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hulahopp
24.09.2010, 13:43
1.2. Ich kann zwar nicht für Mr Pink sprechen, aber mich beschäftigt das deswegen, weil ich ja ne ganze Zeit hier mitgelesen habe. Gerade jetzt die Einträge der letzten beiden Tage, als Leute wie fallenangel oder abitussi und da waren noch viel mehr mit einem sehr guten Abi von 1.6 oder 1.7,glaube ich, die zwar noch Chancen wie den TMS o.ä. abgreifen wollen, sich aber grundsätzlich mit einer Perspektive von 12+ WS abgespeisen lassen müssen. Und da ist etwas faul im System, tut mir Leid. Und ja, ich bin der Meinung, dass diese beiden z.B. es verdient haben, früher einen Studienplatz zu kriegen als jemand, der sein Abi versaut hat, aus welchen Gründen auch immer. Die WZ-Quote stellt sie aber auf dieselbe Stufe und das finde ich nicht in Ordnung.

Jemine
24.09.2010, 13:45
Alle Jahre wieder kommt komischerweise kurz nach den Bescheiden immer und immer und immerwieder die selbe Leier :-sleppy :-sleppy

hulahopp
24.09.2010, 13:47
Alle Jahre wieder kommt komischerweise kurz nach den Bescheiden immer und immer und immerwieder die selbe Leier :-sleppy :-sleppy

Leider weiß niemand, worauf sich dein Einwand genau bezieht, aber das wirst du uns sicher noch mitteilen;-)

Voodoo90
24.09.2010, 13:50
Also bitte, die Diskussion, ob man besser geeignet ist mit einem besseren Abi braucht man nun nichtmehr anfangen. Die Vergabe geht nunmal primär über das Abitur, denn das ist die HZB in diesem Land --> bessere HZB = bessere Chancen auf einen Studienplatz, ganz einfach. Und dass jemand mit einem besseren Abi bessere Chancen haben wird als man selbst mit einem schlechteren das weiß ja wohl jeder schon vor der Oberstufe und dem kann man auch selbst vorbeugen. Klar gibt es Ausnahmefälle. Das man mit einem besseren Abi also mehr machen kann als mit einem "durchschnittlichen" und dass einem bessere Noten für die weitere Bildungslaufbahn mehr Vorteile bringen weiß sogar meine 7 jährige Schwester.

Demnach ist die Vergabe über die Abiturnote und belegte Fächer etc. völlig in Ordnung. Ich habe auch geradeso durch den TMS eine Platz bekommen, wenn nicht hätte ich mich wohl damit abfinden müssen und hätte Physik studiert. So ist das in anderen Ländern. Die Wartezeitquote hier in Deutschland ist ein Geschenk an all die, die in der Schule Probleme hatten oder dort einfach nicht gut mit anderen Einflüssen zurecht gekommen sind.

Solange die WZ nicht komplett abgeschafft wird oder ein zentraler Test wie in Österreich eingeführt wird, kann man sich wohl nicht beschweren.

Dass die Bewerberzahlen steigen und dadurch auch die NCs anziehen ist wieder eine andere Diskussion, die hier eigentlich auch gar nicht erörtert werden kann. Niemand hier weiß warum die meisten Medizin studieren wollen und ich denke niemand ist hier auch verpflichtet dafür Rechenschaft abzulegen. Es ist nunmal ein beliebter Studiengang mit wenigen Plätzen. Mit der daraus resultierenden Konkurrenz bei der Vergabe der Studienplätze hätte man deshalb auch vorher rechnen können. Die Enttäuschung ist natürlich groß, wenn man es knapp nicht geschafft hat. Aber irgendwann ist nunmal der letzte Platz vergeben.
In diesem Sinne möchte ich auch sagen, dass die Kapazitätsklage meiner Meinung nach angebracht ist. Entweder wird sie abgelehnt oder ein Gericht gibt der Klage statt. Dann ist es auch in Ordnung, dass noch Leute die Plätze bekommen, da hier dann offensichtlich die Kapazität von der Uni nicht richtig berechnet wurde (egal ob absichtlich oder unabsichtlich) Nur sollten von diesen Klage nicht die Leute profitieren, die sie sich leisten können, sondern diese Klage sollten am Ende des AdH abgeschlossen sein, sodass die frei werdenden Plätze zu 80% im NRV und zu 20% in der Wartezeitquote vergeben werden können. Wäre dies die Regel, würden die Unis die Plätze auch gleich zur Verfügung stellen, da sie sich so Anwalts- und Gerichtskosten sparen.

An dieser Stelle noch mal ein "Glückwunsch" an alle, die einen Platz bekommen haben und ein "Kopf hoch" an alle, die leer ausgegangen sind. Aber ihr solltet euch klar machen, dass ihr nicht ungerecht behandelt wurdet (Ich nehme Einzelfälle wieder aus). In anderen Ländern ist bei einer Absage jegliche Chance vertan. Hier stehen einem immer noch alle Türen offen.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

Gruß
Voodoo90

Mr. Pink online
24.09.2010, 13:51
Ich finde das System nicht optimal und da ist es mein gutes Recht darüber zu diskutieren. Dass ich schon meinen Platz habe, verbietet mir das doch nicht.

Jemine
24.09.2010, 13:56
Ach komm, denk mal ein Momentchen nach! ;-)
Gutes Abi, schlechtes Abi, gut geeignet, schlecht geeignet, faires Vergabesystem, unfaires Vergabesystem,...bla bla bla!
Es wird NIE ein für alle faires System geben, dass alle persönlichen Hochs und Tiefs, blöde Lehrer, schwere Schule, private Probleme, Krankheit (sowas will ich hier im übrigen jetzt keinem absprechen oder verallgemeinern) berücksichtigt, außer ALLE bekämen sofort einen Studienplatz. Dann würde zumindest darüber keiner mehr schimpfen, dann aber wohl über überfüllte Hörsäle usw. :-meinung

Wie auch schon von anderen gesagt, immerhin bekommt jeder irgendwann seinen Platz, in den Bereichen Musik/Tanz gehts viel viel schlimmer zu!

morgoth
24.09.2010, 13:57
Die Leute machen sich doch auch zum Teil was vor.
Wenn pro Semester tausende Studenten zugelassen werden, und man bekommt keinen Platz, dann nicht weil die böse ZVS so fiese Regeln aufstellt, sondern weil man (bezogen auf die Spitze der Abiturienten) einfach auch ein Tick zu schlecht war. Niemand muss der absolute Überflieger sein, aber hey was Tausende andere können, könnt ihr doch auch. Ansonsten muss halt gewartet werden.
Ich wünsche absolut niemandem, dass er wegen 0,1 Abipunkt keinen Studienplatz bekommt. Aber that's life. Spielregeln sind ja hinlänglich bekannt.

hulahopp
24.09.2010, 14:07
Ich wünsche absolut niemandem, dass er wegen 0,1 Abipunkt keinen Studienplatz bekommt. Aber that's life. Spielregeln sind ja hinlänglich bekannt.

Setz dich doch einfach mal mit der Idee der nach DN gestaffelten Wartezeit plus Restwartezeit ohne DN auseinander. Dann merkst du, dass es eben nicht um 0.1 Studienplatz ja/nein geht, sondern um eine unterschiedlich lange Wartezeit mit der Möglichkeit sich peu á peu zu verbessern. That´s life ist nie eine Lösung, denn dann gäbe es keine positiven Veränderungen.

morgoth
24.09.2010, 14:13
Peu à peu schreibt sich mit accent grave.

Relaxometrie
24.09.2010, 14:22
Gutes Abi, schlechtes Abi, gut geeignet, schlecht geeignet, faires Vergabesystem, unfaires Vergabesystem,...bla bla bla!
Genau so ist es!
Wahrscheinlich mitteln sich letztenendes die gesammelten Ungerechtigkeiten zu einem doch gerechten Vergabesystem.

konstantin
24.09.2010, 14:26
Natuerlich ist das Vergabeverfahren fair. Die Regeln sind alleits bekannt und vollkommen transparent, und man muss weder ein Genie noch ein Ueberflieger sein, um ein entsprechend gutes Abitur zu absolvieren.

hulahopp
24.09.2010, 14:27
Peu à peu schreibt sich mit accent grave.

Herzlichen Dank, aber ich gebe schamhaft zu, dass ich den aigu sogar als Apostroph verwende (that´s life).

morgoth
24.09.2010, 14:28
Natuerlich ist das Vergabeverfahren fair. Die Regeln sind alleits bekannt und vollkommen transparent, und man muss weder ein Genie noch ein Ueberflieger sein, um ein entsprechend gutes Abitur zu absolvieren.

Danke!

hulahopp
24.09.2010, 14:29
Genau so ist es!
Wahrscheinlich mitteln sich letztenendes die gesammelten Ungerechtigkeiten zu einem doch gerechten Vergabesystem.

Genau, ist so wie mit den beiden Eimern (zu heiß und zu kalt): im Mittel angenehm warm. Nützt den Füßen leider gar nichts.

Jemine
24.09.2010, 15:41
Aber einen Fuß in kochendem Wasser und den anderen Fuß in Eiswasser hilft? :-nix

hulahopp
24.09.2010, 15:44
Aber einen Fuß in kochendem Wasser und den anderen Fuß in Eiswasser hilft? :-nix

Na nee, eben nicht!

Jemine
24.09.2010, 15:47
Ach, hatte es beim Lesen so verstanden, dass du meinst, das Mittel hilft beiden Füßen nicht *gg*

Skyreaver
24.09.2010, 21:18
Festhalten kann man nach all den Posts wohl, dass:

a) Das Vergabesystem immer ungerecht ist
b) Alle es so ändern wollen, dass es ihnen am meisten hilft
c) Diejenigen die schon Studienplätze haben immer die weisen sind, das jetzige System im grossen und ganzen für gut befinden und die Aufregung darüber nicht nachvollziehen können. Womit wir wieder bei b) wären. :-D

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. :-stud

KoelnerMedizin
25.09.2010, 20:31
Festhalten kann man nach all den Posts wohl, dass:

a) Das Vergabesystem immer ungerecht ist
b) Alle es so ändern wollen, dass es ihnen am meisten hilft
c) Diejenigen die schon Studienplätze haben immer die weisen sind, das jetzige System im grossen und ganzen für gut befinden und die Aufregung darüber nicht nachvollziehen können. Womit wir wieder bei b) wären. :-D

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. :-stud

Das kann ich nur unterstreichen :-))
Wobei ich glaube ich auch keine Ausnahme bin.:-D

Xylamon
26.09.2010, 10:52
Genau so isses... und alles lässt sich auf ein Grundproblem zurückführen, nämlich dass die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Hier anzusetzen wäre allerdings auch falsch, denn dann hat man hinterher ein Überangebot von Plätzen und verlagert das Problem dann nur indem man eine Ärzteschwemme produziert. Denn der Ärztemangel auf dem Land kommt nicht daher, dass die Unis zu wenig Ärzte hervorbringen sondern diesen fertigen Ärzten diese Mangelregionen nicht attraktiv genug erscheinen.