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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweizer Referendum gegen Minarette



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Kackbratze
07.12.2009, 00:33
n Fragen von Grundrechten an Dikaturen zu orientieren?

Wusste garnicht, dass in der Türkei oder in Indonesien Diktatoren an der Macht sind. :-nix

alphawelle
07.12.2009, 10:31
Leiwand, ein Minaret-Verbot. Wie geil.

Ich wünsche mir, dass ein Architekt ein neuer moschee baut, mit einem zwischendings zwischen kirchenturm und minaret. Dann kann man sich zurücklehnen und beobachten was den technokraten einfällt. Deutsche lieben technokraten, habe ich gehört. Es würden sicher von der bürokratie dann irgendwelche pseudogesetze rauskommen, wie z.B, kirchentürme dürfen nur auf kirchen stehen, definiert als gebäude ohne jegliche säulen, oder was weiss ich. Zum kotzen, sch** bürokraten, sch** fascisten.

Im Grunde genommen ist dieses gesetz bloss eine verschönerung von ähnlichen gesetzen in anderen teilen europas, wie z.b "juden darf nicht in dem reich rein." Stattdessen die light-version: "juden darf nicht wie juden gekleidet sein, oder in judenhäuser leben," und tauschen wir halt jude mit moslem aus.

Do I care? Jein. Lese gerade infidel von Ayaan Hirsi Ali, und ich teile schon die Schweizer ressentiments gegen islam, sei das saudi islam oder somali islam. Religion ist schrott, und islam ist besonders schrott. Mit der schönen nebenwirkung, europäische staaten in eine faschistische richtung heranzutreiben. Gogogogogo.

Kackbratze
07.12.2009, 14:17
Hä? Gibts das auch in Verständlich und orthographisch korrekt?

Coxy-Baby
07.12.2009, 14:29
......lies seine anderen Antworten, dann kannste dir leicht die Frage selbst beanworten.

Linda.1001
07.12.2009, 15:39
Die meisten Bürger die hier für ein NEIN gestimmt haben, waren junge Leute.
Eines der Probleme: wenn sich in deren Umfeld weitere junge Menschen muslimischen Glaubens befinden und diese sich gleichzeitig so dermassen asozial verhalten, dass man sie am liebsten ausschafffen würde, ist es für mich ein Stück weit verständlich, dass man diese Menschen nicht unterstützen will, seis in der Ausübung ihrer Religion, bei finanziellen Problemen etc.


Was ich eine Frechheit finde, ist, dass geplant wird / wurde, einen Muezzin pro Minarett einzustellen. In Indoniesien kommen sie doch auch mit Kirchenglocken aus, warum sollte mans in der Schweiz also anders machen?



Andersrum gedacht: es gibt auch Länder, bzw. Regionen in denen man als Christ Angst haben muss, wenn man sich auf die Strasse wagt. also: entweder überall das gleiche Recht für alle oder eben nicht. Aber dann sollte man auch mal aufhören rumzumotzen, dass es hier und dort nicht gut ist. Wer noch nichtmal das Kopftuch ablegen und sich nicht anpassen will, sollte nicht unterstützt werden.


Es wird NICHT der Glaube verboten, sondern lediglich der Bau eines Minaretts.


Also ich bin ziemlich erschrocken....

zu 1) junge Leute- wahrscheinlich, aber wer sich mit asozialen abgibt, scheint ja selbst nicht auf so einem hohen sozialen Niveau zu leben.

zu 2) Ein Elternteil von mir kommt aus Jordanien, einem muslimischen Land. Immer wenn ich dort in Urlaub fahre, werde ich jeden Morgen durch die Kirchenglocken geweckt von der nahegelegenen Kirche und das sind nicht die einzigen in Jordanien! Beschwere ich mich? Nein, ich finds sogar ganz angenehm, dass ich durch Kirchengeläut und nicht durch nen schrillen Wecker geweckt werde.

zu 3) Seit wann gehört es zur Integration das Kopftuch abzulegen? Willst du einem Hindu auch den Turban abnehmen oder dem Juden die Kippa???

Es wurde der Bau von Minaretten verboten, das Minarett ist ein Teil der Religionsausübung, da der Muezzin dort steht und zum Gebet ruft oder predigt, genau wie der Pastor in der Kanzel. :-nix so what?
:peace:

Mitosch
07.12.2009, 16:31
zu 2) Ein Elternteil von mir kommt aus Jordanien, einem muslimischen Land. Immer wenn ich dort in Urlaub fahre, werde ich jeden Morgen durch die Kirchenglocken geweckt von der nahegelegenen Kirche und das sind nicht die einzigen in Jordanien! Beschwere ich mich? Nein, ich finds sogar ganz angenehm, dass ich durch Kirchengeläut und nicht durch nen schrillen Wecker geweckt werde.
Was auch daran liegen könnte, dass in Jordanien (und der gesamten Levante) christliche Gemeinschaften seit beinahe 2 Jahrtausenden bestehen und wesentlich älter sind als alle modernen Staatsgebilde in der Region.

...ansonsten: leben und leben lassen.

Thomas24
07.12.2009, 16:51
Mal eine andere Frage:
angenommen, der Beschluss würde auf der europ. Ebene gekippt werden (z.B. weil nicht mit den Grundsätzen der freien Religionsausübung vereinbar), müsste sich die Schweiz überhaupt dran halten? Immerhin sind die Schweizer ein nicht- EU Staat.

Die Niere
07.12.2009, 17:34
Nein, müssen sie natürlich nicht!

Mitosch
07.12.2009, 18:05
Die Verwechslungsmöglichkeiten sind da schon allein aufgrund der ähnlichen Namen recht hoch, jedoch hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nichts mit der Europäischen Union zu tun. Er ist eine Institution des Europarates, und dem gehört die Schweiz an.
Europarat (http://de.wikipedia.org/wiki/Europarat)

Spark
08.12.2009, 07:32
Das Bedenkliche an der Sache ist doch dass sie echte Auseinandersetzungen durch Symbolpolitik ersetzt.

Ich bin auch der Meinung dass es in islamisch geprägten Kulturen Traditionen und Werte gibt, die europäischen Verfassungen zuwider laufen. Daraus schliesse ich aber nicht, dass der einzelne Moslem nicht in der Lage sein kann, in sich diese Dinge zu vereinen, das anzunehmen was für das Wohl des einzelnen gut ist und das beizubehalten was für seine Kultur notwendig ist.

Dort wo dies nicht geschieht darf man es nicht "den Moslems" als Gemeinschaft anlasten.

Auf genau das Niveau wird es aber herabgelassen wenn man sich lieber mit Symbolen beschäftigt als mit echten Problemen.

Sprich: der Ruf eines Muezzin vom Minarett einer gemässigten, weltoffenen Moschee mit einem guten Imam drin ist wesentlich weniger konfliktträchtig als die Hinterhofmoschee wohin manche den Islam gerne verbannen wollen.

Genauso macht man muslimischen Mädchen durch Kopftuchverbote in Frankreich die Bildung noch schwerer (und zuhause schwerer duchrsetzbar), statt dass man in eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vätern tritt, in deren Haus die Verhüllung keine freie Entscheidung ist.

Lieber verkneift man sich nen Lehrling namens Mehmet, statt dass gegen die tatsächlichen Akteure von Bandenbildung und systematischen Nachbarschaftsterror auch mal ne Ausweisung fällig wird.

Von daher - demokratisch legitimiert schützt nicht vor Stammtischniveau.

Die Niere
08.12.2009, 07:47
[QUOTE=Spark;850328]Genauso macht man muslimischen Mädchen durch Kopftuchverbote in Frankreich die Bildung noch schwerer (und zuhause schwerer duchrsetzbar), statt dass man in eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vätern tritt, in deren Haus die Verhüllung keine freie Entscheidung ist.QUOTE]Und wie bewertest du dann das Kopftuchverbot an den Universität in der Türkei?

Spark
08.12.2009, 08:49
Als einen Schritt den ein gewollt säkularer Staat des islamischen Kulturkreises von oben aufoktroiert hat, weil es reale starke Kräfte gibt die diesen säkularen Staat abschaffen wollen.

Ein europäischer Staat, der gegen Symbole kämpft weil er seine eigenen Werte nicht inhaltlich vertreten bekommt, ist was anderes.

Mir wäre jedenfalls lieber, so ein Vater würde STÄNDIG in seinem Umfeld zu hören bekommen dass Frauen sich nicht zu verstecken brauchen, dass die Begierde hier beim Mann liegt und nicht bei der Sündhaftigkeit des Weibes, mir wäre es lieber wenn albanische Jungs sich einer Übermacht gegenüber sähen die ihnen ihre Doppelmoral und Homophobie klar ankreidet, und so weiter, es liesse sich ewig fortetzen.

Aber meinetwegen, wenn das Kopftuch wichtiger ist als der Kopf der drunter steckt...dann ist das natürlich ne prima Lösung. :-keks

Autolyse
08.12.2009, 21:36
Als einen Schritt den ein gewollt säkularer Staat des islamischen Kulturkreises von oben aufoktroiert hat, weil es reale starke Kräfte gibt die diesen säkularen Staat abschaffen wollen.
[...]
Viel Erfolg dabei. Bekommen die Angehörigen dann auch eine Rechnung für die Kugel?

Spark
09.12.2009, 10:49
Geht es auch präziser? Irgendwas scheinst Du in meine Meinung hineinzuinterpretieren.

Wenn ich das gleiche in Bezug auf Deine geschmacklose Signatur tun würde...aber lassen wir das.

Gast26092018
09.12.2009, 12:40
Ist das Kopftuchverbot in der Türkei noch in Kraft? Ich dachte es wurde abgeschafft:-nix Wie wird dieses Gesetz vom Volk betrachtet? funktioniert es?
Ich finde es ein Schritt in die richtige Richtung, der Staat muss von Religion getrennt werden.
Schaut euch mal die Golfstaaten an, in vielen Ländern dürfen die Frauen nicht mit Männern zusammenarbeiten! Wie kann man auf 50% der Arbeitskräfte verzichten? In Saudi-Arabien dürfen die Frauen nicht einmal mit einem Auto fahren. Die Scheichs bauen lauter Hotels und touristische Attraktionen und vergeuden das Geld das eigentlich für das eigene Volk gedacht ist:-? In ca. 20 Jahren werden die Ölreserven verbraucht sein, was machen die dann? Auf Tourismus allein kann man sich doch nicht verlassen. Die sollten mehr Geld in Bildung und Schwerindustrie investieren:-?
Saddam war der erste arabische Führer der sein Land in die richtige Richtung lenkte, er schaffte die Polygamie ab, etablierte die Emanzipation der Frau, sorgte für die ausrottung des Analphabetismus, industrialisierte das Land und öffnete es der Welt und kurbelte so die Wirtschaft des Landes an. Der Irak blühte regelrecht auf in den 70er Jahren und wurde zum Exporteur von Wissenschaftlern für die arabische Welt...aber mit Beginn des Iran-Irak-Konflikts ging alles zugrunde und Saddam hat dann natürlich viele viele Fehler begangen.
Aber ich will hier nicht vom Thema abschweifen:-blush:-wow

Autolyse
09.12.2009, 22:55
Geht es auch präziser? Irgendwas scheinst Du in meine Meinung hineinzuinterpretieren.

Wenn ich das gleiche in Bezug auf Deine geschmacklose Signatur tun würde...aber lassen wir das.
Ich halte es für müßig darüber zu spekulieren, was sich in der Türkei gegebenenfalls ändern könnte, da dies dem Selbstverständnis der türkischen Streitkräfte als Hüter der Verfassung zuwiderläuft und selbst wenn diese nicht einschritten, so wird dies seitens des tiefen Staates kaum toleriert werden, und das die Aufdeckung von Ergenekon alle entsprechenden Strömungen beseitigt hat ist nicht anzunehmen, folglich ist dein Vergleich denkbar ungeeignet.

Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass meine Signatur keiner Interpretation bedarf.

Die Niere
11.12.2009, 10:25
Hier noch ein kleiner Beitrag aus dem hohen Norden :-))

http://www.youtube.com/watch?v=gLMokwHG0sA&translated=1

gruesse, die niere

KoelnerMedizin
13.12.2009, 19:18
Das Argument, das einem in diesem Bezug häufig zu Ohren kommt "In der Türkei dürfen auch keine Kirchen gebaut werden und die haben da ja auch Kopftuchverbot" ist vollkommener Blödsinn, denn: In welcher Verbindung stehen die in der Schweiz und Deutschland lebenden Muslime mit der Türkei? Mal abgesehen davon, dass türkische Muslime nur einen kleinen Teil aller Muslime ausmachen (Islam wird irgendwie sinnfreierweise zu oft mit der Türkei assoziiert, obwohl die durch ihren tollen Hecht Atatürk zu Europäern geworden sind), so kann man doch hier wohnhaften Menschen die Ausübung ihres Glaubens verbieten, weil in ihrem Heimaland irgendwelche Verbote bestehen. Deutschland soll doch immer mit gutem Vorbild vorrausgehen. Also warum machen wir es nicht einfach besser, und lassen unsere muslimischen Mitbürger ihren Glauben ausleben mit Minarette.:-meinung

Abgesehen davon wird sich niemand trauen, Synagogen zu verbieten, da wir ja unter der Kontrolle von Israel und dem Zentralrat stehen...Eine traurige Welt.

Logo
13.12.2009, 20:28
Hier noch ein kleiner Beitrag aus dem hohen Norden :-))

http://www.youtube.com/watch?v=gLMokwHG0sA&translated=1

gruesse, die niere

Äußerst geil!

marfa
15.12.2009, 16:02
Abgesehen davon wird sich niemand trauen, Synagogen zu verbieten, da wir ja unter der Kontrolle von Israel und dem Zentralrat stehen...Eine traurige Welt.


Sag mal KoelnerJung, leidest du unter Phantomschmerzen?
Sind bei dir immer noch Juden und Friseure an allem schuld?
Das ist unterstes Schubladenniveau. :-meinung