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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Innere Medizin: in kleinem Haus anfangen?



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MRSA
15.01.2011, 23:39
Von Thieme gibt es so ein Buch "Berufsplaner", in dem die einzelnen Fachrichtungen beschrieben sind und wo angemerkt wird, dass in der Inneren Medizin eine Art "Rutschenprinzip" existiere. Soll heißen, dass man von einem großen jederzeit an ein kleines Haus wechseln könne, nicht jedoch umgekehrt. Zumindest was die Unikliniken anginge.

Mir kommt es so vor, als würde das gesamte Werk einen etwas unrealistisch hohen Maßstab setzen, allerdings wollte ich mal darauf hinweisen, du kannst es dir ja ansehen und immer noch selbst ein Bild davon machen.

LasseReinböng
16.01.2011, 12:55
Von Thieme gibt es so ein Buch "Berufsplaner", in dem die einzelnen Fachrichtungen beschrieben sind und wo angemerkt wird, dass in der Inneren Medizin eine Art "Rutschenprinzip" existiere. Soll heißen, dass man von einem großen jederzeit an ein kleines Haus wechseln könne, nicht jedoch umgekehrt. Zumindest was die Unikliniken anginge.

Mir kommt es so vor, als würde das gesamte Werk einen etwas unrealistisch hohen Maßstab setzen, allerdings wollte ich mal darauf hinweisen, du kannst es dir ja ansehen und immer noch selbst ein Bild davon machen.

Ist das der "Vieten" ? Die letzte Ausgabe ist von 2003, soweit ich weiß.

Da hat sich seitdem einiges auf dem Arbeitsmarkt getan.

Bärentöter
16.01.2011, 15:37
wo angemerkt wird, dass in der Inneren Medizin eine Art "Rutschenprinzip" existiere. Soll heißen, dass man von einem großen jederzeit an ein kleines Haus wechseln könne, nicht jedoch umgekehrt. Zumindest was die Unikliniken anginge

das kenne ich auch so, allerdings sind meine Erfahrungen älter. Inzwischen dürfte das, so wie LasseR. schreibt, zumindest aufgeweicht sein. Ich selbst wollte nie an ein großes Haus oder gar Uni, also habe ich das auch nie probiert.

Rico
16.01.2011, 16:10
Jup, ich arbeite an einer Uni und hier wurden in den letzten Jahren mehrere Assistenten angestellt, die zuvor an kleineren Häusern waren, zwar eilweise auch Fachärzte, die dann eine seltene Spezialisierung hier gemacht haben, aber auch das wär vor ein paar Jahren (>5) noch undenkbar gewesen.

MRSA
16.01.2011, 17:45
Gut, das bedeutet er verbaut sich also nichts. Dennoch muss er ja irgendwie entscheiden, ob er an einem kleinen oder großen Haus anfangen soll.

Vielleicht wäre es hilfreich, die Leute zu fragen, die an den in Frage kommenden Kliniken arbeiten, bezüglich der Rahmenbedingungen wie Bezahlung, Urlaub, Kompentenzüberlassung, Lerneffekt/Ausbildungsqualität, Autonomie und so weiter. Was ich gehört habe ist es auch noch wichtig, dass der Ausbilder die volle Weiterbildungsermächtigung besitzt, und man einen Vertrag über die volle Weiterbildungszeit bekommt, damit zumindest der Facharzt garantiert ist. Wenn man den hat, dann dürften wieder so ziemlich alle Türen offen stehen.

Oder sehe ich auch das falsch?

Feuerblick
16.01.2011, 17:49
Das kommt auch wieder darauf an, wie lange man an diesem Haus verweilen möchte. Wenn sowieso ein Wechsel in ein anderes Haus irgendwann in der Planung ist, ist die WBE des Chefs nicht sooo immens wichtig. Auch sollte man nicht auf "Vertrag über volle Weiterbildungszeit" hoffen. Wer ihn bekommt - prima. Wer nicht - normal... Meistens bekommt man aber problemlos eine Verlängerung bis zum Facharzt. Das dürfte in der Inneren nicht deutlich anders sein als in meinem Fachgebiet.

LasseReinböng
16.01.2011, 23:06
Jup, ich arbeite an einer Uni und hier wurden in den letzten Jahren mehrere Assistenten angestellt, die zuvor an kleineren Häusern waren, zwar eilweise auch Fachärzte, die dann eine seltene Spezialisierung hier gemacht haben, aber auch das wär vor ein paar Jahren (>5) noch undenkbar gewesen.

Ich kenne eine Assistentin in der Inneren, die vorher an einer Rehaklinik war und dann an die Uni gegangen ist, Bewerbung ohne Probleme.

Manchen Chefs passt das natürlich nicht ( Kränkung), daß solche Leute bei ihnen arbeiten und ich habe da so den einen und anderen herablassenden Kommentar seitens der Oberen über die "Dorfärzte" gehört, aber sie müssen diese Leute wohl nehmen, ob sie wollen, oder nicht.

Ist natürlich lächerlich, wenn man bedenkt, was viele Assistenten an der Uni akademisch so treiben - nämlich rein gar nichts.