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Sebastian1
30.01.2003, 01:38
Folgenden Artikel mal zu eurer Kommentierung ohne weitere Anmerkungen von mir.

Gruß,
Sebastian


Quelle: tagesschau.de
Link zum Artikel: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OID1480906_TYP6_THE,00.html

"München verbietet "Körperwelten"

Wegen Verstoßes gegen das Bestattungsrecht und die Menschenwürde wird die Leichenausstellung "Körperwelten" des umstrittenen Anatomie-Professors Gunther von Hagens in München untersagt. Der Stadtrat billigte am Abend mit breiter Mehrheit bei nur acht Gegenstimmen die Verbots-Absicht des Kreisverwaltungsreferats (KVR).

Die Ordnungsbehörde hatte nach rechtlicher Prüfung schon entschieden, die öffentliche Schau von präparierten Leichen verstoße gegen das bayerische Bestattungsrecht und die Menschenwürde. Die Wander-Ausstellung sollte von Ende Februar an in München Station machen. Auch eine von dem Professor ursprünglich angekündigte Leichensektion wird auf Grund des Stadtratsbeschlusses verboten. Allerdings hatte von Hagens von diesem Plan bereits Abstand genommen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Heidelberger Mediziner in London vor zahlendem Publikum die Leiche eines im Alter von 72 Jahren gestorbenen Deutschen zerschnitten.

Publikumserfolg rechtlich bislang ungeprüft
Die Ausstellung, bei der mehr als 200 menschliche Präparate gezeigt werden, war bereits in mehreren deutschen Städten ein großer Publikumserfolg. Der Münchner Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle hatte jedoch betont, dass in den anderen Städten nie eine rechtliche Prüfung stattgefunden habe. Nach dem bayerischen Bestattungsrecht müssten Leichen aber binnen 96 Stunden bestattet oder verbrannt werden, es sei denn, die Leiche müsse noch für medizinische oder wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Die Ausstellung diene aber nicht der Wissenschaft.

Als zweites und wichtigeres Argument führte der KVR-Chef die Menschenwürde an. Die Ausstellung verstoße eindeutig gegen den Artikel eins des Grundgesetzes, der die Menschenwürde schützt, und zwar auch über den Tod hinaus. Bei der Ausstellung von präparierten Leichen werde der Tod zum Spektakel gemacht. Neben den rechtlichen Bedenken hatte das Referat eine Reihe weiterer Probleme gehabt. So sei die Herkunft der Leichen ungeklärt gewesen."

Heinz Wäscher
30.01.2003, 10:29
Hey!
Im Grunde habe ich nichts gegen die Ausstellung,ich hab sie selbst in Köln besucht und fand sie sehr interessant,
es gab sehr viele Infos.aber meiner Meinung nach sollte man schon über ein anatomisches Grundwissen verfügen,damit man mehr von hat

Anders dagegen sehe ich die öffentlichen Sektionen
Das ist in meinen Augen nur Sensations- und Profitgier
Und von wegen Lerneffekt...die meisten Leute,die da hingehen,wollen doch nur sehen,wie ein -sorry- geldgeiler Anatom an einer Leiche rumschnitzt
Was man sonst nur in Horrorfilmen sieht,kann man jetzt live und in 3D betrachten
Was sollen die Leute denn da lernen?

Wenn angeblich soo großes Interesse der Öffentlichkeit an der Anatomie bestünde,dann sollten sich sämtliche Anatomische Institute um Öffentliche Aufklärung bemühen und ihre Arbeit transparenter machen
Auch wenn kein Fernsehteam dabei ist

airmaria
30.01.2003, 11:48
Original geschrieben von Heinz Wäscher
... Auch wenn kein Fernsehteam dabei ist

Naja, so Leute wie Mohammed, Jesus... und wie diese Propheten auch alle heißen mögen... würden heutzutage mit Sicherheit auch nicht ohne Fernsehteam arbeiten und nur auf irgendwelchen Hügeln rumstehen und dort predigen.

Was ich meine ist: wenn Du eine Message hast, die Du in die Welt hinaustragen möchtest, mußt Du dieses eben auf interessante Art und Weise mittes Massenmedien tun.
Wo ist das Problem?

"Mary" airmaria

Heinz Wäscher
30.01.2003, 13:01
Ich glaube aber diesem Herrn von Hagens nicht,daß es ihm um ne Message geht

Pascal
30.01.2003, 13:09
Original geschrieben von Heinz Wäscher
Ich glaube aber diesem Herrn von Hagens nicht,daß es ihm um ne Message geht

Da muß ich dir widersprchen. Der hat doch ganz offensichtlich ne Message:

"Gebt mir euer Geld."

Heinz Wäscher
30.01.2003, 13:19
Genau!So isses!

Hat jemand von Euch den Hagens noch als Prof in der Uni erlebt?

Pascal
30.01.2003, 13:44
Soviel ich weis ist der gute Heidelberger Professor ein Prof ehrenhalber an irgendner asiatischen Uni und kommt aus Heidelberg. Was das ganze recht schwierig machen dürfte.

Heinz Wäscher
30.01.2003, 13:49
Moment mal...
Das soll heißen,daß er gar nicht in HD gelehrt hat?

Froschkönig
30.01.2003, 13:53
Original geschrieben von Heinz Wäscher
Moment mal...
Das soll heißen,daß er gar nicht in HD gelehrt hat?

Doch, irgendwann war er mal in HD tätig. Mein Histo-Prof. hat mal erzählt, er hätte in Heidelberg mit von Hagens zusammengearbeitet....aber ob der dort Prof. war, weiß ich nicht.

Heinz Wäscher
30.01.2003, 14:05
Ob der da auch immer mit seinem bekloppten Hut rumgerannt ist?

Froschkönig
30.01.2003, 14:08
Das is kein Hut, sondern ein superficiell-spreitendes Melanom *g*

Heinz Wäscher
30.01.2003, 14:12
Ach so,das ist bestimmt n Rezidiv bei Z n Gehirnresektion!
Erklärt ja einiges!

Pascal
30.01.2003, 14:14
Jetzt seit ihrs aber kemein zu Hut-Gunther.

Nochmal danke für den Namen, Frosch. Du hattest den doch mal aufgebracht oder?

Froschkönig
30.01.2003, 14:17
Original geschrieben von Pascal
Jetzt seit ihrs aber kemein zu Hut-Gunther.

Nochmal danke für den Namen, Frosch. Du hattest den doch mal aufgebracht oder?

Schuldig ! :-D

Heinz Wäscher
30.01.2003, 14:23
Aber die Ausstellung ist echt gut!
Die hätten se ma ruhig erlauben sollen
Aber wenn Gunni gerade in good old Bavaria mit nem Vorschlag ankommt ,ne Leichenseziershow anzubieten,da muß er sich nicht wundern
Tja,zu hoch gepokert,Gunni!

hobbes
30.01.2003, 14:39
Ich finde den Münchner Beschluss gut: Bravo München!!

TomB
30.01.2003, 14:45
Hier die Erklärung der Pressestelle unserer Uni

Dr. von Hagens ist kein Heidelberger Professor

Der Anatom, der durch eine öffentliche Autopsie in London Aufsehen erregt hat, ist kein Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

Der Anatom Dr. Gunther von Hagens, der in jüngster Zeit durch eine öffentliche Autopsie in London Aufsehen erregt hat, ist kein Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Darauf weist der Rektor der Ruprecht-Karls-Universität, Prof. Dr. Peter Hommelhoff, hin. Der Professorentitel wurde Dr. von Hagens, dessen Institut für Plastination seinen Sitz in Heidelberg hat, von zwei ausländischen Universitäten verliehen. Nach eigenen Angaben ist er seit 1996 Gastprofessor der Medizinischen Universität Dalian in China und seit 1999 Ehrenprofessor der Staatlichen Medizinischen Akademie von Kirgisien in Bischkek. Dr. von Hagens war in den siebziger Jahren am anatomischen und pathologischen Institut der Universität Heidelberg tätig.

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Siehe hierzu auch den Kommentar der 2 Heidelberger Anatomie-Professoren Unsicker und Kriz im aktuellen via medici.

Pascal
30.01.2003, 15:11
Original geschrieben von Heinz Wäscher
Aber die Ausstellung ist echt gut!


Das möchte ich auch mal nicht unkommentiert stehen lassen. Ich war in Köln am Ende des Anatomie Kurses drin. Und ich muß sagen wenn man sich das was da so geboten wird mal genau anhört sind da doch etliche Fehler in der Erklärung der Exponate. Ich denk da nur an so lustige Sachen wie durchbluteter Knorpel.

Heinz Wäscher
30.01.2003, 15:13
da hat mans mal wieder!der stellt das so dar,als ob er Prof in HD wär!Könnte ja gut fürs Geschäft sein...

airmaria
30.01.2003, 15:35
Original geschrieben von Pascal

Ich denk da nur an so lustige Sachen wie durchbluteter Knorpel.

Was ist daran lustig?

"Mary" airmaria