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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Exoten unter den Facharzt-WB: Facharzt für Physiologie



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flopipop
02.07.2010, 14:03
Das verlangt natürlich Planung bereits von Beginn des Studiums an, um eben das sicherzustellen und durch entsprechende zusätzliche Kurse usw. die entsprechende Kenntnisqualität zu erreichen.
Deswegen informiere ich mich ja auch frühzeitig.

Auf keinen Fall lege ich meinen FA erst fest, wenn ich vor dem Studienende bin.

Physiologie ist ein Pflichtfach in der Vorklinik. Mach erstmal die Vorklinik fertig und dann reden wir weiter.

DeKl
02.07.2010, 14:08
Hey,
ich kann Dir keine Informationen liefern, die nicht bereits genannt wurden. Ich würde Dir jedoch gern eine Frage stellen. Wie willst Du irgendjemanden dazu bringen in eine Praxis zu gehen, wo jemand tätig ist, der von der Spezialisierung her keine Erfahrung in und kaum einen Bezug zur Patientenversorgung hat?

Bille11
02.07.2010, 15:21
ich darf darauf hinweisen (oder zumindest tu ich das einfach), dass die kassenärztlichen vereinigungen einem nur fachspezifische leistungen abrechnen werden. das sind die, die dem fach physiologie in deinem wunschdenken-fall entsprechen.
da du die weiterbildungsordnung physiologie dir sicher schon angesehen hast, kannst du dir sicher auch ausrechnen, was für abrechenbare tätigkeiten du am patienten durchführen werden wirst.
niedergelassene physiologen sind - meines erachtens nach, wie die meisten niedergelassenen in "vorklinisch"- oder "klinisch-"theoretischen fächern - gutachter für spezielle fachfragen, forscher in speziellen gebietsteilen, lehrende personen, instituten zugeordnet...

Strodti
02.07.2010, 16:38
Wie werden denn die Niedergelassenen mit zwei FA-Weiterbildungen gelistet? Vielleicht sind es ja Vorkliniker mit Weiterbildung in einem klinischen Fach? Oder Relikte aus der Zeit der "praktischen Ärzte", als man noch ohne Facharztausbildung hausärztlich tätig sein durfte.

Fino
02.07.2010, 16:56
Wie dem auch sei, ich wuensche dem Threadersteller (oder ist es eine "Sie"?) alles Gute und viel Erfolg fuer die berufliche Zukunft als niedergelassener FA fuer Physiologie und wende mich anderen Threads zu.

Ratford
02.07.2010, 22:17
Ok, dann plan mal schön weiter :-wand
Ich verstehe nicht, warum Du den Hinweis, mal bei der KV nachzufragen, so herrlich ignorierst. Aber egal. Ich bin dann mal raus hier, es gibt nichts mehr zu sagen, und das Extremplanen liegt mir nicht so :-D
Mail ist längst raus ;). Wird sicher eine ganze Weile dauern, bis die antworten.


ich darf darauf hinweisen (oder zumindest tu ich das einfach), dass die kassenärztlichen vereinigungen einem nur fachspezifische leistungen abrechnen werden. das sind die, die dem fach physiologie in deinem wunschdenken-fall entsprechen.
Ist mir klar.
Bekäme man die Erlaubnis als Hausarzt tätig zu sein, könnte man alle hausärztlichen Leistungen abrechnen.


ich würde dir empfehlen, einfach erstmal anzufangen zu studieren und wenigstens eine klausur in der physiologie bestehen, damit du überhaupt weißt was physiologie ist.
Physiologie ist die Lehre von den Idioten, die glauben, dass sie die einzigen sind, die mit einer Sache vertraut sind.


Danke an alle, die sinnvolle Beiträge geleistet haben.
Ich hab soweit alles zusammen was ich brauche. Alles Weitere entscheiden die Antworten sowohl der KV, als auch der Ärztekammern.

DrSkywalker
03.07.2010, 09:44
Mein Onkel ist Facharzt für Physiologie, aber er ist mittlerweile in die freie Wirtschaft gewechselt und verkauft Frenzelbrillen... :-nix

Evil
03.07.2010, 11:38
Ich frage mich, wo da der Sinn liegen soll, wenn ein Facharzt für Physiologie (= Experte für den gesunden Organismus und seine Funktion) Patienten mit Krankheiten (= Hausarztklientel) behandeln will... so recht geeignet scheint er dafür nicht zu sein.

Es ist zwar schön, wenn Du alles über die Insulinfreisetzung im Pankreas weisst (so von wegen nach welcher Kaskade dann welche Vesikel woher freigesetzt werden), eine suffiziente Diabeteseinstellung wird Dir damit aber nicht gelingen.

Und wahrscheinlich wird das die KV ähnlich sehen, eine Kassenzulassung wirst Du damit bestimmt nicht bekommen.

Es sein denn, Du lässt Dich in der ländlichen Pampa nieder, wo sonst keiner hinwill. Und die ansässigen Bauern werden bestimmt begeistert sein, einen Theoretiker frisch von der Uni zu bekommen, dem sie ihre Warzen zeigen können :-))

netfinder
03.07.2010, 11:46
Physiologie ist die Lehre von den Idioten, die glauben, dass sie die einzigen sind, die mit einer Sache vertraut sind.



Troll dich!

konstantin
03.07.2010, 12:04
Achso, und nochmal zu deinem juristischen Gutachten, das du da einholen willst: Rein formell gesehen ist es ueberhaupt kein Problem, auch mit einem Facharzt fuer Physiologie eine KV-Zulassung zu bekommen. Das steht aber auch nicht zur Debatte, weil die Vereinigung selbst darueber entscheidet, wem sie eine Zulassung erteilt und wem nicht, und die Begruendung "Ein Facharzt fuer Physiologie kann keine adaequate hausaerztliche Krankenversorgung garantieren" wuerde meiner Meinung nach vor jeder hoeheren Instanz ohne Weiteres Bestand haben.

So gross ist der Aerztemangel selbst im dunkelsten Dunkeldeutschland dann doch noch nicht, als dass man darueber ueberhaupt nur nachdenken wuerde... Gott sei Dank!

LasseReinböng
03.07.2010, 16:29
Hab mir jetzt nicht den ganzen Fred durchgelesen - also auf die Gefahr hin, daß es schon erwähnt wurde: es gibt auch den FA für Biochemie.

Diese Facharzttitel sind natürlich komplett für den Anus, d.h. ohne praktischen Wert. ;-)

Coxy-Baby
03.07.2010, 16:41
..hatten wir schon, den FA für Anatomie auch,
als Tipp lies dir mal den ganzen Fred durch..Popcorn nicht vergessen...

Peter_1
05.07.2010, 09:12
Ich bin kein Zweitstudienbewerber. Jura hab ich an einer privaten Hochschule studiert ;).

Hab mir das SGB V mal näher angesehen.

Hausarzt kann werden, wer ins Arztregister eingetragen ist.

Ins Arztregister eingetragen wird, wer ...

(1) Bei Ärzten setzt die Eintragung in das Arztregister voraus:

1. die Approbation als Arzt,

2. den erfolgreichen Abschluß entweder einer allgemeinmedizinischen Weiterbildung oder einer Weiterbildung in einem anderen Fachgebiet mit der Befugnis zum Führen einer entsprechenden Gebietsbezeichnung oder den Nachweis einer Qualifikation, die gemäß den Absätzen 4 und 5 anerkannt ist.

Geht also.

Sozialversicherungsrecht war nie mein Fall. Von daher: Dank nochmal für die Gedankenanstöße.

Liebe/r Ratford,

leider (oder Gottseidank) unterliegst Du einem Trugschluss. Zwar kann jeder der eine Facharztbezeichnung führt in das Arztregister eingetragen werden, dies berechtigt aber beileibe nicht zur Niederlassung als Hausarzt. Über die Niederlassung entscheidet der Zulassungsausschuss der KVen, der Eintrag ins Arztregister ist nur eine von mehreren Bedingungen. Die Niederlassung ist auf ein Fachgebiet begrenzt, ein Chirurg kann sich zB nicht als Hausarzt niederlassen, es sei denn er verfügt über einen FA für Chirurgie und einen zweiten für Allgmeinmed./Innere. Selbst dann muss er sich in der Regel für die Ausübung einer Facharzttätigkeit entscheiden. Die zitierten Zulassungsbedingungen beziehen sich übrigens allgemein auf alle Niederlassungen, deswegen sind sie auch allgemein gehalten. Daraus ist aber nicht abzuleiten, dass der Psychiater sich als Allgemeinchirurg niederlassen darf!

Mano
05.07.2010, 14:47
Ist eigentlich alles nicht so kompliziert:
- Wenn du das Studium erfolgreich abgeschlossen hast, darfst du dich nieder lassen und munter Patienten behandeln (zumindest solange nix dabie schief geht) und das privat mit denen arbrechnen.
- Mit den gesetzl. Kassen kannst du erst als Facharzt abrechnen und dann immer nur das, worüber du den Facharzt hast. D.h. als Chirug für Operationen und als Hausarzt (= Facharzt für Allgemeinmedizin) für hausärztliche Leistungen.
- Ob und welche Leistungen ein Physiologe mit den Kassen abrechnen kann weiß ich nicht - aber sicherlich nicht die selben wie ein normaler Hausarzt.

Soweit ich weiß sind Fachärzte für Physiologie allerdings tatsächlich auch manchmal in die direkte Patientenversorgung einbezogen. Dabei geht es aber dann allerdings nur um Spezialfälle wie zB Leistungsdiagnostik oder irgendwelche exotischen Gerinnungsstörungen u.ä.

Meld dich doch bitte in 12 Jahren nochmal und erzähle uns über deine berufliche Laufbahn :-)

Ratford
05.07.2010, 18:33
Das Problem der Abrechnung scheint wohl das größte zu sein.

Nungut, besser ich weiß JETZT, vor dem Studium, dass die Idee Unsinn ist, als dann später, wenn ich mich damit auf den Arsch setze.


Soweit ich weiß sind Fachärzte für Physiologie allerdings tatsächlich auch manchmal in die direkte Patientenversorgung einbezogen. Dabei geht es aber dann allerdings nur um Spezialfälle wie zB Leistungsdiagnostik oder irgendwelche exotischen Gerinnungsstörungen u.ä.
Ein Beispiel dafür, warum mich der Gedanke so gereizt hat.

Da ich aber auf jeden Fall hausärztlich tätig sein möchte, wird es dann wohl doch der Klassiker: Innere bzw. Allgemeinmedizin.

Ich hab jedoch gesehen, dass man auch mehrere Facharztweiterbildungen kombinieren kann.

Daher wäre womöglich der FA Innere Medizin kombinierbar mit dem FA Physiologie.

Offenbar ist das aber regional unterschiedlich:
Im Saarland zum Beispiel gehen nur ganz bestimmte Kombinationen:
http://www.aerztekammer-saarland.de/public/filecache/Weiterbildungsordnung2005f.pdf

In Berlin beispielsweise oder auch in Sachsen-Anhalt gibt es diese Einschränkung aber offenbar nicht:
http://www.aerztekammer-berlin.de/10arzt/15_Aerztliche_Weiterbildung/10_wbo/01_WbO_2004_inkl_1_bis_8_Nachtrag.pdf
http://www.aeksa.de/50ueberUns/030ordnungen_satzungen/030Weiterbildung/100weiterbildungsordnung2005.pdf

Heißt das jetzt, dass in den beiden letzt genannten zum Beispiel diese beiden FA-Weiterbildungen tatsächlich frei kombinierbar sind (d.h. die Möglichkeit besteht beide FAs zu machen, Prüfungen abzulegen und sie gemeinsam zu führen)?

Auch wenn das womöglich wieder ein Grund zum lachen ist: eine Antwort ohne blöde Kommentare wäre nett.
Schließlich hab ich die Kritik daran ja nicht ignoriert (auf Grund der mir vorher nicht bekannten Tatsachen).

Gleich vorweg zur Erläuterung: mich interessiert der Bereich der Physiologie einfach sehr, aber ich möchte nicht in den Lehrbetrieb, sondern in die Patientenversorgung.
Auch wenn also eine solche FA-Weiterbildung dann eine "Interessensache" wäre, käme das zusätzliche Wissen sicher zu Gute.
Falls die Frage nach dem Warum kommt.

Bille11
05.07.2010, 18:51
Mein Hinweis: Du wirst in der Inneren Medizin so dermassen viel Physiologie machen/beachten müssen, dass Dir das ausreichen wird, es beim Internisten/Allgemeinmediziner zu belassen ;-)

Jeannychen
05.07.2010, 18:54
Du sollstest erst anfangen zu studieren und dein Physikum zu machen. Wenn du in der Klinik bist, dann gewinnst Einblicke in die unterschiedliche Fächer und dann kannst in den Fächern, die dir am besten gefallen Famulatur oder dein PJ-Wahlfach machen. Danach kannst du dich wirklich entscheiden, welches Fach du machen möchtest.

Es kann sogar vorkommen, dass du nach einem Jahr feststellst, dass du doch was anderes machen möchtest - und es ist keine Schande noch dann zu Wechseln.

Mit 26 kann man planen, muss aber nicht!!!

Ratford
05.07.2010, 19:03
Du sollstest erst anfangen zu studieren und dein Physikum zu machen. Wenn du in der Klinik bist, dann gewinnst Einblicke in die unterschiedliche Fächer und dann kannst in den Fächern, die dir am besten gefallen Famulatur oder dein PJ-Wahlfach machen. Danach kannst du dich wirklich entscheiden, welches Fach du machen möchtest.

Es kann sogar vorkommen, dass du nach einem Jahr feststellst, dass du doch was anderes machen möchtest - und es ist keine Schande noch dann zu Wechseln.

Mit 26 kann man planen, muss aber nicht!!!
Richtig.
Vielleicht ändert sich's auch noch aus unerfindlichen Gründen, aber für den Moment hab ich gerne einen Langzeitplan in der Hand.
Außerdem isses ja bald 27 ;).

Daher bitte jemand Kundiger einen Blick auf Seite 11 werfen: verstehe ich das also richtig, dass FA Innere mit Physiologie also offenbar in einigen Bundesländern kombinierbar ist?

Kackbratze
05.07.2010, 19:32
So doof wie diese Antwort auch sein mag:
Warte erstmal das Studium ab. Die Landesärztekammern können jederzeit ihre Bestimmungen ändern, d.h. nach 6 Jahren Studium können sich in allen Bundesländern die Vorraussetzungen bereits wieder geändert haben. Auch im Hinblick auf den "neuen" Bundesgesundheitsminister und die blinde Sparwut der Regierung ist zum aktuellen Zeitpunkt eine "wirkliche" Festlegung nicht möglich.

Am sichersten bist Du, wenn Du tatsächlich persönlich bei der jeweiligen Landesärtzekammer anrufst und nachfragst, da deine Frage wirklich speziell ist.

Leelaacoo
05.07.2010, 21:14
Kann Bille nur recht geben...die Innere Medizin besteht ja quasi nur aus Physiologie...und aus Pathophysiologie...und Pharmakologie....und und und.
Das wäre dann noch breiter und interessanter für dich. Was nützt dir zu wissen, wie Potentiale in Herzmuskelzellen entstehen, wenn du statt dessen wissen könntest, wie diese entstehen, was ein patholgisches EKG ausmacht und wie du KHK behandelst...und es auch tun?
Fand Physio auch interessant...aber als Grundlage. Kannst ja eine Dr.Arbeit in der Physio machen (haben auch hohe Abschlussquoten, weil vorklinisches Fach).

LG udn viel Glück, Lee