Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Woher wusstest ihr, dass ihr taugt..



Seiten : 1 2 [3] 4

bremer
19.07.2009, 15:01
Faszinierendes Ding, das Hirn, und so viel vielschichtiger als ein Rechner.

Als jemand, der in der künstlichen Intelligenz geforscht hat, gebe ich dir in diesem Punkt vollkommen Recht ;-)

Auf das andere gehe ich später ein. Erstmal muss ich Belege sammeln :-)

Muriel
19.07.2009, 16:05
Ich habe ein Abi von 1,2 und 15 Punkten durchgehend in Mathe (GK) gemacht. Dennoch bin ich mit jeder Art von echter Mathematik heillos überfordert. Nee, ich bleib lieber bei meinem Beruf ;-)

Kackbratze
19.07.2009, 18:07
Gäähn. Abi 3,3
Deutsch und Englisch LK, nur Physik als Naturwissenschaft als Abiprüfung.
Und, was änderts?
Nix.
Genau wie bei den Millionen anderen Menschen, die ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben, obwohl sie nicht das Abitur hatten, dass die "Gutmenschen" ihrem Beruf zugestehen...

Muriel
19.07.2009, 18:11
Ja aber Bratze, Du bist ja auch Unarzt :-))

Bille11
19.07.2009, 18:35
Gäähn. Abi 3,3
Deutsch und Englisch LK, nur Physik als Naturwissenschaft als Abiprüfung.
Und, was änderts?
Nix.
Genau wie bei den Millionen anderen Menschen, die ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben, obwohl sie nicht das Abitur hatten, dass die "Gutmenschen" ihrem Beruf zugestehen...

trotz "besserem abi" (*grins* aber nur 0,1 punkt und das in dem luschenbundesland nrw)

- auch unarzt! :-angel

Kackbratze
19.07.2009, 18:55
Streber.
Vermutlich bist Du jetzt in Mathe oder Politik besser als ich.
Hoffentlich kommt bald das Ärzte-Pisa, damit wir uns endlich alle vergleichen können!!!

Bille11
19.07.2009, 19:17
ich glaub es war religion...

Muriel
19.07.2009, 19:32
Oh ja, Ärzte-Pisa, gibt es das auch in Schamanenform? Ich fürchte bei dem Unterpunkt "Soziale Kompetenz und Empathie" werde ich schlecht abschneiden. War doch so bei nem 1er Abi, oder? :-top

Feuerblick
19.07.2009, 19:41
Muri, wir werden vor allem in der Unterkategorie "ärztlich sein" ziemlich unterdurchschnittlich abschneiden :-))
Und was "soziale Kompetenz und Empathie" angeht... macht ne Gesamtschule ein 1er-Abi wieder wett?? Ich mein... das ist doch, als hätt ich in Bayern 3,3 gehabt, oder?

Muriel
19.07.2009, 19:42
Hm, ja, aber so richtige Unärzte sind wir ja auch nicht. Hach nee, dat is abba auch widda ma schwieri mitte Schamanen!

walden
19.07.2009, 20:09
Um nochmal zur Frage zurück zu kommen, ob jeder 1,X er Abiturient (sei X meintwegen < .5) alles studieren kann:

Wenn du es so sagst, Bremer, dass man es KANN, dann würde ich dir unter Umständen zustimmen. Ab einem gewissen Intelligenzschwelle kann jeder ausreichende akademische Leistungen auf jedem Gebiet erbringen. Aber wie du schon selber einwendest, man wird dadurch nicht gut, denn dazu braucht man die spezifische Motivation. Sonst ist man immer hinterher und dann bringt es einfach nichts. Insofern hast du recht, ein Wille oder eine Identifikation mit dem Fach macht viel aus.

Kackbratze
19.07.2009, 20:49
ein Wille oder eine Identifikation mit dem Fach macht viel aus.

Nicht zu vergessen die Leidenschaft!!!:-)

:-top:-top:-top

walden
19.07.2009, 21:01
meinet wegen kann man es auch Leidenschaft nennen.
Ist auch eine müßige Diskussion, die Hauptsache ist, dass jeder das findet, was ihm liegt...

hennessy
19.07.2009, 21:09
...Ist auch eine müßige Diskussion, die Hauptsache ist, dass jeder das findet, was ihm liegt...

was für eine Erkenntnis!!!:-top
das hättet Ihr auch schon auf der 1. Seite haben können.:-)

Mano
19.07.2009, 23:19
Als ich noch in der Schule war konnte ich kein Blut sehen :-lesen , im Bio-Unterricht ist mir schlecht geworden :-kotz als wir Schweineaugen zum sezieren bekommen haben und ich musste nur die Erzählungen von OPs anhören (so der typische Großeltern-Kaffeeklatsch - nichts extremes) damit mir ganz anders :-keks wurde.
Studiere trotzdem und ohne heute obige Probleme zu haben - also "kein Blut sehen" ist nen denkbar schlechter Grund kein Arzt werden zu wollen... :-nix

icespeedskatingfan
22.07.2009, 11:17
meinet wegen kann man es auch Leidenschaft nennen.
Ist auch eine müßige Diskussion, die Hauptsache ist, dass jeder das findet, was ihm liegt...
Genau. Obwohl ich im Nachhinein überlege, ob ich nicht besser Sportlehrerin geworden wäre. Aber vermutlich hätte ich die Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule nicht geschafft. Also muss ich weiter in meiner Freizeit Kinder über die Eisbahn jagen und meine Brötchen mit der Patientengrundversorgung verdienen. :-)

alley_cat75
23.07.2009, 11:49
Ich habe zwar nicht alles gelesen, gebe dennoch meinen Senf dazu. Ob man als Arzt geeignet ist oder nicht, merkt man letztendlich erst, wenn man Arzt ist und als solche(r) arbeitet. :-meinung Ich hatte bis in die Abizeit hinein in Chemie und Mathe eine 4 und war ein Ass in Geschichte, Sprachen, Deutsch (halt Geisteswissenschaften). Alle waren ziemlich schockiert, als ich meinen Berufswunsch das erste Mal kund tat. Denn alle fanden, dass ausgerechnet Arzt so gar nicht zu mir passt (zu gut aussehend, zu intelligent und zu lustig ;-)). Aber es war das, was ich wollte. Der Satz klingt abgedroschen, aber ich unterschreibe ihn blind: wenn man etwas möchte, sollte man es mit vollem Elan angehen. Der Spaß kommt von selbst. Alles ist möglich. :-top Und wenn es nicht klappt, geht man halt das nächste an.

hennessy
23.07.2009, 13:26
... Denn alle fanden, dass ausgerechnet Arzt so gar nicht zu mir passt (zu gut aussehend, zu intelligent und zu lustig ;-)). ....

LOL :-)):-)) You made my day, Alley_cat! Das ist wieder mal Alley, wie wir sie kennen. Gottseidank, denn ich hatte schon die Befürchtung, durch Deine Mutterschaft seist Du weichgespült worden.

o.k., back to topic:
Ich wusste auch nicht, ob ich zu Zahnmedizin tauge. Aber jetzt darf ich von mir behaupten: Was geeigneteres kann ich mir für mich kaum vorstellen. :-love

WackenDoc
23.07.2009, 19:55
Also für mich war das Studium ein notwendiges Übel um ein anderes Ziel zu erreichen. Somit war das auch eine recht mühselige Zeit.
Meine Zeit auf der Inneren war die Hölle, ich hab gedacht, ich bin im falschen Film, und war ziemlich froh, dass ich mit meinem Kollegen den Deal ausgehandelt hab, dass ich die komplette Abrechnung am Computer mach und er dafür ein paar Patienten mehr behandelt.

Auf der Chirurgie war´s ok. Wenigstens keine Stationsarbeit- war auf der Ambulanz.

Notaufnahme war klasse. Da bin ich regelrecht aufgeblüht. Die Art der Arbeit hat mir gefallen und gelgen.

Nach ca. 2 1/2 Jahren Krankenhaus war ich dann 3 Monate im Ausland. Da hat das Arbeiten endlich angefangen Spass zu machen. Keiner hat mir wirklich reingeredet, ich war mehr oder weniger auf mich allein gestellt. Ich konnte ausprobieren was ich kann-und das hat sogar funktioniert. Mit der Hilfe meiner RetAsse. Und mich ab und zu mit dem Chefchirurgen des örtlichen Krankenhauses zu zoffen war auch genial. Die Patienten waren so dankbar, dass jemand sie überhaupt halbwegs gut behandelt hat und dabei auch noch nett war. Die Zeit war bisher die schönste in meinem Medizinerleben.

Zwischendurch war ich dann ne Weile nicht- kurativ tätig.

Jetzt macht mir das Arztdasein tatsächlich Spass- was ich nie vorher gedacht hätte. Ich geh an viele Dinge, die mich früher aufgeregt haben, viel gelassener ran. Von nervigen Patienten kann ich mich besser distanzieren. Und fachlich klappt´s auch ganz gut. Wenn ich nicht weiter weiss, gibt´s ne Überweisung und bei manchen Krankheitsbildern frag ich meine Kollegen (wenn mal einer da ist). Das gute ist, dass wir ein nettes Team haben und wir uns bei den Problempatienten ziemlich einig sind- bis hoch zum Chef. Wenn sich einer ungerechtfertigt beschwert, muss keiner von uns Angst haben. Und bei normalen Fehlern wird einem auch nicht der Kopf angerissen. Das fand ich soo doof im Krankenhaus- man ist absoluter Anfänger, es wird aber teilweise die Leistung und das Wissen eines Facharztes erwartet und man musste ständig Angst haben nen Fehler zu machen oder was zu übersehen, sei es nur, dass die Pflege nicht in der Lage war, die Blutröhrchen richtig zu stellen aber wir Ärzte waren natürlich dafür verantwortlich.

sodbrennen
24.07.2009, 09:45
War dein Ziel von Anfang an Hausarzt zu werden?