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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motivation für Zahnmedizin



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Ehemaliger User 05022011
14.03.2010, 11:10
" Ja, teilweise verschulden sich Radiologen für die Übernahme (!) einer Großpraxis sehr hoch. Aber nicht wegen der Geräte

das stimmt definitiv so nicht immer, kenne eine Radiologin, die 1 Mill. Kredit für ein Gerät (weiß leider nicht genau was das für eins war , hat mich nicht so detailliert interessiert) aufgenommen hat

Präpmaus
14.03.2010, 11:36
das stimmt definitiv so nicht immer, kenne eine Radiologin, die 1 Mill. Kredit für ein Gerät (weiß leider nicht genau was das für eins war , hat mich nicht so detailliert interessiert) aufgenommen hat

Oder behauptet, sie hätte es... Kenne auch eine Radiologin, die behauptet das ganze Geschäftshaus würde ihr gehören und sie müsse so viel abzahlen. Tatsächlich gehört das Haus einem Investmentfonds, der es auch in seinem Geschäftsbericht angegeben hat.

Ehemaliger User 280111
14.03.2010, 15:32
Damit können wir das Thema 'Praxisanschaffung und damit verbundene Kosten' abhaken und wieder zum eigentlich Thema übergehen. Fakt ist jedenfalls, dass Zahnmedizin schon während dem Studium sehr teuer ist und das sich nach dem Studium daran nicht viel ändern wird.

Würde mich freuen wenn sich noch ein paar Zahnmediziner zu Wort melden und ihre Einschätzung über das Studium schreiben würden.

Vielleicht nach dem Schema:

1) Beweggründe fürs Studium?

- Ausbildung als Zahntechniker, Bestreben nach mehr Patientenkontakt
- Spaß am Handwerk (technischer und feinmotorischer Aspekt)
- sicherer Arbeitsplatz und gutes Einkommen
- geregelte Arbeitszeiten

2) Studiumablauf wie erwartet?

- Ja, für mich optimal, weil man von Anfang an in seine Fachrichtung ausgebildet wird

3) Worauf freust du dich am meisten im Studium/Arbeitsleben?

- erster Patientenkontakt
- Arbeit mit Cerec
- Examensfeier :)

4) Was stört dich am Studium/Arbeitsleben?

- teilweise unnötiges Fachwissen (z.B. Chemie)
- hoher Arbeitsaufwand und damit wenig Freizeit
- Abhängigkeit von der Gesundheitspolitik, hohes unternehmerisches Risiko

5) Sonstiges...

DerAndere
15.03.2010, 07:44
Damit können wir das Thema 'Praxisanschaffung und damit verbundene Kosten' abhaken und wieder zum eigentlich Thema übergehen. Fakt ist jedenfalls, dass Zahnmedizin schon während dem Studium sehr teuer ist und das sich nach dem Studium daran nicht viel ändern wird.

Würde mich freuen wenn sich noch ein paar Zahnmediziner zu Wort melden und ihre Einschätzung über das Studium schreiben würden.

Vielleicht nach dem Schema:

1) Beweggründe fürs Studium?

- Ausbildung als Zahntechniker, Bestreben nach mehr Patientenkontakt
- Spaß am Handwerk (technischer und feinmotorischer Aspekt)
- sicherer Arbeitsplatz und gutes Einkommen
- geregelte Arbeitszeiten

2) Studiumablauf wie erwartet?

- Ja, für mich optimal, weil man von Anfang an in seine Fachrichtung ausgebildet wird

3) Worauf freust du dich am meisten im Studium/Arbeitsleben?

- erster Patientenkontakt
- Arbeit mit Cerec
- Examensfeier :)

4) Was stört dich am Studium/Arbeitsleben?

- teilweise unnötiges Fachwissen (z.B. Chemie)
- hoher Arbeitsaufwand und damit wenig Freizeit
- Abhängigkeit von der Gesundheitspolitik, hohes unternehmerisches Risiko

5) Sonstiges...

bin noch nicht fertig, aber:

zu 1.)
also ausbildung hab ich nicht, ist auch nicht wirklich sooo hilfreich (wenn dann überhaupt nur im tpk inner vorklinik). ansonsten bewegt mich der technische aspekt, umgang mit patienten und die halbwegs geregelten arbeitszeiten.

zu2.)
Studium war bisher sicher nicht immer leicht, hat jedoch eigentlich immer recht viel spaß gemacht. von den zahntechnischen kursen angefangen, die bei uns eigentlich nicht horror sind wie von manchen unis berichtet, bis zum präpkurs, der auch am ende ganz angenehm war.

gruß

Sternchen983
15.03.2010, 19:09
Nun auch von mir ein kleiner Rückblick auf das Zahnmedizinstudium:

Meine Beweggründe Zahnmedizin zu studieren, waren das Interesse an einem medizinischen Beruf und gleichzeitig der Spaß am praktischen, handwerklichen Arbeiten.Nach dem Abi hab ich erstmal Praktika beim Zahntechniker und Zahnarzt gemacht und mich dann dafür entschieden.Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich eigentlich nicht so richtig wußte, was alles auf mich zukommt.
Naturwissenschaftliche Vorkenntnisse hatte ich nicht wirklich viele, Chemie hab ich in der Schule gleich abgewählt, als ich es konnte.In der Vorklinik hab ich da praktisch bei 0 angefangen, aber auf einmal hat es mich mehr interessiert, weil ich wußte, wofür ich es lerne. Und das ging alles, war nicht so schwer!Das ist wirklich kein Hindernis!
Die praktischen Kurse wie TPK oder Phantomkurse hab ich als durchaus nervenaufreibend und stressig gesehen, auch weil so viel Wert auf unnütze Dinge gelegt wurde, wie zum Beispiel, den ganzen Vormittag Alginatabdrücke vom Frasacomodell zu nehmen oder Ringdeckelkronen anzufertigen.Und vieles wurde auch nicht wirklich gut beigebracht oder gezeigt.Aber zum Glück hab ich ein gutes Labor gefunden, die mir in den Semesterferien wirklich viel beigebracht haben, das hat mir die praktischen Kurse sehr erleichtert.
Im Anatomiesemester und vor dem Physikum hab ich dann zum ersten Mal gemerkt, wie ich am besten lerne.Zum Beispiel, dass es für die meisten Prüfungen nicht ausreicht, die Seiten nur gelesen und verstanden zu haben, sondern die Themen gewissermaßen auch auswendig vortragen zu können in den Prüfungen.

Und dann kam plötzlich ganz neuer Stress in der Klinik, man ist von Patienten abhängig und ob diese auch zu den Terminen erscheinen oder nicht.Wie oft haben wir Fahrkarten für Patienten bezahlt oder Babysitter organisiert um den Kurs zu bestehen.
Und als krönender Abschluss dann das Examen.Vorher macht man sich fast verrückt vor Angst, aber wenn es dann losgeht, hat man gar keine Zeit mehr nachzudenken.Die 6 Monate waren wirklich eine sehr harte Zeit, oft hatte man kaum noch Kraft weiterzumachen, weil man wirklich fast gar keine Freizeit mehr hatte und einige Fächer eben doch erst kurz vor der Prüfung gelernt hat.
Alles in allem hat sich das Studium gelohnt für mich und ich würde es wohl wieder machen!Es hat auf jeden Fall meinen Kampfgeist geweckt.Man darf sich nicht entmutigen lassen von manchmal schlecht gelaunten Assistenten oder sonstigen Ungerechtigkeiten und am Ende ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich.Und wenn man wirklich will und nicht aufgibt, kann man so einiges schaffen =)

wolfgang caspar
18.03.2010, 15:09
Ich habe folgenden Werdegang durchgemacht:

-Zivi: medizinisches Interesse geweckt
-Bewerbung für HM scheitert
-Start einer Ausbildung zum GeSuKrankenpfleger
-Abbruch der Ausbildung
-Praktikum am Dentallabor
-Bewerbung für ZM

Die Entscheidung gegen HM lag besonders an der Behandlung der Ärzte am Krankenhaus. Unfassbare Schichten der Assistenzärzte, am Rande der körperlichen Grenze.

Ich wollte dennoch nicht komplett weg von der Medizin. Daraufhin hab ich mich dann vergewissert das die handwerkliche Arbeit mir Spaß macht und als ich das gesehen habe ging nichts mehr an der Bewerbung vorbei ;) Du bist ja auch als Zahnarzt halber Mediziner. Du stellst Diagnosen und Behandelst Patienten. Ich sehe die Zahnmed. als eine Art "Facharztausbildung" an. Du hast auch die Wahl zwischen 3 verschiedenen spez. am Ende des Studiums(ZA,OC,KO).

Mein Tipp: Einfach mal in ein Dentallabor gehen und reinschauen. Diese Arbeit ist zwar nicht eins zu eins die Arbeit die du später erledigen wirst, allerdings spiegelt sie halt das "extrem" handwerkliche am Beruf des Zahnarztes wieder!

kara_deniz
24.03.2010, 13:28
.....

marja21
28.03.2010, 15:13
Also ich gehöre auch zu den Kandidaten, die eigentlich zuerst immer Humanmedizin studieren wollten. Habe mich 3 mal ohne Erfolg für HM beworben und mir dann gedacht, nachdem ich mir ziemlich sicher sein konnte auch beim 4. Versuch für HM keinen Platz zu bekommen, ZM zu studieren.
Hatte dann mich auch mit einigen Zahnärzten unterhalten und mir eingeredet, dass ich wenn ich wirklich keine Lust mehr auf ZM habe, ja vllt noch wechseln zu können.
Allerdings muss ich jetzt sagen, dass ich sehr sehr froh bin, diesen Weg gegangen zu sein. Ich habe nicht gewechselt und will es auch gar nicht mehr, weil mir ZM inzwischen sehr gut gefällt und ich mir HM gar nicht mehr vorstellen könnte.
Ich finde gut, dass nicht so viele Leute im gleichen Semester sind, so ist der Zusammenhalt (zumindest bei uns) viel stärker und nicht alles so anonym.
Ich sehe auch die Zahnmedizin als eine "Facharztausbildung", weil man ja auch die Dinge in Anatomie und anderen Fächern lernen muss.
Außerdem kann man sich später auch noch ein wenig spezialisieren, wenn man nicht nur "einfacher" Zahnarzt werden möchte. Ich habe für mich z.B. herausgefunden, dass ich später gerne in die Oralchirurgie gehen möchte und dafür muss ich nicht doppelt approbiert sein (sprich nicht noch HM hinterher studieren), was leider für die Weiterbildung zum MKG schon der Fall ist.
Auch sonst (denke ich zumindest), hat man als Zahnarzt im Berufsleben später schon einige Vorteile ggü. der normalen Ärzte.
Gerade als Frau denk ich ist es der bessere Beruf, da du nicht als Assistenzarzt 6 Jahre lang in der Klinik ausharren musst mit Schichtdiensten oder Notfalldiensten und kaum Schlaf da Überstunden. In der ZM muss man lediglich 2 Assistenzarzt sein, bevor man sich im Grunde schon niederlassen könnte.
Also wie gesagt, ich bin froh, dass ich mich für ZM entschieden habe und viele bekannte Ärzte von mir haben auch gesagt, dass es wohl eine "bessere Wahl" ist nicht HM zu studieren, weil viele es nicht nochmal machen würden, was man bei Zahnärzten jetzt nicht so oft hört... ;)

Zahnschnitzer
01.04.2010, 12:23
Was fürn Käse, radiologische Austattung ist mit Abstand die teuerste; PET und MRT kosten mehrere Millionen. Steht gar nicht in Relation zu den Anschaffungskosten einer Zahnarztpraxis.


laut meinen infos von der ärztekammer und zahnärztekammer sind radiologische praxen natürlich teuerer (nen CT kostet ne halbe Mio.), aber dann kommen schon die zahnbohrer mit locker 350.000 € investionskosten für eine heutige praxis.

das problem ist aber nicht diese summe, sondern die einkommenstastik. da liegen radiologen ganz oben mit dem 1,7-fachen verdienst aller ärzte und zahnis sind knapp durchschnittlich. in meinen augen ist das extrem unverhältnismässig verteilt, was das risiko unserer berufsgruppe betrifft und man muss sich nicht wundern, dass immer mehr kaufleute statt ärzten unseren beruf ergreifen.

btw.: nein ich wollte nie radiologe werden, gott bewahre mich vorm bilder betrachten. da is ja patho spannender. zum eigentlich werdegang meinerseits: wollte zum winter HM, keinen platz, auf nummer sicher gegangen zum SS und für ZM eingetragen und dabei geblieben. ziel war es für mich eh immer eine handwerkliche tätigkeit, ob nun thoraxchirurgie oder zahnmed ist mir dann heute egal. eher ists bei unserem berufsbild schön, dass man "weniger" kaputt machen kann. :-dance