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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausbildung vor Studium - ohne direkte Notwendigkeit



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Hades
27.01.2011, 00:24
Das ist ein rein rechnerischer Wert, der entstehen kann, wenn jemand mit sehr gutem Abi (1,0-1,2) mehrere Boni (Ausbildung, Forschungswettbewerb, etc) akkumuliert.
Allerdings entstehen diese Werte erst im AdH, weil nur dort Boni vergbenen werden.
Im ZVS-Verfahren (das mit den 20%) hat man ja seine nackte Abinote und die ist maximal 1,0, weil das die Note ist, die bei Erreichen der Maximalpunktzahl im Abizeugnis (15 Punkte in jedem gewerteten Kurs) vergeben wird.
Deshalb ist die Geschichte entweder (schlecht) erfunden, oder der Bewerber ist ein Depp und wäre im AdH auf diesen Wert gekommen, hat sich aber nur für das ZVS-Verfahren angemeldet und ist dort (ohne die Boni) nicht reingekommen.

Achso, ich dachte das wäre die Punktzahl vom Abi alleine.

Ich muß zugeben ich habe mich mit dem Verfahren, wegen bestimmten Gründen nicht sonderlich beschäftigt :-))

Rettungshase
27.01.2011, 00:36
Die Aussage, dass Leute mit Ausbildung die besseren Ärzte sind ist quatsch. Eine Ausbildung macht dich weder zu einem besseren noch schlechteren Arzt.

Diese Aussagen kenne ich größtenteils von medizinischem Assistenzpersonal wie etwa Krankenschwestern und -pflegern, unserer Zunft und einigen weiteren dieser Reihe.
Ich hab in diversen Praktika einige sehr nette Ärzte kennen gelernt. Einer darunter hat - als wir mit einer 170 kg schweren Dame beim Waschen zu zweit dezente Probleme hatten und wirklich Not am Mann war - gut gelaunt mit angepackt. Als ich im Nachhinein sagte, dass man so etwas auch nicht häufig finde, sagte er nur lächelnd: "Ich hab ja früher auch nichts anderes gemacht. Wieso sollte ich mir jetzt zu fein dafür sein, nur weil ich ein Dr. med auf dem Schild hab?"
Kann sein, dass dieser Mensch einfach nett, sozial und kollegial ist. Vielleicht weiß er aber auch besser als jemand, der höchstens mal drei Monate in eine Abteilung reingeschnuppert hat, wie es ist, ein Pfleger o.ä. zu sein.

Als Gegenbeispielklischee gibt es den verwöhnten Schnösel-Studenten, nie unnötig einen Finger krumm gemacht hat (schon gar nicht für Nebenjobs), der sich a) zu fein für die pflegerischen Tätigkeiten ist oder b) ein besch** Klinikpraktikum hatte und es den Schwestern, die damals so gemein zu ihm waren, "mal so richtig zeigen will". Selbstredend lässt er sich nicht zu so etwas herab, er ist ja schließlich Arzt.

Natürlich kann man so etwas nicht pauschal auf eine Gruppe abwälzen, aber es gibt nun mal derart seltsame Klischees (was keinesfalls heißen soll, dass jeder, der eine Ausbildung hat, wahnsinnig nett ist und noch weniger, dass man nicht menschlich ein grandioser Arzt sein kann, wenn man keine hatte).

Außedem gibt es für so etwas ja im besten Fall die Klinikpraktika (die ich nicht mehr machen muss - hurra!^^)

Hades
27.01.2011, 00:51
Diese Aussagen kenne ich größtenteils von medizinischem Assistenzpersonal wie etwa Krankenschwestern und -pflegern, unserer Zunft und einigen weiteren dieser Reihe.
Ich hab in diversen Praktika einige sehr nette Ärzte kennen gelernt. Einer darunter hat - als wir mit einer 170 kg schweren Dame beim Waschen zu zweit dezente Probleme hatten und wirklich Not am Mann war - gut gelaunt mit angepackt. Als ich im Nachhinein sagte, dass man so etwas auch nicht häufig finde, sagte er nur lächelnd: "Ich hab ja früher auch nichts anderes gemacht. Wieso sollte ich mir jetzt zu fein dafür sein, nur weil ich ein Dr. med auf dem Schild hab?"
Kann sein, dass dieser Mensch einfach nett, sozial und kollegial ist. Vielleicht weiß er aber auch besser als jemand, der höchstens mal drei Monate in eine Abteilung reingeschnuppert hat, wie es ist, ein Pfleger o.ä. zu sein.


Das ist ein guter, kollegialer Mensch aber wenn er gleichzeitig als Arzt inkompetent wäre dann würde ihn das nicht zu einem guten Arzt machen.

Wenn ich an meine Ausbildungszeit zurückdenke, erinnere ich mich auch da an ein paar arrogante Kollegen. Die waren sich dann auch zu schade den Schwestern zu helfen.

Sowas liegt nicht unbedingt an der Ausbildung sondern eher am Menschen.
:-meinung

Jeder muß es aber für sich entscheiden, was er machen will ;)

Ehemaliger User 05022011
27.01.2011, 21:00
oder der Bewerber ist ein Depp und wäre im AdH auf diesen Wert gekommen, hat sich aber nur für das ZVS-Verfahren angemeldet und ist dort (ohne die Boni) nicht reingekommen.

Rico, für das AdH-Verfahren muss man sich auch im Rahmen des ZVS-Verfahrens bewerben - das ZVS Verfahren beinhaltet die Auswahl im Rahmen der Abiturbestenquote (20 % der Plätze werden so vergeben ) und wenn man in diesem ersten Auswahlverfahren keinen Platz bekommen hat, dann hat man die zweite Chance im Rahmen des AdH-Verfahrens ( 60% der Plätze werden so vergeben - ich hoffe die Zahlen stimmen noch so, hab jetzt nicht extra noch mal nachgeschaut)

Rettungshase
27.01.2011, 22:01
Sowas liegt nicht unbedingt an der Ausbildung sondern eher am Menschen.
:-meinung

Ich hab doch nichts anderes behauptet.


Ich bin mir nur unschlüssig, ob diese strikte Trennung angebracht ist. Darf ein Arzt nicht auch Mensch sein? Ist er nur der Behandelnde?

Vermutlich kommt es hier auf die Fachrichtung an. Solange der Chirurg sein Handwerk beherrscht, während ich sowieso in Narkose bin, bin ich mit ihm als Patientin zufrieden, auch wenn er meinetwegen unfreundlich ist.
Lässt der Zahnarzt seine Launen an mir aus, während er mit schmerzhaften Haken in meinem Mund herumspielt, ist mir das nicht mehr so egal.

Rico
27.01.2011, 22:04
Mit "ZVS-Verfahren" meinte ich die Abitursbestenquote. Hatte versucht, das mit "das mit den 20%" zu umschreiben, weil mir der Begriff akut nicht eingefallen ist...
Die Message sollte also sein, dass sich der Bewerber offensichtlich nur für die Abibeszenqiote beworben hat und nicht für's AdH...

Miniwini
28.01.2011, 11:48
So hoffe hab etz alles ;) :

@Rettungshase: Ich kann sehr wohl Tabellenlesen ;) Ich weiß das der NC in BaWü 1,0 dieses WS ist. Aber wie gesagt es gibt ja nicht nur diese Quoten. Bin übrigens aus dem schönen Bayern :)

@Asclepia: FSJ kommt leider nicht für mich infrage ... ich finde das Zeitverschwendung naja nicht ganz aber dafür verzöger ich mein Studium nich :)

Wegem dem o,7 Abiturienten. Das kommt aus der Rechnung, dass 15 Pkt. 0,66 14 1,0 und 13 1,33 sind. Haben wir nämlich in der Schule schon darüber diskutiert. Was da schiefgelaufen ist kann ich aber nicht sagen :-nix

Rico
28.01.2011, 12:34
Wegem dem o,7 Abiturienten. Das kommt aus der Rechnung, dass 15 Pkt. 0,66 14 1,0 und 13 1,33 sind. Haben wir nämlich in der Schule schon darüber diskutiert. Was da schiefgelaufen ist kann ich aber nicht sagenDas stimmt aber nicht, denn auch wer in allen gewerteten Kursen und in allen Abiklausuren 15 Punkte hat, der bekommt am Ende "bloß" ein 1,0, weil die Punkte ja über eine Tabelle (z.B. hier die von BaWü (http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur_in_Baden-Württemberg#Abiturnote_und_-schnitt)) wieder in Noten "rückübersetzt" werden und diese Tabellen enden bei der Maximalpunktzahl mit 1,0.
Rechnerisch bessere Schnitte werden zur 1,0 abgewertet, sodass es einen 0,7er Abiturienten schlicht nicht gibt.
Daher bleib ich dabei: Wer mit 1,0 keinen Studienplatz kriegt, der hat was verkehrt gemacht, das Auswahlverfahren nicht verstanden, den Bogen falsch ausgefüllt...
Würde mich auch nicht wundern, wenn sich das Ganze am Ende als urbane Legende rausstellt.... :-nix

prot
28.01.2011, 14:59
Vielleicht kann mir bitte einer erklären, wie das genau mit der Abibestenquote funktioniert, für mich als Österreicher. Ich werde einem Bundesland zugelost? Ist die Abinote also Bundeslandabhängig und spielt in der Abibestenquote die Hochschule, die man angegeben hat, keine Rolle?

Habe ich mit 1.3 beim Abibestenverfahren für Erlangen überhaupt eine Chance? Ich verstehe das irgendwie nicht.

Rettungshase
30.01.2011, 23:45
*muha* Hier ist der 0,7er-Schüler: http://www.stimmt.de/news/webreporter/diesunddas/2011/januar/art2067,14204

prot
30.01.2011, 23:57
*muha* Hier ist der 0,7er-Schüler: http://www.stimmt.de/news/webreporter/diesunddas/2011/januar/art2067,14204

Was ich nicht check,....der ist angeblich der beste Abiturient BW. Geht man mal davon aus, dass der eben einen Abischnitt von 1.0 hat. Heißt das jetzt, dass keiner im gesamten BW ein 1.0er Abi hat? Das ist ja eigentlich nicht zu glauben oder?

Hier ein Artikel über ihn,....mit Bild und Interview

http://www.welt.de/politik/deutschland/article12264984/Warum-ein-Super-Abiturient-nicht-studieren-darf.html

Rico
31.01.2011, 00:02
*muha* Hier ist der 0,7er-Schüler
Sach ich doch: Hat das Auswahlverfahren nicht verstanden...

Wenn die Leute nur einmal dieses blöde Heftchen lesen und verstehen :-notify würden, es bliebe ihnen und der Welt soviel Leid erspart...

Was ich nicht check,....der ist angeblich der beste Abiturient BW. Geht man mal davon aus, dass der eben einen Abischnitt von 1.0 hat. Heißt das jetzt, dass keiner im gesamten BW ein 1.0er Abi hat? Das ist ja eigentlich nicht zu glauben oder? Nee, es haben ja grad soviele ein 1,0-Abi, dass die komplett die 20% besetzen.
Wenn es heißt er sei der beste, dann bezieht sich das auf die 898 Punkte, da wird es wohl keinen mehr geben, der mehr Punkte hatte, aber die 1,0 gibt es "schon" ab 823 Punkten

Ehemaliger User 05022011
31.01.2011, 08:12
Sach ich doch: Hat das Auswahlverfahren nicht verstanden...



klar hat er - es hat ihm nur niemand gesagt, dass die Abibestenquote
eine Losquote ist; ist schon ein starkes Stück, dass so schlecht beraten wird bei hochschulstart, denn er hatte ja - wie dem Artikel zu entnehmen ist mit denen telefoniert

dieser Fall zeigt doch sehr deutlich, wie sehr das Auswahlverfahren das Abitur, für das die Leute schließlich 3 Jahre ackern abwertet und unser Land zum Quizland verkommt, denn der TMS auf den man sich mit einem kleinen Heftchen wie auf "wer wird Millionär" vorbereiten kann hat eine größere Bedeutung als das Abitur

Sebastian1
31.01.2011, 08:34
Entschuldigung, er hat es eben nicht verstanden. Man darf von einem Abiturienten durchaus so viel Eigeninitiative verlangen und diese voraussetzen, dass er sich um sein Studienplatzvergabeverfahren bestmöglich informiert. Das Lesen und Verstehen der dazu gehörenden Broschüre und vielleicht auch mal das betrachten der Quoten, die in einem beliebten Fach wie Medizin in den letzten Jahren bestanden, gehört dazu. Natürlich tragisch für ihn, aber irgendwo auch "tough luck". Das Leben ist kein Ponyhof, und in der Uni oder der Arbeitswelt muss ich mich um viele Dinge eben auch selbst kmmern - vor allem, wenn sie meine ureigensten Interessen betreffen.

Rico
31.01.2011, 10:33
klar hat er - es hat ihm nur niemand gesagt, dass die Abibestenquote eine Losquote ist; Nein, hat er definitiv nicht verstanden.
Er hat nämlich den Unterschied zwischen Studienplatz- und Studienort-Vergabe nicht verstanden. Nur in legtzterem gilt die Punktzahl als nachrangiges Kriterium, das wird aber erst relevant, wenn man zuvor einen Platz gekriegt hat, dort gilt.
Sollten Bewerber mit den vorgenannten Kriterien [Duschschnitt und Wartezeit] nicht zugelassen werden können, entscheiden die nachrangigen Kriterien wie ein abgeleisteter Dienst (Wehr- oder Zivildienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, europäischer Freiwilligendienst) und das Los über die Zulassung.Steht dick und fett bei den Vergaberegeln und der wache Geist hätte (wenn er die Regeln verstanden hätte) gemerkt, dass bereits im Vorjahr in BW der NC bei 1,0 lag mit 0 WS und - da er als frischer Abiturient ja keinen Dienst vozuweisen hat - folglich für ihn das Los greifen würde.
Und in der weiteren Folge hätte er nicht konsequent auf alle Sicherungen der Bewerbung wie das AdH oder eine Bewerbung an einem anderen Ort verzichtet - und das ist sein großer selbstgemachter Fehler, weshalb das hier klassisches selbstverschuldetes Problem ist.

Er hat das Verfahren übrigens immer noch nicht verstanden- obwohl sich schon der Dekan von Heidelberg daran versucht hat es ihm zu erklären, denn er schreibt:
Vodovozov: Das Seltsame am Verfahren von "hochschulstart.de" ist ja, dass erst ausgelost und anschließend nach Punkten gewertet wird. Das heißt eine gewisse Anzahl Einser-Abiturieren darf auch aufgrund der Punktzahl studieren. Das ist insofern absurd, als dass ich punktemäßig der beste Abiturient im Lande bin.Im ersten Satz redet er von Platz- und Ortsvergabe, hat aber offensichtlich nicht verstanden, dass die nachgeschaltet sind, denn der rot markierte Satz müsste korrekt heißen:
"Das heißt eine gewisse Anzahl Einser-Abiturieren darf auch aufgrund der Punktzahl in Heidelberg studieren."
Denn bei keiner anderen Frage als der Frage wo man studieren darf sind die Punkte als nachrangiges Kriterium überhaupt relevant. Sich deshalb bei der Frage ob man einen Studienplatz kriegt auf die Punktzahl zu verlassen oder zu berufen zeugt daher meiner Meinung nach von Nicht-Verstehen.
ist schon ein starkes Stück, dass so schlecht beraten wird bei hochschulstart, denn er hatte ja - wie dem Artikel zu entnehmen ist mit denen telefoniert 1. Weiß doch jedes Kind, was von telefonischen Auskünften zu halten ist - am anderen Ende der leitung sitzen Menschen, Menschen machen Fehler und wenn die nicht schriftlich fixiert sind, dann ist man selber eben der Dumme, sodass man besser nicht auf derartige "Zusagen" baut.
2. Weiß jeder, der schonmal ein Patientengespräch geführt hat, dass das was man sagt und das, was der Patient versteht nicht selten diametral auseinander liegt. Bei den hochschulstart-Telefonaten wird das kaum anders sein. Kann doch heute auch keiner emhr nachvollziehen, worüber die da wie gesprochen haben. Vielleicht hat auch der Abiturient (in der von mir jetzt mal unterstellten Unkenntnis des Unterschieds von Platz- und Ortsvergabe) den Mitarbeiter gefragt, ob er in der Ortsvergabe mit 898 Punkten einen Platz in HD kriegt, was der natürlich bezüglich des Orts bejahen kann, der Abiturient aber als Zusage für den Platz interpretiert.
3. Weiß jeder, der verstanden hat, dass bei dem Verfahren ein begrenztes Kontingent vergeben wird, dass es unter Umständen mehr Bewerber geben kann als Plätze und folglich, dass es auch mehr 1,0-Bewerber geben kann als Plätze und dass daher keine festen Grenzen vorher feststehen, sondern diese sich erst nach Eingang aller Bewerbungen ergeben.
Deshalb muss mir als Anrufer /och auch klar sein, dass die hochschulstart-Mitarbeiter mir allenfalls aus langjähriger Erfahrung abschätzen können, aber keine Garantien für gewisse Konstellationen aussprechen können.
Die Verantwortung für meine Bewerbung bleibt immer bei mir, daher exkulpiert kein Gespräch mit irgendwem von der maximal nötigen Sorgfalt bei der Bewerbung. :-meinung

Vodovozov: Nie habe ich mich auch nur ansatzweise ernst genommen oder informiert gefühlt. [...] Hätte ich gewusst, dass es so verzwickt ist, hätte ich noch den Medizinertest nachgeschoben...

Welt Online: …der ja eigentlich für diejenigen gedacht ist, die es aufgrund ihres Abischnitts nicht schaffen würden.

Vodovozov: Richtig. Genau deshalb habe ich auch von Beginn an darauf verzichtet.Ein Blick (http://www.hochschulstart.de/index.php?id=311) auf die Seite von hochschulstart.de hätte ihm gezeigt, dass schon zum WS09/10 eine 1,0 in der Abibestenquote kein Garant zur Zulassung war und folglich auch 1,0er ins AdH mussten.
Deshalb ist es grob fahrlässig von ihm gewesen auf das AdH zu pfeifen und auch letztlich v.a. ihm selbst anzulasten!

Ehemaliger User 05022011
31.01.2011, 15:34
grob fahrlässig von ihm gewesen auf das AdH zu pfeifen und auch letztlich v.a. ihm selbst anzulasten!
o.k. mit vielem hast du ja Recht Rico, aber wo steht denn, dass er auf das AdH gepfiffen hat - er hat sich da beworben, nur hatte er da mit 1,0 und ohne TMS keine Chance und das meinte ich ja auch, mit dem, dass es schon pervers ist, dass heute ein in drei Jahren absolviertes Abi im Vergleich zu einem Test, von dem alle sagen, dass es sich gezielt darauf vorzubereiten läßt, so wenig wert ist

er hat sich nur nicht an einem anderen Ort beworben und das hat er ja nachvollziehbar erklärt warum nicht

Rico
31.01.2011, 20:31
aber wo steht denn, dass er auf das AdH gepfiffen hat - er hat sich da beworben, nur hatte er da mit 1,0 und ohne TMS keine Chance Eben, er hat nichts getan um im AdH gut dazustehen.
Er sagt ja selber in dem Welt Interview, dass er auf den TMS verzichtet hat, weil er gedacht hat, seine Note reiche aus.
Und diese Annahme entbehrt jeder Grundlage und wurde ihm ja auch zum Verhängnis, denn bereits in den WS 07/08 und 09/10 hatte 1,0 eben nicht sicher gereicht und da die Punkte da nicht zusätzlich zählen ist er halt nicht der 898-Punkte-Abiturient, sondern letzten Endes "bloß" einer von ca. 700 Baden-Württemberger 1,0-Abiturienten.
Diese Konkurrenz hat er nicht wahrgenommen und nichts getan um auch unter denen vorne mit dabei zu sein.

und das meinte ich ja auch, mit dem, dass es schon pervers ist, dass heute ein in drei Jahren absolviertes Abi im Vergleich zu einem Test, von dem alle sagen, dass es sich gezielt darauf vorzubereiten läßt, so wenig wert istNaja, das kann man jetzt auch von der anderen Seite sehen:
59,86 Punkte im Heidelberger AdH hätte man zur Zulassung gebraucht, davon konnte man 51 mit den Abipunkten einfahren, der Vadim hat 50,89 davon erreicht, er hätte also noch lausige 9 Punkte durch den TMS oder durch Bonuspunktetaugliches wie Schülerwettbewerbe u.ä. gebraucht.
Von daher finde ich die Aussage, das Abi sei vergleichen mit dem TMS "wenig wert" nicht korrekt, denn man kann fast 85% der erforderlichen Punkte durch das Abi einfahren.
Und dass im AdH nicht nur die nackte Note zählt ist ja gerade der Sinn des AdH...

er hat sich nur nicht an einem anderen Ort beworben und das hat er ja nachvollziehbar erklärt warum nichtWie prekär seine finanzielle Lage ist, das kann man natürlich schlecht beurteilen, aber irgendwie kann ich mir schon vorstellen, dass es mit ein bisschen gutem Willen und dem Zugriff auf die diversen Stipendienprogramme, die sich einem bieten wenn man landesbester Abiturient ist, sich eine Möglichkeit gefunden hätte.
Wer sich ortstechnisch so festlegt (aus welchen Gründen auch immer), der muss halt mit Nachteilen leben.
Außerdem hätte es noch Mannheim/Heidelberg gegeben, da hätten ihm nichtmal 4 Punkte gefehlt...
Er hätte Städte wie Aachen, Köln, Marburg, etc. angeben können und hätte hier auch ohne TMS einen Platz gekriegt, den er ja hätte veruschen können zu tauschen.

Er hätte wirklich massig Möglichkeiten gehabt an den Studienplatz zu kommen, die er alle nicht genutzt hat, deshalb sollte er sich jetzt nicht allzu laut beschweren, denn auch wenn er meint, er hätte da jetzt die große Ungerechtigkeit des Systems entdeckt, so ist es irgendwie auch ziemlich peinlich, wenn man sieht wie sorglos er sich da (und noch völlig zu unrecht dazu) auf seiner Note ausgeruht hat und wie wenig Aufwand es bedurft hätte in der Konstellation doch an Platz und ggf. Ort zu kommen. :-meinung

Miniwini
30.04.2011, 12:07
Okay back to Topic... ;)

Also es würde nichts helfen, wenn ich eine Ausbildung vor dem Studium mach, nur um einen besseren Nebenjob neben der Uni zu haben, weil ich das Studium selber finanzieren muss?

medizininteressiert
30.04.2011, 13:28
Eine Ausbildung wird dir, unabhängig vom Nutzen während des Studiums, immer weiterhelfen. Schließlich bist du dann älter, hast schon mal gearbeitet und weißt wie es im Berufsleben aussehen kann. Ob du jetzt Informatiker machst, Krankenpflege oder Sanitäter. Damit bist du qualifiziert und kannst dir während des Studiums einen Nebenjob suchen. Sei es als Informatiker im Freelancerbereich oder für eine Werbeargentur zu arbeiten. Die Pflege im Krankenhaus und den Sanitäter im Krankenwagen zu betreiben. Möglich ist das durchaus und daher ist eine Ausbildung sicherlich auch nicht verkehrt. :-top

tehs89
30.04.2011, 13:57
ich würde dir empfehlen: mach dein krankenpflegepraktikum (wenns möglich is würd ich das an deiner stelle im ausland machen) und fang dann an zu studieren. ich mache gerade eine ausbildung, sie macht mir auch spass, aber glaub mir 3 jahre sind eine sehr lange zeit in der du dir in den des öfteren auftretenden tiefphasen einreden musst, dass es gut wegem finanziellen aspekt ist. es ist wirklich so: du bekommst auch als student nen job im khs oder sonst wo, also fang an zu studieren