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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun bei einer Verhütungspanne?



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Feuerblick
28.05.2010, 18:07
Letztlich ist Sex Fortpflanzung, da braucht man sich echt nicht zu wundern wenn er gelegentlich zu eben dieser führt...

:-meinungEspressa, für diesen Satz wäre der Papst stolz auf dich! ;-) Ich finde übrigens nicht, dass man in jeder Beziehung, die glücklich ist und in der ein Sexualleben stattfindet auch billigend eine Schwangerschaft in Kauf nehmen würde. Sei es, weil man einfach noch zu jung/noch in der Ausbildung ist, sei es, weil die momentanen Lebensumstände es nicht ermöglichen und, und, und... Die einzige 100%ige Verhütungsmethode ist das Wörtchen "nein", aber bitte, wer will das denn??

pottmed
28.05.2010, 18:11
Die einzige 100%ige Verhütungsmethode ist das Wörtchen "nein", aber bitte, wer will das denn??

Ich auf keinen Fall :-)):-oopss

Simone_th
28.05.2010, 18:14
Espressa, für diesen Satz wäre der Papst stolz auf dich! ;-) Ich finde übrigens nicht, dass man in jeder Beziehung, die glücklich ist und in der ein Sexualleben stattfindet auch billigend eine Schwangerschaft in Kauf nehmen würde. Sei es, weil man einfach noch zu jung/noch in der Ausbildung ist, sei es, weil die momentanen Lebensumstände es nicht ermöglichen und, und, und... Die einzige 100%ige Verhütungsmethode ist das Wörtchen "nein", aber bitte, wer will das denn??

Das ist Espressas legitime Meinung. Ich will auch nicht abstreiten, dass bei einer Befolgung der von Espressas geforderten Lebensweise wir von vielen Problemen verschont bleiben würden. Sexuell übertragbare Krankheiten, unerwünschte Schwangerschaften etc. wären weniger ein Problem. Ich kritisiere auch niemanden, der danach auch lebt.
Die Realität sieht anders aus. Und das ist zu akzeptieren.

Feuerblick
28.05.2010, 19:06
Und weil ich das durchaus akzeptiere, es aber nicht meiner Meinung entspricht, enthält die erste Zeile auch einen ;-) , gelle? ;-)

Espressa
28.05.2010, 19:18
Ich denke einfach, dass vielmals das Bewusstsein gar nicht da ist, welche Folgen das eigene Handeln hat. Bei besonders jungen Leuten schon gar nicht.

Klar kann man auch Sex haben ohne dass man Kinder möchte, aber man sollte auch genau Bescheid wissen wie man das am besten verhindert, und welche Verhaltensweisen diesbezüglich besonders "riskant" sind. Mal ehrlich, man muss sich schon besonders blöd anstellen, um trotz Pille/ Nuvaring/ Implanon + Kondom, oder etwas Beachtung des eigenen Zyklus + Kondom, oder gewissen Spermiziden + Kondom trotzdem noch schwanger zu werden.
Und es sollte auch mehr Aufklärung geben, dass es kein Spass ist, mal eben ein Baby "wegmachen" zu lassen. Grad Jugendliche finden, wo es Tabletten gegen Kopfweh, und Tabletten gegen Schwangerschaft gibt - passt das schon wenn es eben mal "passiert".

Und das kotzt mich schon extrem an. Sich da etwas mehr Gedanken zu machen wäre nicht verkehrt. Und wenn einem das alles zu kompliziert ist, kann auch warten bis er/ sie mehr Hirn entwickelt um es richtig hinzukriegen.

Ich bin konservativ, aber gewiss nicht prüde; denke aber sicherlich dass man "Kinder" mit 14-15 Jahren wirklich nicht ermuntern muss, alles gleich auszuprobieren. Kaum ist man mal etwas älter ist es meistens auch ein wesentlich geringeres Drama auch mal tatsächlich schwanger zu werden. Selbst bei vermeintlichen Unfällen ist ja das Risiko recht gering, wenn man schon mal durchrechnet wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, selbst mit größter Absicht ein Kind zu bekommen.

Schimmelschaf
28.05.2010, 19:33
Ich würd zur Ärztin gehen und mich beraten lassen, welche Methode wiewowannwiesoweshalbundwarum am besten ist. Allerdings bin ich Schülerin und verfüge bei weitem noch nicht über die nötige Lebenserfahrung, um ein Kind gerecht aufzuziehen, zudem bin ich dafür noch viel zu unreif (Vorbildsfunktion). Daher würde ich, auch wenn ich vermutlich ein Problem damit hätte, zu einer Abtreibung nicht nein sagen.

So als Bsp.:
Ich habe eine junge Frau (ca. 17 Jahre) kennengelernt, die vor ein paar Monaten ihre 7. Abtreibung hinter sich hatte, mittlerweile dürfte noch mind. eine dazugekommen sein. Ihr Problem: 2 Pillen zur gleichen Zeit (die "normale" und die Pille danach), allerdings hat sie diese nur dann genommen, wenn sie gerade per Zufall daran gedacht hat und auch Lust drauf hatte, diese zu nehmen. Zu dieser absoluten Dummheit kommt die Tatsache, dass sie (um einen Satz aus dem Thread wiederzugeben) " alles gevögelt hat, was bei drei nicht auf den Bäumen war".
Sowas finde ich 1. bescheuert und hirnverkohlt und 2. abartig.

Ganz ehrlich:
Solange es noch solche Menschen gibt, werde ich mir, sollte ich trotz meiner sorgfältig durchdachten und ständig kontrollierten Verhütung schwanger werden, allein wegen diesen Menschen vermutlich kein so schlechtes Gewissen im Falle einer Abtreibung machen.
Doch setze ich alles daran, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und bin froh, dass es bis jetzt noch nichtmal annähernd zu solchen "Pannen" gekommen ist.

Simone_th
28.05.2010, 19:47
Ich würd zur Ärztin gehen und mich beraten lassen, welche Methode wiewowannwiesoweshalbundwarum am besten ist.

So als Bsp.:
Ich habe eine junge Frau (ca. 17 Jahre) kennengelernt, die vor ein paar Monaten ihre 7. Abtreibung hinter sich hatte, mittlerweile dürfte noch mind. eine dazugekommen sein. Ihr Problem: 2 Pillen zur gleichen Zeit (die "normale" und die Pille danach), allerdings hat sie diese nur dann genommen, wenn sie gerade per Zufall daran gedacht hat und auch Lust drauf hatte, diese zu nehmen. Zu dieser absoluten Dummheit kommt die Tatsache, dass sie (um einen Satz aus dem Thread wiederzugeben) " alles gevögelt hat, was bei drei nicht auf den Bäumen war".
Sowas finde ich 1. bescheuert und hirnverkohlt und 2. abartig.



Ohne unseren Berufsstand in den Dreck ziehen zu wollen. Wenn in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Kondompanne hast und sofort in die Klinik gehst oder den Arzt aufsuchst der Notdienst hat, wirst wohl meistens sofort ein Rezept in die Hand gedrückt bekommen. Die Entscheidung für Pille oder Spirale sollte lieber schon vorher fallen, denn wenn die Spirale willst, kannst noch ein schönes Wochenende genießen und in aller Ruhe Montags einen Termin machen. Da hast du 5 Tage Zeit, bei der Pille rennt die Zeit davon.

8 Abtreibungen mit 17? Ich habe auch allerhand erlebt, aber ich würde da schon eher als Produkt von Käptn Blaubärs Schwiegermutter einordnen. Medizinisch gesehen zwar nicht unmöglich, aber doch eher unwahrscheinlich.

Schimmelschaf
28.05.2010, 20:03
Ich würde sicherlich NICHT wegen so etwas in die Notaufnahme rennen, für solche Sachen habe ich meine Frauenärztin oder ihre Vertretung.

Wie oft das Mädel abgetrieben hat, weiss ich nicht mehr genau. Die Zahl 7 sollte einfach nur dafür stehen, dass es mehr als 2 oder 3x war, hätte ich dazuschrieben sollen. Wenn jemand so stolz damit prahlt, würde ich mal behaupten, dass da doch etwas wahres dran ist.

Ehemaliger User 05022011
28.05.2010, 21:44
Ohne unseren Berufsstand in den Dreck ziehen zu wollen. Wenn in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Kondompanne hast und sofort in die Klinik gehst oder den Arzt aufsuchst der Notdienst hat, wirst wohl meistens sofort ein Rezept in die Hand gedrückt bekommen.

Was hat das denn mit in den Dreck ziehen zu tun, wenn der Arzt der Frau/ dem Mädchen, bei dem was schief gegangen ist auf dessen Wunsch hin die Pille danach verschreibt. Ich fände es unmöglich wenn er es nicht täte und sie dadurch ev. ein unlösbares Problem hat an einem Wochenende, sich das Rezept woanders zu besorgen, wo alle Praxen zu haben und es am Montag für die Einnahme der Pille zu spät wäre.

Simone_th
28.05.2010, 21:48
Was hat das denn mit in den Dreck ziehen zu tun, wenn der Arzt der Frau/ dem Mädchen, bei dem was schief gegangen ist auf dessen Wunsch hin die Pille danach verschreibt. Ich fände es unmöglich wenn er es nicht täte und sie dadurch ev. ein unlösbares Problem hat an einem Wochenende, sich das Rezept woanders zu besorgen, wo alle Praxen zu haben und es am Montag für die Einnahme der Pille zu spät wäre.

Da hast du mich falsch verstanden. Die Abgabe der Notfallverhütung ist schon sinnvoll. Korrekt wäre aber eine eingehende Beratung, welche Art von Notfallverhütung in Frage kommt, inkl. Gespräch, wie man solche Pannen vermeiden soll.

Kackbratze
28.05.2010, 21:50
"sofort ein Rezept in die Hand gedrückt bekommen"

Um frei nach Heinz Erhard zu sprechen: Noch ein Klischee

Schonmal in so einer Situation gewesen?
Irgendeine Ahnung was dann passiert? Wie der Arzt/Ärztin sich verhält?
Welche Anamnese, welche Untersuchungen und welche weiteren Dinge damit einhergehen?

Sicherlich nicht, sonst würdest Du nicht ein so plattes Klischee, was eher dem Springer-Verlag zuzuordnen ist ohne Weiteres hier kundtun, wobei ich es der Auswertung gegenüber nicht zuträglich finde, wenn der Threadersteller schon gleich seine Meinung zu der Umfrage kundtut.

Ehemaliger User 05022011
28.05.2010, 21:51
Da hast du mich falsch verstanden. Die Abgabe der Notfallverhütung ist schon sinnvoll. Korrekt wäre aber eine eingehende Beratung, welche Art von Notfallverhütung in Frage kommt, inkl. Gespräch, wie man solche Pannen vermeiden soll.
ach so hast du es gemeint

Simone_th
28.05.2010, 22:03
"sofort ein Rezept in die Hand gedrückt bekommen"



Schonmal in so einer Situation gewesen?
Irgendeine Ahnung was dann passiert? Wie der Arzt/Ärztin sich verhält?
Welche Anamnese, welche Untersuchungen und welche weiteren Dinge damit einhergehen?



Schon zigmal beobachtet. Übrigens, vor der Verschreibung der Pille danach sollte ein Schwangerschaftstest gemacht werden (ok, ist nicht in allen Fällen sinnvoll, sollte aber eigentlich so sein...). Kannst mal raten wie häufig das gemacht wird.

Kikki
29.05.2010, 20:44
Schon zigmal beobachtet. Übrigens, vor der Verschreibung der Pille danach sollte ein Schwangerschaftstest gemacht werden (ok, ist nicht in allen Fällen sinnvoll, sollte aber eigentlich so sein...). Kannst mal raten wie häufig das gemacht wird.

In unserer Gyn-Ambulanz jedes mal! Und die Beratung über künftige Verhütung findet natürlich auch statt... (ich hab da mal famuliert und kenn diese Gespräche - die SIND ausführlich!)

Lores.Koko
31.05.2010, 10:48
Letzte Möglichkeit.
Ich ignoriere dabei die Zahlen der TE völlig.
Die Pille danach ist in den meisten Fällen unnötig. Vielleicht gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 20% im besten Fall, wenn beide Partner den ganzen Zyklus unverhütet Sex haben. Aber nie bei einem einmaligen Kondompatzer.
Die Pille danach senkt nur das Unwahrscheinliche auf das extrem Unwahrscheinliche. Und da ein Schwangerschaftabbruch heute so gut wie kein Risiko darstellt, würde ich mich eher dafür entscheiden, mir die Hormondröhnung nicht anzutun, die sehr wahrscheinlich unnötig ist und für den ungünstigsten Fall dann die Schwangerschaft abzubrechen.
Die Pille danach gibt eine falsche Sicherheit. Wichtiger ist eine konsequente Verhütung und die beginnt nicht bei der Anwendung von Kondomen beim Sex, sondern sollte auf Dauer sichergestellt werden, am besten mit einem sicheren Mittel wie Pille oder Spirale. Ein Kondom ist gut, um das Risiko einer Ansteckung zu vermindern, ist aber nie eine vollwertige Verhütung - wenn man denn auf keinen Fall eine Schwangerschaft riskieren will.

epeline
31.05.2010, 12:12
ich muss jetzt mal blöd fragen:

der schwangerschaftstest testet dann doch aber nicht die befürchtete und abzubrechende schwangerschaft, wegen der die frau dann da ist, oder?
der greift doch erst nach tagen/wochen...

Keenacat
31.05.2010, 13:20
Allerdings, epeline...

Ich versteh den Sinn des Schwangerschaftstests zum Zeitpunkt der Notfallverhütung nicht. Ich könnte es nachvollziehen, wenn die Pille danach eine Gefahr für eine bestehende Schwangerschaft wäre. Ist sie aber nicht.
Sinnvoll ist ein Test dann, wenn nach der Einnahme keine Regelblutung auftritt.

Re Spirale danach:
Ich nehm lieber die Hormone in Kauf als mir die Cervix dilatieren zu lassen. Aua. Ganz davon zu schweigen, dass das Ding in meinem Fall auch wieder rausmüsste. Verhütung mit der Spirale kommt für mich nicht infrage, ich brauch meine Pille im Langzyklus. Das ist aber meine persönliche Einstellung.

Ebenso ist eine Abtreibung ein wesentlich größerer, schmerzhafterer Akt als eine Notfallverhütung. Wenn die Notfallverhütung nicht greift, ok. Aber gleich drauf zu verzichten find ich nicht cool.

Ich bin absolut für ausführliche Beratung von einer Frau/einem Mädchen, die/das eine Notfallverhütung will und braucht. Aber wenn diejenige keine solche Beratung will oder man als Dienstarzt in der Notfallpraxis garnicht dazu in der Lage ist, richtet man viel mehr Schaden an, wenn man die Notfallverhütung verweigert.

Und Lores.Koko: Schön, wenn das so unwahrscheinlich wär. Dann hätten wir wahrscheinlich deutlich weniger ungewollte Teenie-Schwangerschaften. Aber gerade junge Frauen und Mädchen werden wesentlich leichter schwanger als der "Durchschnitt". Und das Kondom hat den unschätzbaren Vorteil, dass man direkt sieht und beurteilen kann, ob es geschützt hat oder nicht. Die Pille wird vergessen, ausgekotzt, mit irgendwelchen Medis kombiniert... Um Kondome führt bei jungen (lies: potentiell unzuverlässigeren) Mädchen kein Weg drumrum.

Kackbratze
31.05.2010, 20:41
Ich versteh den Sinn des Schwangerschaftstests zum Zeitpunkt der Notfallverhütung nicht.

Wenn die Dame bereits seit mehreren Wochen schwanger ist, ist die Pille-danach nicht mehr notwendig.
Insbesondere im Hinblick auf die Nebenwirkungen dieser Tabletten ist ein einfacher beta-HCG Test günstiger für die Patientin.
Und billiger, wenn man die Kosten für das unnütz verschriebene Medikament mit dazurechnet.

Keenacat
31.05.2010, 21:56
Joa, das ist einleuchtend. Auf der anderen Seite würd ich da erstemal nach der letzten Regelblutung fragen. Dürfte einen Schwangerschaftstest in den meisten Fällen eben doch überflüssig machen. :-lesen

Kackbratze
31.05.2010, 23:05
"Wann hatten Sie ihre letzte Regel?"
"Weiss nicht, achte ich nicht drauf"

Anamnese beendet, ausreichender Ausschluss der Gravidität damit erfolgt?