Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verlängerung der wöchentl. Höchstarbeitszeit...68 h Wo



Seiten : 1 [2]

Muriel
03.12.2009, 14:52
In anderen Häusern ist es doch auch so, dass in der UCh junge Kollegen alleine Dienste machen. Was unterscheidet Euer Haus von denen? Oder ist das einfach "immer so gewesen" bzw. der Wille des Chefs?

Lava
03.12.2009, 15:26
Naja, es gibt schon einen Unterschied zwischen kleinen Häusern und Häusern der Maximalversorgung. An größeren Häusern ist es durchaus üblich, dass es mehrere Dienste gibt und der Anfänger eben nicht nach 3 Monaten mit dem Schockraum allein gelassen wird. Bei uns kann von der Hirnblutung bis zur instabilen Beckenfraktur alles kommen - das traue ich mir bei meinem derzeitigen Ausbildungsstand schlichtweg nicht zu.

McBeal
03.12.2009, 15:34
Bei uns kann von der Hirnblutung bis zur instabilen Beckenfraktur alles kommen - das traue ich mir bei meinem derzeitigen Ausbildungsstand schlichtweg nicht zu.

Heftige Notfälle können aber doch überall passieren - dann muss man halt den Hintergrund rufen. Mir kann auch jederzeit das Waterhouse-Friedrichsen- Syndrom, der Status epilepticus oder eine 24. SSW reinschneien - dann müssen halt Chef oder OÄ kommen. Fertig.

LG
Ally

Käthe, MD
03.12.2009, 19:57
Heftige Notfälle können aber doch überall passieren - dann muss man halt den Hintergrund rufen.

Das stimmt, bin im Dienst als einzige UCh für alles zuständig, was chirurgisch so anfällt, egal ob Knochen oder Bauch. OA ist dann im Hintergrund erreichbar. Allerdings sind wir ein eher kleineres Haus mit der Uniklinik quasi nebenan, sodass wir eher selten ein Polytrauma oder was anderes richtig schlimmes bekommen. Von daher muss ich auch Lava Recht geben, dass bei nen Haus der Maximalversorgung schon immer ein erfahrener Assi/Facharzt im Haus sein sollte. Würde mir bei meinem derzeitigen Ausbildungsstand auch noch kein Polytrauma zutrauen!