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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : transkriptionskontrolle der pep-ck



Sebastian1
12.02.2003, 17:46
Hi,

wenn ich mich nicht irre, wird doch die Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase durch hormonabhängige Transkriptionskontrolle aktiviert, oder? Welcher Mechanismus greift da?
Glukagon erhöht ja cAMP und führt so zur Dissoziation der regulatorischen Einheiten von der Proteinkinase A, was z.B. die Phosphorylierung von PFK2 zu FBP2 verursacht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß derselbe Mechanismus für die Induktion von PEP-CK zuständig ist. Denn erstens wird an den Promotoren der DNA ja nicht phosphyliert sondern methyliert (oder?), und zweitens würde damit das Gen ja eher inaktiviert (oder?).
Welcher Mechanismus löst also die Induktion der PEP-CK aus?
Metabolitenabhängig?

Fragt sich (rein interessehalber),
Sebastian

Froschkönig
12.02.2003, 18:31
Doch, der intrazelluläre cAMP spiegel ist sehr wohl für die PEP-CK regulierend. Jedoch führt er zu der Aktivierung bereits vorhandener Enzyme mittels Phospho- oder Dephosphorelierung...genau weiß ich´s nimmer...
Die Induktion des Enzyms ist ja ein sehr viel länger andauernder Vorgang und wird selbstverständlich nicht über einfache Phosphorylierung geregelt sondern hormonell - wie Du bereits gesagt hast.

Dazu gibt es am Promotor des PEP-CK Gens verschiedene Interaktionsdomänen :
IRE (Insulin response element)
GRE (Glucagon response....)
TRE (Thyrois hormone response...)

äh... :-lesen und wie ich gerade sehe sogar zwei für cAMP.


Zu Deiner Methylierungsaussage : Das weiß ich selbst nicht mehr, aber verwechselst Du das evtl. mit dem Methyl-Guanosin am Anfang von mRNA´s ? (Cap-Gruppe)

Der Frosch,

(Der wiedermal froh ist, daß die Vorklinik schon lange vorbei ist :-D)

Sebastian1
12.02.2003, 19:28
Original geschrieben von Froschkönig
Doch, der intrazelluläre cAMP spiegel ist sehr wohl für die PEP-CK regulierend. Jedoch führt er zu der Aktivierung bereits vorhandener Enzyme mittels Phospho- oder Dephosphorelierung...genau weiß ich´s nimmer...

Hier scheinst du zu irren. Natürlich wird über PKA phosphoryliert, aber nicht die PEP-CK.



Die Induktion des Enzyms ist ja ein sehr viel länger andauernder Vorgang und wird selbstverständlich nicht über einfache Phosphorylierung geregelt sondern hormonell - wie Du bereits gesagt hast.

Dazu gibt es am Promotor des PEP-CK Gens verschiedene Interaktionsdomänen :
IRE (Insulin response element)
GRE (Glucagon response....)
TRE (Thyrois hormone response...)

äh... :-lesen und wie ich gerade sehe sogar zwei für cAMP.
Aha, CREB, habs grade gefunden. über Leucinzipper dimerisiertes Protein. PKA phosphoryliert CREB, das ganze ist dann Anlagerungspunkt für TF IID und RNA-Polymerase -> PEP-CK-Gen wird transkribiert.



Zu Deiner Methylierungsaussage : Das weiß ich selbst nicht mehr, aber verwechselst Du das evtl. mit dem Methyl-Guanosin am Anfang von mRNA´s ? (Cap-Gruppe)Nee, ich glaube nicht. Ich meine mich jedenfalls zu erinnern, daß die Methylierung von Promotorregionen eine negative Transkriptionskontrolle darstellen kann. Ich weiss nimmer genau, ob es stimmt und wenn ja, ob das bei Eukaryonten der Fall ist...

Gruß,
Sebastian

June
12.02.2003, 19:42
Tja, CREB....
Das ist zufällig genau der Transkriptionsfaktor, den ich in meiner Diss untersuche.
CREB wird durch PKA phosphoryliert und bindet dann stärker an den Promotor CRE (CREB responsive element). Die stärkere Bindung führt dann zu einer erhöhten Gentranskription.
Die June :-music

Froschkönig
12.02.2003, 21:34
Original geschrieben von Sebastian1

Hier scheinst du zu irren. Natürlich wird über PKA phosphoryliert, aber nicht die PEP-CK.


Mag sein, daß da nicht Phosphoryliert wird, aber der Stryer sagt ganz klar, daß die PEP-CK akut (Also schneller als die Genexpression) auch über den cAMP bzw ADP Spiegel reguliert wird. Leider wird an der betreffenden Stelle nicht über das "wie" referiert....