Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterschied: Neurochirurgie u. andere Chirurgie-Richtungen
DrSkywalker
01.02.2012, 11:23
Ein weiterer Unterschied ist noch, dass in der Neurochirurgie jeder zweite dort arbeitet, weil es so "cool" ist Und/oder weil er zu viel Gays Anatomie geschaut hat. Oder weil er wenig Erfolg beim anderen Geschlecht hat und seine Chancen so steigern möchte.
In der ACH ist es nur jeder dritte.
Famulaturen hab ich schon alle, und fürs PJ hab ich Anästhesie genommen; der Zug ist also schon abgelaufen. Deshalb wäre es nett, wenn ihr die Fragen dennoch beantworten könntet(obwohl eine Famulatur natürlich besser wäre).
du kannst doch an deiner uni sicher mal in die abteilung gehen und fragen, ob du ein paar tage mal reinschnuppern kannst...
wird bei uns an der uni in vielen fächern mal angeboten, wenn das reguläre lehr-angebot für den fachbereich eher mikrig ist.
oder in deinem pj... im anä-tertial bist du sicher auch mal bei nch-eingriffen dabei und vielleicht lassen dich die chirurgen mal ein paar tage in die nachbarabteilung gehen...
Und/oder weil er zu viel Gays Anatomie geschaut hat
HAHAHAHA
Coxy-Baby
01.02.2012, 13:58
@bobby: du wirst dann also der weltbeste NCH?
@exiland: facepalm, mehr fällt mir da nicht mehr ein.....
Die Qualität der Basics Reihe ist sehr variabel; für manche Fächer ist sie gut, für andere zu oberflächlich. Ich finde dass einfach zu viele anatomische Grundlagen darin fehlen, was durch so ein Buch auch gar nicht zu leisten ist. In Neurologiebüchern ist das doch sehr gut dargestellt, insofern sind die nicht ganz verkehrt. Es gibt auch ein Buch zur Bildgebung in den Neurofächern von Thieme, das auch relativ viele Informationen zu den einzelnen Krankheitsbildern enthält.
Reisende
06.02.2012, 08:45
Weil's im Rahmen dieses Beitrags auftauchte: bewerbt euch NIEMALS am Uniklinikum Graz - es ist ein einziges Soddom und Gomorrah!
Was mich aber zu diesem Thema interessieren würde: welche deutschen Neurochirurgien haben eigentlich einen "guten" Ruf?
LG
Kackbratze
06.02.2012, 09:40
es ist ein einziges Soddom und Gomorrah!
In welcher Hinsicht? Sexuell oder leider doch nur arbeitstechnisch?
Reisende
06.02.2012, 15:45
In welcher Hinsicht? Sexuell oder leider doch nur arbeitstechnisch?
Arbeitstechnisch!
Ich habe im Sommer 2007 dort für 2 Wochen famuliert, und war, ehrlich gesagt, fassungslos! :eek:
Die Oberärzte tanzten dem damaligen Chefarzt, Barth, förmlich auf der Nase herum. Mir kam es so vor, als würde er überhaupt nicht als „Chef“ anerkannt werden.
Bei meiner ersten Morgenbesprechung wurde ich von niemandem (auch nicht vom Chef!) zumindest aus Höflichkeit gefragt, wer ich denn sei, sodass ich SELBST gegen Ende der Besprechung aufstehen und kurz um Aufmerksamkeit bitten musste.
Es herrschte generell ein äußerst feindseliges Klima. Bei der Visite etwa wurden (lautstarke) Streitigkeiten zwischen OA und Stationsarzt nicht nur im Patientenzimmer, sondern auch auf dem Gang vor allen Assis, Famulanten, Schwestern, Patienten und deren Angehörigen ausgetragen.
Als ich mal im OP den Chirurgen fragte, wo im Hirn er sich im Moment genau befinde (ich konnte auf einem Bildschirm mitschauen), bekam ich zur Antwort, dass ich mir entweder einen Anatomieatlas besorgen, oder in der Patientenakte nachlesen sollte, welche OP denn geplant sei. :-wand
Prinzipiell wird man im OP-Bereich ohne weiteres toleriert (man ist ja an Studenten gewöhnt), aber wenn man nicht zufällig irgendwie im Weg steht ist man jedem egal.
Das Ganze führte dazu, dass ich meine Famulatur nach 2 Wochen abbrach, denn hätte ich nicht schon vor diesem Fiasko Blutabnehmen, Leitung legen und Statuieren gekonnt – ich hätte überhaupt nichts gelernt!
Im Moment ist die Abteilung schon seit ca. 3 Jahren (oder sogar noch länger) ohne Chef – offenbar WILL niemand kommen und wer von der Ärzteschaft nicht karrieremäßig auf eine bestimmte Stelle hofft, ist in der Regel auch ziemlich bald wieder ein Ex-Angestellter (“freiwillig”). :grins:
Spezializt
06.02.2012, 16:27
Danke für die Tipps!!
Der jüngste Assi bei mir auf Station hatte auch NCH an unserer Uni als Wahltertial. Er hatte mir auch schon geraten, auf jeden Fall das Basics als Grundlage zu nehmen und dann bei Bedarf noch mit anderen Bücher die wichtigen Themen zu vertiefen. Aber der Hinweis auf das Buch über die Bildgebung in der Neuro find ich gut, das Buch schau ich mir mal genauer an!
Also es wird schon gehen, während des Tertials war der Lerngewinn leider nicht so riesig... :)
Ich habe auch mein Wahltertial in der NCH gemacht und lerne jetzt gerade fürs Hammerexamen.
Kann mir vielleicht jemand ein bisschen was über die mündliche Prüfung erzählen? Dadurch, dass das Fach im Studium nicht wirklich detailliert behandelt wird, gibt es leider nicht viele Bücher für Studenten. Oder gibt es doch sowas wie "In Frage und Antwort" oder etwas in der Art? Womit habt ihr euch vorbereitet?
Danke!!
Ich hab auch PJ in der Neurochirurgie gemacht. Prüfung war nicht schlimm, wobei ich sehr viel Kinderneurochirurgie gefragt wurde und das nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen zählte (kindliche Tumore, Spina bifida, Chiari etc.).
Pampelmuse
11.02.2012, 14:58
Was mir schon lange unter den Nägeln brennt:
Wieso arbeiten eigentlich so wenige Frauen in der NCH??? :-blush
Was mir schon lange unter den Nägeln brennt:
Wieso arbeiten eigentlich so wenige Frauen in der NCH??? :-blush
stimmt doch garnicht. war ich auf mehreren NCH und da waren immer Frauen. Dafür waren die meistens ungenießbar.....
ansonsten: ARBEITSZEIT; SCHLECHTES OUTCOME, ZU VIEL VERANTWORTUNG
Traumjaegerin
11.02.2012, 17:16
Ah, mal wieder jemand, die/der der Meinung ist, dass Frauen nicht gerne Verantwortung übernehmen?
Weil NCh für mich auch mal eine Option war, habe ich mich so durch die Seiten der Unikliniken geklickt, und z.B. an der Uni Freiburg gibts viele Frauen in der NCh, auch in leitenden Positionen.
In der Nch, in der ich 4 Monate war, gabs lediglich eine Fachärztin und eine Handvoll Assistentinnen, keine OÄs, keine mit Kindern.
Und ja, es ist - wie so viele andere Fächer auch - wirklich kein "familienfreundliches" Fach (das war für mich aber nicht der ausschlaggebende Grund dagegen). Denke, die Arbeitszeiten + viel Arbeit im Dienst + seeehr lange Lernkurve lassen sich nicht wahnsinnig gut mit einer großen Familie vereinbaren, wenn man nicht einen Hausmann hat. Gilt für die Männer übrigens genauso, die kriegen auch nicht viel von ihren Kindern mit (werden im Gegensatz zu den Frauen dafür aber nicht verschrieen).
Ah, mal wieder jemand, die/der der Meinung ist, dass Frauen nicht gerne Verantwortung übernehmen?
NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ
Er sagte halt ehrlich was er dachte; man muss doch nicht immer krankhaft politisch korrekt sein.
In der Unfallchirurgie soll es ja noch weniger Frauen geben. Das liegt aber daran, dass in den älteren Jahrgängen auch die Männer prozentual noch deutlich in der Mehrzahl waren, und eben keiner als Chef anfängt. Bei den Assistenten sind aber meist in jedem Fach die Frauen zahlenmäßig vorne dabei. Sicher gibt es lokale Unterschiede, auch ist es in manchen Fächern krasser als in anderen(in manchen Fächern sind es ja fast nur Frauen), aber keine Richtung darf sich in Zukunft wohl mehr als "Männerdomäne" ausweisen.
In der Neurochirurgie, wo ich als Rotationsassistentin zur Zeit sehr oft eingesetzt werde, dürfen die Assis schon auch operieren, aber halt eher *kleinere Sachen*: Trepanationen, EVD-Wechsel, Shunt-Anlagen, bei Wirbelsäulen (BS, Deko, SKS-) schon mal anfangen, wenns nicht total vertrackt ist, ne erste Seite anfangen (mit Assistenz). Aber es dauert schon, bis die sich steigern können/ dürfen. Ist z.T. halt schon heikel, wenn man in der UCh mal ne Schraube falsch setzt, ist es zwar doof, aber meist dann doch nicht gleich ein Weltuntergang.
Als Abteilung find ich die Neurochirurgen (mit einigen Frauen) sehr nett, wenns mal dringender ist, muß es halt schneller gehen, ansonsten wird da eher in *entspannter* Atmosphäre gearbeitet.
Was mich immer erschaudern läßt ist, daß bei der nicht gerade großen Abteilung die Dienstfrequenz recht groß sein muß :-dagegen
Und es kommt halt auf die Spezialgebiete des jeweiligen Hauses an, wieviel Tumor und anderes, wieviel WS operiert wird, hier 50/50, schon allein weil Traumazentrum.
WackenDoc
12.02.2012, 11:22
Wie kommt ihr eigentlich drauf, dass die Übernahme von Verantwortung ein weibliches Problem ist? Wieso gibt es dann so viele weibliche Anästhesisten und auch Notärzte?
In welcher Klinik und welchem Fach bist du denn, wenn man fragen darf? Bist du zufrieden?
WackenDoc
14.02.2012, 22:21
Wen meinst du?
Miss; du hast es ja schonmal geschrieben. Ich fand einfach dass das, was sie berichtete, ganz interessant war, klingt so, als wären die Bedingungen dort relativ gut.
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