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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prognose über Wartezeit-Entwicklung



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felix90
27.09.2010, 10:52
Moinsen,

ich hab gestern schon einen anderen thread eröffnet, in dem es über meine Unsicherheit zum Thema Wartezeitquote geht. Hab im Juni 09 mein Abi bekommen, d.h. bisher 2 WS. Ist es wahrscheinlich dass die Anzahl der WS bei 12 Semestern stagniert oder ist es wahrscheinlich, dass sich in der Zeit, in der ich meinen OTA machen würde, die Zahl der benötigten WS auf 14 oder gar 16 erhöht? ...was an sich ausschlaggebend für meine Entscheidung wäre, da ich persönlich definitiv nicht erst mit 33 ins Berufsleben einsteigen möchte.Denn dann haette ich ja quasi 1/3 der Zeit, die mir im Beruf bleiben würde, mit Zivi,Ausbildung,Arbeit,Studium zugebracht

lvf90
27.09.2010, 11:12
Ich würde schätzen, dass du mindestens 14 WS benötigst, eher mehr. Du kannst es eigentlich leicht selbst berechnen: Es gibt jedes WS ca. 8600 Plätze, macht 1720 Plätze in der Wartezeitquote, jedes SS 1500 Plätze also 300 Plätze für die Warter.

Unter der sehr großzügigen Annahme, dass sich niemand plötzlich überlegt, vielleicht doch Medizin zu studieren, rückst du jedes Semester durchschnittlich (1720+300)/2 = 1010 Plätze in der Rangliste nach oben. Anhand deines Ranges kannst du nun ausrechnen, wie viele WS du benötigst, bis du den Grenzrang erreicht hast.

SteffiChap
27.09.2010, 11:17
Hallo Felix,


Ist es wahrscheinlich dass die Anzahl der WS bei 12 Semestern stagniert

Ja, das ist möglich.


oder ist es wahrscheinlich, dass sich in der Zeit, in der ich meinen OTA machen würde, die Zahl der benötigten WS auf 14 oder gar 16 erhöht?

Ja, das ist möglich.

Bist du jetzt schlauer, als vorher? ;-)

Mach deine Asubildung, beobachte die Wartesemester, arbeite zwei/ drei Jahre als OTA und wenn du dann immer noch studieren möchtest, dann ist das


erst mit 33 ins Berufsleben einsteigen

auch gar nicht mehr so schlimm ;-) Niemand (!) kann sagen, wie sich die Wartezeit entwickelt. Aber jeder (!) kann Prognosen abgeben. Wenn du dich mal durch die ganzen Beiträge hier wühlst, wirst du feststellen, dass diese Prognosen zu 99% der Fälle knapp daneben, aber auch vorbei sind.

Viele liebe Grüße, Steffi (mit 13 Wartesemestern :-) )

Arutha
27.09.2010, 11:31
Kann Steffi da nur voll und ganz zustimmen!

Genau sagen kann es niemand...klar ist man beruhigt wenn Leute das "voraussagen" das einem gerade passt, verlassen sollte man sich darauf natürlich nicht!

Und nein "zu alt" biste dann wahrlich nicht...hier im Forum tummeln sich so viele "alte Hasen" welche dir das bestätigen können!

Und wegen 33: Überleg mal, dann "darfst" du noch locker mindestens 30 Jahre arbeiten...das ist eine verdammt lange Zeit! :-?

hulahopp
27.09.2010, 13:35
Du wirst wahrscheinlich nicht auf mich hören. Aber ja, du bist mMn zu alt. Wenn andere ihre besten Jahre suboptimal verschwenden, ist das deren Sache. Aber wenn du schon hier fragst, würde ich an deiner Stelle über ein alternatives naturwissenschaftliches Studium nachdenken (Bio, Biochemie oder Chemie) oder vielleicht sogar Lehramt, wenn es wirklich die naturwissenschaftliche Seite an der Medizin ist, die dich reizt und weil du damit sicher die besten Berufschancen hast. Bei deinen Examensarbeiten hast du noch jede Menge Gelegenheit medizinische Themen zu wählen oder dich in medizinischen Einrichtungen/Instituten um Mitarbeit in Projekten zu bemühen. Dann hast du einen akademischen Abschluss und vielleicht bist du gar nicht mehr so scharf auf Medizin. Und wenn doch, versuch den Quereinstieg. Mit entsprechenden Vorleistungen hast du Chancen. Ich kenne zwei Leute, die das geschafft haben. Was willst du mit nem mäßig bezahlten Pflegerjob, OTA hin oder her? Fürs Medizinstudium brauchst du den nicht, da lernst du ganz andere Dinge und hast auch die Zeit dazu. Höchstens um ein paar Euro nebenher verdienen zu können. RS oder RA-Ausbildungen machen ja auch viele. Davon werden nur die Schulen reich. Ich hab mich vor meiner Medizin-Zulassung auch erst für Lehramt Bio und Chemie eingeschrieben, falls solch ein Argument jetzt kommen sollte. Mein Rat, aber jeder muss da selbst durch.

Linda.1001
27.09.2010, 13:40
Eine andere Möglichkeit wäre ja noch das Auslandsstudium, was ich dir empfehlen würde. Nochmal so lange warten würde ich nämlich nicht.

Absolute Arrhythmie
28.09.2010, 19:01
Ich würde sogar jederzeit wieder warten :) bereue die letzten vier Jahfre bisher nicht. Nur Krankenpflege würde ich nicht nochmal lernen, eher MTA oder OTA.

Asclepia
28.09.2010, 19:49
Ich würde meinen Weg auch wieder so gehen. Habe z.Zt. 8 Wartesemester. Bin zufrieden mit meiner Krankenpflegeausbildung und meinem Job im Krankenhaus. Das Leben geht ja weiter und mir geht es gut dabei. Die Zeit hat meinen Studienwunsch noch verfestigt. Geld verdienen ist immer gut und erleichtert das Studium.
Den EMS in Österreich würde ich noch ausprobieren. Bei mir lohnt sich das irgendwie nicht mehr.

lvf90
28.09.2010, 20:33
@Absolute Arrhythmie: Was gefällt dir denn nicht an der Krankenpflege? Wenn du willst, auch per PN.

schmuggelmaeuschen
29.09.2010, 12:38
ich glaube bei einer WZ von 12+ würde ich auch ins Ausland gehen und erstmal was anderes studieren, aber auch ne AUsbildung und dann arbeiten ist nicht verkehrt, denn da sammelt man berufserfahrung.
Ich bin grad etwas gefrustet, aber nur weil ich das Gefühl hab so weit weg von Medizin zusein und die Aussieht evtl 14WS zubrauchen trägt auch nicht dazu bei... Ja und dann gestern noch mein Hund nach gut 15J eingeschläfert worden :-(
Naja freitag gehts los mit Arbeiten und mitte Nov die eigene Wohnung

Arutha
29.09.2010, 12:52
Oh das tut mir leid zu hören @schmuggelmaeuschen :-((


Aber wegen den Wartesemestern: Machs Dir nicht unnötig schwer...also von 14 sind wir dann doch noch weit entfernt! Wenn man die anderen Threads so verfolgt gibt es viele die sogar fürs SS 2011 noch an 12 glauben...zum darauf folgenden WS wirds dann nich gleich auf 14 schiessen...also ich denke, man kann ohne sich zu übernehmen sagen, dass es bis 14 WS noch ein Weilchen dauert!

Gruß,
Arutha

Absolute Arrhythmie
29.09.2010, 17:15
@Absolute Arrhythmie: Was gefällt dir denn nicht an der Krankenpflege? Wenn du willst, auch per PN.

Mir gefällt vieles, und genau so vieles gefällt mir nicht. Ich arbeite in einem Bereich in dem ich es absolut gut aushalten kann. Aber auf Normalstation würde ich durchdrehen.
Die Krankenpflegeausbildung kann ich vor allem nicht empfehlen, ich fand sie super langweilig und oberflächlich. Jetzt mit Examen ist die Arbeit schon ganz interessant, aber die drei Jahre Ausbildung haben sich wirklich hingezogen.
Und ich weiß halt nicht, wie lange ich noch arbeiten muss, mal schauen ob ich noch zwei Jahre durchhalte. Finanziell ist es natürlich super, aber ob ich mich nochmal für genau diesen Weg entscheiden würde? Ich weiß es nicht. Aber was anderes als Medizin studieren würde ich nicht, höchstens eben eine andere Ausbildung machen. Oder im Ausland was anderes, naturwissenschaftliches studieren.

Che^
29.09.2010, 19:05
Oh das tut mir leid zu hören @schmuggelmaeuschen :-((


Aber wegen den Wartesemestern: Machs Dir nicht unnötig schwer...also von 14 sind wir dann doch noch weit entfernt! Wenn man die anderen Threads so verfolgt gibt es viele die sogar fürs SS 2011 noch an 12 glauben...zum darauf folgenden WS wirds dann nich gleich auf 14 schiessen...also ich denke, man kann ohne sich zu übernehmen sagen, dass es bis 14 WS noch ein Weilchen dauert!

Gruß,
Arutha
Ich gehe schon davon aus, dass man immer mehr WS brauchen wird, um einen Platz zu kriegen. Ich bin, um ehrlich zu sein, davon überzeugt, dass bis 2015 die Bewerberzahlen steigen werden. (Aussetzung der Wehrpflicht u. doppelte Abiturjahrgänge etc.bei konstant bleibenden Studienplätzen...)

Ich denke so ein System wie in Frankreich waere extrem cool, dann müsste niemand 6 Jahre warten. Naja ob 12 WS oder 14, wer 6 Jahre lang wartet, wartet auch 7 Jahre auf seinen Traumstudienplatz, aber man sollte realistisch sein.

M!coud
30.09.2010, 18:52
Soweit ich das verstanden habe wirken sich die Doppeljahrgänge erst langfristig auf die benötigten Wartesemester aus.

dubdidu
01.10.2010, 00:02
Genau so ist es. Die Doppeljahrgänge haben für die Wartezeitquote für die, die jetzt schon warten, keine Konsequenz. Und ich glaube wenn die erst mal durch sind, dann entspannt sich die Lage auch ein wenig oder stagniert zumindest, weil irgendwann ja auch mal die geburtenschwachen Jahrgänge kommen. Ich habe auch während der Wartezeit eine Ausbildung zur GuK gemacht. Die Ausbildung fand ich oft nervig, jetzt nach der Ausbildung finde ich es durchaus spannend, freue mich aber trotzdem, dass ich jetzt nach 8 Wartesemestern einen Platz habe und loslegen kann. Aber ich hätte auch weiter gewartet (irgendwann ist es auch "zu spät" um aufzuhören zu warten und was neues zu starten. Klingt jetzt verrückt, ist aber irgendwie so. Was man anfängt, bringt man zu Ende ;) )
Ich denke ich würde den Weg auch wieder so gehen. Klar bringt mir die Ausbildung vom Wissen her nicht viel im Studium, aber man kann sehr viel zwischenmenschliches mitnehmen, was man im Studium so sicher nicht "lernt".

Dr.Chelling
02.10.2010, 21:00
Ich gehe schon davon aus, dass man immer mehr WS brauchen wird, um einen Platz zu kriegen. Ich bin, um ehrlich zu sein, davon überzeugt, dass bis 2015 die Bewerberzahlen steigen werden. (Aussetzung der Wehrpflicht u. doppelte Abiturjahrgänge etc.bei konstant bleibenden Studienplätzen...)

Ich denke so ein System wie in Frankreich waere extrem cool, dann müsste niemand 6 Jahre warten. Naja ob 12 WS oder 14, wer 6 Jahre lang wartet, wartet auch 7 Jahre auf seinen Traumstudienplatz, aber man sollte realistisch sein.

Welches System haben denn die Franzosen?

Laubfrosch
03.10.2010, 15:44
pauschalisiert haben die Fransozen ein System, indem sie ersteinmal alles reinlassen (Also sehr viele Studenten !!! im ersten Jahr) und dann in den Prüfungen wahnsinnig aussieben. Ich kenne leider keine Prozente.

Arutha
04.10.2010, 11:26
Hallo,

ohne hier wieder eine Diskussion über die Art der Zulassung in der BRD lostreten zu wollen, aber die Vorgehensweise in Frankreich (ich glaube Österreich handhabt oder handhabte das bis vor kurzem ähnlich) ist vom Grundgedanken nicht schlecht, jeder kommt rein und kann beweisen ob er's "drauf hat"!

Aber wenn man bedenkt, wie voll (in der BRD) auch jetzt schon die Hörsäle, wie überfüllt die Praktika usw. sind, besteht halt die Gefahr, dass viele mangels "Lernmöglichkeiten" auf der Strecke bleiben. Das muss man ganz klar differenzieren! Wäre ja nen richtiges Gedränge, Geschubse und "Ellenbogen Ausfahren" und zwar nicht nur im wörtlichen Sinne!

Es müsste also schon gewährleistet sein, dass die ersten Semester geordnet und so normal wie möglich, ablaufen!


Ansonsten denke ich auch, dass die WS steigen werden...aber wie gesagt... 2015 ist ja noch arg weit weg...denke die nächsten Jahre wirds bei 12/13 bleiben.

Gruß,
Arutha

fabi176
04.10.2010, 19:15
hi,
kann mir jemand mal genau erklären wie das mit den Wartesemestern funktioniert?! bin ein bisschen durcheinander gekommen, weil mir jmd erzählt hat, das ne bekannte von ihr mit 2,2 bei 8 wartesemestern oder so nen platz bekommen hat. wie kann das wenn der letzte der ausgewählt wurde bei 10 wartesemestern damals lag. wie ergibt sich also die wartezeit grenze für diejenigen mit 1,9 bis 2,3?!

wäre schön wenn ihr mich hier mal aufklären könnte :)

langewartezeit
04.10.2010, 19:44
Wann hat denn die Bekannte ihren Studienplatz bekommen? Dieses Semester oder schon früher? Weil damals waren die Wartesemester ja noch nicht so hoch, wie sie es zurzeit sind.
Über die Wartezeit kommst du im Moment nur rein, wenn du die geforderte Anzahl an Wartesemestern hast. Dabei ist der DN nur zweites Kriterium. Sprich, wenn da z.B. steht für Medizin 12 Wartesemester und DN 3,5- dann kommen alle rein mit mehr als 12 Wartesemestern oder Leute, die 12 Wartesemester haben und ein Abi von mindestens 3,5. Dabei hat eine gute Note nur die Auswirkung, dass du vielleicht 1 oder 2 Semester früher drankommst als z.B. einer mit 3,3.
Eine andere Möglichkeit ist das ADH, welches sich bei einem schlechten 1er bis guten 2er-Schnitt anbietet. Dabei sollte man möglichst einen guten TMS machen, der die Note verbessern kann. Es gibt auch noch andere Boni-Möglichkeiten. So genau kenn ich mich allerdings mit dem Thema nicht aus, da es für mich leider keine Möglichkeit ist- vielleicht kann da jemand anderes was zu sagen...