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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenpfleger Ausbildung wirklich so schlimm?



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garrettgt47059
31.03.2013, 14:19
OP ist etwas anders. Aber man kann auch sehr viel mitnehmen. Die Anatomie bleibt einem dort permanent in Erinnerung.:-D

Ja das kann ich bestätigen. Ich denke die Selbstständigkeit, die einem die Ärzte anfangs "aufzwingen", macht das Ganze später umso interessanter



Korrigiere: die Verkürzung ist dann doch eher eine mentale Sache :D

WackenDoc
31.03.2013, 14:29
Du hast dich doch jetzt nicht extra hier angemeldet um den Werbelink zu posten, oder?

][truba][
31.03.2013, 16:59
Ist nur Zufall.... ;)

Herzkasperl
18.04.2013, 19:17
Ich kann Euch nur empfehlen, etwas außerhalb vom Khs zu machen. Etwas kaufmännisches oder besser noch im Ausland studieren. Der "Vorteil" einer medizinischen Vorbildung ist schnell verraucht. Aber später als Arzt nochmal BWL tu pauken ist ne harte Nummer.

Sticks
19.04.2013, 07:13
Warum sollte ich als Arzt BWL pauken?

davo
19.04.2013, 13:49
Vielleicht weil du sonst zu jenen gehörst die, sobald sie eine Praxis eröffnen oder eine Chefarztstelle wollen, keine Ahnung von wirtschaftlichen Grundlagen haben?

Sticks
19.04.2013, 23:16
Ich möchte gar nicht in eine eigene Praxis. Wenn ich eventuell und vielleicht mal BWL brauche lese ich das eben nach.

EVT
19.04.2013, 23:53
ja dann mal viel spaß dabei^

Fleming11
21.04.2013, 23:36
ATA ist sicherlich auch für den ein oder anderen eine spannende und anspruchsvolle Alternative.

DonChichotte
20.11.2014, 17:32
Ich bin fast mit der Ausbildung zum GuK fertig und bin eigentlich positiv überrascht.

Es ist eine gute Option für wartende, da man echt viel lernt, besonders was interaktionen mit Patienten angeht... Man sieht den Arzt-Beruf aus einer anderen Perspektive und es kommt auch mal der Moment wo man sagt "Das will ich besser/anders machen"

Mir ist in der Ausbildung nochmal klar geworden, dass ich unbedingt Medizin studieren möchen. Die hürde 6 Jahre zu warten hatte mich zunächst sehr abgeschreckt.

Aber leicht ist die Ausbildung nicht. Und mit einigen Tätigkeiten kann ich mich auch nicht wirklich identifizieren. Das hirarschie Denken im Krankenhaus ist natürlich immer noch groß.

Vorteil: Man findet in der Pflege immer einen Job. Auch als Medizinstudenten gibt es gute Mini Jobs. zB Sitzwache in der Psych, Häusliche Kurzzeitbetreueng, Ergänzende Nachtwache usw.

PrinzessinAmygdala
30.11.2014, 13:38
Mir hat die Ausbildung auch Spaß gemacht. Dumme Leute, die einem blöde Aufgaben aufdrücken, gibt es überall. Die Azubis in Banken und Co. müssen sicher auch mal Kaffee kochen oder was aufräumen. Aber umso besser du dich anstellt, desto mehr interessante Aufgaben bekommst du zugeteilt. Pflege kann sehr vielseitig sein. Es gibt Bereiche, da bist du wirklich fernab vom Medizinischen, z.B. in Tagespflegeeinrichtungen o.ä.. Oder aber man kann sich recht viel einmischen wie auf so mancher Intensivstation. Das ist halt total unterschiedlich. Grundsätzlich muss man sich einfach generell mit der Pflege arrangieren können, damit man dort glücklich wird. Ich mache zwar auch manche Dinge nicht gerne, aber ich komme sonst gut zurecht. Wenn man sich nicht vorstellen kann, Menschen zu pflegen etc., dann wird man die Ausbildung auch als schrecklich empfinden.

JayEl
08.01.2015, 17:10
Also ich kann die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bisher (6 Monate Ausbildung - d.h. Probezeit gerade bestanden) nur weiterempfehlen. Es ist wirklich ein Job, bei dem man sehr viel mit Menschen zu tun hat. Das sollte einem schon Freude bereiten. Man sollte emphatisch sein können und man sollte definitiv in der Lage sein können, interdisziplinär zu arbeiten. es ist wirklich, auch später als Arzt, unabdingbar mit der Pflege gut auskommen zu können. Außerdem lernt man den Stationsalltag und das Krankenhaus allgemein sehr gut kennen. Weiterhin hat man schon einen Einblick inverschiedenste Fachbereiche.
- Kardio/Nephro und andere diverse Internistischen Stationen
-Chirurgie
-Gynäkologie
-Wochenpflege
-Neugeborenenstation
-Palliativstation
-Funktionsbereiche wie der OP, die ITS
und viele viele mehr

Es macht Spaß, wenn man sich darauf einlässt und man kommunikativ ist. Gerade von den Patienten bekommt man sehr viel mit, bei Dingen wie der täglichen Körperpflege. Das kann wirklich sehr spannend sein.

Natürlich gehört auch da einen Riesenmenge an Doku dazu. Wie bei Ärzten später auch ;-) Frei nach dem Motto: Was nicht da steht, ist nicht passiert.
Die Assistenz der Ärzte bei der Visite gehört ebenso dazu wie der Verbandswechsel und die Vorbereitung der Diagnostik der Mediziner.

Alles in allem schonmal ein spannender und aufregender Beruf. Mal entspannt, mal megastressig. Angst vor Überstunden sollte man weiterhin auch nicht haben.

Meiner Sicht nach ideal als Vorbereitung auf das Studium später.

Essal
09.04.2015, 12:01
Ich bin seit Sommer letzten Jahres mit meiner GuK-Ausbildung fertig und bin auch sehr froh, dass sie nun rum ist. Die 3 Jahre waren in meinen Augen rückblickend schon hart, vorallem die Theorie. Versteht mich nicht falsch die Theorie ist nicht schwer und mit ein wenig Aufwand gut bewältigbar, aber der theoretische Unterricht war nervenaufreibend. Ich hatte das Gefühl, dass 80% meiner Lehrer nicht wussten wovon sie reden und bei der kleinste Nachfrage ins Straucheln gerieten. Dadurch blieb so manche Frage oder Kritik unbeantwortet. Meine Ausbildung war in Blöcke unterteilt (4-8 Wochen Theorie (4Doppelstunden Mo-Fr) und 4-8Wochen Praxiseinsätze). Die Praxis ware überwiegend spannend, natürlich gab es Stationen auf denen man das Gefühl hatte ausgenutzt zu werden, aber die Regel war eher spannend und man konnte viel sehen, selbständig machen und lernen (nicht nur Grundpflege). Die Theorie hingegen, bei der natürlich Anwesenheitspflicht bestand, war sehr träge und frustrierend mit Ausnahme des Anatomieunterrichts. Dennoch muss ich jetzt abschließend sagen, dass ich sehr froh bin die Ausbildung gemacht zu haben. Man bekommt einen prima Einblick in den KH-Alltag, man lernt vorallem im Umgang mit Patienten sehr viel, unser Anatomieunterricht war auf einem spannenden und fordernden Niveau, die weitere Wartezeit kann ich mit einem guten Gehalt nun weiter überbrücken und man lernt die Arbeit von Pflegekräften zu wertschätzen. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass ich nicht den Rest meiner Berufskarriere als Krankenpfleger arbeiten möchte. Es fehlt mir die theoretische Tiefe. Zu oft musste man sich in Krankenpflegeschule schon den Satz "Das ist halt so" anhören. Aber genau deswegen möchte ich auch Medizin studieren und ein Krankenpfleger muss eben nicht alles wissen und beantworten können, denn dafür gibt es in der Regel immernoch Ärzte.