Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wieviel dienste sind normal?
hallo!
da ich jetzt kurz vorm berufsstart stehe und auch schon ein paar bewerbungsgespräche hatte, würde ich gern mal von euch wissen wieviel dienste pro monat so normal sind?
ich hab das während des pj`s irgendwie nicht so wahrgenommen, wieviele es denn tatsächlich waren. und denkt ihr, dass sich die häuser da großartig unterscheiden? also uniklinik und kleinere häuser ja sicher schon, aber kleinere häuser untereinander in einer stadt?
und unter dienste verstehe ich jetzt nachdienste, wochenenddienste...?!
wieviele wochenenden werden im monat so ca von irgendwelchen diensten tangiert? mir wurde nämlich gleich beim ersten gespräch gesagt, dass so 2-3 im monat schon irgendwie mit drinnen hängen...auch wenns "nur" der freitag spätdienst wäre... 3 we pro monat fänd ich da ja schon viel..
würd mich freuen, wenn ihr mir da mal nen einblick geben könntet!
Espressa
18.06.2010, 07:21
Ich hab noch nicht angefangen, aber es hieß es erwarten mich 6 Dienste.
Einmal Freitag, Samstag, Sonntag am Stück, die anderen drei dann außerhalb vom Wochenende, damit man nur eines im Monat "anpatzt". Find ich vernünftig. Sind auch nur Bereitschaftsdienste.
Käthe, MD
18.06.2010, 07:46
Morgen! Also laut meiner Einschätzung ist es "normal" jedes 2. WE Dienst zu haben. Es kann allerdings auch gut sein, dass es 3 oder sogar 4 WE sind, je nachdem, wieviele Kollegen im Urlaub sind! Also ist die Aussage 2-3 WE gar nicht sooo schlecht, und eig das, worauf sich ein Jungassistent meiner Meinung nach eingestellt haben sollte! :-)
Lg
Ich hab noch nicht angefangen, aber es hieß es erwarten mich 6 Dienste.
Einmal Freitag, Samstag, Sonntag am Stück, die anderen drei dann außerhalb vom Wochenende, damit man nur eines im Monat "anpatzt". Find ich vernünftig. Sind auch nur Bereitschaftsdienste.
Aber das sind dann keine 72h Vordergrunddienst am Stück, oder? Sind das geteilte Dienste à 12h? Kann mir sonst kaum vorstellen, an drei Tagen hintereinander Dienst zu schieben.
Leelaacoo
18.06.2010, 08:37
Erst einmal wärs nicht unwichtig zu wissen, in welches Fach du willst...
Ich kann für die Innere bei uns sprechen: bei mir sind gerade 3 WoEnden von Diensten "tangiert". D.h. meistens 1-2 WoEndtage (je 12 h) und dann noch durch die Nachtdienstblöcke (z.B. 4er Block Sa-Nacht bis Di-Nacht). Also 2-3 WoEnden scheint eine vernünftige Angabe zu sein...klar kanns mal weniger sein...aber auch mehr;-) Hatte mal 6 WoEnden hintereinander (je 12 h), war aber auf ITS, da sind wir auch weniger Leute.
LG Lee
Das kommt wirklich aufs Fach an.
In der Anästhesie machen wir meist 3-6/ Monat, Wochenenden sind auch 2-3 betroffen, wenn man Glück hat oder drum bittet, kann man auch mal nur eins betroffen haben. Wenn man aber erstmal angefangen hat, findet man das leider ganz normal, und dann ist ein Wochenende, wo nur ein Freitag oder ein Sonntag und v.a. kein Samstag betroffen ist, schon fast ein zumindest gefühltes freies Wochenende.
Ich denke, so pauschal kann man das gar nicht sagen.
Erstmal kommt es auf Euer Dienstsystem an. Macht ihr 12-Stunden-Dienste, 24-Stunden-Dienste oder habt Ihr Schichtsystem? Bei 12-Stunden-Diensten müssen natürlich viel mehr Dienste auf die Leute verteilt werden wie bei 24-Stunden-Diensten.
Ich denke auch, dass es nicht nur Unterschiede zwischen großen und kleinen Häusern geben kann, bei uns gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrichtungen.
Wir haben 24-Stunden-Dienste und machen (in der Chirurgie) ca. 4 Dienste im Monat, davon mindestens 1-2 mal am Wochenende. Unsere Internisten machen auch durchaus 7-8 Dienste im Monat, weil einfach weniger Leute da sind.
Kommt auf Fach, Personalschlüssel und Dienstmodell an....
Habe früher manchmal 2 WE im Monat gehabt aber nie mehr (Neuro) - in der Psychiatrie aber noch nie erlebt, dass jemand (unfreiwillig!) mehr als 1 WE Dienst(e) gemacht hat....
Und inzwischen würde ich persönlich Stellen bei denen klar ist, dass mehr als 2 WE durch Dienste "verloren" sind nicht mehr annehmen - FREIZEIT bzw Zeit mit Familie ist wichtig :-meinung
Ich hatte zum Schluss 8-9 sogenannte Bereitschaftsdienste (unter der Woche 18h am WE 24h) auf Intensiv, bei zehn bis vierzehn beatmeten Patienten waren das natürlich Vollzeitdienste. Der Versuch dagegen anzugehen wurde von den älteren Kollegen sabotiert, weil die das System aus mir unverständlichen Gründen gut fanden und panische Angst vor Veränderungen hatten.
Espressa
18.06.2010, 14:57
Aber das sind dann keine 72h Vordergrunddienst am Stück, oder? Sind das geteilte Dienste à 12h? Kann mir sonst kaum vorstellen, an drei Tagen hintereinander Dienst zu schieben.
Öhm, Rufbereitschaft halt. Man ist ja dann doch zuhause und die Patienten werden, sofern es keine wirklich dringenden Notfälle sind, ein bisschen zusammengesammelt und dann zu gewissen Zeiten angeschaut. Pflege ist ja ständig da und guckt schon mal was anliegt. Bei der Gelegenheit wohl auch Visitieren der Stationären, denk ich mal, aber das müsste schon gehen.
Frag mich in 2 Monaten nochmal, ich hab ja jetzt dann eh auch erstmal wieder Welpenschutz :-D
Und das Haus hat auch nicht ständig "offen", sondern die Ambulanz dreht im Rad der Notdienste der Niedergelassenen mit.
Ich find die Idee so aber nicht so schlecht, denn eine Woche den Freitag, die nächste denn Samstag, und die Übernächste den Sonntag, da hast dann echt gleich drei WE's versaut. So hat man dann auch seine Ruhe.
Leelaacoo
18.06.2010, 15:23
Ich hatte zum Schluss 8-9 sogenannte Bereitschaftsdienste (unter der Woche 18h am WE 24h) auf Intensiv, bei zehn bis vierzehn beatmeten Patienten waren das natürlich Vollzeitdienste. Der Versuch dagegen anzugehen wurde von den älteren Kollegen sabotiert, weil die das System aus mir unverständlichen Gründen gut fanden und panische Angst vor Veränderungen hatten.
öff...das ist heavy, warst du alleine bei 14 Beatmungen? Das sollte heutzutage nicht die Regel sein....
LG Lee
wow vielen dank für eure ganzen berichte!! also ich würde gern in der inneren anfangen. dass es da schonmal ein bisschen mehr sein kann, war mir schon klar. aber ehrlich gesagt will ich den unterschied "2 versus 3 wochenenden tangiert durch dienste" ausnutzen und mir eher ein haus suchen, wo es eben nur 2 sind. dass es im notfall oder in stressigen zeiten auch mal mehr werden kann, ist ganz klar... aber es sollte nicht von vornherein so ausgemacht sein.
aber das gibt es ja anscheinend auch irgendwo..
also vielen dank nochmal für euere hilfe!
Hallo!
Innere, 1. Jahr, wir machen im Schnitt ca. 5-6 Dienste im Monat, davon sind 2-3 "nur" Spät- oder Wochenendtagdienste und am Wochenende sonst im 12h-Takt. Damit sind ca. 2 Wochenenden hinüber, aber das geht ja eigentlich noch. Zumal sich die Dienste eigentlich bei uns nur am WoEnde lohnen, insofern ist das auch gar nicht wieder sooo schlecht finanziell :-angel
Die Niere
22.06.2010, 19:31
Ich habe diesen Monat 15 Dienst...aber dabei handelt es sich mehr um Pikettdienste und sind dementsprechend wahrscheinlich nicht vergleichbar. Ansonsten haben wir noch so etwas wie Nachtdienst, Spätdienst und Wochenenddienst...davon je nach Monate dann 10 - 12 oder mal auch nur 2 - im Durchschnitt würde ich so auf 6 - 8 tippen.
gruesse, die niere
Huhu ich hab auch was zu berichten...
bin jetzt 2 Jahre in der Unfallchirurgie...in meinem ersten Haus hatten wir insgesamt ca 6-8 Nächte (16-9 Uhr) wobei immer etwa 1,5 Wochenenden (Fr Nacht - So Tag, Oder Sa Tag-So Nacht und das andere WE nur eine Nacht am Samstag oder so...) hatten..die anderen Dienste waren während der woche...ein gutes System wie ich finde...
Jetzt im neuen Haus sind wir im Verhältnis weniger Leute und haben zwa nur 2-3 Nächte aber dafür Langdienste (die gehen dann von 7 bis 20 Uhr) aber dafür sind wir 3 wochenenden in der Klinik...das ist auf dauer anstrengender aber ansonsten hat das Haus andere Vorteile ;-)
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