Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PhD vs Klinik
Wie läuft denn deine Arbeit als Post-Doc ab? Stehst du selbst noch viel im Labor oder erledigen MTA's das für dich?
Ich weiß nicht, ob ich es mir als irgendwann fertigem Dr. med. sofort zutrauen würde, Mitarbeiter anzuleiten, v.a. wenn es nicht um das Thema meiner Dr.-Arbeit geht. Gerade da haben Naturwissenschaftler (ich meine Dr. rer. nat./PhD, nicht Dipl. Biol.) denke ich schon deutlich mehr Erfahrung. Außerdem würde ich schon behaupten, dass man normalerweise als Naturwissenschaftler deutlich besser und systematischer über Zell-/Molekularbiologie und die zum Einsatz kommenden Methoden Bescheid weiß/wissen sollte als ein Mediziner.
Ich mache meine Doktorarbeit in einem naturwissenschaftlichen Institut und hab auch einige Scheine aus dem zell-/molekularbiologischen Bereich gemacht, deswegen hab ich die "Problematik" (anlesen kann man sich die Sachen ja dann schon, es dauert halt) selbst erlebt.
Pharmaphob
15.05.2009, 16:39
Naja, eigentlich dient eine Post-Doc-Stelle ja gerade dazu, nach der Promotion noch Erfahrungen zu sammeln, die Publikationsliste zu verlängern etc. Die Stellen sind ja doch eher auf "frische" Absolventen ausgelegt, denk ich...
Naja, jedenfalls hab ich diesen Test erstmal gemacht... Werden wir sehen, was dabei rauskommt. Bin mir aber doch relativ sicher, dass es mich zumindest derzeit eher in die Forschung als in die Klinik zieht...
Aber vielleihct sollte ich mich jetzt erst mal auf meine Mündliche konzentrieren... Wenn ich jetzt vor lauter Planung und Stellensuche durch die Mündliche falle, hab ich ja auch nix gewonnen...
Aber dennoch, gibts hier denn jemanden, der direkt nach dem Examen nicht klinisch gearbeitet hat?
GlG und lieben Dank,
Pharma
Dr. rer. nat. wird meines Wissens weltweit als deutsches PhD-Äquivalent anerkannt - ihm fehlen zwar meist die begleitenden Kurse, dafür arbeitet man sehr fokussiert.
Ich denke eher, dass die PhDs mehr zum Einsatz kommen, weil die naturwissenschaftlichen Fakultäten ungern ihre Doktorwürde an so "Pseudo-"Forscher vergeben (und das kann ich sogar ein Stück weit verstehen). Im Prinzip sollte jeder deutsche Doktorgrad, der nachweislich mehrere Jahre Forschung beinhaltet, kein Problem darstellen.
airmaria
01.07.2012, 17:42
Kenne hingegen keinen der nach dem Medizinstudium noch ein PhD Programm absolviert hätte...
...jetzt schon ;-)
airmaria
Thomas24
01.07.2012, 20:43
Congrats an Dr. Airmaria, PhD!;-)
Mir hat ein PD auch mal erklärt, dass man auch eine klinische Teilzeitstelle antreten und den Rest der Zeit eine Forschungstätigkeit, über ein Stipendium finanziert, antreten könne. Ob man damit finanziell besser gestellt wäre als bei einem PhD Studiengang, bei dem ja auch die Option auf eine klinische Teilzeitstelle hätte, ist denke ich fraglich. Was wohl ein Vorteil sein soll ist, dass man eben auch die Methoden ausführlich und systematisch lernt, die man für anspruchsvolle Forschung braucht. Dies müssen Mediziner ja so größenteils in Eigenregie neben ihrer Kliniktätigkeit lernen. Verliert man also wirklich so viel Zeit für Publikationen dadurch? Wohl nur, wenn man schon eine exzellente Vorbildung mitbringt, die sehr weit über dem Durchschnitt liegt.
Bei dem Forschungsaufenthalt im Ausland ist wohl das Problem, dass man von seinem Arbeitgeber freigestellt werden müsste; und dieser entweder Beziehungen dorthin haben muss, oder man selbst bringt sie mit, was ja auch nicht immer einfach ist. Sofern man aber einen solchen fände, klingt das nach einer guten Option.
(Bin selbst an einer späteren Forschungstätigkeit interessiert, allerdings bin auch ich mir sehr unschlüssig was der richtige Weg dazu wäre)
@test:
Bist du als Post-Doc oder wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sinne von Assistenzarzt mit Forschungsschwerpunkt angestellt? Arbeitest du zusätzlich noch klinisch, oder bist du richtig für die Forschung freigestellt?
bipolarbär
02.07.2012, 06:38
@test:
Bist du als Post-Doc oder wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sinne von Assistenzarzt mit Forschungsschwerpunkt angestellt? Arbeitest du zusätzlich noch klinisch, oder bist du richtig für die Forschung freigestellt?
Das würde mich ebenfalls interessieren. Kennt jemand zufällig jemanden, der in einem operativen Fach beschäftigt ist und dazu Grundlagenforschung macht oder ist das nicht mit dem Leben vereinbar?
Euch ist klar, dass der Thread von 2009 ist? ;)
Das Thema ist aber nach wie vor von Interesse. Holt man eine frühere Diskussion hervor, wird einem das vorgeworfen, macht man einen neuen Thread auf wird man auf die alten verwiesen. Wen es nicht interessiert, der braucht ja auch nichts dazu schreiben.
In den 3 Jahren bin ich ja nicht gestorben ;). Ich bin als Arzt angestellt und hab immer zwischen 15 und 85% Klinik gemacht. Rest Forschung.
Ich kenne auch Leute die Grundlagenforschung in chirurgischen Fächern machen. HIer ist sicher oft eine post doc phase mit reiner forschung sinnvoll und neben der chirurgischen klinischen Tätigkeit ist die Fortführung experimenteller Tätigkeit sicher ein hartes Brot aber nicht unmöglich.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.