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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auslandserfahrungen (Praktika, Jobs, Aufenthalte usw.) vor Studiumsbeginn



Alex V.
27.04.2010, 20:06
hey..

hat irgendwer von euch sich die wartezeit zum medizinstudium mit nem fachbezogenen auslandsaufenthalt verkürzt...
vielleicht hat ja jemand schon einen teil des pflegepraktikums außerhalbs deutschlands absolviert...

ich überlege momentan ähnliches zu machen...

mich würde halt interressieren über welche organisation man so etwas machen könnte... welche voraussetzungen man mitbringen muss... was so etwas kostet... und halt einfach ein paar erfahrungs berichte...

wer super wenn mir irgendwer weiterhelfen könnte...

Chris112
27.04.2010, 21:00
Ich habe zwischenzeitlich in einer Krankenstation in Sambia gearbeitet. Allerdings wird es nicht als Krankenpflegepraktikum angerechnet. Wäre auch schon verjährt (ja, ich warte schon etwas...aber bald...!..egal). Habe aber auch in Südafrika gelebt.
Mache so etwas nicht über Organisationen die von Europa aus aggieren. Da bezahlst du Dich dumm und dämlich und zwar dafür, dass hier Leute Geld scheffeln. Versuche dich an Lehrkrankenhäuser in den jeweiligen Ländern zu wenden, da ist es kein Problem auch ein anerkanntes Pflegepraktikum zu machen. Am Besten schon ne Bescheinigung vom einem LPA mitnehmen und dort ausfüllen lassen. Z.B ist Ghana perfekt für sowas: englischsprachig, stabil, perfekt um danach noch zu reisen (Lehrkrankenhäuser in Accra und Kumasi), außerdem noch das Lehrkrankenhaus in Daressallam in Tanzania. Kommt auch drauf an wo du hin willst. In Kathmandu (Nepal) ist in einem der beiden staatlichen Hopitäler auch so etwas möglich.
Naja. Sonst organisatorisch n Flug buchen und Unterkunft besorgen und los gehts! In solchen Ländern ist Unterkunft in nem Guesthouse am günstigsten sonst Schwesternwohnheim!

Alex V.
27.04.2010, 21:30
muss man dort sprachliche kenntnisse vorweisen???

Englisch durch töffel-test, oder ähnlichem?

Chris112
27.04.2010, 21:51
Nein, muss Du nicht. Ist aber schon gut die dortige Sprache zu sprechen sonst wirds für einen selber langweilig und sinnlos. Also jetzt nicht ne Stammessprache oder so aber halt in Afrika Englisch oder Französisch, für Südamerika Spanisch etc...

Gost
02.05.2010, 09:09
Hi,
will auch sowas machen und hab mich schon schlau gemacht: es gibt eben organisationen wie projects-abroad, global volunteers, praktikumwelten etc.
finde aber, dass sie sehr teuer sind.
persönlich würde ich sehr gerne nach nepal ins "nepal orthopaedic hospital",
hab schon viele positive erfahrungsberichte darüber gelesen.
ich will aber nicht alleine gehen und hab auch noch niemanden überzeugen können, mit mir dahin zu fliegen... denn ohne organisation ists denk ich ein bisschen schwer, sich zurecht zu finden?!

fallenangel30487
02.05.2010, 10:37
Hatte mich letztes Jahr mal drüber informiert. Wie wärs mit Auslands FSJ oder europäischen Freiwilligendienst. Die sind nicht so teuer und du wirst dabei bezahlt. Desweitern zählt es auch als Dienst. Mind. Zeit sind je nach Organisation 12-18 Monate.
vlg fallenangel

loewin
02.05.2010, 11:13
fliege in vier wochen in die usa und mache dort zwei monate praktikum in der pädiatrie und kinderchirurgie. allerdings geht es dort nur um die ärztliche seite. mitgehen und gucken, erklären lassen.
pflegepraktikum hab ich grad hinter mir und bedarf ist in der hinsicht erstmal gedeckt.
grundsätzlich kann ich aber zu den usa sagen, dass die leute sehr nett, offen und kontaktfreudig sind. die erzählen einem gern einen und die sprache lernt man auch fix. selbst wenn man vorher nur schulenglisch drauf hat. da braucht man sich also keine sorgen zu machen.
allerdings lief es bei mir über priv. kontakte, so dass ich zu orga, kosten etc. nichts sagen kann. gerne kann ich aber einen kleinen erfahrungsbericht im nachhinein liefern, was das klinische angeht.

sonst gibt es wie schon erwähnt sehr gute möglichkeiten über agenturen, was aber eben nicht wenig kostet (teilsweise schon recht unverschämt). gibt erfahrungsberichte im netz zu dem thema, aber wie das so ist mit erfahrungsberichten...traue denen persönlich immer nicht so ganz über den weg.
in finanzieller hinsicht human fand ich noch projects abroad. und auch vom angebot her eine interessante agentur, da sie auch ein paar exotische länder im angebot hat und ein rundum-paket bietet, so dass man nur noch den flug buchen muss. was aber auch über die agentur geschehen kann.

die zeit vorm studium ist ne super möglichkeit, sowas vielleicht auch mal länger als vier wochen und ohne stress im nacken zu machen. zudem kann man noch ein bisschen an gewünschter fremdsprache feilen, was nie schaden kann. ganz zu schweigen vom berühmten blick über den tellerrand.

also allen, die es vorhaben, viel spaß :-)

dr.moep
02.05.2010, 12:29
Mache momentan einen Europäischen Freiwilligendienst in England, dabei arbeite ich als First Aid Trainer für das Britische Rote Kreuz und unterrichte zudem Einheiten über humanitäres Bewusstsein (z.B. HIV und Aids, Flüchtlinge, Red Cross, Katastrophen etc. )

Bin jetzt schon seit 8 Monaten auf der Insel und kann es echt nur jedem empfehlen. Von medizinischer Seite her lernt man wahrscheinlich nicht soviel, wie beim DRK als Rettungssanitäter, aber da ich noch zusätzlich zu meinem 38 Stunden Job als "Event Firs Aider" aushelfe, kommt man schon dazu die ein oder andere Wunde zu versorgen. Dazu muss ich sagen, dass First Aid in England sehr viel mehr beinhaltet als etwa die stabile Seitenlage und CPR. Den Briten ist es wichtig, dass man vor allen Dingen die Mechanik hinter dem Handeln versteht - als Mitglied des First Aid Teams bilden wir uns daher wöchentlich weiter (First Aid Szenarios durchspielen, Schweineherzen sezieren, Vorträge über Cardiovascular system, mit Epipen spielen, Secondary survey etc.)


Bei dem Jahr sagt mir vor allen Dingen die Kombination aus Auslanderfahrung (besonders richtig Englisch lernen) und Einblick in das Medizinsche zu; dazu ist das ganze noch komplett kostenneutral. Finanziert durch die Europäische Komission wird Eure Unterkunft, Verpflegung und Reise gezahlt, man erhält zudem noch ein Taschengeld von 150€ und hat Kindergeldanspruch.

Falls jemand interessiert ist, hier ist der Link:

http://www.redcross.org.uk/standard.asp?id=80840

Ich muss noch dazu sagen, dass es unter den 25 zu vergebenen Plätzen nur 4 von meiner Art gibt (2 in Liverpool und 2 in Edingburgh), die anderen Projekte beinhalten die Arbeit mit Authisten, älteren Menschen und Behinderten.
Der Haken ist, dass es nicht sonderlich leicht ist eine Stelle zu erhalten. Letztes Jahr gab es etwa 600 Interessenten auf die 25 Plätze und Ihr konkuriert mit Leuten aus Frankreich, Spanien, Finland, Armenien und natürlich Deutschland.

Anmeldeschluss für 2011 ist glaube ich irgendwann im Januar (bin mir nicht mehr ganz sicher).

LG,

moep

Chris112
02.05.2010, 14:36
Macht solche Dinge nicht über Oraganisationen die aus Europa aus kooperieren. Die kosten soooo viel Geld und von diesem Geld kommt nix dort unten an. Absolute abzocke.
Macht das direkt über den in den Ländern ansässigen NGOs. Meistens bekommt ihr dann Kost und Logie, evtl. Taschengeld, müsst nur euren eigenen Flug bezahlen.

Zu Nepal: glaub mir, du brauchst dort keine Organisation. Wenn das über das Krankenhaus möglich ist, kauf dir n Flug. Wohnen kostet am Tag 1-2 Euro in nem Guesthouse, meistens gibts auch Rabatt für Langzeitmieter. Mitnhemen brauchst Du nur jemanden wenn du nicht allein sein willst, aber sonst in Nepal ein absolut sicheres und freundliches Land mit tollen Menschen! Wirklich es lohnt sich!

Gost
03.05.2010, 09:03
@ Chris:
wo hast du denn vor, dein Auslandspraktikum zu machen?

Chris112
03.05.2010, 20:19
Ich habe nicht vor ein Auslandpraktikum zu machen. Bin einfach sehr viel unterwegs und habe mich viel damit beschäftigt. Habe mal in Südafrika gewohnt und ein paar Monate in einer Krankenstation in Sambia gearbeitet...

phil123424
04.05.2010, 08:11
Hi Chris,

würde auch gern vorm Medizinstudium nochmal ein Praktikum im Ausland machen - am besten in einem Land mit Amtssprache Englisch. Wenn das also über eine NGO gehen würde wäre das natürlich optimal. Hast du ne Ahnung wie die Bewerbung im Groben abläuft ?

Grüße
Phil

Chris112
04.05.2010, 14:28
Am einfachsten NGOs in dem entsprechenden Land im Netz suchen, dann eMail Kontakt aufnehmen Bedarf erfragen und dann Konditionen und Termin besprechen. Ich kenns so über NGOs nur von Afrika, da ist es relativ unproblematisch. Ist auch einfacher wenn die schon mal Erfahrungen gemacht haben, d.h. schon mal einen Freiwilligen da hatten. Wie gesagt, am ehesten suchen Wiasenhäuser und Grundschulen nach Volunteers.

Auf welchen Kontinent willst du denn gehen? Habe viel Reiseerfahrung und Aufenthaltserfahrung in Afrika und Asien! Helf euch gerne weiter!

phil123424
05.05.2010, 07:54
Mein bisheriges Ziel war ein Medizinpraktikum Sri Lanka, über Projects Abroad. Mir ist es eben wichtig, dass ich mich mit den Leuten auch verständigen kann, was durch die Amtssprache Englisch hoffentlich klappen wird. Ist in der Richtung deiner Meinung nach was möglich?

Grüße
Philipp

Alex V.
05.05.2010, 15:50
hat denn irgendjemand von euch in australien, neuseeland oder nordamerika erfahrungen gemacht... ich persönlich würde gerne eher in diesen ländern ein medizinisches praktikum machen... allerdings habe ich auch bei den organisationen nichts über diese teile der welt gefunden... angebot begrenzt sich doch im großen und ganzen auf afrika und einzelne asiatischen staaten...

Chris112
05.05.2010, 18:49
Erfahrungen habe ich da leider keine, aber eine Freundin hat in Australien eine Famulatur gemacht und auch selbst organisiert. Haben verschiedene KH angeschrieben und wohnen konnten sie im Schwesternwohnheim. Versuchen würde ich sagen.