Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeitaufwand Studium und Beruf
Es bringt in der Hinsicht etwas, dass man merkt, ob man denn überhaupt den Ort Krankenhaus als Arbeitsplatz tatsächlich akzeptieren kann.
Eben. Vom Arztberuf bekommst du wenig mit, aber merkst, ob du überhaupt mit kranken Menschen arbeiten kannst/willst.
bei welchem Praktikum kann man denn einen realistischeren Einblick in den Beruf bekommen? Besser im Krankenhaus oder in einer Praxis?
naja, eigentlich kann ich mir die Frage auch selbst beantworten.
Kann man denn einfach so irgendwo mitlaufen?
WackenDoc
16.07.2009, 09:48
In einer Praxis ist man eher am Arztberuf dran als im Krankenhaus und man darf oft mehr machen/ausprobieren. Im Krankenhaus wird man als Praktikan gerne mal als kostenlose Arbeitskraft angesehen und darf dann im Schwerpunkt Hol-und Bringedienste, Putzen etc. machen.
Wir haben zur Zeit eine Schülerpraktikantin, die läuft einfach mit. Manchmal ist sie bei mir im Arztzimmer mit drin, meist aber bei unserer Arzthelferin- einfach weil man da mehr machen kann. (Ist ja ein bischen anders als bei Famulanten, die man die Patienten auch schon voruntersuchen lassen kann.)
Und von Impfungen, Verbandswechsel, Ergometrien, Hör-und Sehtests, Lungenfunktionen, Blutdruckmessen, bestimmt auch mal Fäden und Zecken ex-en und Blutabnahmen, darf sie überall reinschnuppern und ausprobieren.
Wenn Zeit ist erklären wir auch Röntgenbilder, die Untersuchungen, Krankheitsbilder etc. (Wenn´s was Spannendes gibt, werd ich sie auch mal selber auf nen Bauch hören lassen, Otoskopie machen lassen etc.)
Dafür darf man im Krankenhaus halt evtl. mal in den OP und kann mal die schwereren Krankheitsbilder sehen (wenn man Glück hat).
icespeedskatingfan
16.07.2009, 10:10
bei welchem Praktikum kann man denn einen realistischeren Einblick in den Beruf bekommen? Besser im Krankenhaus oder in einer Praxis?
naja, eigentlich kann ich mir die Frage auch selbst beantworten.
Kann man denn einfach so irgendwo mitlaufen?
In einer Praxis wirst du natürlich individueller betreut.
Allerdings ist es nicht verkehrt sich in Chaosalltag eines Krankenhauses umzusehen - spätestens wenn man von einem Patienten eine Breitseite abbekommt, weil die Chefvisite noch nicht gelaufen ist (und der letzte ist, dessen Schuld das ist) kann man seine persönlichen Frustrationstoleranz austesten und merkt ob man mit Streßsituationen souverän umgehen kann. Ist eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf.
Katja 2310
16.07.2009, 10:35
das krankenpflegepraktikum muss aber doch eh im krankenhaus machen, praxis steht da eh nicht zur debatte. außer man hat sonst noch irgendwo zeit, natürlich...
ja, das weiß ich auch, dass man das im KH machen muss. Ich dachte nur, dass ich vielleicht eins zusätzlich machen möchte - ohne Verwertungsabsicht, nur der Erfahrung halber.
Finde die Idee, das Praktikum in einer Praxis zu machen, sehr gut.:-meinung
Wie auch immer Du Dich entscheidest, viel Glück.
Medi2009
17.07.2009, 16:02
@ Walden
Von mir ein ganz klares: NEIN
Ich finde das Pflegepraktikum an sich hat in mir zumindest den Wunsch nicht verstärkt, oder abgeschwächt. Klar während des Praktikums unterhält man sich auch mit Ärzten, die einem dann meistens abraten Medizin zu studieren und man soll bloß was anderes machen. Aber wenn man sie dann fragt, ob sie selber was anderes machen würden,wenn sie die Möglichkeit hätten antworten alle so etwas wie : "Ich würde nochmal Medizin studieren, weil ich mir nix anderes vorstellen kann"
Worauf ich egtl. hinaus will ist, dass du es auf jeden Fall versuchen solltest , egal was andere sagen, oder wie sich das KPP auf deinen Wunsch auswirkt!
Klar während des Praktikums unterhält man sich auch mit Ärzten, die einem dann meistens abraten Medizin zu studieren und man soll bloß was anderes machen.
Stimmt nicht. :-) Ich rate keinem davon ab. Aber ich bin auch noch jung, dumm und motiviert :-D
Espressa
17.07.2009, 19:54
Ich denke das KPP hat irgendwo seinen Sinn.
Finde aber nicht dass es entscheidend ist ob man sich für den Arztberuf entscheidet oder nicht. Es gibt genügend Fächer in denen Pflege sowas von weit weg ist - selbst wenn man sowas nicht wirklich mag kann man glücklicher Arzt werden.
Letzten Endes wirds überall Befürworter und Gegner geben. Ob du nun Frisör werden willst oder Bäcker oder Arzt oder sonstwas. Es ist auch da wie so oft im Leben - man muss einfach wagen wonach einem ist, und wie ich schon mal wo sagte: oft wächst man auch mit der Herausforderung.
Ich wundere mich in diesem Forum eh öfters wie kompliziert das die heutige Jugend angeht, ich hab mir da weit nicht so viel Gedanken gemacht, und bin sehr zufrieden in meinem Job.
lg espressa
ich finde es schon wichtig, dass man einen realistischen Einblick vor dem Studium bekommt. Ich studiere bereits im 4. Semester Psychologie und kann mir einfach nicht richtig vorstellen in einem der mir damit offen stehenden Berufsfelder zu arbeiten. Einige kenne ich schon und die kommen für mich immer weniger in Frage.
Einen Teil des KPP mache ich jetzt erstmal in der Psychiatrie, anschließend in der Inneren. Ich dachte mir, dass wenn ich noch ein Praktikum in einer Praxis mache und es dann immer noch will, dann wird es wohl der richtige Weg sein.
ich bin jetzt im 4. semester und das pflegepraktikum hat wirklich nichts mit dem studium zu tun ;-)...im klinischen alltag kann ichs (noch) nicht beurteilen, aber da wage ich es auch mal zu bezweifeln...
so gesehen, hat das studium auch NIX mit dem beruf zu tun... :-D
hm naja das kommt natürlich drauf an, in welchem bereich man später mal landet...
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