Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spendensammler, nein danke



Seiten : 1 [2]

Espressa
06.08.2009, 12:54
Ich überlege ja noch mir so ein "Betteln und Hausieren Verboten"-Schild an meine Tür zu nageln, hat das jemand und kann erfahrungsgemäß Angaben machen ob sich das Pack dran
hält?

Hihi, hängt hier unten bei den Klingelschildern.
Und geläutet hat noch nie wer. (Bin aber auch den ganzen Tag nicht zuhause, arbeiten gehen scheint also doch auch seine Vorteile zu haben ;-) )

Die Niere
06.08.2009, 13:47
Da hab ich ja Glück, dass ich mir so einen S c h e i s s nicht an der Tür antun muss. Der letzte kam vor ca. 8 Monaten und war Messerschleifer...so ein ganz alter Kerl, typisch Schweizer. War irgendwie härzig.

Und da unsere Telefonnummer in keinem Verzeichnis zu finden sind, gibt es auch keine unlauteren Anrufe.

gruesse, die niere

Die Niere
06.08.2009, 13:51
Aber so ein KEIN RUMLUNGERN, BETTELN ODER NERVEN Schild an der Tür wär schon super. Wenn dann doch mal so eine Nervtruppe ankäme, würde ich dann einfach auf das Schild tippen, nett lächeln und die Tür zumachen - geil...die Vorstellung gefällt mir.

Aber eine andere Frage: Wer spendet denn wirklich regelmässig an eine bestimmte Organisation?

Ich wurde letztens am Bahnhof von einem Penner ziemlich schräg angeschaut als ich auf seine Frage, ob ich ein wenig Kleingeld für ihn übrig hatte mit einem SORRY anwortete und 2 Minten später mit nem Franken wiederkam, weil ich danach irgendwie die Lust verspürte ihm doch was zu geben. Vielleicht lag es an der Art, wie er sich trotzdem für das SORRY bedankt und mir einen tollen Tag gewünscht hatte (was im allgemeinen alle Bettler hier in Bern machen).

Dämlich fand ich nur den Typen, der mich mal um 80 Rappen gebeten hat...sorry...bis ich das aus meiner Brieftasche gefischt habe, haben die Geschäfte schon geschlossen :-(

gruesse, die niere

Coxy-Baby
06.08.2009, 13:58
...als Erweiterung des Schildes könnte man ja bei den hartnäckigen Fällen einfach den
Fußabtreter unter Strom setzen, ich denke mal das konditioniert doch ungemein oder??

Regelmäßig spende ich nirgends aber wenn ich mal inner city rumschleiche und von den Punks/Pennern vorm Bahnhof/Karstadt angesprochen werde geb ich auch mal ne Eurone, aber halt spontan und ohne Zwang einfach weil ich es in dem Moment möchte.

Tse Tse
06.08.2009, 15:41
klar- hin und wieder darüber nachdenken, ob man nicht doch den ein oder anderen € für einen guten Zweck spenden könnte:-))
Ja, sollte natürlich kein Aufruf gegen das Spenden sein.

Wobei das bestimmt auch oft kontraproduktiv ist, wenn sich genügend gutmütige Leute finden, die dort einspringen wo der Staat seine Fürsorgepflicht privatisiert. Kann man natürlich auch "Freiheit" oder "Eigenverantwortung" oder "Kostendruck" nennen...meinte aber besonders dieses Aufschwatzen mit allen (psychologischen) Mitteln. Und ja, auch wenn ich einen Mini-Minimalbetrag jedes Jahr an immer die selbe Gruppe überweise, hats mich doch geärgert und am Gewissen gepackt, auch wenn ich genau weiß, dass es das gar nicht muss. So sinds halt, die Gefühle. "Ja, aber 5 Euro hat man doch immer". Natürlich hab ich die, aber was soll das. Nein ist nein und nicht "ja, aber...wenn sie selbst einmal" oder "die armen Menschen" oder die andere da letztens von der Kinderhilfe: "sagt ihnen der Name Kevin noch etwas, DER Kevin aus der Kühltruhe...*schnief*". Fand das auch ziemlich unverschämt und wollte da erst anrufen, aber dann hab ich gut geschlafen und heute ist es mir egal. Werd bestimmt mal einen guten Klischee-Rentner abgeben.

Diese Packen am Gewissen oder den Gefühlen wird so oft einfach zur Masche. Kann man wohl manchmal noch so rational sein, bei einem: "ja, aber die Patienten, das kann man doch nicht machen, einer muss doch..." oder einem "Neda - das Gesicht der Proteste im Iran” oder "Enya - der Soundtrack zum 11. September" oder auch "Hessens Innenminister warnt vor Massengeiselnahmen zu den Bundestagswahlen" und was es noch so alles gibt, ist man ja am Ende gar nicht mehr in der Lage mit verquollenen oder erschreckten Augen noch irgendwas differenzierter zu betrachten.
Aber ich komm von Kuchen backen auf Arschbacken :(

Evil
08.08.2009, 20:00
Aber eine andere Frage: Wer spendet denn wirklich regelmässig an eine bestimmte Organisation?
BUND/Mountain Wilderness kriegen regelmäßig Geld von mir, außerdem letztens DKMS und DAV.
Ansonsten geb ich Blut her und bei Anfrage Knochenmark, und vom BRK laß ich mich in meiner Freizeit durch die Gegend fahren.

Bettlern geb ich ungern was; früher wohnte mal ein Pastor bei uns nebenan, wenn da Bettler kamen und was wollten, hat er denen angeboten, daß sie für 1x Gehwegfegen 20 Mark bekommen.
Das Angebot hat kaum einer angenommen.

Nilani
08.08.2009, 23:01
Also meine Mum spendet auch 1x pro Jahr paar Euro an die Johanniter. War damals auch son "Haustürgeschäft", glaub ich. Ist schon paar Jahre her, ist nicht viel und ehrlich gesagt, hat es sich rentiert, als wir in Amerika nen Autounfall hatten. Der Rückholtransport bei denen hat echt super geklappt :-top (trotz Mehrfachverletzungen waren wir ziemlich schnell entlassen, so dass reguläre Auslands-KV zwar Kosten übernahm, aber Rückflugerlaubnis am Anfang sahen sie nach 2 Wo. keinen Grund für nen Rücktransport). Also 2x Plätze in der Business-Class haben plus Krankentransport von Frankfurt nach Berlin haben sie uns spendiert ... jedenfalls dtl. mehr als ihre bisherige Spende

Ansonsten auf der Straße ignorier ich die auch, egal von wo die sind. Klingeln tun sie bei mir, weil ich im EG wohne und dirkekt in der Mitte, aber entweder ich bin nicht zu Hause oder ich lasse sie rein, öffne selbst denen aber nicht mehr die Wohnungstür (nachdem ich beim 1. Mal überrumpelt wurde und 2 € an die Volkssolidarität losgeworden bin)

Bei manchen Abos find ich immer klasse, wenn sie fragen, ob ich schon 18 sei ... da antworten wir dann doch glatt mit "nein", auch wenn ich inwischen fast doppelt so alt bin :-))

Linda.1001
09.08.2009, 17:10
Aber eine andere Frage: Wer spendet denn wirklich regelmässig an eine bestimmte Organisation?



Ich hab nen Dauerauftrag für die MSF eingerichtet. Da bin ich mir nämlich am sichersten, dass das Geld da ankommt, wo es hinsoll.
Außerdem Solidarität International. Auch eine Organisation, bei der man weiss, wo das Geld bzw. Sachspenden hinfliessen. :-)

ehemalige Userin 24092013
09.08.2009, 19:19
Aber eine andere Frage: Wer spendet denn wirklich regelmässig an eine bestimmte Organisation?



Seit neun Jahren an den Naturschutzbund.
Grund: habs mir aufschwatzten lassen, war seither zu faul das zu kündigen und die neun Euro in drei Monaten könnte ich im Zweifelsfall echt dümmer ausgeben.
Jetzt ist es nicht nur mein gutes Gewissen um alle anderen "Bettelorganisationen" gnadenlos zu ignorieren, irgendwie find ich es auch net soo schlecht wenigstens was ganz Minimales für Natur und deren Viecher zu tun.

milz
09.08.2009, 22:11
Aktiv spende ich nicht mal der Kirche. Passiv spendet man schon mehr als genug, ob man will oder nicht (braver Steuerzahler).

KriZzy
13.08.2009, 10:29
kennt ihr die FASI...wollten uns 2 min (jaja ist klar) was über den abbau der ambulanzen in deutschland erzählen und wurden richtig beleidigend, als wir ihnen ,,einen schönen Tag'' gewünscht haben...
tztzt:-kotz