Ich komme aus Niederösterreich, nahe Wien. Naja für den EMS-Test habe ich mich zwar angemeldet und ich werde ihn auch machen, aber eig. wäre mir Regensburg doch lieber...
Hm, darf ich fragen warum du in Regensburg studierst? Würdest du persönlich das Studium dort empfehlen?
hab das schon öfter hier geschrieben, also irgendwo im forum, aber nochmals:
vielleicht helfen dir meine überlegungen:
also, ich bin oberösterreicherin. natürlich hätte ich naheliegenderweise in österreich studieren sollen. für regensburg sprachen für mich persönlich mehrere gründe;
1) es ist von meinem heimatort aus gesehen die nächstgelegene medizinuni, auch wenn sie im ausland liegt.
2) es ist eine kleine uni, nicht mal 200 leute im semester, nicht vergleichbar mit wien, das ich eher als massenuni einstufe
3) es gibt keine SIP, nach der man mit positiver prüfung womöglich trotzdem ein jahr aussetzen muss, sondern kann sein studium durchziehen, sofern man die prüfungen nur positiv ablegt, man kann also auch als durchschnittsstudent in mindestdauer studieren.
4)mir gefällt der deutsche lehrplan mehr als der österreichische, dh.alle fächer der vorklinik schön der reihe nach ist mir lieber, als von allem von anfang an etwas zu hören und das vernetzen zu müssen, wenn man noch nirgends den durchblick hat. man braucht kein latinum!
5) die vorklinik ist auf einer art campus, alles beisammen und auch die klinik ist nicht weit weg davon.
6) die stadt ist klein und nett und gemütlich, hat zb die höchste lokaldichte aller deutschen städte
7) wohnheimplatz ist auch im angeblich teuersten heim von regensburg noch billiger als vergleichbare pätze in wien oder innsbruck (ich zahlte für ein einzelappartement im wohnheim mit eigenem WC,bad,küchenblock und balkon nur 235€
nachteile:
- studiengebühren sind in bayern höher als in österreich - hier sind sie ja wieder abgeschafft worden.
- als ausländer braucht man neues handy, neues konto - aber das würde für euch als deutsche umgekehrt zutreffen
- man braucht in deutschland 3 monate KPP - in österreich nicht, da habe ich aber drei tolle monate, 2 in linz/OÖ und eines in den USA gehabt, hat mich also nicht gestört
- ferienregelungen sind in bayern/deutschland anders als in österreich, und in den 9 wochen semesterferien im winter/frühling hat man in regensburg nach dem 1. semester 3 wochen blockpraktikum und nach dem 3. 2mal 3 wochen blockpraktikum, also bleiben nur wenige wochen echte ferien übrig. Soviel ich weiß, gibt es in den semesterferien in österreich (ganzer februar) keine lehrveranstaltungen.
ps: mir fällt noch etwas wichtiges zu den unterschieden zw. österreich und deutschland ein. nach dem deutschen studium erhältst du sofort die approbation und kannst eine facharztausbildung beginnen, nach dem studium in österreich musst du erst den turnus (wieder mit einigen jahren wartezeit) machen, bevor du das jus practicandi erhältst.
"ich glaube, das studium in österreich kann man am ehesten vom aufbau her mit den modellstudiengängen in deutschland vergleichen. wer in deutschland nach dem klassischen modell studiert, hat alle grundlagenfächer schön der reihe nach, in österreich lauft das studium mehr vernetzt ab- ähnlich den deutschen modellstudiengängen, aber ob das oder das schwerer ist, kann man schwer sagen, man muss eben entscheiden, welcher lern- oder denktyp man ist und was einem persönlich mehr liegt."
Vielleicht helfen dir diese Aussagen etwas weiter, alles Gute bei deiner Entscheidung und im Studium,
Niki
Hey!
Vielen Dank erstmal, im Grunde treffen die meisten deiner Vorteile auch auf mich zu. Ich habe eig. keine Probleme mit dem EMS (zumind. was ich jetzt aus den Probeläufen an Rückmeldung bekommen habe) aber eig. scheint Regensburg doch attraktiver (eben genau wegen der kleinen Studentenzahl etc.) zu sein.
Jetzt muss ich mich erst mal bei der ZVS bewerben und hoffen, dass alles gut geht.
Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für deine Rückmeldung, hat mir sehr geholfen.
MfG
Alex
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