Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorstellen im OP..
Die Niere
10.07.2010, 10:51
Keine Sorge...ich hab mich natürlich ganz brav zurückgehalten, finde es aber, insbesondere auch im Hinblick auf das was DeKl gesagt hat, sehr wichtig, sein Umfeld wissen zu lassen wer man ist. Es kommt dabei leider immer wieder vor, dass man sich halt doppelt vorstellt...aber who cares...darum ist dir sicher niemand böse.
Aber wenn ich so Einiges hier von euch lese, bin ich froh in den OP-Sälen der Schweiz zu schaffen...da ist das Bild der rachsüchtigen OPS-Schwester eindeutig unterrepräsentiert und die Stimmung Neuen gegenüber scheint zumindest von meinem Blickwinkel aus, viel angenehmer.
gruesse, die niere
Markus-HEX
10.07.2010, 12:02
Vorstellung:
Grundsätzlich stelle ich mich vor - außerdem trage ich noch ein Namensschild, dass auch lesbar ist.
Häufig sind gestellte Namensschilder von dem Schriftbild her sehr klein, da noch ein Logo und Elemente des Corporate Design auftauchen müssen.
Daher verwende ich ein eigenes Namensschild mit großem Namen und Funktion (also bislang Markus XXXX - Medizinstudent, jetzt halt mit Arzt). Kommt bei den Patienten auch gut an , da sie es lesen können.
Wer Professor Ringelstein (Neurologie-Chef, Uni münster) kennt, weiß, dass das auch sehr stark ausgelebt werden kann. Er trägt eine gravierte Platte, wie man sie sonst als Praxisschild ect. benutzt, mit Professor Ringelstein - Neurologie.
Bei einem gesunden Menschen kann man damit sicher einen Sehtest über eine 50 m Distanz machen, aber neurologische Patienten mit z.B. Gesichtsfeldausfall ect. sind dafür Dankbar!
Zur Patientenidentifikation:
Sich einfach den Namen bestätigen lassen, bringt nix, zu oft wird einfach ja gesagt - zudem will man ja auch dem Herrn Doktor nicht widersprechen ;-)
Hinzugehen und sagen "ich bin Herr ...., wer sind sie" führt zwar zu einer Identifikation, finde ich aber persönlich sehr blöde, da ich mein Gegenüber auch mit Namen ansprechen will.
Ich handhabe es so, dass ich ihn mit seinem Namen begrüße, dann sage, dass er mir eben "Zur Sicherheit" sein Geburtsdatum nennen soll. Bei wichtigen Sachen (Blutgruppe/Transfusion, präoperative Kontrolle vor OP, oder bei häufigen Nachnamen) lasse ich mir neben Geburtsdatum noch die Wohnortadresse nennen.
ich hab mich in der anä-famulatur hauptsächlich den ganzen anästhesisten vorgestellt. das wurde dann noch mal vom chef in der frühbesprechung übernommen, in der aber nicht alle da waren.
da ich jeden tag einem anderen anä bzw anderem saal zugeteilt war, stand da täglich eine neue pflegekraft, (nach 10-15 mal vorstellen wusste ich auch nicht mehr, wen ich da egt schon "kenne") kann man aber dann auch charmant machen u sich entshculdigen, dass man sich nicht mehr sicher ist, da mit mundschutz und haube neue gesichter so schwer einzuordnen sind.
manchmal gings auch nicht gleich, wenn man sofort was zum arbeiten in die hand gedrückt kam, aber ne ruhige minute findet sich da schon.
den chirurgen haben mich die anäs immer zu beginn der op vorgestellt. fand das ok. namen merken die sich eh nicht, viele hat man da nur 1-2x in den vier wochen gesehen. aber sie waren alle nett und haben einen auch öfter mal auf die andere seite des tuchs gucken lassen ;-)
kopf hoch, gibt schlimmere dinge als leuten zu sagen, wer man ist.
bei patienten gibts solche und solche. manche werden ein bisschen ängstlich, wenn man sich als student outet. da bin ich nur hin "hallo, ich bin frau epeline und wollte ihnen blut abnehmen." =) aus identifikationsgründen kann man ja noch ein "sie sind doch herr x?" anhängen.
die patienten sagen da nix. hab schon von fällen gehört, bei denen in einem drei-bett-zimmer keiner mehr wusste, wer denn jetzt ne bluttransfusion bekommen sollte ^^
...bei patienten gibts solche und solche. manche werden ein bisschen ängstlich, wenn man sich als student outet. da bin ich nur hin "hallo, ich bin frau epeline und wollte ihnen blut abnehmen." =) aus identifikationsgründen kann man ja noch ein "sie sind doch herr x?" anhängen....
Auch der ängstliche Patient hat ein Recht darauf zu wissen, wer (in welcher Funktion) ihm jetzt eine Nadel in den Arm sticht!
Die Niere
11.07.2010, 11:12
Auch der ängstliche Patient hat ein Recht darauf zu wissen, wer (in welcher Funktion) ihm jetzt eine Nadel in den Arm sticht!
Das stimmt schon, aber in bestimmten Situationen tut es beiden gut, wenn der Gegenüber nicht weiss, dass es sich um einen "Studenten" handelt. Ich habe die auch teilweise als junge Kollegen vorgestellt.
gruesse, die niere
Da hast Du sicherlich recht. Ich finde nur, daß man es nicht pauschal sagen kann. Im übrigen ist die Situation, die Du beschreibst, nochmal eine andere, da in Deinem Beispiel ja ein Arzt mit anwesend ist!
Die Niere
11.07.2010, 11:29
Also zumindest bei der Vorstellung...je nach Tätigkeit lass ich den Studenten danach meist alleine.
gruesse, die niere
Das zeigt Dein Vertrauen und vermittelt so schneller das des Patienten ;-)
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