Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keinen Job weil ich Moslem bin?
Wovor auch Ressentiments haben? Vor rückständiger Weltanschauung? Engstirnigkeit und Verbohrtheit? Mangelndem Willen sich anzupassen? Oder Frauen in Burkas?
Die scheinen aber eher das Maul zu halten, bzw. muss ich über die weitaus seltener was lesen oder hören.
Sowas zum Beispiel meine ich, das ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, dass viele ihre Meinung aus den Medien haben, von Vorurteilen geradezu sprudeln. Daher kommen halt meine Befürchtungen.
Aber es ist schön zu lesen, dass es viele Ärzte gibt, die keine Probleme damit hatten. Hat vielleicht auch mit dem Ärztemangel zu tun: Wenn man unbedingt Leute braucht, nimmt man halt auch einen Moslem.
@Cherry: Ich hab letztens genauso einen Bericht gelesen, hier: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,466107,00.html
Feuerblick
03.07.2010, 18:14
Naja, ich würde mal sagen, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus. Oder anders: Wenn du mit einer derart negativen Einstellung (alle haben was gegen Moslems, alle haben was gegen mich, weil mein Vorname mich als Moslem entlarvt) in Vorstellungsgespräche oder ähnliches reingehst, dann ist das sicher nicht gerade förderlich. Ich glaube ehrlich, dass es zwar immer Menschen mit Vorurteilen geben wird, es aber eher wenige sind, die ERNSTHAFT diesen Vorurteilen entsprechend handeln. Wenn jemand deine Nase nicht mag, dann liegt es wohl eher an deiner Nase und nicht an deiner Herkunft, deiner Religion oder was auch immer ;-)
Kopf hoch! Du wirst gute Chancen auf einen Job haben, wenn du entsprechende Leistungen vorweisen kannst. Und wer dich wegen deines Vornamens und dem, was dieser so implizieren KÖNNTE, nicht haben will, der hat dich als Arbeitnehmer auch einfach nicht verdient, oder? ;-)
WackenDoc
03.07.2010, 18:57
Mach dir nicht zu viele Sorgen. Klar gibt es immer wieder welche, die Vorurteile haben und dir das Leben schwer machen, auch bei der Stellenbesetzung.
Aber es gibt genug freie Stellen und genug Arbeitgeber und Kollegen, die kein Problem mit dir haben werden. (Mit den freien Stellen erst recht, wenn du fertig bist).
Ich kenne auch viele Kollegen, anderer (familiärer) Herkunft und denen gibt es welche, die sehr anerkannt sind und solche, mit denen man am liebsten keinen Dienst zusammen haben möchte.
Letzteres ist allerdings oft ein Problem der Verständigung (da seh ich aber bei dir kein Problem. So wie du dich schriftlich ausdrückst, ist Deutsch offenbar deine Muttersprache.) bzw. ein Unwillen der entsprechenden Kollegen, sich an bestimmte Gegebenheiten hier in Deutschland anzupassen (es geht einfach nicht dass ein Arzt ägyptischer Herkunft zu ner Krankenschwester sagt: Was willst du eigentlich, du bist doch eh nur ne Frau- und das in vollem Ernst)
Wer fachlich wenigstens halbwegs was drauf hat, mit dem man sich verständigen kann, der kollegial ist, wird zu 99% keinerlei Probleme haben.
Und ich sehe es durchaus als Vorteil wenn du noch ne Fremdsprache sprichst (weiss ja nicht wo du herkommst, aber ich hab mir in der Notaufnahme schon das ein oder andere Mal nen Kollegen mit z.B. Türkischkenntnissen gewünscht) und dich evtl. auch mit dem unterschiedlichen Krankheitsverständnis, Arzt-Patienten-Verhältnis, Gesprächskultur etc. in anderen Kulturen auskennst.
Das sind z.B. Dinge in denen du in nem Bewerbungsgespräch punkten kannst.
Und wie Feuerblick schon schrieb, wer dich nicht will, hat dich auch nicht verdient.
dreamchaser
03.07.2010, 19:16
Eine Kollegin von mir hat im Nachbarhaus den Job nicht bekommen, weil sie eben kein Türkisch konnte - die haben explizit jemand gesucht, der dieser Kultur näher steht, damit diese mit den Patienten dort problemlos kommunizieren kann. Bei uns arbeitet in der Onkologie auch ein Moslem, der ist hoch angesehen beim Chef und Privatassistent. Und nein -wir sind kein Haus in der Pampa, sondern in einer kleineren Stadt direkt neben einem Ballungsraum.
Stephan0815
03.07.2010, 20:21
Also mir sind keine Probleme mit Leuten irgendwelcher Religion bei Mitarbeitern in der Klinik jemals aufgefallen.
(Einzig mal nen schlüpfriger Witz von den Mädelz wegen der Zirkumzision, aber halt positiv)
Bei Patienten siehts schon anders aus.
Ich denke da jetzt speziell an einen Fall, wo ein Inder sich partout nicht von weiblichen Personen (Pflegekräfte + Ärztin) berühren lassen wollte.
Wirste halt als Kerl von der Nebenstation darum gebeten - Fall erledigt.
Bei islamischen Patienten ist häufig noch eine Angehörige mit dabei, teilweise wechseln die sich auch am Krankenbett über den Tag ab. Das fand ich ziemlich beeindruckend, es half auch oft bei Verständigungsproblemen.
Eine Patientin werde ich allerdings mein Lebtag nicht vergessen, die war "Christin", deutsch und meinte rotzfrech im Pflegepraktikum, daß ich das mit dem Medizinstudium mal lieber sein lassen sollte, hätte sie damals im Physikum ja nicht gepackt und daher müsse das bei mir dann auch der Fall sein. Da wär mir fast ein böser Kommentar entkommen - einfach runtergeschluckt und wortlos nach getaner Arbeit gegangen.
Man muss sich zwar nicht alles gefallen lassen, aber einige sind es dann einfach nicht wert.
Hallo,
bin Muslima mit Kopftuch.....(offensichtlicher geht wohl nicht :-D), hab keine hervorragende Examensnote, älter bin ich auch, habe aber noch nie schlechte Erfahrungen machen müssen...
Ach ja........... arbeite als Assistenzärztin in ein Männerdomain ;-)
LG
soumi
snowfairy
04.07.2010, 11:14
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,466107,00.html
Ha mir grade den Artikel mal durchgelesen...das ist ja krass..
Na super, allein weil eine Frau einen türkischen Namen hat, wird sie nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Hoffe mal, dass es in Krankenhäusern nicht so zu geht...
Mal eine andere Frage, aber wenn man von anderen immer Toleranz und Verständnis erwartet, warum ist man dann nicht einfach selbst so tolerant und nimmt das hässliche Ding zur Arbeit einfach ab und legt es dann zu Hause wieder an? :-blush
snowfairy
04.07.2010, 20:26
Keine Ahnung, ich frage mich eh warum man als Frau überhaupt Kopftuch trägt....Vielleicht ist es sowas wie ein "Glaubensbekenntnis"?:-nix
Naja, wer jetzt warum ein Kopftuch trägt oder nicht, dies gut oder schlecht oder wie auch immer geartet findet, war ja nicht die Frage, die hier diskutiert werden sollte :-)
snowfairy
05.07.2010, 20:43
Stimmt....nur krass finde ich, dass eine Frau, nur weil sie einen türkischen Namen hat, nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, alles anderen aber schon. Wie gesagt, ich hoffe sehr, dass es in den Klinik nicht usus ist, aber wenn auch wurst, dann geh ich eben ins Auslang :-nix
Thomas24
05.07.2010, 21:48
Stimmt....nur krass finde ich, dass eine Frau, nur weil sie einen türkischen Namen hat, nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, alles anderen aber schon. Wie gesagt, ich hoffe sehr, dass es in den Klinik nicht usus ist, aber wenn auch wurst, dann geh ich eben ins Auslang :-nix
Wobei man auch gut beraten ist, SPON und sonstige Artikel nicht immer sooo wörtlich zu nehmen. Sind zwar oft ganz amüsant zu lesen, aber ob sich das ganze wirklich so zugetragen hat, wie in der Schlagzeile suggeriert- das steht auf einem anderen Blatt. Papier ist ja zuweilen sehr geduldig;-)
Ehemaliger User 05022011
05.07.2010, 21:53
Keine Ahnung, ich frage mich eh warum man als Frau überhaupt Kopftuch trägt....Vielleicht ist es sowas wie ein "Glaubensbekenntnis"?:-nix
ach kommt Leute, dass meint ihr jetzt nicht ernst
ach kommt Leute, dass meint ihr jetzt nicht ernst
Doch erklär´ mal...:-((
Ehemaliger User 05022011
06.07.2010, 07:42
doppelt sorry
Ehemaliger User 05022011
06.07.2010, 07:43
du findest es wahrscheinlich witzig .... naja Jedem das Seine und dir dann halt deinen schlechten Geschmack
du findest es wahrscheinlich witzig .... naja Jedem das Seine und dir dann halt deinen schlechten Geschmack
Ähm, nö. Ich wollte doch nur wissen, warum man sich freiwillig so ein hässlichen Ding aufsetzt und sich und seine Töchter freiwillig aus dem Leben derart ausgrenzt. Ich finde die Frage durchaus berechtigt.
Ich frage Dich auch gerne nochmal, wenn ich von allen Toleranz und Verständnis erwarte und jedesmal laut aufschreie, warum kann ich nicht selbst so tolerant und verständnisvoll sein und dieses Ding aus dem Mittelalter einfach bei der Arbeit ablegen und es dann zu Hause wieder anlegen?
Hmmm?!
thesurgeon
06.07.2010, 18:16
Die linke Propagandamaschinerie hat allen wieder gründlich das Hirn benebelt.
Seit Wochen und Monaten wird nicht negativ über Islam oder Moslems berichtet.
Es wird bei Straftaten nicht einmal das Herkunftsland des Täters genannt. Ich habe nicht das Gefühl das Moslems diskrimiert werden, das mag vielleicht bei Oma Pasulke in Buxtehude so sein, aber wenn man sich die steigende Anzahl der Moscheen anschaut und wo überall Moslem entgegengekommen wird, würde ich fast sagen, dass andere Religionen (Hindus, Buddhisten) oder auch Atheisten benachteiligt werden.
Siehe nur Beispiele wie der Gebetsraum in der Schule, extra Schwimmzeiten für muslimische Frauen, Essen in Fastfoodrestaurants, das "halal" ( koscher) ist etc. pp.
Es gibt doch inzwischen in jedem Krankenhaus muslimische Ärzte, die das nicht an die große Glocke hängen und einfach Ärzte sind. Warum sollte es jemanden stören?
P.S.: Natürlich ist das Kopftuch ein Glaubensbekenntnis. Es ist wohl kaum eine Modeerscheinung.
DanielOliver
08.07.2010, 21:47
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