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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tierquälerei an Universitäten



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Stups07
16.05.2010, 17:48
Will man an einer Universität studieren, wo solche Tierversuche durchführt werden???

Nein, danke!

Bitte unterstützt die Abschaffung der Tierversuche!

http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/index.php?option=com_content&view=article&id=227:affenqual-in-tuebingen&catid=55:tierversuche-an-affen&Itemid=65

Medi2009
16.05.2010, 18:14
Will man an einer Universität studieren, wo solche Tierversuche durchführt werden???

Nein, danke!

Bitte unterstützt die Abschaffung der Tierversuche!

http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/index.php?option=com_content&view=article&id=227:affenqual-in-tuebingen&catid=55:tierversuche-an-affen&Itemid=65

Klingt wirklich grausam allerdings wird hier die Grundlagenforschung von Grund auf in Frage gestellt, was man ebenfalls nicht Befürworten kann.:-meinung

lvf90
16.05.2010, 18:16
LOL Warum sollten gerade Ärzte etwas gegen Tierversuche unternehmen?

Und dir ist auch schon klar, was die Alternative von Tierversuchen ist? Genau, Versuche am Menschen - die nächste Pandemie kommt bestimmt!

Stups07
16.05.2010, 19:30
LOL Warum sollten gerade Ärzte etwas gegen Tierversuche unternehmen?

Und dir ist auch schon klar, was die Alternative von Tierversuchen ist? Genau, Versuche am Menschen - die nächste Pandemie kommt bestimmt!

Naja, wie Du siehst tun diese Ärzte ja etwas gegen Tierversuche!

Mal davon abgesehen, dass es durchaus Alternativen zu Tierversuchen gibt, z.B. in-vitro-Methoden, rede ich hier jetzt speziell von den Experimenten, die an diesen Affen durchgeführt werden. Diese sind weder für die Entwicklung von Medikamenten noch für Therapien von Erkrankungen des Menschen von irgendwelcher Bedeutung.
Diese Experimente stillen lediglich den Wissensdurst einiger Forscher.
Ich finde als Mensch muss man sein Tun und Handeln noch irgendwie moralisch verantworten und vertreten können. Und das hier, geht eindeutig zu weit!:-meinung

Coxy-Baby
16.05.2010, 19:31
Will man an einer Universität studieren, wo solche Tierversuche durchführt werden???
Bitte unterstützt die Abschaffung der Tierversuche!


Schließt das eine jetzt das andere aus?

Ganz Tierversuche abzuschaffen wird wahrscheinlich mittelfristig nicht gelingen,
vielleicht sollte man einfach den Tierschutz an der Uni stärken sodaß verstärkt
keine Tierexperimente erlaubt werden, wenn kein klarer(offensichtlicher Nutzen erkennbar ist vor allen Dingen an "höherentwickelten" Tieren...

@lvf90: Es gibt natürlich Alternativen zu Tierversuchen und das sind keine Menschenversuche, wozu gibts sonst Zellkulturen oder Computer (wenn auch in geringerem Umfang....)


Grüße aus MAGDEBURG

Mr. Pink online
16.05.2010, 19:47
Für mich ein schweres Thema, eigentlich find ich Tierversuche total besch*****, aber trotzdem muss ich mich als künftiger Mediziner damit abfinden.
Ich denke, dass die meisten das nicht gut finden, aber, dass man es zum Wohle der Menschheit irgendwie als Notwendigkeit ansieht und deshalb das moralische Unbehagen mit dem enormen Nutzen aufwiegt. So geht es zumindest mir.
Wenn die Beschreibung aus dem Artikel allerdings der Wahrheit entspricht und das Ganze nur die Neugier von irgendwelchen kranken Köpfen befriedigen soll, ist es natürlich eine absolute Schweinerei!!

Stups07
16.05.2010, 19:50
[QUOTE=Coxy-Baby;897266]Schließt das eine jetzt das andere aus?

Für mich schließt dann das eine das andere aus, wenn ich diese Tierversuche in irgendeiner Art und Weise unterstütze, und sei es indem ich an die Universität Studiengebühren bezahle und diese u.a. für eben diese Versuche verwendet werden.

Tanita
16.05.2010, 19:52
Es können sich aber nicht alle aussuchen, wo sie studieren wollen und deshalb gleich eine Chance auf einen Studienplatz aufgeben ist - finde ich - auch keine Lösung.

Coxy-Baby
16.05.2010, 19:56
Ohne dich stören zu wollen aber Leibniz Institut, Uni , Zenit sind nicht zwangsläufig das gleiche, auch wenn es da Überschneidungen gibt und ich glaube auch nicht das von meinen
65,00 € Semestergebühren irgendwas gezahlt werden kann, ausser vielleicht Rattenfutter...

lvf90
16.05.2010, 19:58
Sicherlich gibt es Alternativen, aber wenn es darum geht, in sehr kurzer Zeit ein relativ sicheres Medikament zu entwickeln, so sollte dieses Medikament, bevor man es an Menschen testet, bei Tieren ausprobiert werden.

Außerdem müssen Tierexperimente nicht grundsätzlich mit Qualen für das Tier verbunden sein. Und wer glaubt, Tierexperimente seien das schlimmste für Tiere, der sollte mal einen Schlachthof besuchen.

Eilika
16.05.2010, 20:02
Und wer glaubt, Tierexperimente seien das schlimmste für Tiere, der sollte mal einen Schlachthof besuchen.
Also, ich kenn mich nicht so wirklich mit Tierexperimenten aus... aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Arbeit auf dem Schlachhof nicht wirklich negativ berührt hat. Hatte ich mir, bevor ich da gearbeitet habe, viel schlimmer vorgestellt. Die Tiere werden betäubt und gezielt getötet. Das ist eine Sache von wenigen Sekunden und ich kann mir durchaus vorstellen, dass Tiere bei Tierversuchen länger leiden müssen.
Ich bin gegen Tierversuche dann, wenn sie vermeidbar sind. Sicher ist das zum Beispiel bei Kosmetik der Fall. Bei Medikamenten oder ähnlichem wird man aktuell wohl nicht drumrum kommen. Aber der Vergleich zum Schlachthof hinkt meiner Meinung nach.

lvf90
16.05.2010, 20:34
Aber der Vergleich zum Schlachthof hinkt meiner Meinung nach.

In einem Prozent aller Fäller klappt die Narkose bei der Schlachtung aber nicht wie beabsichtigt. Man findet doch solche (http://www.youtube.com/watch?v=OsK4M4H3SZo) Videos überall im Internet.

phil123424
16.05.2010, 20:39
hallo miteinander

also meiner meinung nach wird medizinsche forschung immer ein ethisches thema bleiben. und es is sicher moralisch nich verwerflich wenn man für strenge kontrollen hierfür plädiert. Was man allerdings dazu sagen muss sind diese kontrollen in deutschland wesentlich strenger als in anderen führungsländern der medizinischen und zellulären forschung.

was allerdings überhaupt nich geht sind vergleiche zu in vitro methoden, wenn man sich in dem gebiet nicht auskennt. in vitro methoden, sprich alles was nicht im lebenden organismus abläuft, können einfach nicht die ergebnisse bringen, die nötig sind z.b. zuverlässige medikamente zu entwickeln.

die methoden an affen, wie sie im bericht erwähnt werden, wo diese aufgrund neurokognitiver forschung eine lange quälende prozedur über sich ergehen lassen müssen sind natürlich nich schön, aber wenn man forschung in dem bereich betreiben is das leider die einzige möglichkeit.

was wäre denn die forschung ohne tierversuche? wären impfstoffe da? wären antibiotika in dieser breite da? wären chemotherapeutika da? wären viele pathophysiologische zusammenhänge verstanden?...

Hippietyp
16.05.2010, 21:08
Ich finde es ziemlich heuchlerisch, auf der einen Seite nicht vegan zu leben, auf der anderen Seite sich aber über Pelzträger und Tierversuche zu echauffieren, die im Vergleich zur Lebensmittelherstellung doch wesentlich weniger Opfer fordern und dazu auch noch ökologisch weniger verheerend wirken.



Diese Experimente stillen lediglich den Wissensdurst einiger Forscher.

Ich glaube, im Volksmund nennt man das Grundlagenforschung, basic science, und es ist, wie der Name schon sagt, die Grundlage für die angewandte Forschung, applied science.

Beispiel: Irgendwie hat ein schlauer Physikus herausgefunden, dass Dampf ein höheres Volumen als die gleiche Menge flüssiges Wasser hat. Das war die Grundlagenforschung.
Und dann dachten sich James Watt und seine Freunde, da könne man was bauen.
Auch wenn nur die Dampfmaschine pragmatisch nützlich ist, würde keiner die Erkenntnis, dass Dampf eine geringere Dichte hat, als Befriedigung des "Wissensdurst einiger Forscher" abtun.

Xylamon
16.05.2010, 21:11
Naja, der Artikel ist ja auch so ne Nummer - unabhängige und ausgewogene Berichterstattung ist etwas anderes.

Die Mär, dass Tierversuche zu 100% durch Zellkulturen zu ersetzen sind, hält sich auch schon seit Ewigkeiten, ist aber leider nicht der Fall. Solche Versuche an Affen sind nicht schön, aber ich bin mir angesichts des Tons des Artikels sicher, dass hier die Bedingungen sinnentstellend verkürzt und im Sinne der Verfasser dargestellt werden.
Ich als Laborleiter würde diese Vereinigung auch nicht in meine Räumlichkeit lassen, denn eine unabhängige Berichterstattung ist nicht zu erwarten.

Tierversuche sind nicht immer schön, man muss immer alles gegeinander abwägen und dann die entsprechende Entscheidung treffen. Dafür gibt es aber auch an jeder Uni Tierschutzkommissionen und letztendlich auch zuständige Gerichte, die solche Fragen klären.

Letztendlich wird sich auch keiner, auch nicht die Verfasser dieser Aufrufe, beschweren wenn sie durch die Ergebnisse solcher Studien geheilt werden...

Logo
16.05.2010, 21:13
Gehört halt dazu und ohne geht es definitiv nicht.
Man kann nicht im Ansatz so komplexe Systeme wie sie in einem Organismus vorherrschen gescheit simulieren. Gerade Hirnforschung ist oberkompliziert.
Die PET/SPECT Alternativen auf der verlinkten Seite hinken insofern, als daß sie sehr teuer sind und Affen wenig kooperativ... Ausßerdem ist es schon ordentlich Aufwand NUR EIN Tier bspw. in die CT/MRT-Röhre zu schubsen - da hängt VIEL Logistik dran...

Wenn man es nicht mag, muß man es ja nicht machen.

Gruß LOGO - der an Schafen forscht (Herzklappenersatz)

coron
16.05.2010, 22:16
Beispiel: Irgendwie hat ein schlauer Physikus herausgefunden, dass Dampf ein höheres Volumen als die gleiche Menge flüssiges Wasser hat. Das war die Grundlagenforschung.
Und dann dachten sich James Watt und seine Freunde, da könne man was bauen.
Auch wenn nur die Dampfmaschine pragmatisch nützlich ist, würde keiner die Erkenntnis, dass Dampf eine geringere Dichte hat, als Befriedigung des "Wissensdurst einiger Forscher" abtun.

Soso. Da hast du ja ein passendes Beispiel erwischt ...

Die Erfahrung, dass Dampf Kraft ausüben und "Dinge bewegen" kann, gab es schon im Altertum (Heronsball usw.) - ganz ohne Grundlagenforschung.

Dampfmaschinen gibt es seit 1690. Die erste praktisch verwendbare wurde 1712 von Thomas Newcomen gebaut, und bis Ende des 18. Jahrhunderts waren sie (u.a. durch James Watt) technisch weitgehend ausgereift und optimiert - ohne Grundlagenforschung.

Die Theorie dazu (Thermodynamik genannt) kam erst danach, beginnend mit Nicolas Carnot 1824. Dann 1841 der Energieerhaltungssatz, 1854 der 2. Hauptsatz.

Komischerweise entstehen viele praktisch nützliche Anwendungen ganz ohne Grundlagenforschung, nur durch alltägliche Erfahrung oder Ausprobieren. Welche Grundlagenforschung hatte nochmal zur Entdeckung des Penicillins geführt?

Irgendwie wird "Grundlagenforschung" reichlich überschätzt ... Aber ist wohl so. Gehört halt dazu und ohne geht es nicht ... ;-)

risingsun
16.05.2010, 22:28
Ich finde es ziemlich heuchlerisch, auf der einen Seite nicht vegan zu leben, auf der anderen Seite sich aber über Pelzträger und Tierversuche zu echauffieren, die im Vergleich zur Lebensmittelherstellung doch wesentlich weniger Opfer fordern und dazu auch noch ökologisch weniger verheerend wirken.


Da geb ich dir teilweise recht. Bin selbst Veganer und finde gerade, dass Tierversuche ein schwieriges Thema sind. Ungut sind sie definitiv, aber ich bin auch der Meinung, dass sie zumindest momentan durchaus notwendig sind. Und dieser Verein aus dem ersten Link ist mir auch schon untergekommen. Kenne mich momentan zu wenig mit der ganzen Thematik aus, aber ich habe auch das Gefühl, dass sie teilweise mehr emotional als sachlich an die Thematik rangehen. Ich kann mir auch als Laie nur schwer vorstellen, dass man alles mit in-vitro methoden erforschen kann. klar sollte so etwas wann immer es geht angewendet werden.

so far erstmal. bevor ich hier wieder als vermeintlich eifernder missionierer o.ä. gelte :-keks

Logo
16.05.2010, 22:46
Soso. Da hast du ja ein passendes Beispiel erwischt ...

Die Erfahrung, dass Dampf Kraft ausüben und "Dinge bewegen" kann, gab es schon im Altertum (Heronsball usw.) - ganz ohne Grundlagenforschung.

Dampfmaschinen gibt es seit 1690. Die erste praktisch verwendbare wurde 1712 von Thomas Newcomen gebaut, und bis Ende des 18. Jahrhunderts waren sie (u.a. durch James Watt) technisch weitgehend ausgereift und optimiert - ohne Grundlagenforschung.

Die Theorie dazu (Thermodynamik genannt) kam erst danach, beginnend mit Nicolas Carnot 1824. Dann 1841 der Energieerhaltungssatz, 1854 der 2. Hauptsatz.

Komischerweise entstehen viele praktisch nützliche Anwendungen ganz ohne Grundlagenforschung, nur durch alltägliche Erfahrung oder Ausprobieren. Welche Grundlagenforschung hatte nochmal zur Entdeckung des Penicillins geführt?

Irgendwie wird "Grundlagenforschung" reichlich überschätzt ... Aber ist wohl so. Gehört halt dazu und ohne geht es nicht ... ;-)

Aha - und?!
Was Hippietyp sagen wollte, dürfte (trotzdem) klar geworden sein oder? Sorry, aber dein Beitrag klingt ein bißchen nach "akadem. Schwanzvergleich" - zumindest im Nachhall... ;-)

Du bist ja selbst NaWi technisch ein bißchen vorbelastet, dann müsste dir eigentlich auch geläufig sein, daß zur Zeit im Medizinsektor die "großen Würfe", "fantastischen Momente" und "genialen Eingebungen" eher nicht mehr anstehen und Forschung eben im Kleinklein der Basics herumhuschert...
Natürlich möchte ich dir nicht in Abrede stellen, daß man hie' und da den Gaul auch von hinten aufzäumen kann und dabei retrospektiv erst Sachverhalte erfasst...
Ich zähle die Grundlagenforschung trotzdem weiterhin zum notwendigem soliden Fundament von seriöser Arbeit....

Gruß LOGO

coron
16.05.2010, 23:52
Ich zähle die Grundlagenforschung trotzdem weiterhin zum notwendigem soliden Fundament von seriöser Arbeit....
Da widerspreche ich auch gar nicht. Es gibt nur leider inzwischen viel zu viel Grundlagenforschung, die nutzlos ist (und auch gar nicht nützlich sein soll). Ich denke da etwa daran, dass einzelne Wirkstoffmoleküle soweit modifiziert werden, dass ein neuer Wirkstoff entsteht (meist wenn das Patent für den alten ausläuft) - nicht um die Wirkung zu optimieren, sondern um ihn (wieder patentgeschützt) für den vielfachen Preis verkaufen zu können. Da sind dann auch wieder lange Studien mit (unsinnigen!) Tierversuchen fällig, womit wir wieder beim Thema wären.

Die Verbesserungen der Wirkung werden immer geringer (wenn sie überhaupt da sind), während die Kosten (und damit die Gewinne) in phantastische Höhen klettern. Die "großen Würfe", die wirklich einen Nutzen für die Patienten bringen, gibt es auch - sie sind aber extrem selten. (Das Dumme ist, dass alles andere auch verkauft wird. Soll ja Gewinne bringen.)

Ich habe nach einigen Jahren eigener Erfahrungen einfach eine schlechte Meinung von der Forschung ("veröffentlichen, egal was, Hauptsache viel"). Möglicherweise ist meine Meinung etwas zu zynisch. Mich erschreckt nur jedesmal wieder die fröhlich naive Forschungsgläubigkeit einiger Mitmenschen.

:-blush "Schwanzvergleich" ist vielleicht insofern richtig, dass ich vorführen konnte, dass ich fünf Jahreszahlen bei Wikipedia finden kann. Das Beispiel ging einfach so wunderbar am Ziel vorbei, dass ich nicht widerstehen konnte.