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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kranke gibt's später: nicht-medizinische/pflegerische Ausbildungen in der Wartezeit



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Absolute Arrhythmie
23.02.2011, 16:32
Glaubst du echt das wird so ne 10.-Klasse-Atmosphäre? Ich habe nämlich auch vor eine Ausbildung vorm Studium zu machen (ich könnte warscheinlich auch gleich studieren), und weiß allerdings nicht was :) Hab auch scho mit OTA liebgeäugelt und auch schon mit GuK.... Jetzt weiß ich nicht was ich besser finden soll :-oopss

Du hast zwar angeblich erwachsene Mitschüler, meistens handelt es sich bei einer GuK-Klasse aber um einen haufen stutenbissiger Teenager, die keinen Bock haben ;)
Da muss man realistisch bleiben ^^

Asclepia
23.02.2011, 17:26
Hm, da kann ich wirklich nicht zustimmen.

dancingtree18
25.04.2011, 09:41
ich würde am liebsten auch eine nicht medizinische ausbildung vor meinem studium machen, vllt noch ein jahr um die welt reisen,
und dann zb an der stage school eine ausbildung zur musical darstellerin machen, oder etwas im bereich journalismus oder mode.
vllt auch ne ausbildung bei der lufthansa... auf jedenfall irgendwas, was mich interessiert und was spaß bringt.
die medizinischen ausbildungen nerven mich, ich will keine krankenschwester werden, oder mta etc. sondern ärztin. das frustriert , erweitert meinen horizont nun auch nicht mehr, und nimmt mir persönlich die motivation...
ich finde es auch schwachsinn, wenn leute sagen , dass man als krankenschwester eine besere ärztin wird, und mehr empathie etc zeigt, denn ich finde, dass kommt total auf den charakter der person an. wenn ich mir überlege, wie die schwestern im schwesterzimmer über patienten und ärzte herziehen... entweder du bist ein angenehmer, sympathischer und mitfühlender mensch, oder du bist es nicht. und die tatsache , dass die krankenpflegeausbildung einen desillusioniert sehe ich als nachteil und nicht als vorteil für zukünftige studenten. die ein bisschen verschönernde illusion des arztberufes gibt doch total viel motivation, die ganzen semester mit lernerei durchzuhalten, warum sollte es ein vorteil sein, 3 jahre schonmal vorab auf den boden der tatsachen heruntergeholt zu werden.
leider gottes mache ich trotzdem eine medizinische ausbildung, um den blöden bonus auf mein abi zu bekommen .
am liebsten hätte ich ein ganz mieses abitur, dann würd ich bestimmt ganz anders und nicht so vernünftig entscheiden . oder einfach den traum ärztin zu werden aus meinem kopf kriegen und mich für einen anderen berufsweg entscheiden

Schimmelschaf
25.04.2011, 21:15
Oha, hätte man mich vor knapp drei Jahren gefragt, was ich denn mal werden möchte, hätte ich sehr überzeugt geantwortet, dass allein Medizin die einzige Möglichkeit für mich wäre, glücklich zu werden. Wieviele Bücher und Internetseiten über Krankheiten, Blutwerte, Therapien, Medikamente etc. habe ich in der Freizeit verschlungen :-oopss Mittlerweile sehe ich das alles viel lockerer und liebäugle eher mit einer Ausbildung zur Polizistin, wobei ich mit einem Bein schon dabei bin. Das Med.-Studium käme noch früh genug und eine Polizeiausbildung halte ich für mich persönlich für eine gute Lebensschule.
In den letzten drei Jahren ist mir aufgefallen, was mir alles Spass macht und mich interessiert, nur reicht für all diese Dinge ein Leben niemals aus!
Zwischenzeitlich kam noch eine Ausbildung zur Geigenbauerin oder ein Studium der Musikwissenschaften in Frage, jedoch sind meine handwerklichen Fähigkeiten nicht gerade überragend und ob ich eine "brotlose Kunst" als erste Ausbildung wählen möchte, auf die ich meine Existenz stützen muss, ist doch eine äusserst gründliche Überlegung wert.
Die nächste Überlegung wäre, bis zum Bachelor Medizin zu studieren und dann nach Lausanne zu wechseln, dort wird das Studienfach der Kriminalistik angeboten. Es hätte sicher einen sehr interessanten Aspekt, muss man doch in diesem Gebiet viel an technischem Flair mitbringen.
Zuerst die Polizeischule und dann das Medizinstudium halte ich jedoch für die bessere Methode. Sollte die Aufnahme zur Polizeischule nicht funktionieren oder meine sportliche Leistung während dieser Zeit sinken, gäbe es immernoch die Option ein Medizinstudium anzufangen (sollte ich dabei durch den Aufnahmetest fallen wäre das dumm und bräuchte ich einen neuen zufriedenstellenden Plan).

dubdidu
25.04.2011, 22:51
@dancingtree: Auch eine Pflegeausbildung muss nicht immer desillusionieren, sondern kann auch eine fabelhafte Motivation für´s Studium sein. Ich habe aufgrund des Bonusverfahrens eine GuK-Ausbildung gemacht, nun auch dadurch vorzeitig einen Studienplatz bekommen und arbeite nun nebenbei in der Pflege. Und jedes Mal, wenn ich arbeiten bin, gibt mir das einen neuen Motivationskick, weil ich dann wieder daran erinnert werde, wofür ich die ganze Zeit lerne und gerade in der Vorklinik, wo man sich oft fragt "wozu das alles?" ist das sehr hilfreich.
Natürlich kann auch jeder, der keine pflegerische Ausbildung hat, ein toller Arzt werden (wäre ja schlimm, wenn nicht ;) ) Aber aus Sicht der Krankenschwester, die ich ja nun mal auch bin, merkt man es einigen Ärzten doch schon an, dass sie vorher schon in dem Bereich gearbeitet haben.

Ich für meinen Teil bereue es jedenfalls nicht den Weg so gegangen zu sein, im Gegenteil, nun kann ich das an der Uni erlernte manchmal sogar direkt mit der Klinik in einer meiner Dienste verknüpfen, das bringt einige Aha-Effekte, ich bin mit der Institution Krankenhaus vertrauter geworden, habe viel Selbstständigkeit erlernt und das Studium lässt sich so prima finanzieren. Und auch wenn das jetzt total überspitzt klingt: durch den zahlreichen Kontakt mit Pat. lernt man einiges für´s Leben und über sich selbst.

Ich finde es aber auch genauso spannend und reizvoll vorher etwas anderes zu machen. Hätte es das Bonussystem nicht gegeben, hätte ich es vllt. auch getan. Den perfekten Weg gibt es ohnehin nicht (zum Glück), jeder ist sein eigener Biograph.

Distress Misstress
10.05.2011, 23:37
Hallo Leute,
habe den Thread vernachlässigt, weil ich das Forum nun auch länger nicht mehr besucht habe, viel Stress und gutes Wetter, wie das eben so ist :-top

Liebe Grüsse an alle Bald-Warter, denn an sie richtet sich der Beitrag grösstenteils.

Als ich den Thread eröffnet hatte, hatte ich eigentlich vor, hier in meiner Heimat Berlin, eine schicke Ausbildung machen und zu knechten, nebenbei das Leben zu geniessen. Irgendwie kams dann anders.

Ich habe das FSJ (OP) nach 6 Monaten beendet, weil es Zeit für was Neues wurde. Ich habe es dort sehr genossen, mochte die Atmosphäre und im OP gings auch insgesamt ziemlich locker daher. Die Leute hatten halt Spaß an ihrer Arbeit und das wirkte sich auch positiv auf das Arbeitsklima aus. Aber wenn ich mich schon für eine Ausbildung im pflegerischen/medizinischen Bereich entscheide, dann die, von der ich glaube später am meisten profitieren zu können und da ich bisher nie den Wunsch hatte, Chirurgin werden zu wollen (nicht, weil das uninteressant ist, sondern weil etwas anderes einfach interessanter ist ;-)), glaubte ich, mit der GuK-Ausbildung besser bedient zu sein.

Zusage für die OTA-Ausbildung hatte ich schon, habe dann aber abgelehnt, da ich mich parallel an Krankenpflegeschulen beworben und einen Platz bekommen habe. Das ist auch schon ewig her gewesen; habe den Thread Ende Oktober erstellt.

Sicherlich sind die Dinge, die mich an der Berufswahl stören zur Hälfte bedingt durch persönliche Neigungen, Persönlichkeit usw. und zur anderen Hälfte aber auch strukturelle Gegebenheiten.
Und letztlich ein Zusammenspiel aus beiden Tatsachen, die mir die Augen geöffnet haben und mir zeigten: Ver*****e ********, ich werde keine 12 Jahre in einem Beruf tätig sein wollen, der mich nicht glücklich macht.

Als ich im Oktober den Thread eröffnet hatte, hatte ich Interesse an der OTA- und GuK-Ausbildung, war aber davon überzeugt, dass ich auch über kreative-musische Ausbildungen nachgedacht habe, da Medizin nunmal nicht die Säule meines Lebens ist, sondern da noch ein paar andere Eckpfeiler da sind und es, wie bei jedem, noch andere Dinge gibt, die mich interessieren und antreiben. Es war eher eine lockere, offene Haltung gegenüber Alternativen. Schon bald habe ich aber die Ausbildungen für mich ausgeschlossen (Anm.: Im Monolog waren nur jene, die entlohnt werden.)

Ich möchte alle Bald-Wartenden, die nix mehr im Abi und durch eine Ausbildung auch im AdH nix mehr reissen können, darauf hinweisen, dass es nicht um 3 Jahre Ausbildung und (derzeit) anschliessend 3 Jahre Wartezeit und Arbeit in diesem Beruf geht, sondern nochmal zusätzlich um 6 Jahre Teilzeitarbeit in diesem Beruf während des Studiums. Alter, das sind 12 Jahre.
Auch wenn man diesen Beruf nicht ein Leben lang ausüben möchte und es eine Übergangslösung zum Traumberuf sein soll, sind 12 Jahre nunmal 12 Jahre im Leben.

Logischerweise streben viele Warter nunmal eine bereichsnahe Ausbildung an und schöpfen ihre Motivation für die Ausbildung, vom vollkommen normalen Zwischendurch-Hänger mal abgesehen, aus dem Interesse für die Medizin und erhoffen sich einen fachlichen und "umgebungsbetreffenden" Vorteil, der ganz sicher vorhanden ist.

Aber auch als hoffentlich-bald-nicht-mehr-(so-ganz-)Laie bin ich trotzdem davon überzeugt, dass der fachliche Vorteil nach einer gewissen Erfahrung im Arztberuf bald ausgeschlichen sein wird und sich die nötige Routine von Personen mit und ohne vorheriger Ausbildung ungefähr angeglichen hat.

Wer also seine Wartezeit nur des fachlichen Vorteils wegen eine Krankenpflegeausbildung machen möchte, obwohl man viel lieber was vollkommen anderes (Musical, Polizei, Journalismus, Instrumentenbau bzw. andere brotlose Kunst) machen wollen würde, der sollte sich bloss für das entscheiden, was glücklich macht und auch mal die Welt ausserhalb des Krankenhauses zeigt :-)

Mhhjaaaa, das Plädoyer käme viel geiler, wenn es eine Person verfasst hätte, die davon berichtet und mittlerweile ärztlicher Tätigkeit nachgeht. Aber ich dachte, es wäre interessant, mal einen selbstbewussten Gegenstrom zur allgemeinen vorakademischen Medizin-Euphorie zu geben, ohne jemand zu sein, der den Berufswunsch Ärztin/Arzt weniger intensiv hat wie jeder andere auch, denn es gibt, sofern man das in meiner jetzigen Position beurteilen kann, keinen anderen Beruf, den ich lieber ausüben wollen würde. Ausser vielleicht Performance-Künstlerin mit Bongos und Traumfängern und Zitaten von René Pollesch auf den Gleisen der U1 am Schlesischen Tor rumzutanzen natürlich. :-oopss

Öffnet ruhig euren Blick für alles andere, ich glaube, wir werden später noch genug Kranke zu sehen bekommen. :-top:peace:

PS: Nun würde mich ja total interessieren, ob es neben EMSlern auch Liebäugler für die Wiener Psychologie, Bildende Kunst und Literatur gibt :-angel Und alle anderen, was treibt ihr so?

@ Schimmelschaf: Wie kamst du enn zur Polizei und was findest du so spannend? Und wie ist es mit der Ausbildung; ist die nicht dual? Werden da die Wartesemester weitergezählt?

@ dubdidu: Die Weisheit "Jeder ist sein eigener Biograph" kannte ich noch nicht, die ist gut :-)

# Edit: Sorry für Rechtschreib- und Grammatikfehler und all sowas und so, es ist schon soooo spät

Die.kleine.helene
18.05.2011, 17:38
Ich habe auch eine Frage:

Möchte damit niemanden angreifen, bin nur neugierig. Angenommen man hat die DN 1,1, möchte aber zuerst, sagen wir, im Ausland was anderes studieren.

Kommt die Wartezeit einem dann auch zu gute oder ist sie lachs? Das andere studieren würde ich sowieso, aber wenns so einen Nebeneffekt gäbe, wärs doch witzig.

Achja: und ich möchte erstmal Geschichte studieren, obwohl ich den Abischnitt sofort schaffe. Habe einfach keine Lust, sofort in der Tretmühle der Medizinerausbildung zu landen und mache lieber erstmal was anderes.
So.


die.kleine.helene

Melina93
18.05.2011, 18:11
Ich habe auch eine Frage:

Möchte damit niemanden angreifen, bin nur neugierig. Angenommen man hat die DN 1,1, möchte aber zuerst, sagen wir, im Ausland was anderes studieren.

Kommt die Wartezeit einem dann auch zu gute oder ist sie lachs? Das andere studieren würde ich sowieso, aber wenns so einen Nebeneffekt gäbe, wärs doch witzig.

Achja: und ich möchte erstmal Geschichte studieren, obwohl ich den Abischnitt sofort schaffe. Habe einfach keine Lust, sofort in der Tretmühle der Medizinerausbildung zu landen und mache lieber erstmal was anderes.
So.


die.kleine.helene


Du weist, ich bewundere dich für deinen Mut, deine Träume zu verwirklichen. Aber findest du diese Frage in einem Wartezeit-Thread nicht etwas unpassend? Das könntest du auch im anderen Forum fragen :-))

Die.kleine.helene
18.05.2011, 18:14
Ich wollte wirklich niemanden angreifen. Das war nicht meine Absicht, nur weiß ich nicht, wo die Frage sonst hinpasst.. =(

Mehr sage ich lieber nicht, sonst verhaspele ich mich noch und attackiere noch mehr Menschen >_<


Sorry!
die.kleine.helene

ehemaliger User_15082016-1
18.05.2011, 18:20
Die Wartezeit wird dir angerechnet, wenn du an einer nicht deutschen Uni studierst!


Ich wollte wirklich niemanden angreifen. Das war nicht meine Absicht, nur weiß ich nicht, wo die Frage sonst hinpasst.. =(


Na ja im Chancen-Thread bzw. Vor-Studium-Abschnitt wäre genug Platz

Schimmelschaf
18.05.2011, 18:51
Naja, immerhin Geschichte...

Jetzt seh' ich gerade, dass meine lange Antwort zur Frage von DistressMistress hier nicht steht. Alles nochmal schreiben nervt mich grad etwas --> lernen.

@ kleineHelene
Deine Uniwahl in deinem Profil sieht jedoch ganz nach Med. aus ;-)

Die.kleine.helene
18.05.2011, 18:57
ist sie auch..

das ist das, was später kommen soll.

Die Geschichtsuniwahl ist:

St. Andrews

Glasgow

Edinburgh.

Ganz ehrlich gesagt finde ichs etwas traurig, dass viele Wartezeitler so vergrämt darüber sind, warten zu "müssen". Ich finde das Ganze gar nicht so schlimm. Weil mal ehrlich: ihr reift und seht Dinge, an die der 0815 1,0er sofortige Medizinstudent nicht zu träumen wagt.

Also ich weiß nicht, ob Du weißt, was ich meine. Denke dieser Gram liegt darin bedingt, dass man warten muss. Aber wenn man die perspektive ändert und denkt: "ich habe die Möglichkeit, nicht sofort nur einem Beruf nachzugehen. Oder nur einem Studiengang." Dann ist das doch eine Chance=

Ohje.. wahrscheinlich bin ich gerade eine elefantin im Porzellanladen. Aber das ist meine Meinung. Dieser elendige Pessimismus! (Tauschen würde ich aber auch nicht wollen. Schlciht deshalb, weil ich für Schottland auch mindestens 1,3 brauche. Also meine Wunschunis. Gibt auch Unis wie aberdeen, die einen mit einem Dreierzeugnis nehmen. aber da möchte ich nicht hin.)


die.kleine.helene

Schimmelschaf
18.05.2011, 19:16
Wieso Elefant im Porzellanladen? Wenn man nicht damit klarkommt, dass es nunmal Menschen gibt, die einfach entweder mehr Glück hatten oder mehr wussten, dann sollten die doch bitte im hinterletzten Erdloch verschwinden. Selbstbelügen nenn ich das.
Ja, ich versteh was du meinst. Aber nicht alle 1,0er Abiturienten sind so ehrgeizig und zielstrebig und machen vorwärts. Kommt halt auf die persönliche Einstellung drauf an, was man vom Leben sehen und daraus machen will.
Man kann auch mit 24 mit dem Studium fertig sein und trotzdem in der Welt herumreisen oder Ahnung von vielen anderen Themen haben.
Steh halt zu dem was du machst. Ich finds zum Kotzen, wenn andere Leute mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die zu ihrem Können stehen. Zum Beispiel muss man als Profifussballer nicht (falsch) bescheiden sein und vor sich her stammeln, dass man doch eigentlich einigermassen gut spielen kann. Nein, der soll sich hinstellen und sagen "Jawoll, ich kann das". Wenn er jedoch dann sagen würde, er hätte fast nie trainiert, dann finde ich das arrogant und eingebildet. So einfach. Soviel zu einem Teil meiner Lebensphilosophie :-D

Die.kleine.helene
18.05.2011, 20:44
ich verstehe, was Du meinst. Bin so eine, die ständig ganz viel für die Schule lernt. Für Geschichtsklausuren zum Beispiel sechs-sieben Tage mit einem Tag Pause, wenn angebracht. Für Biologie fünf Tage.. bla bla.

Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn man die Karriere betrachtet. mehr kann ich dazu nicht so wirklich sagen. Und doch muss ich ganz ehrlich sein, dass ich meinen Erfolg manchmal gerne durch mehr soziales Glück eintauschen würde.

Dass nicht alle 1,0er abiturienten wirklich was draus machen, das stimmt wirklich. Kenne dort ein paar positiv und ein paar negativ-Beispiele. Aber die meisten gehen tatsächlich sofort ins Studium, einfach nur, weil sie können. Und sie studieren nicht rum, sondern machen das, was sie den Rest ihres Lebens praktizieren möchten. Und das kann ich wieder nicht verstehen; denn ganz ehrlich bin ich weitestgehend gegen dieses System eingestellt, diese Meritokratie, dieses first come, dieses *****ige Prestigebewusstsein. Ich meine wo bleibt das Abenteuer, der Lebensinhalt? Es gibt dieses Zitat aus Trainspotting, das ich echt treffend finde.

Choose Life. Choose a job. Choose a career. Choose a family. Choose a fucking big television, choose washing machines, cars, compact disc players and electrical tin openers. Choose good health, low cholesterol, and dental insurance. Choose fixed interest mortgage repayments. Choose a starter home. Choose your friends. Choose leisurewear and matching luggage. Choose a three-piece suit on hire purchase in a range of fucking fabrics. Choose DIY and wondering who the fuck you are on Sunday morning. Choose sitting on that couch watching mind-numbing, spirit-crushing game shows, stuffing fucking junk food into your mouth. Choose rotting away at the end of it all, pissing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked up brats you spawned to replace yourselves. Choose your future. Choose life...


Ist mein Unverständnis irgendwie nachvollziehbar?
die.kleine.helene

Melina93
18.05.2011, 20:54
Ich wollte wirklich niemanden angreifen. Das war nicht meine Absicht, nur weiß ich nicht, wo die Frage sonst hinpasst.. =(

Mehr sage ich lieber nicht, sonst verhaspele ich mich noch und attackiere noch mehr Menschen >_<


Sorry!
die.kleine.helene


Das war auch von meiner Seite keinesfalls angreiflich gemeint. Ich wollte dich nur darauf hinweisen, weil ich weis, dass man mit dir darüber reden kann und ehrlich sein darf.

Distress Misstress
26.05.2011, 23:45
:-top Ich hatte den Thread erst vergessen und dann dachte ich, hier würde nochmal irgendwas von Schimmelschäfchen kommen :-))

@Helene: Ich denke, mit einem sehr guten Abi wird man aber auch nicht mit diesem Druck belastet, nur noch zu diesem Wintersemester ins AdH eingeladen zu werden, zB. Von solchen Leuten käme das Plädoyer halt, wie schonmal gesagt, viel viel geiler :-)) Ich hingegen bin gezwungen zu warten oder es im Ausland zu probieren und habe mich für Letzteres entschieden, und falls das auch nicht klappen sollte, mach ich halt etwas anderes, mit dessen Grundlage ich bereit wäre, 12 Jahre diesen Beruf auszuüben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute sehr fixiert darauf sind, eine pflegerische Ausbildung zu machen, einfach weil man denkt, es würde schneller ans Ziel führen - falsch. Ob du OTA oder Mechaniker, Kunsthistoriker oder Physiker (im Ausland) wirst, mit allem musst du, sofern du dank DN im AdH nichts reissen könntest, genau so lange warten.
Vielleicht hat man einfach frisch nach dem Abi keinen weiterreichenden Blick dafür; hatte ich so gesehen ja auch nicht. Ich habs mir etwas schöngeredet und dachte, Krankenpflege wäre was für mich. Ist sie aber nicht. Gar nicht. Wirklich nicht. Ich krieg schon Anzeichen einer Psychose wenn ich nur dran denke, 12 Jahre eben einen Beruf ausüben zu müssen, der mir keinen Spaß macht.

(Wäre ich ein AdH-Fall gewesen, hätte ich aber die Ausbildung liebend gern gemacht. Vor dem Studium nochmal ein halbpraktischer Schlenker in eine bezahlte Ausbildung wäre echt schick gewesen.)

Schimmelschaf
27.05.2011, 00:11
Habs wieder vergessen :-blush
Ich schreib dir noch, wenn ich etwas mehr Zeit habe.

Distress Misstress
27.05.2011, 00:32
:-)):-top Nicht schlimm, bin auch etwas verpeilt

Distress Misstress
10.06.2011, 16:40
Schimmelschaf, wir brauchen dich! :-))

Schimmelschaf
10.06.2011, 17:12
Gib' mir ne Million und ich schreibe dir, was du willst :-D