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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fall: US-Amputation + Knie-TEP



Denüse
20.07.2009, 11:45
Hey ho!

Hab da grad so ein Rätsel von Patientin... :-) Bzw. ist nicht sie das Rätsel, sondern, dass ihr offensichtlich kein Arzt so richtig helfen kann/will...

Vielleicht fällt euch ja was dazu ein... :-) Freue mich über jeden Gedanken, Idee, Kommentar... Denn ihr wisst ja: Viele Gehirne sind besser als eins... :-))



78 jährige Patientin Frau XY mit reduziertem AZ, BMI 23, Z. n. Knie-TEP links 2001, Z. n. Unterschenkel-Amputation links 2008 nach TVT mit Nekrosen an Fuß und US, klagt über starke Schmerzen im linken Bein seit Anlage einer Prothese durch das Sanitätshaus. Wunde am US gut verheilt. Durchblutung regelgerecht.

Soviel zu den Fakten, die ich bisher kenne... Bei Bedarf erfrage ich da noch mehr... Also, diese nette alte Dame klagt seit Längerem über Schmerzen im ihr noch verbliebenen linken Bein. Nach Befragung der Patientin stellt sich mir folgendes dar (wohlgemerkt: Nüse ist ja noch keine Ärztin... ;-)

Seit der Anpassung der Protehse drückt diese stets auf den unteren Titanstift der Knie-TEP. Anscheinend entstehen so Schmerzen, die es der Pat. unmöglich machen mit dieser Prothese zu laufen, was ja der Sinn der selbigen wäre. Nach Konsultierung des Sanitätshauses und 2er Orthopäden kam nur heraus, dass ein solcher Fall bisher noch nie aufgetreten sei und die Schmerzen lt. Drs. wohl noch Wundschmerzen der OP von 2008 seien, die sich bald bessern sollten.

Nun wird überlegt einen weiteren Orthopäden/Chirurgen zu konsultieren, allerdings hat die Pat. große Angst davor, dass ihr eine Amputation über dem Knie angeraten wird, womit sich das Knie-TEP Problem ja dann erledigt hätte sozusagen... :-nix

Was denkt ihr darüber? Mal so frisch heraus?

Vielen Dank schon mal!

Liebe Grüße, Denüse

Lava
20.07.2009, 19:35
Seit der Anpassung der Protehse drückt diese stets auf den unteren Titanstift der Knie-TEP.

Ist das denn so? Liegt denn das Plateau distal frei, ist da kein Knochen mehr drüber? Oder ist vielleicht der Knochen irgendwie scharfrandig, so dass der die Beschwerden macht?

Bille11
21.07.2009, 13:07
mich würde eher interessieren (nicht in dieser reihenfolge)

szinti: lockerung der prothese?

inspektion: weichteilmantel wirklich gut deckend? "abgehärtet genug"?

inspektion/neuro-konsil: neurombildung ?

anamnese: anpassung in einer reha-klinik? ambulant? evtl. erneut anpassen lassen/anderes modell (biomechanische anforderungen)

anamnese: ansonsten auch schmerzen in der anderen hüfte/knie. arthrose.. fehlbelastung? (biomechanische anforderungen an die prothese - fehlbelastung im "bett")

angiografie: gefässversorgung (bei belastung ischämie durch abdrücken eines arteriellen zugangsweges)