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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Über- und untergewichtige (angehende) Ärzte?



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Nyen van Tok
08.12.2009, 16:13
Nutze die Boardsuche, junger Padawan.

Mein Mediklorianerwert ist so hoch, dass ich ahnen kann, dass in dem von mir zitierten Beitrag ein ungewolltes hohes Ross herauskam, worauf ich hinweisen wollte.
Doch die Macht ist nicht mit mir.

Danke trotzdem, Meister.
Möge die Macht der Fremdwahrnehmung die eigene Wahrnehmung beeinflussen, so wie es schon George Herbert Mead es predigte.:-party

Kackbratze
08.12.2009, 18:29
Immer diese Anhänger der hellen Seite der Macht....laaangweilig....

Die Niere
08.12.2009, 22:34
Wow, wie welterfahren und abgebrüht.:-oopss
Bitte teil' deinen geballten Erfahrungsschatz mit uns,
wenn dich angehende Ärzte die mit Mitte 20 (wohlmöglich noch während des präppens an Raucherlungen und verkalkten Gefäßen) anfangen zu rauchen grad mal zu einem müden Lächeln bringen.
Ich bin gespannt auf abgefahrenste Geschichten, die dich erstaunen oder zumindest eine geringe emotionale Regung hervorrufen:-topIch glaube, es würde wenig Sinn machen, dir die Geschichten zu erzählen, die ich erlebt habe, denn die sind mit Sicherheit NICHTS gegen das, was viele andere Menschen in anderen Fächern und Ländern erlebt haben.

Mir geht es nur vielmehr darum, dass weltverbessernde Gedanken in einem entrüsteten Kontext zu alltäglichen Dingen (Ärzte sind einfach nur Menschen) nicht mehr als ein müdes Lächeln in mir hervorrufen. Nenn es Abgebrühtheit, Realistmus oder Arschl0ch-Denken...mir egal!

gruesse, die niere

Nyen van Tok
10.12.2009, 14:27
Mir geht es nur vielmehr darum, dass weltverbessernde Gedanken in einem entrüsteten Kontext zu alltäglichen Dingen (Ärzte sind einfach nur Menschen) nicht mehr als ein müdes Lächeln in mir hervorrufen. Nenn es Abgebrühtheit, Realistmus oder Arschl0ch-Denken...mir egal!

gruesse, die niere

Och, so herum formuliert, klingts doch schon viel angenehmer. :-love
Manchmal gehts ja auch nicht um den direkten Inhalt, sondern wie dieser Inhalt verbal präsentiert wird.

Aber wenn es dir egal ist, wie ich es nenne, dann nenne ich es Bockwurst.
Mmm, Bockwurst.

So und nun back to topic: Ich denke nicht, dass ein Beruf an einem spurlos vorüber geht. Im Durchschnitt werden weniger ärzte rauchen, als der Bevölkerungsdurchschnitt. Psychologen öfter Suizide begehen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Automechaniker weniger zur Werkstatt müssen. Köche mehr auf gute Zutaten beim Kochen daheim achten. Ernährungswissenschaftler weniger unter Mangelernährung leiden. Makler in guten Preis/Leistungswohnungen wohnen. Elektriker mehr Steckdosen im Haus haben. Alles im Vergleich zum Durchschnitt - hat mit "Ärzte sind auch nur Menschen" wenig zu tun. Eben weil sie Menschen sind, denkt man eher in Kategorien, die man beherrscht, als andere.
Aber man msus sich vor Augen halten, dass es keine zwingende Kausalkette ist: Nur weil mans besser weiß, heißts noch lang nicht, dass an sich dran hält, immerhin is(s)t die Gesellschaft lustbetont.

Lg:-winky

epeline
10.12.2009, 16:11
wie war das mit der kognitiven dissonanz ;)

Nyen van Tok
10.12.2009, 19:33
wie war das mit der kognitiven dissonanz ;)

Oder der Ambiguitätstoleranz?:-)

Annabell Lee
29.12.2009, 09:04
Ich selbst habe Probleme mit starkem Untergewicht, weshalb ich dieses Thema nochmal aufgreifen wollen würde. Meine Erfahrung ist, dass sehr unterschiedlich damit umgegangen wird, in den klinisch theoretischen Fächern lassen sie einen immer in Ruhe, in Abteilungen, die eher am Rande laufen ebenfalls, in zentraleren Bereichen jedoch machen sie einem schon deutlichen Stress deswegen. Wer aus dem Raster fällt, dem wird deutlich gemacht, dass er unerwünscht ist.

Ich hasse es, dass von Medizinern, schon den Studenten(!) teilweise wirklich so viel verlangt wird und man da so viel hineininterpretiert. So als ob man ein Übermensch sein müsse, wo man halt keiner ist. Ich kenne kaum jemanden bei uns, der wirklich glücklich wäre, jeder ist psychisch irgendwie angeknackst. Und nein, in der Klinik wird es nicht besser, im Gegenteil, eher schlimmer.

Auch Depressionen werden einem nicht verziehen; selbst ein trübseeliger Blick ist scheinbar ein Kapitalverbrechen.

Tut mir leid, das musste einfach mal gesagt werden; es mag sein, dass es die Übermenschen unter euch gibt, die logischerweise dann auch einen anderen Eindruck von dem ganzen haben. Ich kann mich auch täuschen, vielleicht bin ich nur nicht gut genug. Weiß es nicht. Will mir kein generelles Urteil erlauben, nur meine Erfahrungen schildern.

Colourful
29.12.2009, 09:24
Ich hasse es, dass von Medizinern, schon den Studenten(!) teilweise wirklich so viel verlangt wird und man da so viel hineininterpretiert. So als ob man ein Übermensch sein müsse, wo man halt keiner ist. Ich kenne kaum jemanden bei uns, der wirklich glücklich wäre, jeder ist psychisch irgendwie angeknackst. Und nein, in der Klinik wird es nicht besser, im Gegenteil, eher schlimmer.

Auch Depressionen werden einem nicht verziehen; selbst ein trübseeliger Blick ist scheinbar ein Kapitalverbrechen.



Interesseante Sichtweise, die ich sehr gut nachvollziehen kann, aber nicht uneingeschränkt teile.
Ich denke, dass es auch immer darum geht, wie man mit dem Druck und den Anforderungen, die ja zweifelsohne da sind, umgehen kann, beziehungsweise welche Resourcen man nutzen kann, um damit besser umgehen zu lernen.
Das liegt meiner Meinung nach auch sehr an der Bewertung der Dinge, etwas, das man verändern kann. Aber ich weiß auch, dass das ein längerfristiger Prozess ist, der sehr viel Kraft braucht, die man eben manchmal einfach nicht zur Verfügung hat.

Ich bin zum Beispiel auch unterdurchschnittlich klein und sehe zu meinem (Un)Glück auch noch fünf bis sechs Jahre jünger aus, als ich tatsächlich bin, das ist auch etwas, mit dem man umgehen lernen muss, werde da schon von Patienten gefragt, ob ich den kleinwüchsig sei oder aber, ob ich die neue Schulpraktikantin bin, ob ich denn schon in der neunten Klasse sei und mehr Scherze. Es geht darum, wie man damit umgeht. Zumindest ist das meine Erfahrung.

Dass Depression wirklich ein Kapitalverbrechen sein kann, ist, so denke ich, langsam gesellschaftlicher Konsens, nachdem Herr Enke uns so eindrucksvoll bewiesen hat, dass es für Leistungsträger nur schwer vorstellbar ist, sich zu einer Krankheit zu bekennen und sich auch stationär behandeln zu lassen. :(

Nessiemoo
17.02.2010, 17:00
Ich neige leider schon zu Ûbergewicht...BMI ist schon 25,6 oder etwas. Ich versuche schon viel Sport zu machen 8ich liebe Sport!!!!) leider aber nicht das Essen. (liebe das essen auch)

Aber so habe ich gemerkt, dass ich schon ganz gesund bin, wenn ich mich zu den anderen vergleiche. Habe keine Krankheiten ausser einer oder andere Verkältung und wenn man irgendwie 5 km laufen oder Hochsprung oder Turnen ausser Betracht lässt, kann ich auch oft mehr und werde nicht so schnell müde. (wenn man den Super-sportler ausser Betrahct lässt und sich mit sozusagen normalen Menschen vergleicht)

Relaxometrie
17.02.2010, 17:11
Ich bin zum Beispiel auch unterdurchschnittlich klein
Also bist Du groß? Ich vermute, daß Du sagen wolltest, daß Deine Körpergröße gering ist. Dann wärst Du aber überdurchschnittlich klein, und nicht unterdurchschnittlich. Oder versagt meine Logik?

Colourful
17.02.2010, 17:40
Nee, denke eher, dass meine Logik da versagt. :-music
Ist aber auch ein komplizierter Fall, wenn man die Adjektive jeweils nur als Bezugspunkt sieht, "unterdurchschnittlich kalt" würde ich auch eher als "kälter" verstehen, da ja unter dem Durchschnitt und dann noch kalt. ;) #

Relaxometrie
17.02.2010, 17:44
Nette Diskussion :-)
"Unterdurchschnittlich kalt" bedeutet nach meiner Logik "eher wärmer". Denn etwas, das unterdurchschnittlich ist, ist ja weniger von dem, was es wäre, wenn es durchschnittlich wäre. Und weniger kalt ist wärmer :-))

Colourful
17.02.2010, 18:01
Ja, mich würde mal interessieren wie das nun vollkommen richtig ist, ich kann nämlich deine Logik auch gut nachvollziehen.