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Thomas24
07.08.2010, 22:46
Ähm ja..... :-oopss dazu sag ich lieber nichts mehr. Peinlich peinlich. Spricht nicht gerade für Aufgeklärtheit.
Ja, nur leider etwas spät...
Du weisst schon wo Haiti liegt oder? Eigentor, kein gutes Beispiel.

:-oopss Oh oh oh.

Haiti liegt natürlich vor der US Haustür, insofern natürlich US Hometurf, schon klar. Aber wir waren damals nicht in der Lage und auch nicht willens im Balkan, also vor unserer eigenen Haustür Sicherheit zu garantieren.

Wir sitzen im Glashaus und sind die letzten, die mit irgendwelchen Steinen nach der bösen Weltpolizei werfen sollten- solange wir weder in der Lage, noch willens sind selbst in der Welt mehr Verantwortung zu übernehmen.

Auf die bösen USA schimpfen ist immer leicht, aber wenn SHTF dann kommen immer alle angelaufen mit den Niagarafällen in den Augen und jammern "warum tut denn keiner was?? Die armen, armen Zivilisten/Katastrophenopfer/Bürgerkriegsflüchtlinge". Und dann gucken alle auf wen und erwarten Hilfe und zwar jetzt und sofort?
Die UNO? UNHCR? Europäische Union? China? Nope. Die USA haben in der Vergangenheit in einem Ausmass die Bereitschaft gezeigt, anderen Nationen und Völkern in Notlagen zu helfen- da sollten wir uns mal -auch aus der eigenen Historie- ganz bescheiden und dankbar zeigen.

netfinder
08.08.2010, 01:11
Dann war die Zerstörung Selbiger durch die Taliban im Jahre 2001 wohl fortschrittlich? *kopfschüttel*



Klar, weil die dann schon Sprengstoff hatten! Das gabs in der Steinzeit doch ned, mensch Daisy!!

Hypnos
08.08.2010, 09:27
Gut. Es mag vielleicht sein, daß ich ein wenig ZU pazifistisch denke, aber wer glaubt, daß er mit Waffengewalt in einem Territorium wie Afghanistan dauerhaft Frieden stiften kann, sich dabei so tölpelhaft verhält, wie "der Westen" es tut (Stichwort Tanklastzug Kundus), der darf sich auch nicht wundern, wenn's gehörig schief geht.
Strauß (den ich ansonsten nicht sonderlich schätze) hat nach dem 2. Weltkrieg einmal sehr vernünftige Worte gesagt: "Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen..."

Aber wie gesagt, ich sehe das von einem sehr pazifistischen Standpunkt aus.

Linda.1001
08.08.2010, 10:58
Wir sitzen im Glashaus und sind die letzten, die mit irgendwelchen Steinen nach der bösen Weltpolizei werfen sollten- solange wir weder in der Lage, noch willens sind selbst in der Welt mehr Verantwortung zu übernehmen. Vor der ständig kuschenden deutschen Regierung will ich gar nicht reden. Aber alleine der Standpunkt an sich, sich immer und überall einmischen zu müssen, finde ich unmöglich. Zivilisationen können sich selbst entwickeln, oder?



Auf die bösen USA schimpfen ist immer leicht, aber wenn SHTF dann kommen immer alle angelaufen mit den Niagarafällen in den Augen und jammern "warum tut denn keiner was?? Die armen, armen Zivilisten/Katastrophenopfer/Bürgerkriegsflüchtlinge". Und dann gucken alle auf wen und erwarten Hilfe und zwar jetzt und sofort?
Die UNO? UNHCR? Europäische Union? China? Nope. Die USA haben in der Vergangenheit in einem Ausmass die Bereitschaft gezeigt, anderen Nationen und Völkern in Notlagen zu helfen- da sollten wir uns mal -auch aus der eigenen Historie- ganz bescheiden und dankbar zeigen.

Ähhhhhm. Im Irak ist die Lage derzeit katastrophal und nicht wie in den deutschen Medien dargestellt 'alles in Butter'. Ich habe Bekannte, die dortim Irak arbeiten - jedan Tag mindestens ein Selbstmordanschlag, weil bürgerkriegsähnliche Zustande herrschen....war das das Ziel der USA? Unter Saddam war es jedenfalls nicht so. :-nix

Tut mir leid, aber die USA sind doch Verursacher derartiger Zustände!! Irak, Afghanistan....was kommt als nächstes?

Anderen Nationen zu helfen, ja klar, wenn die Öl hatten, dann bestimmt. *kopf schüttel* ich kann solche unaufgeklärten Aussagen wirklich nicht verstehen. :-sleppy


ach ja, @ Zünder: wenn die USA plakativer Weise dem Mädchen auf der Times ne neue Nase spendiert, dann auch den tausenden Kriegsopfern neue Beine, Hauttransplantationen, neue Eltern, neue Ehepartner, neue Kinder??? Ja?

MissGarfield83
08.08.2010, 11:06
Vor der ständig kuschenden deutschen Regierung will ich gar nicht reden. Aber alleine der Standpunkt an sich, sich immer und überall einmischen zu müssen, finde ich unmöglich. Zivilisationen können sich selbst entwickeln, oder?


Ähhhhhm. Im Irak ist die Lage derzeit katastrophal und nicht wie in den deutschen Medien dargestellt 'alles in Butter'. Ich habe Bekannte, die dortim Irak arbeiten - jedan Tag mindestens ein Selbstmordanschlag, weil bürgerkriegsähnliche Zustande herrschen....war das das Ziel der USA? Unter Saddam war es jedenfalls nicht so. :-nix

Tut mir leid, aber die USA sind doch Verursacher derartiger Zustände!! Irak, Afghanistan....was kommt als nächstes?

Anderen Nationen zu helfen, ja klar, wenn die Öl hatten, dann bestimmt. *kopf schüttel* ich kann solche unaufgeklärten Aussagen wirklich nicht verstehen. :-sleppy


ach ja, @ Zünder: wenn die USA plakativer Weise dem Mädchen auf der Times ne neue Nase spendiert, dann auch den tausenden Kriegsopfern neue Beine, Hauttransplantationen, neue Eltern, neue Ehepartner, neue Kinder??? Ja?

Ja wenn du Folter andersdenkender, spurloses Verschwinden von Kritikern, Völkermord, Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen gegen die eigene Bevölkerung und Angriffskriege als denkbar bessere Alternative siehst ...

Hypnos
08.08.2010, 11:09
Ganz unabhängig davon, daß die USA noch in jedem vermeintlich humanitären Einsatz reichlichst eigene Interessen durchzudrücken versucht haben...
USA als ein Volk der Altruisten? Dort wird das Recht mit Füssen getreten - siehe Guantanamo etc... Unabhängig davon ist es mir absolut unverständlich, wie ein Rechtsstaat, (was die US-Amerikaner ja für sich zu sein beanspruchen) auch in der Neuzeit noch auf steinzeitlichen Strafvollzug durch Todesstrafe setzen...

Hör mir auf mit den USA...

Hypnos
08.08.2010, 11:11
Ja wenn du Folter andersdenkender, spurloses Verschwinden von Kritikern als denkbar bessere Alternative siehst ...

Oh, DAS können die USA aber selbst auch ganz gut...

Linda.1001
08.08.2010, 11:21
Ja wenn du Folter andersdenkender, spurloses Verschwinden von Kritikern, Völkermord, Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen gegen die eigene Bevölkerung und Angriffskriege als denkbar bessere Alternative siehst ...

Da sollte sich die USA mal lieber selber an die eigene Nase fassen, gell? :-sleppy

Dr.Hackenbush
08.08.2010, 11:30
Unter Saddam war es jedenfalls nicht so. :-nix


Als ich in der Harald Schmidt Show 2003 den abgewandelten Spruch: "Das hätts bei Adolf damal nich gegeben!"
gehört hab, dort jedoch auf Saddam Hussein übertragen ("Das hätts bei Saddam damals nicht gegeben"), hätte
ich nicht gedacht was ähnliches jemals ernsthaft gemeint zu lesen.

Traurig eines besseren belehrt zu werden :-?

Miss
08.08.2010, 11:30
Vor der ständig kuschenden deutschen Regierung will ich gar nicht reden. Aber alleine der Standpunkt an sich, sich immer und überall einmischen zu müssen, finde ich unmöglich. Zivilisationen können sich selbst entwickeln, oder?


Ähhhhhm. Im Irak ist die Lage derzeit katastrophal und nicht wie in den deutschen Medien dargestellt 'alles in Butter'. Ich habe Bekannte, die dortim Irak arbeiten - jedan Tag mindestens ein Selbstmordanschlag, weil bürgerkriegsähnliche Zustande herrschen....war das das Ziel der USA? Unter Saddam war es jedenfalls nicht so. :-nix

Tut mir leid, aber die USA sind doch Verursacher derartiger Zustände!! Irak, Afghanistan....was kommt als nächstes?

Anderen Nationen zu helfen, ja klar, wenn die Öl hatten, dann bestimmt. *kopf schüttel* ich kann solche unaufgeklärten Aussagen wirklich nicht verstehen. :-sleppy


ach ja, @ Zünder: wenn die USA plakativer Weise dem Mädchen auf der Times ne neue Nase spendiert, dann auch den tausenden Kriegsopfern neue Beine, Hauttransplantationen, neue Eltern, neue Ehepartner, neue Kinder??? Ja?
Das ist ja wohl ein total peinliches Statement :-meinung

MissGarfield83
08.08.2010, 11:32
Da sollte sich die USA mal lieber selber an die eigene Nase fassen, gell? :-sleppy

Ich denke nur dass man es sich zu einfach macht Diktaturen mit den USA zu vergleichen.

MissGarfield83
08.08.2010, 11:32
Das ist ja wohl ein total peinliches Statement :-meinung
Muss ich dir zustimmen Miss :-meinung

Linda.1001
08.08.2010, 11:42
Das ist ja wohl ein total peinliches Statement :-meinung

Findest du? Nun ja, das ist deine Meinung, ich finde es peinlicher, wenn man sich mit dem Thema nicht auseinander setzen kann.

Linda.1001
08.08.2010, 11:44
Ich denke nur dass man es sich zu einfach macht Diktaturen mit den USA zu vergleichen.
Ich habe die USA nicht mit einer Diktatur verglichen, sondern ihre angriffslustige Weltpolitik. Demokratisch gewählte Präsidenten mit einem Diktator zu vergleichen würd mir nicht einfallen, lediglich die Vorgehensweise gegen andere Länder. :-meinung

Miss
08.08.2010, 11:45
Also, ob ich das nun wirklich gut finde, was international an *pazifistischen* Diensten geleistet wird, ist eine schwierige Frage.
Aber Fakt ist nun mal, daß manche Länder Hilfe von außen benötigen, um zu einer stabilen innerpolitischen Lage zu finden. Ob das so, wie es gehandhabt wird, vollends der richtige Weg ist, weiß ich auch nicht, aber wie besser machen???
Ich denke jedenfalls, daß man als freies, demokratisches Land die Pflicht hat, einzugreifen, wenn unschuldige Menschen abgeschlachtet werden, ob das nun von einem Diktator ausgeht oder ein Völkermord untereinander ist, spielt m.E. keine Rolle. Aber wenn man nur zusieht, macht man sich auch schuldig.
Natürlich ist das alles nicht einfach und prädestiniert, Fehler zu machen :-nix und in einem Land eines ganz anderen Kulturkreis sowieso. Aber deswegen einfach nichts machen?
Am besten wäre (Achtung, ganz vereinfacht), Land *befreien*, Hilfe zur Selbsthilfe - Regierungsbildung und andere Faktoren initiieren, die eine Existenz ohne Fremdmacht ermöglichen, Land schnellstmöglich wieder verlassen.

Miss
08.08.2010, 11:47
Findest du? Nun ja, das ist deine Meinung, ich finde es peinlicher, wenn man sich mit dem Thema nicht auseinander setzen kann.
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Es wird ja auch gern mal erwähnt, Hitler hätte die Autobahnen gebaut (was so ja auch nicht komplett stimmt), er hat also auch viel Gutes getan? ;-)

Linda.1001
08.08.2010, 11:48
Als ich in der Harald Schmidt Show 2003 den abgewandelten Spruch: "Das hätts bei Adolf damal nich gegeben!"
gehört hab, dort jedoch auf Saddam Hussein übertragen ("Das hätts bei Saddam damals nicht gegeben"), hätte
ich nicht gedacht was ähnliches jemals ernsthaft gemeint zu lesen.

Traurig eines besseren belehrt zu werden :-?

Traurig, wenn du nicht ob der Zustände im Irak weisst... :-nix und alles glaubst, was du in den deutschen Medien zu sehen kriegst.

Ich habe lediglich wiedergegeben, was Leute, die im Irak leben, sagen. Denkst du ernsthaft, dass die Zustände dort momentan rosig sind? Dort kann man sich kaum auf die Strasse wagen ohne Angst zu haben, dass demnächst irgendwo auf einer belebten Hauptverkehrsstrasse ein Selbstmordattentäter in die Luft jagd.

Linda.1001
08.08.2010, 11:49
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Es wird ja auch gern mal erwähnt, Hitler hätte die Autobahnen gebaut (was so ja auch nicht komplett stimmt), er hat also auch viel Gutes getan? ;-)
Wo habe ich Hitler erwähnt? wo?

DrSkywalker
08.08.2010, 11:50
Wie war den die Situation im Irak, als Sadam noch herrschte Linda?

Gab es damals Genozide im an den Kurden im Norden(Vergasung, Erschießungen etc.)? Wurden Nachbarländer grundlos angegriffen und besetzt? Wurde das Volk seiner Freiheit beraubt und gequält? Irgendwas war doch da, oder?

Ich hatte neulich einen 94jährigen Patienten, der sagte auch des öftern: Bei Adolf hätte es das alles nicht gegeben....

Linda.1001
08.08.2010, 11:51
Also, ob ich das nun wirklich gut finde, was international an *pazifistischen* Diensten geleistet wird, ist eine schwierige Frage.
Aber Fakt ist nun mal, daß manche Länder Hilfe von außen benötigen, um zu einer stabilen innerpolitischen Lage zu finden. Ob das so, wie es gehandhabt wird, vollends der richtige Weg ist, weiß ich auch nicht, aber wie besser machen???
Ich denke jedenfalls, daß man als freies, demokratisches Land die Pflicht hat, einzugreifen, wenn unschuldige Menschen abgeschlachtet werden, ob das nun von einem Diktator ausgeht oder ein Völkermord untereinander ist, spielt m.E. keine Rolle. Aber wenn man nur zusieht, macht man sich auch schuldig.
Natürlich ist das alles nicht einfach und prädestiniert, Fehler zu machen :-nix und in einem Land eines ganz anderen Kulturkreis sowieso. Aber deswegen einfach nichts machen?
Am besten wäre (Achtung, ganz vereinfacht), Land *befreien*, Hilfe zur Selbsthilfe - Regierungsbildung und andere Faktoren initiieren, die eine Existenz ohne Fremdmacht ermöglichen, Land schnellstmöglich wieder verlassen.

Oder man lässt sich das jeweilige Volk selbst entwickeln.

Jedenfalls sehe ich nicht, was die USA derzeit in anderen Krisenregionen tun....und da es nicht der erste Krieg gegen den Irak war, kann von einem Befreiungsschlag kaum die Rede sein. :-nix