Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frauen in der Urologie ???
Ok, darin, dass Uro toll ist, sind sich ja alle Beteiligten einig :-)
Leider hat noch niemand was zum Thema Niederlassung beigetragen, deshalb mal die Frage: kennt denn jemand eine Niedergelassene?
Mbali, die von PJ und so noch weit entfernt ist, aber zumindest ihr nächstes Pflegepraktikum wieder zwischen Katheterbeuteln verbringen wird :-love
Schneewitche
13.12.2009, 15:16
Leider hat noch niemand was zum Thema Niederlassung beigetragen, deshalb mal die Frage: kennt denn jemand eine Niedergelassene?
Ich laube niedergelassene gitb es noch nicht ganz so viele. Meine Cousine wohnt in bochum und mußte mal zu einem Urologen. Sie wollte gerne zu einer Frau und hat im ganzen Umkreis keine gefunden.
In Ulm weiß ich auch von keiner niedergelassenen Urologin.
In Wü gibt es soweit ich weiß (mindestens) eine niedergelassene Urologin. In meiner Kleinstadt hier gibts eine Gemeinschaftspraxis, in der auch eine Frau tätig ist. Persönlich kenne ich leider weder die eine noch die andere ... kann also nix näheres dazu sagen ... :-nix
Ich arbeite seit eineinhalb Jahren als Uro-Assistentin und kann nur sagen: IMMER WIEDER!
Tolles Fach, gerade bzw. auch für Frauen.
Man kann "richtige" OP's machen, wie Zystektomien, da wühlt man stundenlang in Bäuchen rum und darf auch an den Darm.
Für mich ein wenig überraschend sind auch die endoskopischen OP's klasse und NICHT langweilig - und für manchen mag interessant sein, dass man dabei auch sitzen kann.
Patientenklientel finde ich für mich perfekt: überwiegend schon Männer (und die sind einfach deutlich unkomplizierter als Frauen), aber man hat von allem was. Frauen und Männer in jung und alt sowie Kinder. Wenn man z.B. die Kinder bevorzugt, kann man ja an ein großes Haus oder die Uni gehen und die Kinderurologie, die nicht nur aus Phimosen besteht, abfassen.
Wem das Operieren nicht so sehr am Herzen liegt, der hat in der Uro viel Diagnostik (UZyst, radiologisches wie IVP, MCU...).
Ich denke, die Uro-Niederlassung ist teilweise interessanter als manch andere Fachrichtung. Einen sehr guten Eindruck kann man in der Ambulanz einer großen Urologie kriegen.
In meiner "Heimat" gibt es eine niedergelassene Urologin, da isses immer knallvoll. Und sie hat ne Gemeinschaftspraxis mit nem männlichen Kollegen, so dass sich jeder Patient das Geschlecht aussuchen kann und niemand "gezwungen" wird. In Bochum gibt es auch ne Gemeinschaftspraxis inklusive einer Urologin, in Essen und Gelsenkirchen auch. Habe noch nie gehört, dass es dort wegen der Frau im Männergebiet Probleme gibt. Ich galube aber, dass eine Praxisgemeinschaft mit beiden Geschlechtern eine klasse Möglichkeit ist, denn einige wenige Patienten möchten dann doch lieber als Mann vom Mann untersucht werden. Andererseits eine Riesenchance für die Frau, denn gerade in der Niederlassung ist ein nicht unerheblicher Anteil der Patienten weiblich.
In der Klinik habe ich es in den ganzen eineinhalb Jahren einmal erlebt, dass ein Patient sich nach bei der Entlassung in meinem Beisein beim Chef beschwert hat, weil er es in seiner Situation (mittelalt, ProstataCa) "emotional schwierig" fand, von einer Frau aufgenommen zu werden. Er hat aber ausdrücklich nicht mich, sondern mein Geschlecht gemeint. Und mein Chef hat daraufhin zu mir gesagt, dass er bisher mit Assistenzärztinnen in der Urologie zumeist bessere Erfahrungen gemacht und sie auch besser bei allen Patienten ankommen als die männlichen Kollegen.
Zusammenfassend: tolles Fach und absolut für Frauen geeignet.
Ich vergaß einen letzten Vorteil: weder körperlich extrem anstrengend, noch furchtbare Dienste. Wenn das Einzugsgebiet deiner Klinik nicht riesig ist, hast du im Dienst Chancen auf Schlaf. Und pünktlich heimgehen ist in einer gut geführten (!!!) urologischen Abteilung mit einigermaßen vollbesetzten Stellen realistisch.
Schneewitche
19.01.2010, 12:50
Oh, das ist ja ein traumhafter Bericht. :-love
Liebäugle ja schon sehr mit der Uro und das besterkt mich auch noch mal wahnsinnig darin, das mein Geschlecht kein Hinderniss ist.
Ist es definitiv nicht! Weder in Bezug auf die Patienten, noch auf die Kollegen. Die Ausnahme, dass man als Frau net ernst genommen wird, kann einem auch in der Inneren bei einem knorrigen Oberarzt passieren. Mir ist es in drei Kliniken (inkl. PJ) noch nie untergekommen.
Man hat genau soviel Innere (vor allem Onkologie) in der Uro, dass es noch Spaß macht. Klar sind auch in diesem Fachgebiet hochpalliative Patienten, die einen deprimieren. Aber das ist auszuhalten, vielen Tumorpatienten kann man helfen, nicht wenige kann man heilen (HodenCa!)
Meiner Meinung nach nur wichtig: eine große Abteilung suchen. Uro ist nicht selten eine Station mit max. 30 Betten, ein Chef, zwei OA, zwei Assis. Das bedeutet dann auch, dass man entweder selbst als Assi Rufdienste hat oder dass man fachübergreifende Dienste in der gesamten Klinik machen muss (meist chirurgisch), und das kam für mich nie in Frage.
Hoppla-Daisy
19.01.2010, 14:39
Hach, ich freu ich immer mehr auf die Zeit nach Herbst 2011 :-love
hennessy
19.01.2010, 14:42
Hach, ich freu ich immer mehr auf die Zeit nach Herbst 2011 :-love
das Christkind kommt doch hoffentlich auch dieses Jahr zu Dir, liebe Daisy.
Oder machest Du am Ende Dein PJ in der Uro? :-))
Hoppla-Daisy
19.01.2010, 14:52
Ja wie kommst du denn nur daaaaaaaaaaaaaaarauf? :-))
Das hat dir der Teufel gesagt ;-)
hennessy
19.01.2010, 14:55
...
Das hat dir der Teufel gesagt ;-)
Nö, das war Rumpelstilzchen. :-D
Ich würde später zu ner netten Urologin gehen :-))
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