PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lerne ich denn jetzt am besten?



Seiten : 1 [2]

kra-
05.07.2009, 20:13
Am besten lernst du Chemie mit dem "Zeeck - Chemie für Mediziner". Natürlich müssen alle Stundenten alle Knochen und Muskeln kennen, allerdings wirst du das alles bis zum Studium schon wieder vergessen haben, wenn du das nicht regelmäßig wiederholst.
Lerne lieber Chemie, damit haben viel mehr Leute Probleme als mit Anatomie. Es natürlich nicht mal halb so spannend, aber da musste halt durch...

facialis
05.07.2009, 20:20
Chemie/Physik - da musst du eh durch...meines Wissnes sind Zeek und Harms absolute Basics und müssen von jedem an jeder Uni als Erstes beherrscht werden...mit Anatomie/Physiologie würde ich als Anfänger erst mal warten...

Coxy-Baby
05.07.2009, 20:29
Chemie/Physik - da musst du eh durch...meines Wissnes sind Zeek und Harms absolute Basics und müssen von jedem an jeder Uni als Erstes beherrscht werden..

Weißte aber auch nur vom Hören-Sagen oder??? ist nämlich eine absolut
lächerliche Aussage, die natürlich nicht stimmt.

Ich würde ein (Populär)wissenschaftliches Buch DEINER Wahl einfach mal lesen,
denn den Schlunz den du jetzt lernst haste in nem Jahr wahrscheinlich eh nicht
mehr drauf (Und das ist auch gut so) :-meinung

Strodti
05.07.2009, 20:35
In Marburg (und sicher auch an vielen anderen Unis) brauche ich weder Zeek noch Harms. Es gibt durchaus Dozenten die klasse Skripte bauen können und damit viel besser auf Klausuren vorbereiten als diese "XYZ für Mediziner/Dummys" Bücher.

Mano
05.07.2009, 20:54
Wenn du als Rettungsassistent arbeitest, dann ist das doch ne ganz andere Situation. Dann würde ich, glaube ich, versuchen fallbezogen zu vertiefen, d.h. wenn ich jemanden habe der sich das Bein gebrochen hat, dann schau ich mir halt mal hinterher die Anatomie vom Bein genauer an; versuche anhand von Biochemie-Lehrbüchern die Wirkung eines Medikaments nachzuvollziehen; schlag beim Herzinfarkt die Blutversorgung des Herzens genau nach usw.
Bau doch einfach gezielt auf das auf, was du bereits gelernt hast - denke da bleibt wesentlich mehr hängen, als jetzt irgendwelche Knochen oder Muskeln stur auswendig zu lernen (was deine Knochenfrage angeht: Du musst eigentlich alle Knochen können, aber gefragt wird man danach trotzdem selten^^).
Kurz vor Beginn des Studiums kann es bei längerer Wartezeit sicher nicht schaden, auch Bio, Physik und Chemie nochmal auf Abi-Niveau zu wiederholen - dann bist du zumindest auf dem Stand der anderen.

DeKl
05.07.2009, 21:36
vergiß bio, chemie und physik! finde manos vorschlag gut. wenn du wirklich was "vorlernen" willst, dann nutz deinen bezug und versuch anhand der einsätze die physiologie, die hinter dem ganzen steht zu verstehen. und natürlich damit dann auch die pathophysiologie. diese winzfächer, die stets empfohlen werden, da kräht bei den meisten sachen kein hahn mehr nach. aber zu lernen "physiologisch zu denken" und die vorgänge direkt zu verstehen, woraus du dir dann möglicherweise therapieansätze herleiten kannst, das ist etwas, was dir später einmal wesentlich mehr bringt, weil es dir später stupide auswendiglernerei erspart.

abi07
05.07.2009, 21:49
In Marburg (und sicher auch an vielen anderen Unis) brauche ich weder Zeek noch Harms. Es gibt durchaus Dozenten die klasse Skripte bauen können und damit viel besser auf Klausuren vorbereiten als diese "XYZ für Mediziner/Dummys" Bücher.
:-meinung
Ist in Würzburg genauso - gut, den Zeeck hatten schon viele, aber gebraucht hat man ihn nicht. Physik und ein Buch...:-)):-)):-))

Also wenn es du ernsthaft Knochen lernen willst (was extrem langweilig ist), dass empfehle ich dir die Sobotta-Lernkarten. Ich hatte im WiSe 07 damit zu lernen angefangen - zumindest Rumpf und obere Extremität konnte ich dann so gut, dass fürs Testat im WiSe 08 eine kurze Wiederholung gereicht hat. So schnell vergisst man dann nämlich auch wieder nicht.

DeKl
05.07.2009, 22:03
:-meinung
Ist in Würzburg genauso - gut, den Zeeck hatten schon viele, aber gebraucht hat man ihn nicht. Physik und ein Buch...:-)):-)):-))


und warum empfiehlst du in nem anderen thread dann das wiederholen von grundlagen für bio, chemie und physik vor dem studium?

naja, muss jeder selber wissen.

flopipop
05.07.2009, 22:08
vergiß bio, chemie und physik! finde manos vorschlag gut. wenn du wirklich was "vorlernen" willst, dann nutz deinen bezug und versuch anhand der einsätze die physiologie, die hinter dem ganzen steht zu verstehen. und natürlich damit dann auch die pathophysiologie. diese winzfächer, die stets empfohlen werden, da kräht bei den meisten sachen kein hahn mehr nach. aber zu lernen "physiologisch zu denken" und die vorgänge direkt zu verstehen, woraus du dir dann möglicherweise therapieansätze herleiten kannst, das ist etwas, was dir später einmal wesentlich mehr bringt, weil es dir später stupide auswendiglernerei erspart.

manos vorschlag finde ich auch gut, aber das, was du hier vorschlägst, ist meiner meinung nach für einen, der nicht studiert eine utopische aufgabe...wie soll den jemand lernen, physiologisch zu denken, wenn er noch nie ein physio-seminar besucht hat und nicht mal die naturwissenschaftlichen grundlagen kennt? mit sicherheit ist das, was du beschreibst, das ziel eines jeden medizinstudenten, aber doch nicht vor studienbeginn....

DeKl
05.07.2009, 22:13
naja, die physiologischen grundlagen dürfte er, wenn er fleißig aufgepasst hat, in seiner ausbildung mitgenommen haben. auf denen ließe sich aufbauen. fragenstellen wird man sicherlich auch können in seinem beruf. ab und an ist ja mal ein na dabei, oder wenn man sich kennt, dürfte das auch bei den ärzten im krankenhaus möglich sein. und sinnvoller als sich mit orbitalen zu beschäftigen ist das allemal. noch mehr sinn ergibt es, ein gutes anderes buch zu lesen, aber das wurde ja abgelehnt.

facialis
05.07.2009, 22:16
Weißte aber auch nur vom Hören-Sagen oder??? ist nämlich eine absolut
lächerliche Aussage, die natürlich nicht stimmt.

Ich würde ein (Populär)wissenschaftliches Buch DEINER Wahl einfach mal lesen,
denn den Schlunz den du jetzt lernst haste in nem Jahr wahrscheinlich eh nicht
mehr drauf (Und das ist auch gut so) :-meinung

Du hast recht, es ist ein "Schlunz", aber man muss da leider durch!
Ich weiß es nicht von Hören Sagen, sondern aus Erfahrung. Ich lerne gerade fürs P. und komme um den Zeek halt nicht ganz herum, da sich auch viele Biochemie-Sachen damit überschneiden. Ich will jetzt auf keinen Fall die Nebenfächer Chemie oder Physik überbewerten, es gibt mit Sicherheit wichtigere Fächer in der Vorklinik, aber diese Fächer stellen nun mal die erste Hürde dar und wenn man dem vorbereitet begegnet, dann hat man unter Umständen auch mehr Zeit für das Wesentliche wie Physiologie und Anatomie. Ich habe diese Fächer auch imemr gehasst, aber da muss man als Anfänger so oder so durch und mit dem Zeek (oder einem Skript, das entsprechenden Stoff anbietet) ist man doch vor Studienbeginn besser beraten, als wenn man gleich z.B. in die Tiefen der Physiologie einsteigt... :-meinung

flopipop
05.07.2009, 22:27
naja, die physiologischen grundlagen dürfte er, wenn er fleißig aufgepasst hat, in seiner ausbildung mitgenommen haben. auf denen ließe sich aufbauen. fragenstellen wird man sicherlich auch können in seinem beruf. ab und an ist ja mal ein na dabei, oder wenn man sich kennt, dürfte das auch bei den ärzten im krankenhaus möglich sein. und sinnvoller als sich mit orbitalen zu beschäftigen ist das allemal. noch mehr sinn ergibt es, ein gutes anderes buch zu lesen, aber das wurde ja abgelehnt.

ja, das ist auch sinnvoll und wird spätestens zum physikum und in der klinik mit sicherheit eine große rolle spielen.... aber es muss auch klar sein, dass er am anfang des studiums zuerst mit öden, langweiligen orbitalen konfontiert wird, die zwar später niemand braucht, aber durch die jeder erst mal durch muss...und ich kenne einige sanis bzw. leute mit ausbildung und praktischer erfahrung, denen gerade die orbitale and co. dermaßen zusetzen, dass sie ums weiterkommen bangen müssen....ich will nichts generalisieren, die sachen kann man auch wunderbar wie alles andere während des semesters lernen aber sowas gibts...

naja, wer weiß schon, was richtig ist, ich vermute die wahrheit liegt irgendwo in der mitte und ist sehr individuell ausgeprägt. :peace:

DeKl
05.07.2009, 22:31
:-)

natürlich ist es sehr individuell. und gerade bei diesen empfehlungen merkt man ja auch, daß es da keine einheitliche meinung gibt. trotzdem bin ich davon überzeugt, daß jeder seinen weg machen wird. verkehrt machen kann man vorher ja ohnehin nichts ;-)

flopipop
05.07.2009, 22:36
ja, alles, was man mal gelesen/gehört/verstanden hat wird einem irgendwann von nutzen sein. der threadsteller wollte den ultimativen tipp und den gibts halt wohl nicht. :-peng

tinach
05.07.2009, 22:59
das sowieso nich..schön wärs..aber eins ist fakt, was man einmal gelernt hat vergisst man zwar oft wieder, aber das wiederholen geht einfachmal viel schneller als ganz neu lernen..

abi07
06.07.2009, 04:11
und warum empfiehlst du in nem anderen thread dann das wiederholen von grundlagen für bio, chemie und physik vor dem studium?


Die Empfehlung im anderen Thread war Würzburg-spezifisch, weil man dort eben Anatomie erst im 3. Semester hat.

Was die Nawis angeht - naja, ein Buch braucht man in den Fächern nicht. Für Physik reicht für die Klausur das Kreuzen von Altklausuren - aber das ist eh nicht DIE Hürde. Was man in Physik können sollte, ist der Stoff für die Praktika (lernt man dann jede Woche aus dem Skript). Klar werdet ihr jetzt sagen, dass man sich dann nicht vor dem Studium darauf vorbereiten kann, aber das ist alles Oberstufenstoff und wenn man den VERSTANDEN (nicht unbedingt auswendig gelernt) hat und sich die Gleichungen herleiten kann, wird man es bedeutend einfacher haben. Aber es geht natürlich auch ohne.
Und in Chemie gab es (zumindest bei uns) eine sehr gute Vorlesung. Wenn man die anhand der Folien und wöchentlichen Übungsblätter nachbereitet hat, war die Klausur (die mit der höchsten Durchfallquote im 1. Semester) nicht mehr schlimm. Aber auch hier gilt: ALLES Oberstufenstoff. Gerade in Anorganik ist dabei aber das Verstehen mindestes genauso wichtig wie das Lernen - jedenfalls wenn man sich Arbeit ersparen will.

clavicula2
07.07.2009, 09:56
Hallo,
super, super, super, ich bin sehr beeindruckt von den ganzen Antworten und Hilfen von euch. Vielen Dank. Leider musst ich dann auch einsehen, dass es eine einzige richtige patent Lösung scheinbar leider nicht gibt. Aber finde viele Antworten sehr gut.
Z.b. das Nacharbeiten von Einsätzen werde ich auf jedenfall tun. Die Literatur zum Nachschlagen fehlt mir zwar noch etwas, aber wozu gibt es denn noch das Internet. Habt ihr da vielleicht für mich irgendwelche empfehlenswerten Seiten?
Schon mal einen Blick in die Chemie zu werfen und wieder auf Abi Niveau zu lernen, ist auch eine gute Idee. Deswegen werde ich auch das probieren.

Wenn sonst noch jemanden eine gute Idee einfällt,kann er die mir natürlich gerne noch posten.

Passt vlt. nicht ganz unter dieses Thema, aber stelle die Frage trotzdem mal (...man möge mir verzeihen):
Wie stellen sich den so ausgebildete Rettungsassistenten so im Studium an?
Wie stellen sich den so Wartezeitsemestersammler im Studium an?

DeKl
07.07.2009, 10:03
auch dazu wirst du im geeigneten forum (die sind hier nach studienabschnitten sortiert und es gibt einen abschnitt für die zeit VOR dem studium, dort findest du ohne ende gleichgesinnte) einiges finden.
kenne einige ras, die das studium geschmissen haben, einige, die mit viel mühe, und viel klausurwiederholerei das studium bisher ganz gut gepackt haben, einige, die ganz gut mitkommen und einige, die völlig vornwegfliegen, weil sie ALLES wissen :-) also: auch hier, keine allgemeingültige aussage möglich.
selbiges gilt für die warter.
wobei es da jedoch einen trend gibt, nämlich, daß das abschneiden im abitur doch recht gut mit der note im physikum korreliert. aber wie gesagt, ausnahmen gibts natürlich auch dafür!
schau mal im abschnitt "vor dem studium", das könnte was für dich sein! darüber hinaus, natürlich herzlich willkommen hier!

achso ja, literatur:
vielleicht hast du ja sogar eine uni in deiner nähe. die uni-bibliotheken sind meist auch landesbibliotheken und jeder bürger des landes hat das recht sie zu nutzen. wenn du also eine in der nähe hast, beantrage doch einfach einen leseausweis und leih aus, was dein herz begehrt!