum erläutert.

Fast 90% aller Typ-II Diabtiker haben eine Mediasklerose (HEROLD 2006), aber nicht jeder Diabetiker mit Mediasklerose hat eine pAVK! Umgekehrt haben viele pAVK-Patienten einen Diabetes (neben Nikotinkonsum wichtigste Ursache für pAVK) und somit auch häufig eine Mediasklerose.

"Eine für den Langzeitdiabetiker typische, aber nicht spezifische Gefäßwandveränderung stellt die Mönckebergsche Mediasklerose dar, die im Röntgen als lineare röhrenförmige Verkalkung imponiert. Eine ausgeprägte Mediaverkalkung der Unterschenkelarterien findet sich bei etwa 10% der unausgewählten Diabetiker, wobei eine deutliche Korrelation mit der Diabetesdauer besteht. So lässt sich eine Mediasklerose bei einer Diabetesdauer von mehr als 20 Jahren bei 20% nachweisen. Die Mediasklerose an sich bedingt keine Einschränkung der Durchblutung, es findet sich jedoch bei etwa 50% dieser Patienten gleichzeitig eine hämodynamisch relevante Durchblutungsstörung."
E. Minar, Abteilung Angiologie , Wien
(http://www.antibiotikamonitor.at/12_01/12_01_05.htm)

"Korrelation" ist aber nicht = "Kausal" (Vonwegen Anzahl der Störche im Saarland korreliert mit der Geburtenrate...)

"Seltenere Ursachen der arteriellen Verschlusskrankheit sind:
- Entzündungen Thrombangitis obliterans, Periarteriitis nodosa, Sklerodermie, Riesenzellarteriitis, TAKAYASU-SYNDROM (D), Lupus erythematodes, rheumatoide Arthtritis, Amyloidose
- Iatrogene Verletzungen
- seltene Gefäßwandveränderungen: Pseudoxanthoma elasticum, fibromuskuläre Hyperplasie, ZYSTISCHE ADVENTITIADEGENERATION (E)"
Jürgen Remig und Jens Jakschik in: "Chirugie" von Adreas Hirner und Kuno Weise, 2. Auflage, Seite 712.

Lodie
24.04.2009, 09:36
schau mal bitte auch unter dem thema:raynaud symptomatik!es gibt dort einige quellenangaben zu der fragestellung!

ClemensVollrath
24.04.2009, 09:52
Tag 3 A 46/B17 Raynoud Symptomatik

Die würde ich auf jeden Fall auch noch reinnehmen. Da sind schon eher A und B richtig. Du solltest noch einmal die Texte sprachlich überarbeiten, da ein paar Formulierungen drin sind, die unglücklich gewählt sind.

Unregistriert
24.04.2009, 10:26
Hallo zusammen !

Tag 2 Frage 10 Gruppe B



Detailwissen, das sich , je nachdem wo man auf welcher wache fährt und welcher NA an Bord ist, in der praxis GRUNDLEGEND unterscheidet !!!

BASICS Notfall-und Rettungsmedizin, S. 105 "Verwirrtheitssyndrom":

Ätiologie: [...] Medikamente und Drogen [...]
Klinik: Wacher, wahrnehmungsgestörter Patient, inadäquate Äußerung, Amnesie, Halluzinationen, Aggressivität
Therapie: [...] 5-10 mg. Diazepam i.v.

i.v.-Zugang ist schwer in solchen Situationen, Haloperidol zumindest in den Koffern die ich kenne...keine Ahnung wo das liegen sollte... ich meine, klar, wahrscheinlich zwischen "G" und "I" , aber nee, Standard mit dabei im Notfallköfferchen ist das eher nicht...

also, ich als alter rettungsdienstler hätte diazepam iv gegeben, sicher können da nw auftreten, aber in der praxis hätten wir da sicher einen zugang u auch die medis reinbekommen...notfalls in dem 3 leute auf dem patienten liegen...


Laut der Roten Liste besteht aber für Haloperidol bei akuter Alkoholintox. eine Anwendungsbeschränkung und wäre damit nicht zulässig egal wie langsam es anflutet. Und wer weiß was von den Drogen die Zustände macht.


Die Notfallmedikamente sind nicht bundeseinheitlich festgelegt, sondern diese sind Ländersache. Es bestimmt der jeweilige ärztliche Leiter-Rettungsdiensz welche Notfallmedikamente in seinem Zuständigkeitsbereich im Notfallkoffer sein müssen. Haldol ist NICHT in allen Bundesländern im Notfallkoffer, es müsste also genaugenommen in der Fragestellung ein Bundesland angegeben sein.

Karow-Lang Auflage 2006, S. 541 ist zu Neusoleptika zu finden:
"KONTRAINDIKATION:
- akute Intoxikation mit Alkohol, Antidepressiva, Tranquilizer, Hypnotika, Analgetika"

In der Fragestellung steht eindeutig, daß der Patient alkoholisiert ist, somit verbietet sich Haldol.


Im allgemeinen möchte ich noch anmerken:
Wir wissen NICHT welche Lösung das impp für richtig erachtet und Medilearn kann man als Begründung nicht heranziehen.
Vielleicht ist ja laut impp "Diazepam i.v." als richtige Lösung vorgesehen, also bringt es nichts zu begründen, warum Haldol falsch ist.
Man muß vielmehr sagen, daß nur die beiden Lösungen "Diazepam i.v." oder "Haldol i.m." in Frage kommen, und muß dann Gründe angeben, weshalb beide richtig oder falsch sind.

Zum Beispiel:
Haldol verbietet sich auf Grund der Kontraindikation bei Alkoholintoxikation und ist außerdem NICHT bundesweit im Notfallkoffer.
Diazepam wäre möglich, aber eine i.v. Applikation ist praktisch nicht durchführbar bei dem akuten Verwirheitszustand der Fallbeschreibung.
Somit ist diese Aufgabe nicht lösbar.

Was das impp daraus macht steht auf einem anderen Blatt, diese schmerzliche Erfahrung musste ich bereits im Herbst 08 selbst machen

Timo1978
24.04.2009, 11:04
Hallo Blumensammler,
ich habe gerade mit einer Lady vom IMPP telefoniert.

Ergebnis: Reklamationen direkt ans IMPP schicken. Postfach 25 28, 55015 Mainz, Tel.:(06131) 2813-0, Fax:(06131) 2813-800 stimmen, so wie du es oben auch schon geschrieben hast. Wenn möglich mit Quellenbeleg und am besten per FAX waren weitere Hinweise. War ganz nett die Frau - keine Ahnung warum die keine FAQs auf ihrer Internetseite anführen. So müssen sie heute bestimmt einige Anrufe mehr entgegen nehmen. Selber schuld. Tsiss.

Ich werde jetzt auch mal so einen Brief aufsetzen und ihn später dorthin faxen.

Unregistriert
24.04.2009, 11:14
Tag 3 A104/B74 zusammengefasst:

Hier ist als am wenigsten typsich als Komplikationen bei M. Crohn die Lösung "exokrine Pankreasinsuffizienz" makiert. Die PSC ist jedoch lediglich mit dem Crohn vergesellschaftet, d.h. in gewisser Form assoziiert, und nicht etwa eine Komplikation. Es ist kein direkter Kausalzusammenhang von M. Crohn zur PSC aufzuzeigen.

Des weiteren ist die exokrine Pankreasinsuffizienz anscheinend eine seltene Komplikation des M. Crohn:
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/259/
In der Literatur ist dies auch zu finden:
Rodeck, Zimmer: Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung, S. 468

Haupteinwand: Herold führt PSC als Komplikation des M. Crohn. Ich denke jedoch, dass es sich dabei um eine ungenaue/falsche Formulierung handelt und die Frage deshalb dennoch angefochten werden sollte.

Unregistriert
24.04.2009, 11:19
tag 1: gruppe A nr 12 5-jährger junge mit meningitis
der liquorbefund ist nicht eindeutig bakteriell aufgrund der geringen zellzahl (wenngleich die akute symptomatik und die trübung des liquors darauf hinweisen). Klinisch würde man daher sicher kombiniert eine antibiotisch-antivirale therapie einleiten (um eine herpes-encephalitis nicht zu verpassen). allerdings kann man argumentieren, dass cefotaxim i.v. die bestantwort ist und eher gegeben werden sollte als aciclovir i.v. falls man auswählen müsste und nur eines der medikamente zur auswahl hat. also insgesamt anfechtbare aufgabe (aber m.E. mit wenig aussicht auf erfolg).

gruppe A nr 30 65-jährige pat. mit osteoporose
hier geht aus der aktuellen literatur eindeutig teriparatid als mittel der wahl hervor. allerdings gibt es ältere leitlinien (auf die sich ja offensichtlich auch die medi-learn-leute berufen), die veröffentlicht und zugänglich sind, die calcitonin favorisieren (wohl auch weil teriparatid noch nicht so lange auf dem deutschen markt verfügbar ist).
durchaus anfechtbare aufgabe mit guter aussicht auf erfolg, da widersprüchliche leitlinien verfügbar sind.

tag 2: keine frage anfechtbar

tag 3: gruppe A nr. 99 frau p. mit m. crohn
die pat. klagt über durchfälle trotz therapie. es wird nach einer möglichen therapie gefragt. zur auswahl stehen azathioprin und 5-ASA oral und topisch.
Azathioprin wirkt nicht kurzfristig gegen den durchfall sondern ist eine langfristige corticosteroid-sparende therapie und daher zur akuttherapie nicht geeignet.
5-ASA wirkt kurzfristig (aber sicher nicht so gut wie corticosteroide) und könnte damit hier als therapie in frage kommen. die fragestellung ist nicht eindeutig genug, um beuteilen zu können welches medikament nun zur anwendung kommen sollte.

OSchmetzer
24.04.2009, 13:00
Hallo!
ich hab das BASICS immunologie geschrieben und bin promovierter Biochemiker. Gerade erstelle ich auch ne liste, mit literaturangaben der nicht eindeutigen fragen. Hier ein Entwurf, daran schreibe ich gerade. Vielleichr können wir das zusammen losschicken?

Erster Tag, Frage 15, Gruppe A:
Die von Medi-Learn als korrekt angesehen Antwort ist E (Bestimmung der CK). Allerdings wird in der Frage die Verdachtsdiagnose Muskeldystrophie Typ Becker zur Debatte gestellt. Eine exakte und nicht-invasiv-diagnostische Differenzierung der beiden Erkrankungen (Duchenne vs. Becker) ist ja nur mit D: Mutationsanalyse aus genomischer DNA möglich. Die Antworten B und C sind ja klinisch nicht quantitativ möglich und sowieso invasiv, bei der Frage, was als erstes durchgeführt werden sollte, scheiden diese also aus.
Erster Tag, Frage 22, Gruppe A:
Selbst wenn nur 6%-iges HES genommen wurde, sollte die Infusion von Kristalloiden erfolgen, da man die ja eh 1:2 oder 1:1 bei einem Schock mischen sollte. HES kann eine Gerinnungsstörung verursachen, so dass B richtig ist (vor allem nach Infusion von 1,5 l). Unter der Annahme eines neurogenen Schocks, der aufgrund der blassen Haut aber eigentlich ausscheidet, könnte man auch Antwort C gelten lassen.
Erster Tag, Frage 29, Gruppe A:
Sowohl Antwort D als auch E ist richtig. Da Addition von Clozapin ist möglich, um die Nebenwirkung von L-Dopa zu kompensieren, jedoch ist bei dem Patienten die Beweglichkeit nur „einigermaßen gegeben“, so dass eine Monotherapie mit L-Dopa wohl nicht erfolgreich sein wird (Antwort E). Lisurid hat Halluzination als gängige Nebenwirkung (siehe z.b. http://www.aerztlichepraxis.de/Archiv/HoleArtikel/319493/Artikel?original_url=/rw_4_Archiv_HoleArtikel_319493_Artikel.htm). So dass ein Absetzen des Lisurid und umstellen auf Amatadin durchaus eine Besserung der Halluzination bei guter Beweglichkeit erreichen kann (Antwort D).
Erster Tag, Frage 30, Gruppe A:
Sowohl Antwort A und B, als auch eigentlich nach gängigen Empfehlungen E sind richtig. Natriumflourid senkt vor allem das Risiko der Wirbelfrakturen (wie im Fragentext formuliert), jedoch leider nur minimal. Teriparatid ist eine teurere, aber sicher die wiksamste Alternative und sollte erst bei Versagen von Natriumflourid eingesetzt werden. Siehe: http://webarchiv.bundestag.de/archive/2005/0919/parlament/gremien15/a13/a13a_anhoerungen/22_Sitzung/cStellungnahmen/Nationale_Initiative_gegen_Osteoporose.pdf
Calcitonin (Antwort E) ist sicher unwirksam in der Senkung des Frakturrisikos, wird aber immer noch zur Schmerzreduktion empfohlen.
Erster Tag, Frage 39, Gruppe A:
Antwort C ist wahrscheinlicher als Antwort E, aber beide eigentlich richtig. Das Auftreten der aortointestinalen Fistel ist recht selten, und geht v.a. mit Hämatemesis einher. Es ist also eher ein DD bei dem Patienten mit oberer GI-Blutung, so dass ein Adenokarzinom wahrscheinlicher erscheint (hohes Alter, Koloskopie nicht durchgeführt). Siehe auch: http://www.thieme.de/abstracts/endoheute/abstracts2002/daten/33.html


MRT-Bild mit Kontrastmittel sollte der Seitenventrikel sein.

Dritter Tag, Frage 85, Gruppe A:
Richtige Antworten sollten C und D sein. Es lassen sich sowohl IgG als auch IgE gegen Wellensittich nachweisen, die gängigen Tests gegen Kot und Serum, wie in der Frage und im Fall beschrieben, sind aber zum Nachweis von IgE (siehe z.b. http://www.labordiagnostik.com/download/Allergie.pdf, und http://www.ma.uni-heidelberg.de/inst/ikc/alleranf.htm#Spezifisches%20IgE ) bestimmt, so dass eher C richtig ist.

Dritter Tag, Frage 94, Gruppe A:
Antwort C und E sollten richtig sein. Bei beiden Erkrankungen tritt Fieber selten auf, jedoch am seltensten ist Fieber für Colitis ulcerosa.

Dritter Tag, Frage 99, Gruppe A:
Sowohl Antwort A und E können richtig sein.

OSchmetzer
24.04.2009, 13:02
Hallo blumensammler! ich würde mich gern beteiligen. lass doch unsere listen zusammenwerfen? oliver.schmetzer@gmx.net

OSchmetzer
24.04.2009, 13:05
PS: weil ich das gerade noch gelesen habe: zu referenzen sind übersichtsarbeiten und große Lehrbücher geeignet. Das IMPP akzeptiert wohl nicht die BASICS Reihe, und auch keine Internetadresse. Man sollte nur Literaturangaben, wie in der Dissertation verwenden.

Squily
24.04.2009, 14:08
Ich finde es nicht so wichtig, wo es anders steht und ob es jetzt in der Basics steht oder in Anästhesia von der Blackwell Scientific Publication. Der Fakt, dass es anders steht, zeigt eindeutig die fehlende Trennschärfe der Antworten und genauso würde ich es formulieren. Haldol i.m. ist genausowenig falsch wie Diazepam i.v., man sollte also bitte NICHT das IMPP anschreiben und sagen, daß Haldol i.m. falsch ist sondern daß es nicht bundeseinheitlich in Notfallkoffern vorkommt (und man ist dort eindeutig NOTARZT) und außerdem bei Alkoholgenuss eine Kontraindikation gemäß Karow-Lang vorliegt. Andererseits hat Diazepam die wohl zunächst größeren Nebenwirkungen (Atemdepression) wohingegen Haldol aber auch seine Probleme macht (Sedierung schwächer und die wird dringend gebraucht in diesem Fall und es dauert etwas, bis die eintritt, was bei einem so aggitierten Patienten ein deutliches Problem sein könnte, zudem Dyskinesien und eben Kontraindikation bei Alkohol). Da ist es quasi unmöglich, ein für und wieder abzuwägen, also ---> deutlich fehlende Trennschärfe der Antworten.

Dasselbe gilt meiner Meinung nach für das Kolon-Ca vs. vaskuläre Fistel: fehlende Trennschärfe. Zudem läßt sich hier anführen, daß das IMPP wohl auch keinerlei Angaben machen können wird, nach denen das Kolon-Ca bei solchen Symptomatiken weniger gehäuft vorkommt als die Fistel, deren Symptomatik übrigens nicht eineindeutig zu der Fallbeschreibung paßt. Ich drücke Euch die Daumen bei der Erstellung des Briefes an das IMPP (und schreibt wenn möglich nicht alle genau denselben sondern formuliert es um). Ich würde mich beteiligen, habe aber in 5 Tagen mündliche, ich hoffe Ihr seht es mir nach.

Lago
24.04.2009, 14:16
Ich stimme meinem Vorredner zu. So ihr die Zeit habt, solltet ihr außerdem probieren, jede Antwortmöglichkeit in pubmed zu untermauern. Außerdem würde ich darauf achten, nicht einseitig eine Antwort zu präsentieren, die AUCH richtig sein müsste, sondern immer ZWEI Antworten aufzuführen, die möglich sind. Schließlich müssen nicht alle Antworten von Medilearn stimmen und ihr versucht anzuführen, warum die ohnehin nach IMPP richtige Antwort richtig sei, also bemüht Euch auch darum, 2 Antworten als richtig darzustellen, damit die Frage EXTRA Punkte bringt und nicht "nur" normal mit eurer Antwort gewertet wird.

Unregistriert
24.04.2009, 14:18
Damit ein Beitrag hier nicht übersehen wird aus einem anderen Thread poste ich ihn nochmal:

Tag 2:A/45 bzw. B/20
Die Frage habe ich einem Facharzt für Endokrinologie gezeigt,denn bei Myxödem handelt es sich um ein teigiges ödem im Rahmen von Hypothyreose.Laut Definition bleibt bei Myxödem keine Dellen zurück. "Also eine Frage mit 2 Lösungsmöglichkeiten"

Tag 3:A/23 bzw. B/41
Es handelt sich um eine Impfung eines 8-jährigen Kindes, das von einem höchstwahrscheinlich infiziietren Eichhörnchen gebissen ist.Meiner meinung nach kommt auch bei dieser Frage Lösung "C" genauso wi "B".

Tag 1:A/12 bzw. B/30
Sowohl in GK als auch in verschiedenen Büchern steht, dass Penicillin oder Cefotaxim zu Therapie der bakteriellen Meningitis gehören.