Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutabnehmen - Tricks?
Seiten :
1
2
3
4
5
6
[
7]
8
el suenio
20.09.2012, 19:13
Zum Thema Sprühen: Also wir haben seit Neuestem Kodan Tinktur forte als zu sprühendes Hautantiseptikum im Einsatz. (Darf ich das hier schreiben oder ist das Werbung?) Sieht so aus:
http://c.2wc.de/shopware//images/articles/104005-schuelke-kodan--tinktur-forte-250ml-spruehflasche_1_5.jpg
Vorher hatten wir auch nur Cutasept ohne Sprühaufsatz für die Hautdesinfektion. In der Produktbeschreibung von Kodan steht folgendes:
Anwendungshinweis: Hautflächen voll benetzen, trocknen lassen oder mit benetztem Tupfer Haut abreiben.
Heißt für mich, dass man den Tupfer besprühen darf. Ob das jetzt richtig ist, weiß ich nicht, weil uns noch nie jmd. über diese Sprühflaschen aufgeklärt hat.
Ich halte dieses ganze Gesprühe / Gewische bei einfachen Blutentnahmen ehrlich gesagt sowieso für ein bißchen überflüssig außer bei Immunsupprimierten vielleicht oder wenn man groben Dreck wegwischen kann. Oder hat schon mal einer von Euch eine Infektion nach Blutabnahme gesehen?
Ich spritze Botox (Dystonie, Spastik), da wischen wir zwar auch, nehmen aber auch die gleiche Nadel für mehrere Injektionsstellen und spritzen ja sogar i.m., auch da habe ich noch nie eine Infektion gesehen. Und ich glaube nicht, dass das an unserem Gewische liegt.
WalterSobchak
20.09.2012, 23:37
Hmm. Mal ehrlich - möchtest du, dass man DIR in den Arm sticht, ohne vorher zu desinfizieren? Und ja, ich hab schon Phlebitiden nach BEs gesehen... :-?
ich glaube trotzdem, dass das ein bisschen placebo-desinfizieren ist ;-)
ich meine, die einwirkzeit vs stauzeit, das wilde rumgewische, statt vom zentrum nach außen....
WalterSobchak
21.09.2012, 10:23
Naja - man muss es schon auch richtig machen ;-)
Klar ists sicher nicht so steril wie ein OP-Gebiet, aber DAS muss es ja auch nicht sein :-)
die Giraffe
21.09.2012, 12:05
Hab auch schon böse Phlebitiden nach Blutabnahmen gesehen (Ich wars nicht :-)))
@Epeline: Kannst ja auch die Stauung mal lösen... wenn die Venen super sicht- und tastbar sind, desinfizier ich, wische, desinfizier zum 2. mal und leg dann die Stauung an. Hatte lange keine hämolytischen Proben mehr, geht ganz gut. Wenn du so kleine Mini-Venen hast, dann funktioniert das nicht... aber sicher ist eine 10 sekunden Desinfektion auch schon etwas wirksam.
Bei Blutkulturen nehme ich die Desinfektion schon deutlich ernster und desinfiziere sehr ausführlich.
also ich geh immer so vor:
stauen und gucken, gute stelle ausgucken, sprühen - wischen (manchmal kommt da echt widerlicher dreck!!!)
dann wieder einsprühen ohne wischen
handschuhe anziehen, zeugs auspacken, in der zeit ist das zeug trocken oder ich wisch noch mal mit neuem tupfer, dann pieksen...
das labor hat sich noch nie über meine abnahmen beschwert.... :-)
el suenio
28.09.2012, 15:53
Ich muss euch unbedingt mal um Rat fragen. Da ich dafür nicht extra einen anderen Faden eröffnen möchte, schreib ich das einfach mal hier hinein. Aaaaalso, ich hab grad ein Problem, was mich echt wahnsinnig macht. Wir sollten in der Schule lediglich Clexane aufziehen üben, aber schon das hat mich zur Verzweiflung gebracht. Also nicht, dass es schwer wäre, aber ich dreh durch, sobald ich das jmd. zeigen soll und zwar in der Art und Weise, dass ich anfange zu zittern...Aber wie, da treff ich nicht mal mit der Spritze die Kanüle. Hört sich ja ganz lustig an, finde ich jetzt aber nicht wirklich so toll. Danach sollten wir dann auch injizieren (in einen Schwamm ;-)). Das ging dann wieder besser, obwohl ich dennoch am zittern war, aber immerhin getroffen habe. Diese Aktion musste jeder einzeln vor der Lehrerin vorführen.
Wenn ich das alleine probiere oder mit meinem Banknachbarn, dann klappt das natürlich ohne Probleme. Blutabnehmen habe ich schon ein paar Mal erfolgreich an mir selbst ausprobiert, Injektionslösungen habe ich ebenfalls schon ein paar Mal mit Kanüle auf Station aufgezogen...Alles kein Problem. Aber sobald mir jmd. zuschaut, fang ich so sehr an zu zittern, dass ich überhaupt nicht mehr handlungsfähig bin. Das ist natürlich ein wirklich großes Problem, weil mir natürlich zu jeder LK usw. ein Lehrer zuschauen wird. Und da wird es nicht nur darum gehen, Injektionslösungen aufzuziehen, sondern Venen zu treffen. Ganz ehrlich, da seh ich komplett schwarz:-nix Hat jmd. von euch eine erfolgreiche Strategie, um da entspannter zu werden? Mich hat das selber so aufgeregt, weil es eigentlich um nichts ging, aber ich konnte das Zittern nicht unterdrücken. Ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr einen hilfreichen Tipp für mich hättet.
WackenDoc
28.09.2012, 16:09
Üben, üben, üben- also tunlichst jemanden über die Schulter schauen lassen, auch wenn es eigentlich nicht notwendig wäre- und wenn es nur der Famulant,KPP oder sonstwer ist.
Evtl. helfen auch Entspannungstechniken (z.B. Atemtechniken)
Der Tremor wird schlimmer je mehr du dich bemühst ihn zu unterdrücken. Daher fällt mir als einziger Tipp ein, dass du dich nicht gegen den Tremor wehren solltest, sondern ihn akzeptieren. Dann wird's besser werden.
el suenio
28.09.2012, 16:29
Also, dass ich vermutlich etwas zittern werde, habe ich vermutet, aber dass ich so sehr anfange zu zittern, dass ich überhaupt gar nichts mehr hinkriege, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Ich bewundere alle, die da ganz entspannt hingehen und loslegen. Wie gern könnte ich das auch. Da wird mir wohl wirklich nichts helfen, als mir immer jmd. zu angeln, der mir zuschaut. Ich gebe zu, diese Situationen vermeide ich gerne. Prinzipiell, egal, um was es geht. Ich kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn da beim Waschen noch jmd. im Zimmer steht. Nur, da ist eben keine Feinmotorik gefragt.
Also mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass meine Angst/Aufregung da nicht mehr ganz normal ist. Irgendwie brauch ich echt eine gute Strategie, denn mir einfach nur einzureden, dass das alles ganz harmlos ist, hilft mir nicht.
Okay, THawk, nicht dagegen wehren. Ich glaube dir, dass das helfen könnte, allerdings ist das ja auch super peinlich, weil es ja deutlich erkennbar für alle Beteiligten ist. Die Lehrerin ist dann die ganze Zeit um mich rumgehüpft und hat mir gezeigt, dass ich lockerer lassen soll. Aber ich hab nur noch mehr gezittert. Boah, was war ich froh, als ich wieder verschwinden konnte. Habe es dann gleich noch mal an unserem Tisch gemacht und natürlich, wie die ganze Zeit vorher, habe ich nicht gezittert.
papiertiger
28.09.2012, 16:40
Mh. Nicht der ulitmative Trick, aber wie ich persönlich das halte: einfach trotzdem machen. Meistens klappt das auch. Und mit der Routine wird es besser. Hatte das am Anfang ganz schlimm, in normalen Situationen ist es mittlerweile komplett weg. Wenn dann aber irgendeine so, jetzt muss das aber fluppen-Komponente dazu kommt, hab ich es immernoch manchmal. Bei mir selber v.a. wenn das Gegenüber kein anonymer Pat. sondern Kollege/Kommillitone/Familienmitglied/Bekannter ist, da zitter ich rum als hätt ich sowas noch nie gemacht. Aber wiegesagt.. das Zittern ist zwar lästig und sieht komisch aus, aber es hindert garnich mal unbedingt am Treffen. Und wenn man das erstmal gemerkt hat, dass das so ist, wird es auch immer weniger. Insbesondere in Prüfungs/Bewertungssituationen ist ein bisschen Aufregung ja auch völlig normal, das wissen in aller Regel auch die Bewertenden einzuordnen.
Davon abgesehen hab ich auch schon gestandene Chirurgen im OP zittern sehen, das Problem ist nicht so exotisch/kennt wahrscheinlich jeder bis zu nem gewissen Grad. ;-)
el suenio
28.09.2012, 16:53
Okay, danke, Papiertiger. Das beruhigt mich gerade doch seeeehr. Wenn ich mein Gegenüber kennen würde, wäre das für mich im Übrigen auch furchtbar, da könnte ich bestimmt gar nichts mehr. Vor der Situation hatte ich auch schon das ein oder andere Mal Angst. Bei den Patienten funktioniert aber immer alles gut, da habe ich überhaupt keine Angst. Ich bin nach einem Monat Ausbildung auch mit den Insulin-Pens losgegangen und habe es gespritzt. Klar, ist ja auch nicht schwer, aber selbst das wäre mir heute wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Gut, die Lehrerin hat mich auch nur noch mehr durcheinander gebracht. Ich will ja hier die Schuld nicht weiterschieben. Aber als ich schon beim Kanüleaufstecker losgezittert habe, meinte sie schon so was wie "Oh oh", dann ist sie rumgekommen und hat meine Finger an der Ampulle platziert, um mir dann beim Aufstecken der Injektionskanüle zu sagen, dass ich es noch mal machen soll. Dann meinte sie, ich solle mich entspannen und noch mal ruhig alles zusammenstecken. Ging gar nicht mehr. Ich hätte wahrscheinlich einfach weitermachen sollen. Am Treffen hat es mir auch nicht gehindert, aber wenn ich so in meiner nächsten LK dastehe, dann bin ich durchgefallen. Im Falle eines Studiums wird die Sache sicher nicht einfacher. Also lieber frühzeitig eine Lösung finden.
Bis zu einem gewissen Grad ist das Zittern sicherlich o.k., aber ich sage dir, mein Zittern war sicher nicht mehr normal. Mir haben nicht nur die Finger gezittert, sondern meine Hände haben sich Zentimeterweit nach oben und unten bewegt. Dennoch macht mir das erst mal Mut, ich hoffe, ich kann das Problem schnell lösen, denn das macht wirklich nicht so viel Spaß. Zumal ich mich eigentlich total auf die Injektionen freue, aber so:-nix
Gegen das Zittern gibt es tatsächlich einen Trick, den die meisten sogar unbewußt benutzen und deswegen souveräner wirken: stütz die zitternde Hand ab! Wenn ich z.B. eine Spritze aus einer Ampulle aufziehe, spreize ich einen Finger der Spritzenhand ab und stütze ihn gegen die Ampulle. Beim Nähen mit nadelführenden Hand den Unterarm oder das Handgelenk am Patienten abstützen.
"Freischwebend" zittern die allermeisten Menschen :-)
Wichtig ist auch, möglichst körpernah zu arbeiten. Dadurch wird das Zittern auch noch mal reduziert.
Ich hatte das am Anfang auch, was vor allem beim Aufziehen von Medikamenten recht nervig war. Mittlerweile hat sich das alles etwas gelegt. Je ruhiger (und die Ruhe kommt mit der Zeit) man an die Sache rangeht, desto weniger zittert man.
el suenio
28.09.2012, 18:15
DAS hatte ich leider schon gemacht. Ich habe mich zumindest aufgestützt auf dem Tisch. Ich habe schon die Kanüle zusätzlich mit zwei Fingern gesichert, sonst wäre die bei dem Zittern sicher gleich in der Ampulle gelandet. Die Finger der Spritzenhand brauch ich oben an dem Griff vom Kolben, denn man darf ja den Kolben selber weiter unten nicht anfassen. Ich benutze also Mittelfinger und Daumen dafür, den Kolben nach oben zu ziehen und drücke dann mit dem Zeigefinger auf dieses herausstehende Stück Plastik am oberen Teil der Spritze. Tolle Beschreibung :D Mit der anderen Hand halte ich die Ampulle fest und mit zwei Fingern der gleichen Hand noch die Kanüle, dass die da bleibt, wo sie ist. Das ging dann auch so einigermaßen, aber alles, was mit Aufstecken zu tun hat, war schrecklich. Wie gesagt, ich hab kaum die Kanüle auf die Spritze gekriegt, weil meine Hände ständig weggerutscht sind. Ich hoffe nur, dass mir das nie wieder passiert, aber das wird wohl ein Traum bleiben.
Edit: @DennisB: Das hat uns unsere Lehrerin auch gesagt, hab ich auch gemacht und die Arme rangenommen, das hat aber auch keine Verbesserung gebracht. Wahrscheinlich kann man sich einfach nicht vorstellen, wie ich gezittert habe...:-oopss
Ich kann keine Viggos mehr legen -.- Ne zeitlang liefs ganz gut und in den letzten Tagen treff ich garnix mehr. Blut krieg ich aus fast jeder winz-Vene und Nadeln krieg ich grad noch so in die Ellenbeuge. Doof.
Ich kann keine Viggos mehr legen -.- Ne zeitlang liefs ganz gut und in den letzten Tagen treff ich garnix mehr. Blut krieg ich aus fast jeder winz-Vene und Nadeln krieg ich grad noch so in die Ellenbeuge. Doof.
Normal. Gibt Tage/Wochen mit gutem Viggo-Karma und weniger Gutem *schulterklopf*
el suenio
12.10.2012, 17:16
Juhu, heute hab ich meine erste Blutentnahme am Patienten durchgeführt - erfolgreich *freu* Hab zwar wieder ziemlich gezittert, aber zum Glück erst, nachdem ich die Vene schon getroffen hatte :D Hat aber direkt Spaß gemacht, so ein kleines Erfolgserlebnis ist doch nicht schlecht.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.