Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ-Aufwandsentschädigung an eurer Uni!
Mich würde in dem Zusammenhang mal folgendes interessieren: Wollt Ihr das Geld so oder so, oder in erster Linie deshalb, weil man im PJ Depp vom Dienst ist (BE, Haken halten, Papierkram, etc.)?
Ich persönlich würde gerne was lernen im PJ, anstatt verheizt zu werden, daher ist mir das Geld nicht so wichtig. Da ich aber weiß, daß das ein Wunsch bleiben wird will ich einen Großteil des PJs im AUsland verbringen.
Hoppla-Daisy
14.11.2009, 12:19
Ich möchte in erster Linie eine gute Lehre haben. Man soll mir bitte auch was beibringen, was mir den Sprung ins Arztsein erleichtert. Klar, dazu gehört AUCH Briefeschreiben, Codieren etc. pp, aber eben auch Haken halten und Co. Ich lerne auch dabei ne Menge!
ABER: Ich habe keinen Plan, wie ich ohne einen Nebenverdienst in dieser Zeit noch meinen Lebensunterhalt bestreiten soll. Und während der Woche zu "peejotten", um dann am Wochenende dem Nebenjob nachzugehen und nicht die Möglichkeit zu haben, sich auch mal einfach entspannend zurückzulehnen, erscheint mir wenig vorteilhaft. Da ist ein Burn-Out ja schon fast vorprogrammiert. Lernen bzw. mal was Vor- oder Nacharbeiten dürfte dann so gut wie flachfallen.
Und wenn ich nicht knappe 400 Euro bekäme wie bisher in meinem Nebenjob, sondern nur die Hälfte, dann wär da auch okay. Ich hab mich jetzt einige Jahre an knappe Kasse gewöhnen können, da machte das eine Jahr auch nichts mehr aus. Aber wenn gar kein Geld mehr reinkäme, wäre das für mich (und ich denke, vielen geht es genauso) ne ziemliche Katastrophe.
Müdemaus
14.11.2009, 13:12
Grudnsätzlich finde ich das mit der Aufwandsentschädigung echt angemessen- gerade in der Chirurgie, wo man am OP Tisch einen bezahlten Assistenzarzt ersettz- odr avr die bezahlten HAkenhalter ( nebenbei, so einer wurde mal früher heimgeschickt, weil ja die kostenlose PJlerin - ich- das ja machen könne, sei doch billiger )
Jetzt in der Anästhesie käme ich mir doof vor, Geld zu bekommen, da ich relativ wenig beitragen kann.
Aber wegen der Pflichtanwesenheit ist es eben wegen des LEbensunterhaltes sinnvoll, eine Aufwandsentschädigung zu zahlen.
Und zum Thema Lehre: Blut abnehmen und Viggos legen habe ich in der Famulatur schon gelernt, habe in der Inneren recht wenig davon profitiert, alleine für die Blutabnahem und die Viggos in der akutgeri zuständig zu sein:-(
wir werden leider nicht mehr davon profitieren, aber euch allen anderen drücke ich dann die Daumen, dass Ihr wenigstens etwas finanziell entschädigt werdet.
DrSkywalker
14.11.2009, 18:06
Ich denke einfach, die Arbeit die man im PJ macht ist mindestens 400 Euro wert. Es geht auch ein bisschen um Wertschätzung. Und um Prinzipien. Und natürlich auch ums Geld.
Sicherlich will man gute Lehre und das in erster Linie. Aber da jetzt auch nichts gezahlt wird und die Lehre schlecht ist, gehe ich davon aus, dass sie auch nicht schlechter werden kann wenn Geld gezahlt wird.
Abgesehen davon wäre das für einige PJler nicht nur ne Entlastung, sondern auch noch ne weitere Motivation.
400€ sind eine gute Summe. Es ist nicht zu viel verlangt einen fast fertigen Arzt für seine Arbeit auf der Station zu entlohnen.
Und ohne PJler würde einige Krankenhäuser ganz schön dumm aussehen. Wer nimmt dann Blut ab, macht die Aufnahmen und kümmert sich ums Briefe schreiben? Wen sollen die Chirurgen dann im OP anbrüllen?
Wo wird denn eigendlich gezahl? welche Unis vergüten das PJ???
Die LMU hat einige periphere Lehrkrankenhäuser, die zahlen (entweder Geld oder ne Wohnung & Essenszuschuss).
Und haben dort nebenbei noch eine super Lehre.
In Großhadern selbst bekommt man nix, muss fürs Essen mehr bezahlen als die Ärzte und großartig Lehre findet nicht statt.
LasseReinböng
15.11.2009, 16:44
Ich persönlich würde gerne was lernen im PJ, anstatt verheizt zu werden, daher ist mir das Geld nicht so wichtig.
Ich habe bei den meisten Häusern nicht den Eindruck, daß miserable Lehre durch eine Aufwandsentschädigung wettgemacht werden soll, im Gegenteil.
Gerade die Lehrkrankenhäuser, die zahlen, geben sich auch bei der Lehre eher größere Mühe, eben weil man an Nachwuchs interessiert ist.
An der Uni interessiert sich niemand für PJler, dort ist man in vielen Kliniken wirklich noch der Blutabnehm- und Hakenhalterdepp, der ja keine Ansprüche zu stellen hat, und wenn die Lehre mal gut ist, dann nur, weil ein Assistent engagiert ist und nicht, weil die Institution sich groß dafür interessieren würde.
Juckreiz
16.11.2009, 14:10
Wo wird denn eigendlich gezahl? welche Unis vergüten das PJ???
es wurde doch hier eine liste angefertigt, da steht ja schon das meiste drin, wer was bezahlt usw. bin grad zu faul zu suchen aber hat doch einer in diesem fred gepostet
sorry den kleinen Link hatte ich einfach überlesen!!! :-blush
Danke
Julisuli
25.11.2009, 22:25
http://www.marburgerbund.de/marburgerbund/landesverbaende/lv_nrw-rlp/aktuelles/texte2009/November/PJProtest.php
http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/landesverbaende/lv_nrw-rlp/aktuelles/texte2009/November/ProtestUNIMZ.php
Die Mainzer Studenten haben gerade dafür demonstriert...
in Mainz keine Gledzahlungen. nur sachleistungen wie Wohnen und essen frei, alternativ 1000€ (Sachleistung) pro Tertial (wie Büchergutscheine, Fahrtkostenzuschüsse)
Moment, Julisuli, bist Du es, mit der ich mich vor etlichen Jahren mal in Aachen getroffen habe? :-winky
RubinRot
06.12.2009, 20:40
Ich finde nicht, dass gute Lehre und eine Aufwandsentschädigung sich ausschließen. Klar soll man was lernen aber umgekehrt nimmt man nach einer Einlernphase ja den Ärzten auch Arbeit ab. Gerade an den Unikliniken würden viele Stationen ohne PJler überhauptnicht funktionieren, man ist dort fest eingeplant für alle möglichen Arbeiten. Und alleine fürs Blutabnehmen und Briefeschreiben sollte man schon entschädigt werden.
Habe mal eine Famulatur gemacht, da gab es einen Blutabnahmedienst, Hiwi der morgens die BEs gemacht hat (als dann ein neuer PJler kam wurde dieser Hiwi abgeschafft.....)
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