PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutkulturen abnehmen



Byers
16.06.2010, 19:29
Ich sollte jetzt schon des öfteren Blutkulturen abnehmen - man sollte meinen, dass es da einen Standard gibt, aber es macht ja doch irgendwie jeder anders.
Auch im Netz hab ich keine so befriedigende Antwort bekommen. Vllt. sag ich es kurz in Stichpunkten wie ich es im Moment mache. Haut desinfizieren - einmal abwischen, nochmal gründlich desinfizieren und min.d 30 Sekunden einwirken lassen. Danach mit Butterfly einstechen und 20 ml mit der Spritze abziehen. Danach gelbe Kanüle auf die Spritze und zuerst?? ins anaerobe Fläschchen 10 ml und den Rest ins aerobe geben. Muss man beim aeroben die Sprize nach dem Befüllen abnehmen, sodass nur noch die Kanüle im Fläschchen drinsteckt( sozusagen zum Belüften)??
Für ein paar Hinweise/Tips oder Ergänzungen wäre ich sehr dankbar.

Strodti
16.06.2010, 19:38
Ich poste mal einen Artikel aus ViaMedici, der das ganz gut beschreibt:
http://www.thieme.de/viamedici/static/pdf/blutkultur.pdf

THawk
16.06.2010, 19:41
Soweit ich weiß ist eine Belüftung des aeroben Fläschchens (in unserem Labor zumindestens) nicht mehr notwendig und auch nicht gewollt. Wichtig wäre mir noch das Einsprühen der Durchstichmembran der Blutkultur-Flaschen. Bei allen Desinfektions-Maßnahmen sollte man nach dem letzten Einsprühen das Desinfektionsmittel eintrocknen lassen (auch wenn das mal länger als 30s dauert) und nicht mehr nachwischen. Dass nicht nachgetastet werden darf dürfte klar sein.

alex1
18.06.2010, 19:53
Dass nicht nachgetastet werden darf dürfte klar sein.
Darf ich das Fläschen nachtasten?
:-)):-)):-))

THawk
18.06.2010, 20:02
Alex, ich würde dir nie verbieten ein Fläschchen nachzutasten!
:-D

WackenDoc
18.06.2010, 22:32
Und aus eigener Erfahrung kann ich noch raten, eine ausreichend große Kanüle zu nehmen- insbesondere wenn das Blut in die Flaschen soll.
(Sonst kann passieren, dass man einen hohen Druck braucht und wenn die Nadel nicht 100% fest auf Spritze....:-oopss Jedenfalls endete das Ganze in einer etwas ausführlicheren Putzaktion im Stationslabor.)