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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Treffpunkt für gestresste Assistenzzahnärztinnnen und -ärzte



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Jasaa
19.09.2010, 11:59
anscheinend sind Zahnmediziner weniger gestresst als Humanmediziner. Denn hier gehts nur noch um Umsatzbeteiligung und deren Tücken.

Schreibt doch bitte mal, wie Ihr den Alltag meistert. Oder der Alltag Euch.

@Füchschen: Wie hast Du Dich denn entschieden?

Viele Grüße
hennessy

es gibt auch einfach nicht so viele ;)
hoffentlich kann ich mich bald beteiligen, dann werd ich euch die ohren vollheulen

hennessy
19.09.2010, 13:45
es gibt auch einfach nicht so viele ;)
hoffentlich kann ich mich bald beteiligen, dann werd ich euch die ohren vollheulen

viel Glück!

Präpmaus
20.09.2010, 07:47
anscheinend sind Zahnmediziner weniger gestresst als Humanmediziner. Denn hier gehts nur noch um Umsatzbeteiligung und deren Tücken.

Schreibt doch bitte mal, wie Ihr den Alltag meistert. Oder der Alltag Euch.

@Füchschen: Wie hast Du Dich denn entschieden?

Viele Grüße
hennessy

Hennessy,

anscheinend hast Du eine Einzelpraxis. Eine Umsatzbeteiligung ist nicht ganz unproblematisch und führte bei uns zu etlichen "Tücken" im Alltag:

1) Es wird nur noch husch, husch gearbeitet. Reklamationen die dann zwangsläufig kommen interessieren nur beiläufig, "man" ist ja bald weg. "Der Andere" kann die dann ausbessern...

2) Dokumentation auch nur husch, husch... Das dies nicht ungefährlich sein kann, brauche ich wohl nicht zu erläutern...

3) Es besteht nur noch Interesse an "großen" Arbeiten. Was nicht gerade vertrauensfördernd ist, wenn ein Patient in die Praxis kommt und direkt zwei (!) Implantate gesetzt bekommen soll...

4) Es wird am Praxiscomputer nur noch in der Umsatzstatistik gesurft...

hennessy
20.09.2010, 16:26
Hennessy,

anscheinend hast Du eine Einzelpraxis. Eine Umsatzbeteiligung ist nicht ganz unproblematisch und führte bei uns zu etlichen "Tücken" im Alltag:

1) Es wird nur noch husch, husch gearbeitet. Reklamationen die dann zwangsläufig kommen interessieren nur beiläufig, "man" ist ja bald weg. "Der Andere" kann die dann ausbessern...

2) Dokumentation auch nur husch, husch... Das dies nicht ungefährlich sein kann, brauche ich wohl nicht zu erläutern...

3) Es besteht nur noch Interesse an "großen" Arbeiten. Was nicht gerade vertrauensfördernd ist, wenn ein Patient in die Praxis kommt und direkt zwei (!) Implantate gesetzt bekommen soll...

4) Es wird am Praxiscomputer nur noch in der Umsatzstatistik gesurft...

na ja, das sind imho charakterliche Probleme, aber nicht zahnmedizinische.:-meinung

chillz05
20.09.2010, 20:43
:-meinung

Sehr schön zusammengefasst, Hennesy!
Ich arbeite jetzt zum Teil auch auf Umsatzbeteiligung...Aber egal ob ich jetzt mit 2000 - 3000 im Monat rausgehe. Es reicht allemal zum Leben, und mein Hauptaugenmerk liegt jetzt einfach darauf, dass ich meine zahnmedizinischen Skills verbessere, um dann wirtschaftlich zu bestehen, wenn es mit meiner eigenen Selbstständigkeit so weit ist.
Sowas wie von Präpmaus beschrieben ist mir fremd! Oder evtl. hat sie einen Chef der sie drängt. Oder der Porsche nach dem Examen war doch ein Schnellschuss und muss jetzt abbezahlt werden ;-)

Fuechschen
23.09.2010, 20:44
@henessy (weil du fragtest....) und alle anderen....

War ein Weilchen nicht im Forum unterwegs; viel Stress gehabt und einen neuen Job angetreten. Entschieden hab ich mich etwas unkonventionell: hatte das Angebot als Postdoc eine Stelle am anatomischen Institut anzunehmen und hab zugeschlagen.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, spannende Stammzellforschung mit allem was die Molekularbiologie hergibt und dazu die Lehre; jeder Tag ist anders. Und das beste: Man muss keinem Patienten was andrehen bzw. Zuzahlungsverhandlungen führen ;-). Verdienst ist sogar besser als in der Praxis (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) und nebenbei hab ich mir das kleine Schmankerl gegönnt und mich zum Humanmedizinstudium eingeschrieben.

hennessy
24.09.2010, 08:36
@henessy (weil du fragtest....) und alle anderen....

War ein Weilchen nicht im Forum unterwegs; viel Stress gehabt und einen neuen Job angetreten. Entschieden hab ich mich etwas unkonventionell: hatte das Angebot als Postdoc eine Stelle am anatomischen Institut anzunehmen und hab zugeschlagen.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, spannende Stammzellforschung mit allem was die Molekularbiologie hergibt und dazu die Lehre; jeder Tag ist anders. Und das beste: Man muss keinem Patienten was andrehen bzw. Zuzahlungsverhandlungen führen ;-). Verdienst ist sogar besser als in der Praxis (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) und nebenbei hab ich mir das kleine Schmankerl gegönnt und mich zum Humanmedizinstudium eingeschrieben.

na prima! Dann kannst Du uns ja aus erster Quelle neueste Ergebnisse aus der Forschung präsentieren.
Alles Gute!

aisha20
05.10.2010, 16:05
hi :)
ich kenn mich grade nicht mehr so aus, was ich hier wohin schreiben soll, ist ja alles anders plötzlich :)
auf jeden fall hab ich ne frage an die assistenzzahnärzte: ich werde hoffentlich im dezember mit dem studium fertig und bei uns kursieren grade die wildesten gerüchte... stimmt es, dass man als assistenzarzt im monat 300 euro an die zahnärztekammer bezahlen muss? ich werde wahrscheinlich in berlin wohnen, wo man angeblich eh nur 800 euro verdient.. wie solls ich das denn ausgehen? da bin ich ja dann mit hartz 4 besser dran :)
danke für die antwort !!

hennessy
05.10.2010, 16:43
hi :)
ich kenn mich grade nicht mehr so aus, was ich hier wohin schreiben soll, ist ja alles anders plötzlich :)
auf jeden fall hab ich ne frage an die assistenzzahnärzte: ich werde hoffentlich im dezember mit dem studium fertig und bei uns kursieren grade die wildesten gerüchte... stimmt es, dass man als assistenzarzt im monat 300 euro an die zahnärztekammer bezahlen muss? ich werde wahrscheinlich in berlin wohnen, wo man angeblich eh nur 800 euro verdient.. wie solls ich das denn ausgehen? da bin ich ja dann mit hartz 4 besser dran :)
danke für die antwort !!

Hallo aisha!

Die Beitragsordnung für Berliner Zahnärzte sieht bei Assistenten in den ersten 24 Monaten einen Jahresbeitrag von 132,- Euro vor. Hartz 4 droht also vorerst nicht.
Vielleicht könnten die 300 Euro der Beitrag für die Ärzteversorgung sein, was ich allerdings auch nicht glaube.

Viele Grüße und viel Glück im Examen!
hennessy

aisha20
05.10.2010, 16:54
hehe danke :)
habs jetzt auch schon im internet gefunden...
bei den ganzen wilden gerüchten kennt man sich irgendwie nicht mehr aus :)

Spydaman
06.10.2010, 19:49
800 Euro netto in Berlin? Das glaube ich nicht, das kommt mir echt etwas wenig vor. Also an die Zahnärztekammer Nordrhein überweise ich jeden Monat 20 Euro bzw. diese werden eingezogen. Ansonsten wird noch abgezogen die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, der Beitrag fürs Versorgungswerk, der Solidaritätsbeitrag, ggf. Kirchensteuer und die Lohnsteuer... am Ende sind etwa 40% deines Brutto Gehalts verschwunden... bitter, aber ist leider so ...

hennessy
07.10.2010, 08:41
keine Sorge, das ändert sich noch. ;-)

Spydaman
07.10.2010, 17:53
Nicht, wenn ich bis dahin Deutschland verlassen habe

Pakur
20.10.2010, 10:55
komm nach Freiburg
die Zahnärztekammer ist zur Zeit so ein Saftladen, dass sie es nichtmal schaffen die Gebühren einzuziehen!

Smibo
21.12.2010, 18:20
Na endlich, wird doch auch mal Zeit!

Sawyer
22.08.2011, 15:04
Hallo, Echo!

Da ich nun auch examiniert bin, sei mir eine klassische Frage erlaubt: Wie habt ihr eure Stelle gefunden?
Die klassischen Tipps mit Hersteller- oder Kammerjobbörsen hab ich schon durch, die ZM natürlich auch. Sieht aber für den Raum hier (Hamburg) irgendwie mau aus. Ist es üblich Praxen einfach so zu kontaktieren und nachzufragen ob eventuell ein Assi gebraucht wird?

Movimiento26deJulio
26.02.2013, 21:40
Hi, hier ist zwar lange nichts gelaufen, aber ich wollte euch mal fragen, ob euch der Beruf nicht auch
manchmal total fertig macht?!
Die nervenden Patienten, die Bruchbuden von Mündern die mal kurz "wieder ein schönes Lächeln" haben wollen,
der Druck vom Chef usw...
Mich persönlich stört vor allem, dass ich nicht nach bestem Wissen und Gewissen arbeiten kann. Wenn ich meinem Chef frage, ob wir nicht mal dies oder das bestellen können, heißt es gleich: "Ah, das ist alles viel zu teuer! Das was wir haben hat immer funktioniert."
Z.B. benutzen wir immer noch Durelon als definitiven Zement. Und ich hab schon min. 20 mal gesagt, dass alle Studien zeigen, dass der nicht geeignet ist zum def. zementieren. Aber nix da---
Und das zieht sich durch den Tag.
Wie kommt ihr damit klar, oder wie läuft das bei euch?

qbn39
23.03.2014, 17:45
Hier scheint ja nicht mehr viel los zu sein. Ich hab meine erste Stelle angefangen und merke, wie man ich mich hier und da nochrecht unsicher fühle. Wie gehts mit dem berufsstart?

Salzi19
26.03.2014, 19:26
Ich bin jetzt ein gutes halbes Jahr dabei, es wird scho langsam :) Darfst du scho viel allein machn?

Salzi19
11.11.2015, 13:29
So, langsam müsste sich dieser Thread doch füllen, oder? :-))