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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : intraartikuläre fraktur



mosrite
27.12.2009, 21:17
hallo liebe leute!

nachdem ich heute beim fußball auf die hand gestürzt bin wurde bei mir eine dislozierte intraartikuläre fraktur des PIP am rechten mittelfinger festgestellt.
nun habe ich morgen einen termin beim unfallchir. OA einer klinik der schwerpunktversorgung ohne spezielle handchir. abteilung (in meiner heimatstadt).
ich habe aber riesigen schiss davor, dass sich bei mir laufe der zeit eine arthrose mit gelenkversteifung ausbildet (v.a. als rechtshänder...).
von daher stellt sich mir die frage, ob ich mich nicht lieber in einem handchir. zentrum mir größerer erfahrung behandeln lasse..?

was würdet ihr tun? oder haltet ihr den eingriff/die verletzung für 08/15 und würdet damit ins regionale krankenhaus gehen?


falls ich mich für ersteres entscheiden würde, könntet ihr mir eine gute handchirurgie in berlin (oder auch region münster/bielefeld) empfehlen? eventuell das UKB?


freue mich über eure meinungen! sonstige tipps sind natürlich auch gerne willkommen!


grüße, oliver

LieberInvasiv
28.12.2009, 10:42
Kann Dir leider keine regionalen Tipps geben, würde persönlich aber lieber einen handchirurgisch erfahrenen Arzt wählen. Erfahrung heißt in dem Fall einfach Sicherheit und wenn es um Hand und Finger geht finde ich das schon recht wichtig. Heißt nicht das das ein "normaler" U'Chrirug nicht auch kann/hinbekommt, aber so würdest Du auf Nummer-sicher gehen...
Gute Besserung!

Lava
28.12.2009, 19:19
Hmm..... ich kann jetzt nur für uns sprechen (Haus der Maximalversorgung, keine spezielle Handchirurgie), aber sowas gehört bei uns zum Alltag. Ich kenne jetzt die Fraktur nicht, aber ich würde mal vermuten, dass das geschlossen reponiert und dann mit K-Drähten versorgt wird. Keine große Sache eigentlich :-nix

mosrite
28.12.2009, 21:22
ok, danke soweit!
der UChi möchte da ne schraube reindrehen. da das abgesprengte stück aber sehr klein ist, hat er deutlich gemacht, dass das fragment beim reinschrauben auch zerbröseln könne.
bei den kirschner-drähten sei ihm die infektionsgefahr zu hoch (da diese dirket überm gelenk nicht unter hautniveau versenkt werden können) :-nix
wie auch immer, ich werde mich morgen mal um eine zweitmeinung bemühen.
halt nur doof über die feiertage und wochenende, die zeit rennt davon..

bis hierhin schon mal lieben dank!

Lava
28.12.2009, 21:26
Ja, die Gefahr besteht bei kleinen Fragmenten immer, dass die zerbröseln, wenn man ne Schraube reindreht... selbst 1,0er Schrauben können verdammt groß sein ;-)

In dem Fall bliebe dann noch Lengemannnaht als Alternative.

Ophtalmoplegie
29.12.2009, 09:35
Ja, die Gefahr besteht bei kleinen Fragmenten immer, dass die zerbröseln, wenn man ne Schraube reindreht...

... auch bei ausgewiesenen Handchirurgiespezis... :-wow

Lava
29.12.2009, 17:27
Die würden vielleicht erst gar keine Schraube reindrehen, weil sie (aus Erfahrung) schon vorher wissen, dass es zerbröseln wird :-D

Zünder
30.12.2009, 00:39
Gibt ja aber die Handchirurgen nicht umsonst und vielleicht macht es ja doch die Erfahrung...:-top

Lava
31.12.2009, 18:16
Najaaaa, Handchirurgen machen auch noch ganz andere Sachen. Frakturen von Mittelhand-, Handwurzel- oder Fingerknochen gehören zum Alltag und ein Unfallchirurg sollte sowas versorgen können *find*

mosrite
02.01.2010, 10:25
So, danke für eure Meinungen!
Konnte mich länger nicht melden, da ich im krankenhaus liege und vom handchirurgen ne Schraube verpasst bekommen habe... :-)
hoffe mal, dass im Verlauf alles glatt geht..

Grüße, mosrite (auf die Visite u. hoffentlich Entlassung wartend)