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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gegenseitige Apathie unter Studenten



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nata-88
08.10.2010, 22:39
Hallo ihr Lieben, wollte meinen Senf auch mal dazugeben:

Einerseits gibt es natürlich die Ärztekinder, die denken, dass sie etwas besseres seien, aber verallgemeinern darf man das natürlich. Es gibt halt Ausnahmen, auch wenn sehr wenige, wie ich es so im Semester beobachten konnte.
Andererseits darf man aber auch nicht die nicht-Ärztekinder vergessen, die sich wieder selber für etwas besseres halten, aufgrund der Argumentation der Ärztekinder (dass sie es halt trotzdem geschafft hätten)
Also ein purer Teufelskreis, dieses Thema.
p.s. bin kein Ärztekind!

Aber was ich auf jeden Fall beobachten konnte ist, v.a. jetzt im Bezug zur Vorklinik, dass es sehr viele Studenten gibt, die sich andauernd, aber wirklich permanent, vergleichen, mit der Absicht den Gegenübern fertig zu machen.
Das sind da diese Leute: "Und wie hast du gelernt? Ich leider nicht sooo gut" Wenn der andere dann "auch nicht" sagt, fühlt er sich automatisch besser, und antwortet dann total im Unterton.

Solche Leute muss man einfach mit deren eigenen Mitteln kontern. Habe es mal versucht, klappt sehr gut. Einfach selbstbewusst antworten. Deren Mimik kann sich dann toll ansehen lassen.


Um noch einmal auf das Thema zurückzukommen. Viele sind einfach auch neidisch tolle Erfahrungen, Angebote oder dergleichen (wie in dem Fall mit nach dem pj) von anderen zu hören, die es selbst nicht hatten. Weil diejenigen (die meisten zumindest) die reden sind solche die etwas zum Erzählen haben.
Vergessen darf man die Leute nicht, denen die Welt wirklich s*****egal ist, und deren Weg weiterhin bescheiden gehen! (was ich absolut respektiere und bewundere)

LasseReinböng
08.10.2010, 23:07
Mit den wenigsten der Kommillitonen wird man später noch Kontakt haben, das merkt man schon im Studium.

Echte Freundschaften sind rar, da es an der Uni vor allem darum geht, "cool" zu sein, mit den "richtigen Leuten" abzuhängen um auf die "wichtigen Parties" eingeladen zu werden.

Arroganz ist ubiquitär - was bleibt den Studenten, die sich alle durch den gleichen Mist kreuzen, auch anderes übrig, um sich von den anderen zu differenzieren ? Wenn man Geld im Hintergrund hat, kann man eben mit der Nepal-Famulatur und dem USA-PJ angeben - auch sehr beliebt.
Vielleicht noch die "anspruchsvolle" Diss. oder die abgelegten USMLE oder der Bizeps und und und.... jeder will etwas besonderes darstellen und ist es i.d.R. nicht - echte Charaktere findet man nur selten, meist sind es eben langweilige Wohlstandssöhnchen und kleine Prinzessinnen, mit denen man es zu tun hat - es sind keineswegs nur Arztkinder, die hier unangenehm auffallen - zumindest wissen die meist, daß die Mär vom Golfen am Mittwochnachmittag und dem Ferienhaus auf Sylt so nicht stimmt, sondern sehen den Arztberuf tendenziell etwas realistischer.