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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autoregulation Niere



Zoidberg
10.02.2003, 23:16
Hallo,

mal eine Frage zur Niere, wie kommt es denn zur Druckdiurese bei einer autoregulierten Niere, da dürfte doch von 80-180 mm Hg sich nicht viel an der Durchblutung im Glomerulus + Vasa recta (Auschwemmung->weniger Konzentrierung) ändern, wie kommt es dennoch in diesem Bereich zur Druckdiurese?

Danke für Eure Antworten!

Froschkönig
10.02.2003, 23:22
Die Druckdiurese findet erst nach längerem arteriellen Hypertonus statt und ist sozusagen eine Art Schutzmechanismus.

Physiologisch wahrscheinlich durch niedrigen ADH und Renin und hohen ANF Spiegel ausgelöst.

hobbes
12.02.2003, 03:16
Die Autoregulation der Niere will ja nur aussagen, dass die Niere eben zwischen einem mittleren BD von 80 bis 180 mmHg arbeiten kann. D.h. die Durchblutung der Niere bleibt zwischen diesen Druckwerten nahezu konstant. Die Durchblutung erfolgt also druckaktiv in der Niere.
Bei der Druckdiurese nun erfolgt die Durchlutung auch druckpassiv, d.h. die Durchblutung wird über das autoregulierte Mass hinaus gesteigert. Dies ist nur bei erhöhtem arteriellem BD der Fall. Durch den gesteigerten Blutfluss kommt es zum Abtransport von osmotisch aktiven Teilen aus dem Mark und zur Verringerung der Osmolarität. Durch den Abtransport von NaCl und Flüssigkeit bei der Druckdiurese normalisiert sich bei Bluthochdruck das Extrazellulärvolumen.