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dreamchaser
12.03.2010, 22:03
Ich habe vor dem Medizinstudium 2 Jahre Geisteswissenschaften studiert, leider war es in Heidelberg nicht möglich das parallel zu Medizin weiterzustudieren. Also habe ich in der Vorklinik am Wochenende im Krankenhaus gearbeitet und 2 Sprachkurse besucht. Des Weiteren habe ich beim Deutschen Famulantenaustausch (jetzt BVMD) angefangen, weil es für mich wichtig ist, auch etwas mitzugestalten.
Nach dem Physikum (und Uniwechsel) war ich weiter beim Deutschen Famulantenaustausch, habe dort auch national gearbeitet und war jedes Wochenende in einer anderen Unistadt auf Meetings (bin sogar bis nach Venezuela gekommen). Und da habe ich dann auch noch eine Dissertation angefangen. Die Zeit ging irgendwann schnell rum - vor dem PJ noch schnell 6 Monate ins Ausland, dann PJ und schon war das Studium rum.
Ich würde dir empfehlen dich vielleicht an der Uni in der Fachschaft, AStA oder dem BVMD zu engagieren und etwas aktiv mitzugestalten. Nebenbei triffst du noch jede Menge Leute auch aus anderen Semestern und bekommst mitunter nützliche Informationen.
Andererseits habe ich so ein nerviges Pflichtgefühl, sodass ich nicht ohne schlechtes Gewissen mal eine Vorlesung ausfallen lassen kann - geht euch das auch so?
NEIN
kenn ich nicht, das gefühl :D
Kackbratze
16.03.2010, 19:27
Hmm, wenn ich genauer überlege....nein, kenn ich auchnicht wirklich das Gefühl.
carpentier
16.03.2010, 19:43
das gefühl kannte ich im 1. semester.. im 2. lies es nach, und im 3. & 4. semester war ich in einer einzigen VL. gefühl einfach austricksen und nicht hingehen ;)
Nach dem Physikum (und Uniwechsel) war ich weiter beim Deutschen Famulantenaustausch, habe dort auch national gearbeitet und war jedes Wochenende in einer anderen Unistadt auf Meetings (bin sogar bis nach Venezuela gekommen). Und da habe ich dann auch noch eine Dissertation angefangen. Die Zeit ging irgendwann schnell rum - vor dem PJ noch schnell 6 Monate ins Ausland, dann PJ und schon war das Studium rum.
Ich würde dir empfehlen dich vielleicht an der Uni in der Fachschaft, AStA oder dem BVMD zu engagieren und etwas aktiv mitzugestalten. Nebenbei triffst du noch jede Menge Leute auch aus anderen Semestern und bekommst mitunter nützliche Informationen.
Ich finde, die Zeit geht jetzt schon insgesamt gesehen schnell rum, manchmal ist es echt beängstigend, dass schon drei Semester um sind. Und wenn das nächste genauso schnell vorbei ist, dann hab steh ich schluppdiwupp vorm Physikum :-oopss
...und an den Rest: Gut für euch, dass ihr das Gefühl nicht kennt - ist echt nervig. Aber vielleicht hätte ich das Gefühl ja auch nicht, wenn ich nicht wüsste, dass ich die Zeit, die ich dann zuhause wäre eh nicht mit Uni-Kram verbringe. So nehme ich wenigstens ein bisschen Stoff mit.
Leider weiß man nie vorher, ob die Vorlesung langweilig wird oder interessant und dann denke ich jedes Mal, hach, vielleicht erzählt der Dozent ja doch was spannendes und geh hin :-winky
Eine Freundin hat im Herbst neben Medizin (4. Semester, Physikumssemester) noch ein Präsenzstudium (Bachelor) angefangen. Ich fand das von Anfang an ziemlich verrückt, die ganze Sache auch noch im Physikumssemester durchzuziehen, aber sie ist dabei geblieben, dass sie das schaffen kann. Das Ende vom Lied war, dass sie zu den Klausuren (eine Woche vor dem Mündlichen) teilweise gar nicht hingegangen ist, teilweise gerade so oder nicht bestanden hat. Jetzt steht es in den Sternen, ob sie weitermachen will oder das überhaupt darf...
Fazit: Ich denke schon, dass es in Einzelfällen klappen kann, sowas noch nebenher zu machen. Dann muss man aber wahnsinnig gut organisieren können, mit beiden Fakultäten gut stehen, um immer in Kurse zu kommen, die sich aufeinander abstimmen lassen und darf außerdem weiter nebenher nichts mehr machen. Aber im Physikumssemester würde ich davon definitiv abraten! Gerade jetzt, wo es fast nur noch Bachelor-Studiengänge mit lauter Pflichtvorlesungen gibt...
hach, vielleicht erzählt der Dozent ja doch was spannendes und geh hin :-winky
naiver gedanke :-)) ich hatte nicht eine gute vorlesung in der gesamten vorklinik. wenn dann waren einzelthemen mal etwas interessanter aber viel kann ich dazu nicht sagen, da ich auch davon nicht viel mitgekommen hab :-top
lotti818
17.03.2010, 09:44
Hallo!
Kann dich gut verstehen - das ging mir in der Vorklinik ganz genauso!
Ich habe dann einen Schwedischkurs gemacht (2., 4. und 5. Semester) - konnte zwar nicht jedesmal hin, aber zum Bestehen der Abschlußklausuren hat´s gereicht. ;) Im 7. und 8. Semester war ich dann mit Erasmus in Schweden (da ich ja nun schon so viel Zeit in die Sprache gesteckt hatte...), habe dort meinen Freund kennengelernt, der auch als deutscher Erasmusstudent dort war. Und nun geht er für seine Doktorarbeit (Physik) zurück nach Schweden und ich werde nach dem Staatsexamen kommendes Jahr hinterhergehen. Und alles, weil ich mich in der Vorklinik so unausgeglichen ausgelastet gefühlt habe und das Gefühl hatte zum Ausgleich noch etwas ganz anderes machen zu wollen.
Außerdem habe ich immer viel Musik gemacht und während der Klinik auch mal ein theologisches Seminar besucht, das mich interessiert hat.
Also, mach ruhig was zusätzlich - es lohnt sich, auch wenn man manchmal natürlich etwas Probleme hat alles unter einen Hut zu bringen. Aber grad in Stresszeiten ist ein Ausgleich soooo wichtig!
Viele Grüße!
Charlotte
Kackbratze
21.03.2010, 22:20
Was man allerdings nicht vergessen sollte:
Wenn es Probleme gibt, muss man selber wissen, wo die Priorität liegt, d.h. einen Bereich sollte man problemlos wieder abstossen können, wenn es dochnicht passt.
Nach dem Physikum hat meine Karriere als "Kartenspieler" doch gelitten, auch wenn es in der Vorklinik echt geil gelaufen ist. Naja, und seitdem ich arbeite, ists mit dem Kartenspielen auch vorbei.
Schade, aber es lässt sich nicht mit dem Job vereinbaren. Ein Hobby weniger. :-(
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