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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aufnahme aus sozialer Indikation?



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Lava
03.06.2009, 19:44
Also ehrlich: wenn jemand wegen Schmerzen nach Sturz zu uns kommt, such ich da nicht krankhaft nach anderen Erkrankungen, um den Patienten loszuwerden. Das ist ja mal echt unterste Schublade :-???

Toodeloo
03.06.2009, 20:00
Ich regele das turfen ganz gerne in der ZNA. Bei mir bekommen alte menschen urplötzlich unterarmparesen oder fußheberschwäche --> turf zur Neuro. Geheimtipp!!! Die klugen von euch könnt überlegen wie diesen streich mir gelingt. Ich bin schon ganz stolz drauf.

Lava
03.06.2009, 20:21
Ja, und die Neuros stellen fest, dass da keine Parese ist und turfen zurück. Ganz toller Trick. :-keks

Hoppla-Daisy
03.06.2009, 20:24
Ihr schiebt hier keine Fallnummern hin und her, sondern MENSCHEN!

*kopfschüttel*

Lava
03.06.2009, 20:27
Bei uns gibt es auch keinen Ärger, wenn man jemanden aus sozialer Indikation aufnimmt. Im Notfall codiert man ne Commotio, dann hat man immerhin 2 Tage Zeit.

Evil
03.06.2009, 20:29
wer hat wohl mehr probleme mit einer sozialen indikation?!

und kommt mir nicht mit "das ist unfair dem internisten gegenüber". das ist ein nehmen und geben...

wenn ich jemanden unfallchirurgisch aufnehme und "hüftprellung" kodiere, gibts echt ärger. das kann man maaaaaal machen, aber sicher nicht regelmäßig. bei jeder omma die gestürzt ist wird man auch was finden was man internistisch kodieren kann und sie finanziell nicht so aufs maul fliegen!
Genau, ein Geben und Nehmen. Was glaubst Du wohl, wie sich Dein Chef freut, wenn die Internisten plötzlich ganz stur die Pat-muß-1h-vor-OP-noch-schnell-durchgecheckt-werden-Konsile auf die lange Bank schieben, weil ein Idiot von Assistenzarzt Ärger durch unnötige Turfs verursacht?

Weißt du was, Matze, je mehr ich von Dir lese, desto mehr rate ich Dir, Dich zügig aus der direkten Patientenversorgung zurückzuziehen. Zum Wohl der Patienten.

Toodeloo
03.06.2009, 20:30
Ja, und die Neuros stellen fest, dass da keine Parese ist und turfen zurück. Ganz toller Trick. :-keks

Ah, turfen Neurologen vorübergehende Paresen? Ich dachte, es gibt sowas wie TIA? Selbst wenn du bloß behauptest, du hast eine plötzlich einsetzende schwäche gehabt, werden die Patienten für zumindest 24h auf der Stroke aufbewahrt, und liegen meistens die Woche noch auf der Normaleinheit, wo die ganzen Untersuchungen halt so laufen. Das ist der genialste trick den mir jemals eingefallen ist, man muss halt aufpassen dass man hin und wieder demente patienten aufnimmt, um den verdacht zu entkommen. Betrachte das als ein kleines trick von einer internistin an die Medi-learn kollegen - und bitte turf auch anderswo hin als die ganze zeit zu uns, ok?

Disharmonic
03.06.2009, 20:30
Also das Ausgangsbeispiel ist doch keine klassische soziale Indikation.
Wer bislang noch alleine zurecht kam, und jetzt aufgrund eines akuten Ereignisses dies nicht mehr kann, muß halt solang anderweitig versorgt werden.
M.E. ist solange das KH verantwortlich. Wenn das "Weiterversorgungsproblem" aus diesem Grund als solches dokumentiert ist, und zeitnah entsprechende Maßnahmen wie Sozialdienst eingeleleitet werden, gibts auch keine Probleme mit dem MDK.

Und was bitte soll/kann denn hierbei an einen Hausarzt deligiert werden?
Soll er abends zum Umziehen vorbeikommen?

Soziale Indikationen sind Angehörige, die ihre zu versorgenden selbst Freitag mittags in die Notaufnahme schleppen - oder den RD rufen - weil der Flieger in 2 Stunden geht. Oder aber einfach im Laufe überfordert sind.
Ersteres ist zum Kotzen, Letzteres nervig, aber nachvollziehbar.
In beiden Fällen erweisen wir uns als kulant, zumal unser Sozialdienst wirklich schnell z.B. eine Kurzzeitpflege organisieren kann - auch mit Vorauszahlung durch eben diese Angehörigen. Gerade das wirkt oft Wunder. Manchmal braucht es aber halt auch "das Krankenhaus", das festlegt, daß es zuhause so nicht mehr geht. Damit sind sicher auch manche Hausärzte überfordert - ich möchte da nicht tauschen. Schließlich sitzen wir regional bei diesen Fragen alle in einem Boot.
Und alles was so obercool weggeturft (Scheiß-Wort) wurde, kommt irgendwann zurück, oder verlagert das Problem in eine andere Abteilung - was einfach nur vermeidbaren Mehraufwand bedeutet.
Wenn mir am Telefon ein Einweisender ehrlich sagt, daß er eine stationäre Behandlung nicht für nötig hält, die Situation ambulant - aus welchen Gründen auch immer - aber nicht mehr führbar ist: warum soll ich ihm da nicht behilflich sein?
Schrecklich finde ich hingegen, wenn stattdessen dann "AZ-Verschlechterung seit 10 Jahren" auf der Einweisung steht....

Feuerblick
03.06.2009, 20:32
Ihr schiebt hier keine Fallnummern hin und her, sondern MENSCHEN!

*kopfschüttel*
So isses und darum sind ja auch die meisten hier bemüht, eine bestmögliche Versorgung hinzubekommen. Andererseits muss man ja auch nicht unbedingt die Bequemlichkeit der Angehörigen (" Es ist Wochenende und wir haben keine Zeit, schicken wir die Omma halt ins KH") unterstützen...

Lava
03.06.2009, 20:33
Selbst wenn du bloß behauptest, du hast eine plötzlich einsetzende schwäche gehabt, werden die Patienten für zumindest 24h auf der Stroke aufbewahrt,

Sich Symptome auszudenken ist ja wohl mal asozial ohne Ende!

Toodeloo
03.06.2009, 20:36
Sich Symptome auszudenken ist ja wohl mal asozial ohne Ende!

Da braucht man doch gar nichts viel denken. Eine spritze lokal, und die tussi von der Neuro gleich nebenan in dem untersuchungsraum, da kann nichts schief gehen... glaubs mir, mein 3er turf in 4 wochen jetzt. lol

Disharmonic
03.06.2009, 20:37
Ah, turfen Neurologen vorübergehende Paresen? Ich dachte, es gibt sowas wie TIA? Selbst wenn du bloß behauptest, du hast eine plötzlich einsetzende schwäche gehabt, werden die Patienten für zumindest 24h auf der Stroke aufbewahrt, und liegen meistens die Woche noch auf der Normaleinheit, wo die ganzen Untersuchungen halt so laufen. Das ist der genialste trick den mir jemals eingefallen ist, man muss halt aufpassen dass man hin und wieder demente patienten aufnimmt, um den verdacht zu entkommen. Betrachte das als ein kleines trick von einer internistin an die Medi-learn kollegen - und bitte turf auch anderswo hin als die ganze zeit zu uns, ok?


Na bravo. Inhaltlich und entsprechend Rechtschreibung und Satzbau kann ich nur sagen: ich habe sehr stolz auf dich. Ich nix sein Kollege von dir, auch wenn sein in gleiche Seite in die Internet wie selbst.

Toodeloo
03.06.2009, 20:39
Na bravo. Inhaltlich und entsprechend Rechtschreibung und Satzbau kann ich nur sagen: ich habe sehr stolz auf dich. Ich nix sein Kollege von dir, auch wenn sein in gleiche Seite in die Internet wie selbst.

LOOOOL Wie ausländerfreundlich. Bin gespannt, wie viel polnisch du sprichst.

Evil
03.06.2009, 20:40
@ Toodeloo:
letzte Warnung, entweder Du läßt es mit Deinen Provokationen und Troll-Gehabe jetzt sein, oder Du fliegst raus!

Evil
Moderator MEDI-LEARN

Toodeloo
03.06.2009, 20:46
@ Toodeloo:
letzte Warnung, entweder Du läßt es mit Deinen Provokationen und Troll-Gehabe jetzt sein, oder Du fliegst raus!

Evil
Moderator MEDI-LEARN

Wie kann man sich von vorneherein sicher sein, dass der entworfene beitrag kein mensch provozieren wird? Manche sind halt empfindlicher. Dein vorwurf ist übrigens ein diskussionskiller, brauchst ja nur schreien "troll!!"

Toodeloo
03.06.2009, 20:49
Weißt du was, Matze, je mehr ich von Dir lese, desto mehr rate ich Dir, Dich zügig aus der direkten Patientenversorgung zurückzuziehen. Zum Wohl der Patienten.

Gut, dass es auch sympathische ärzte gibt, die von der sachlichen auf die emotionalen ebene ablenken können...

Lava
03.06.2009, 20:54
Genug getrollt. Ende Gelände.

WackenDoc
03.06.2009, 20:58
@Lava: Man kann ja hin und wieder nen Patienten zu den Internisten oder Neurologen schieben wenn´s halt bettentechnisch gar nich anders geht.
Man weiss ja oft nicht so genau warum die gestürzt sind. Aber ich war ja eher auf der internistischen Seite, da gab´s ja mehr Gründe aufzunehmen (AZ- Verschlechterung etc.). Wenn man die Hausärzte gut kennt und noch was Zeit ist, damit der ne häusliche Pflege managen kann/oder Kurzzeitpflege geht das sicher auch.

Aber selbst für junge, alleinstehende Menschen ohne Angehörige ist es schon ziemlich doof sich mit nem lahmen Flügel alleine zu Hause zu versorgen.
(Hab selber zweimal nen Ganglion am linken HG raus bekommen. Das war wenigstens geplant, so dass ich das noch planen konnte und vorher einkaufen konnte etc. Nach ein paar Tagen konnte ich mir wenigstens ein Brot schmieren. Und von Mirkowellenessen und meinem Asiaten konnte ich mich auch gut ernähren. Aber überlegt mal dann noch nen eingegipstes Bein dazu oder so. Ok müsste mir wohl alles liefern lassen. Die nächsten Supermärkte etc. sind nämlich ca. 2km weg und auch die Imbisse 1,5km)

@ Tooledoo: Zu deinem Beitrag von 21:36: Ich hoffe dass du nur ein Troll bist. Aber du nervst echt.

Käthe, MD
03.06.2009, 21:23
Ah, turfen Neurologen vorübergehende Paresen? Ich dachte, es gibt sowas wie TIA? Selbst wenn du bloß behauptest, du hast eine plötzlich einsetzende schwäche gehabt, werden die Patienten für zumindest 24h auf der Stroke aufbewahrt, und liegen meistens die Woche noch auf der Normaleinheit, wo die ganzen Untersuchungen halt so laufen.

Sach ma gehts noch? Hast du mal drüber nachgedacht, dass sich vielleicht manch ein Patient oder seine Angehörigen auch mal Gedanken über das macht, was im KH mit ihm passiert? Die kriegen doch Panik, wenn du denen was von Schlaganfall erzählst, nur um sie los zu werden? Sry, aber das geht gar nicht! :-???

dreamchaser
03.06.2009, 22:29
Ich finde es schade, dass die Innere hier mal wieder als die Abschiebestation hingestellt wird (und leider wohl auch missbraucht). Leider sind unsere Chirurgen in den meisten Fällen auch ehrlich gesagt zu dumm, eine vernünftige Diagnostik bei einem Sturz zu machen. Da wird dann bei Sturz auf den HInterkopf nur der Schädel geröntgt und der Patient mal eben über Commotiosymptome aufgeklärt - und dann natürlich zu den Internisten geschoben. Dort trübt er ein auf eine GCS von 3 bei Subdurlahämatom und wird notfallmäßig in die Neurochirurgie verlegt. Das ist eine Gefährdung für die Patienten.
Die meisten Synkopen können ambulant abgeklärt werden. Es ist schade, dass nur weil sich ein Chirurg zu fein ist jemand der gestürzt ist (und das ist ja nun mal keine Synkope) aufzunehmen und ich dafür kein Bett mehr für Menschen mit wirklichen internistischen Akuterkrankungen habe, wie eine koronare Herzerkrankung. Wir haben in der Inneren deutlich weniger freie Betten als unsere Chirurgen, weshalb wir von Zeit zu Zeit ort auch Patienten hin auslagern müssen. Aber Kollegialität ist für einige hier wohl ein Fremdwort, genauso wie das Denken an den Menschen als Mensch und nicht als Objekt.
Zum iatrogenen Verursachen von Symptomen fällt einem ja mal gar nichts mehr ein. Das ist das Letzte.