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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wahlkampf 2009 - Wisst ihr schon, wo ihr euer Kreuzchen macht?



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DeKl
27.09.2009, 19:47
Ich kriege die Krise - pfundweise!!!

Man darf gespannt sein. Mal sehen, was die jetzige Regierung dann reißen kann, wenn die guten Ideen der SPD nicht mehr kommen, die man dann als die eigenen verkaufen kann ;-).

Frau Merkel wird sicherlich eine "gemeinsame Lösung" finden :-)

Gersig
27.09.2009, 19:51
Sehr gutes Ergebnis, insb. für unseren Berufsstand. Ulla Schmidt ist endlich weg nach gefühlten 50 Jahren Terrorherrschaft (auch wenn es nur 7 Jahre waren)Fürs Protokoll: Ulla Schmidt war Gesundheitsministerin unter einer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Leitlinien innerhalb des Kabinetts vorgibt. Vielmehr hat Ulla für die Kanzlerin Kohlen aus dem Feuer geholt, die sich selber die Hände nicht verbrennen wollte. Man darf auf den neuen oder die neue Gesundheitsministerin gespannt sein. Ob dieser der Ärzteschaft den Segen verheißt, wage ich zu bezweifeln. Die substantiellen Probleme unseres Gesundheitswesens sind immer noch die gleichen :-meinung


Dann bin ich mal gespannt auf den Namen des Gesundheitsministers, über den hier in spätestens einem Jahr ebenso gelästert werden wird wie bisher über Ulla. :-)) :-meinung

Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik KEINEN Arzt oder Ärztin im Amt des Gesundheitsministers. Und solange viele aus dem Berufsstand nur meckern und motzen, ohne mal selber die Ärmel hochzukrempeln und sich für das Ganze, nämlich das Gesundheitswesen als solches, zu engagieren, sehe ich schwarz :-meinung

KriZzy
27.09.2009, 19:53
Ich kriege die Krise - pfundweise!!!

Man darf gespannt sein. Mal sehen, was die jetzige Regierung dann reißen kann, wenn die guten Ideen der SPD nicht mehr kommen, die man dann als die eigenen verkaufen kann ;-).

hmmm...

ist zwar nur meine meinung, aber irgendwie find ich das mit der FDP schon doof...und ja ich glaube nicht, dass das exakt so hinhaut mit der steuersenkung....

ich hätte auch nicht so gerne,dass die fdp den gesundheitsminister stellt...

Hoppla-Daisy
27.09.2009, 19:55
Steuersenkungen bei nem Berg voller Schulden? Äh ja, dafür muss man nur die Grundschule besucht haben, um festzustellen, dass da ein grundlegender Denkfehler ist :-))

KriZzy
27.09.2009, 19:57
Steuersenkungen bei nem Berg voller Schulden? Äh ja, dafür muss man nur die Grundschule besucht haben, um festzustellen, dass da ein grundlegender Denkfehler ist :-))
:-meinung

Bisamratte
27.09.2009, 20:04
Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik KEINEN Arzt oder Ärztin im Amt des Gesundheitsministers. Und solange viele aus dem Berufsstand nur meckern und motzen, ohne mal selber die Ärmel hochzukrempeln und sich für das Ganze, nämlich das Gesundheitswesen als solches, zu engagieren, sehe ich schwarz :-meinung

Mir wäre ein nüchterner und pragmatischer Verwalter (das war manchmal mein Eindruck von Steinbrück) in dieser Rolle lieber, als jemand, der aus der „Branche“ kommt. Bei all der Vielzahl von Interessengruppen geht ja leider der gesamtgesellschaftliche Bezug oft flöten und genug Gesundheitspolitiker haben es schon geschafft, ganze Berufsgruppen entweder vor den Kopf zu stoßen oder aber zu protegieren.

Ehemaliger User 20130505
27.09.2009, 20:07
Steuersenkungen bei nem Berg voller Schulden? Äh ja, dafür muss man nur die Grundschule besucht haben, um festzustellen, dass da ein grundlegender Denkfehler ist :-))


Die haben ja nicht behauptet, sie wollten alle Steuern senken.

Man könnte ja bei der Einkommensteuer die Progression etwas "abflachen" und die Mehrwertsteuer erhöhen. Für eine Partei der Besserverdienenden läge das nahe. ;-)

Hoppla-Daisy
27.09.2009, 20:10
Eines ist meiners Erachtens so sicher wie das Amen in der Kirche: Die Schwere zwischen arm und reich wird noch mehr auseinander klaffen... traurig.

Zünder
27.09.2009, 20:11
Eines ist meiners Erachtens so sicher wie das Amen in der Kirche: Die Schwere zwischen arm und reich wird noch mehr auseinander klaffen... traurig.


Cool, neue Folgen von Olliver Geissen und der Super Nanny!!! :-top

Dr. Pschy
27.09.2009, 20:16
Steuersenkungen bei nem Berg voller Schulden? Äh ja, dafür muss man nur die Grundschule besucht haben, um festzustellen, dass da ein grundlegender Denkfehler ist :-))

Ich empfehle dringend den Besuch eines wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagenseminars.

Hoppla-Daisy
27.09.2009, 20:33
Danke für die Empfehlung :-sleppy

Klar, man verspricht, die Steuern nicht zu erhöhen. Wir werden sehen, was dabei rauskommt. Manch geneigter Wähler schenkte diesen Worten offenbar Glauben - und wird sich wundern, dass - Oh Wunder! - dieses gewiss nicht der Fall sein wird!

Der folgende Kommentar (okay, schon ein paar Wochen alt) spricht mir aus der Seele.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/285/476793/text/

Zukunftsmusik? Mitnichten!

Feuerblick
27.09.2009, 20:33
Frau Merkel wird sicherlich eine "gemeinsame Lösung" finden :-)Die hat bestimmt schon in der Schule immer abgeschrieben *feix*
Ich persönlich glaube ja nicht mehr daran, dass Wahlen irgendetwas an der Politik ändern. Zu oft durfte ich in kleinem und großem Rahmen miterleben, wie urplötzlich das vor der Wahl noch in Fetzen gerissene Wahlprogramm der Opposition zum Nonplusultra wurde und das, was man genau nicht wählen wollte schlagartig durchgeführt wurde - nur von einer anderen Partei. Sprich: Ob nun Ulla oder jemand anderes - besser wird es für Ärzte sicher nicht. Eher werden Programme wie eine Ärztebewertung durch Patienten im Internet und ähnlicher Mist schneller realisiert. Und weder beim Thema Steuern noch beim Thema Krankenkassenbeiträge wird sich irgendetwas bewegen. Die Damen und Herren werden den gleichen Schrott fahren wie seit Jahren und sich dafür weiterhin gegenseitig auf die Schultern klopfen.
Kurz: Mir ist es ziemlich wurscht, wer da "gewonnen" hat. Wahlprogramme sind das Papier nicht wert, auf denen man sie druckt...

Sprawl
27.09.2009, 20:42
Es ist ein grober Fehler, ein Parteikonzept gegen ein anderes zu stellen. Kapital ist nunmal nicht sozial und daher auch schlecht zu "sozialisieren". Die CDU und FDP bauen ihr Konzept auf volkswirtschaftlichen Kenntnissen auf. Die "sozialen" Parteien berücksichtigen ein gerechtes Verteilungsverhältnis. Beides ist im Grunde sinnvoll, kann aber allein nicht sinnvoll funktionieren. Wer zum Beispiel Steuern zu Lasten der gerechten Verteilung senkt, mindert den sozialen Faktor, wer die soziale Verteilung sichert, bricht volkswirtschaftliche Grundregeln. Der Kapitalismus ist monetäre Evolution. Da bleiben Schwächere eben auf der Strecke.

Lediglich die Fusion beider Konzepte, also des sozialen und des volkswirtschaftlichen (auch soziale Marktwirtschaft gennant ^^), kann wirkungsvolle Reformen nach sich ziehen. Das wäre dann zum Beispiel eine große Koalition. Diese kann aber nicht funktionieren, da jede Partei ihr Konzept fast schon fundamentalistisch verteidigt und sich so die Fronten nur verhärten. Alles stagniert und nichts kommt zustande. Was bleibt ist eine Legislaturperiode ohne große Veränderungen. Was nötig wäre, sind Kompromisse, die gesetzlich erzwingbar sind. Wie aber das Parlament im bezug auf Gesetze funktioniert, kennt den nächsten Satz: Dergleichen wird nicht erreicht werden, weil das keine Partei wollen würde. (Eine andere Idee wäre, Kompromisse aus dem Parlament auszulagern und extern entscheiden zu lassen, zum Beispiel in Form von Volksentscheiden. Aber das ist ja auch nicht ohne...)

Ehemaliger User 20130505
28.09.2009, 05:17
Dann bin ich mal gespannt auf den Namen des Gesundheitsministers, über den hier in spätestens einem Jahr ebenso gelästert werden wird wie bisher über Ulla. :-))


Da hatte ich mich ja schwer verschätzt. Nicht erst in einem Jahr, nein - das Lästern hat bereits heute Nacht begonnen: :-))

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=826377&postcount=5

http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=88284#88284

Wie nennt man eigentlich das Pendant zu Vorschusslorbeeren? Vorschussprügel?

Relaxometrie
28.09.2009, 07:45
Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik KEINEN Arzt oder Ärztin im Amt des Gesundheitsministers. Und solange viele aus dem Berufsstand nur meckern und motzen, ohne mal selber die Ärmel hochzukrempeln und sich für das Ganze, nämlich das Gesundheitswesen als solches, zu engagieren, sehe ich schwarz
Ich bin etwas erschrocken darüber, wieviele platte, verallgemeinernde Aussagen hier im Forum kundgetan werden. Obiges Zitat ist nur ein Beispiel. Ich bin beim besten Willen kein Politikprofi und lasse mich deswegen zu politischen Themen immer eher zurückhalten aus. Aber ein bißchen mehr Substanz, als ein rein floskelhaftes Ablästern, darf eine Aussage schon haben.
Was das Ärmelhochkrempeln von Ärzten in der Politik angeht, so gibt es einige Beispiele für Ärzte, die -wenn auch nicht das Amt des Gesundheitsministers- nicht ganz unwesentliche politische Ämter bekleiden:
In Aachen hat beipielsweise Rudolf Henke, Chef des Marburger Bundes (und Arzt), das Direktmandat gegen Ulla Schmidt gewonnen.
Im Europaparlament sitzt mindestens ein Arzt (kommt aus unserer Gegend und man liest manchmal etwas über ihn in der lokalen Zeitung).
Würde man weiter recherchieren, käme man bestimmt zu dem Schluß, daß die beiden genannten Beispiele nicht die einzigen Ärzte in der Politik sind.

Ehemaliger User 05022011
28.09.2009, 10:53
Außer Oskar besteht die Parteiführung (Gysi, Bisky,...) aus dem Führungspersonal der SED zur Wendezeit, und sämtliche Parteimitglieder haben ihre Akten aus der Birthler-Behörde nicht freigegeben, so what?



leider stimmt das nicht ganz ( leider, weil ich auch ein entschiedener Gegner dieser Partei bin) - das Schlimme ist doch, dass immer mehr junge Leute, die die DDR und das Unrecht, was dort diese Leute angerichtet haben nicht mehr mierleben mussten, mit dieser Partei beitreten,auch in die Führungsspitzen vorrücken oder sie zumindest wählen

also Evil, wenn wir klar machen wollen, was gegen diese Partei spricht, dann reicht das, was du schreibst, leider nicht mehr aus

Gersig
28.09.2009, 12:42
Ich bin etwas erschrocken darüber, wieviele platte, verallgemeinernde Aussagen hier im Forum kundgetan werden. Obiges Zitat ist nur ein Beispiel. Ich bin beim besten Willen kein Politikprofi und lasse mich deswegen zu politischen Themen immer eher zurückhalten aus. Aber ein bißchen mehr Substanz, als ein rein floskelhaftes Ablästern, darf eine Aussage schon haben.
Was das Ärmelhochkrempeln von Ärzten in der Politik angeht, so gibt es einige Beispiele für Ärzte, die -wenn auch nicht das Amt des Gesundheitsministers- nicht ganz unwesentliche politische Ämter bekleiden:
In Aachen hat beipielsweise Rudolf Henke, Chef des Marburger Bundes (und Arzt), das Direktmandat gegen Ulla Schmidt gewonnen.
Im Europaparlament sitzt mindestens ein Arzt (kommt aus unserer Gegend und man liest manchmal etwas über ihn in der lokalen Zeitung).
Würde man weiter recherchieren, käme man bestimmt zu dem Schluß, daß die beiden genannten Beispiele nicht die einzigen Ärzte in der Politik sind.Ich bezog mich mit meiner Aussage nicht ausschließlich auf die "große" Politik, sondern auch auf das Engagement der Ärzteschaft in ihren Gremien und Berufsverbänden. Wenn alle halb so viel Polemik an den Tag legen und sich statt dessen produktiv (Gremien, politisches Mandat) betätigen würden, wären wir ein ganzes Stück weiter. Zu dieser Meinung stehe ich, auch wenn du das für platt hältst, lieber Relaxometrie.Das ist meine persönliche Quintessenz aus Unipolitik, Verbandsarbeit und dem Studium:-meinung

Strodti
28.09.2009, 13:05
Es ist durchaus üblich, dass Ämter mit "externen" Besetzt werden. Gesundheitsminister müssen sich mit allerlei Lobbyisten herumschlagen und da werden die keinen Pharmazeuten, Arzt oder Kassenvertreter auf den Sessel setzen. Für das fachliche gibts Fachberater, der Minister soll Politik machen.

Ehemaliger User 05022011
28.09.2009, 13:49
Ich stimme relaxometrie voll und ganz zu, mich erstaunt es auch immer wieder, wie platt hier in einem Forum einige argumentieren, genauso wie solche Meinungen, mich immer wieder erstaunen :

Kurz: Mir ist es ziemlich wurscht, wer da "gewonnen" hat. Kann es einem intelligenten Menschen ( zumindst dachte ich immer, dass Mediziner solche sind) wirklich "wurscht" sein, von wem man regiert wird - ich versteh es nicht, aber so lernt man hier wenigstens immer was Neues kennen und das ist ja auch nicht schlecht.

Gersig
28.09.2009, 14:00
Es ist durchaus üblich, dass Ämter mit "externen" Besetzt werden. Gesundheitsminister müssen sich mit allerlei Lobbyisten herumschlagen und da werden die keinen Pharmazeuten, Arzt oder Kassenvertreter auf den Sessel setzen. Für das fachliche gibts Fachberater, der Minister soll Politik machen.Ja, das ist schon richtig. Ich sage auch nicht, dass ein Arzt per se ein besserer Gesundheitsminister wäre. Mir persönlich fällt immer mehr auf, wie die Kritik von Seiten der Ärzteschaft an der Gesundheitspolitik zunimmt, die Bereitschaft, sich zu engagieren, jedoch oftmals nicht vorhanden ist. Daran ändern auch die von Relaxometrie genannten Beispiele nichts. Die Ärzteschaft ist mit 8 (!) Mandaten im letzten Bundestag eher spärlich vertreten gewesen. Ähnlich sieht es mit der Mitarbeit in den Verbänden und Parteien aus. Das finde ich schade!! :-meinung