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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kosten für Vorstellungsgespräch erstattet?



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airmaria
06.02.2011, 15:22
es ist doch recht simpel: warum soll man auf eine gesetzlich klar geregelte leistung verzichten, nur weil zwischenzeitlich angebot und nachgfrage ein überdevotes verhalten ärztlicher bewerber begünstigt hatten?
airmaria

Espressa
06.02.2011, 16:20
Ich dachte du wärst der erste neue Affe gewesen :-).

Was hier immer wieder falsch interpretiert wird, ist der Umstand, dass die Menschen, die sich ihre Bewerbung nicht bezahlen lassen, sich einfach komplett im Job verarschen lassen, 10 Überstunden (unbezahlt) pro Woche ableisten, auf jegliche Boni verzichten, keine Ausbildung erhalten wollen und ihr kaputtes Auto in der Garantie selber zahlen. Das stimmt so überhaupt nicht...aber ich möchte mich einfach nicht wiederholen.

gruesse, die niere

Danke Niere.
Das meinte ich auch. Manchmal ist es auch ok, nicht alles in Rechnung zu stellen worauf man irgendwie Anspruch hat.

Man bedenke ja auch, dass Kliniken die sehr um Bewerber kämpfen müssen, oft aus irgendeinem Grund einen Bewerbermangel haben - schlechte Arbeitsbedingungen zum Beispiel. Dann relativiert sich die bezahlte Anfahrt zum Vorstellungsgespräch auch.

Sich irgendwo auf eigene Kosten (initiativ) vorzustellen, wo man letztlich vielleicht besser aufgehoben ist, ist manchmal die Unkosten auch wert.

Evil
09.02.2011, 11:50
Siehst Du Dein Spiegelbild in jedem Opponenten oder nur in mir?
Wie wär's, wenn Du Deine eigenen Ratschläge berherzigst? ;-)

@ Mary: ich verzichte dann auf eine Leistung, wenn sie mir persönlich nicht angemessen erscheint; wenn ich sie trotzdem in Anspruch nähme, wäre ich doch nach meinen eigenen Maßstäben inkonsequent.

Auch wenn Johnny sich davon trotzdem angegriffen fühlt (war da was mit Ego?), beziehe ich das aber nur auf mich, jeder andere muß das für sich selber entscheiden.
Umgekehrt mir aber auch meine eigene Entscheidung zugestehen und nicht gleich von Anbiederei und devotem Verhalten daherschwafeln.

DrSkywalker
09.02.2011, 11:57
Und ich war schon traurig, weil ich dachte der thread ist am Ende...danke für die Reanimation Evil, habe hier immer gerne gelesen! :-love

Evil
09.02.2011, 12:20
Gern geschehen :-))

Wenn der Unterhaltungsfaktor für Euch zu gering wird, sagt Bescheid, dann machen wir per PN weiter :-D

airmaria
09.02.2011, 20:38
o.k., dann machen wir mal nen mittelschweren rundumschlag:

diese "kleine" bewerbungserstattungsgeschichte hier ist doch nur einer der vielen kleinen nebenschauplätze eines kranken systems. in solchen diskussionen fallen schnell gegensinnige argumente, wie stil, ethos, altruismus, gier usw.
auf der anderen seite ist gleiches vorgehen in einem industriellen betrieb jedoch vollumfänglich akzeptiert, das wundert dann schon... denn wo liegt der unterschied?
richtig, es gibt kaum eine andere berufsschicht mit ähnlich langem und qualifizierten ausbildungsgang, welche sich als berufsanfänger bis zur mittleren führunsgebene dermassen die butter vom brot nehmen lässt, wie die ärzteschaft. das hat tradition, da wird man auch reinerzogen, das muss quasi so sein...

worin unterscheidet sich jetzt aber ein heutiges krankenhaus von einer üblichen industriellen schmiede, oder einem normalen dienstleistungsbetrieb?
die chefs bedienen sich doch gleicher parolen: der kunde - in diesem fall patient gennant - ist könig! sie leben es vor, ackern rund um die uhr.... alles für die patienten.
o.k., es gibt hier und da völlig unbedeutende randerscheinungen, da wird z.b. das geballte wissen gepaart mit jahrzehntelanger routine konzentriert auf den einfachen standardfall, wo gleichzeitig eine komplexe epikrise dem jungen anfängerkollegen zu entgleiten droht... der aufmerksame leser wird es erkannt haben, wir reden hier von unterschiedlichen versicherungsklassen.

wo bleiben da aufopferung, ethos und wasweissich? der chef wird sich doch nicht aus niederen pekunären gründen herablassen, triviale medizinische leistungen zu erbringen, wo er gleich nebenan möglicherweise wesentlich interessantere und anspruchsvollere aufgaben angehen könnte...
an dieser stelle wird gerne das argument hochgehalten, dass eben die privat versicherten das geld für das haus einbringen und ohne diese die behandlung der anderen (niederen?, unterklassigen?) nicht möglich wäre.
schande denen, die jetzt noch eine verbindung zur liquidationsbeteiligung entsprechender führungsschichten herstellen wollen!

hier in meiner gegend wird es gerne so ausgedrückt: der privatversicherte (geldesel, anmerkung des verfassers) zahlt mehr für seine versicherung und darf dann auch die entsprechend besseren leistungen beanspruchen. das hört sich doch wunderbar nach reiner dienstleistung an, was uns wieder zur ausgangsfrage führt: was ist der unterschied zum gewöhnlichen dienstleistungsbetrieb?

richtig, der patient heisst nicht KÖNIG, sondern der chef stellt sich und insbesondere sein team - völlig uneigennützig, is klar - in den dienst des PATIENTEN, dem wohle seiner gesundheit, koste es, was es wolle!
selbstverständlich darf man sich bei so hehren zielen nicht mit irgendwelchen kleinigkeiten aufhalten, wie gesetze zum schutze der mitarbeiter, arbeitszeitregelungen odar gar abwegigen peanuts, wie aufwandsentschädigungen für bewerbungen...

erst wenn man sich diesem system völlig angepasst hat, wird man endlich einsehen können, dass die regelmässige behandlung von wohlstandserkrankungen wesentlich bedeutender und wichtiger ist, als das wohl der gesunden mitarbeiter... denn die kann man austauschen, wenn sie daran zerbrechen sollten.

solange enstprechende verwaltungs- und chefebenen in krankenhäusern nicht konsequent für die missachtung der fürsorgepflicht den eigenen mitarbeitern gegenüber empfindlich gemassregelt werden, wird es weiterhin unsinnige kontroverse diskussionen um selbstverständlichkeiten geben, wie etwa aufwandsentschädigungen für tatsächlich erbrachte leistungen... für ein krankes system.
airmaria

Kackbratze
09.02.2011, 22:30
Jahrzehntelange Prügel zeigt irgendwann Wirkung.
Und diejenigen, die sich für einen Appel&Ei in den gleichen Kliniken beschäftigen lassen, in denen sich "Rent-a-Docs" gleichzeitig einen goldenen Hosenträger bei gleicher Qualifikation verdienen, sind doppelt gestraft.

John Silver
09.02.2011, 23:15
Wie wär's, wenn Du Deine eigenen Ratschläge berherzigst? ;-)

Mach ich doch glatt. Ich zitiere Deinen ersten Beitrag zu dieser Diskussion:


Logisch ist die Einstellung von Niere in dieser Hinsicht tatsächlich nicht.
Kann sie auch nicht sein, sowas nennt sich Stil... oder auch Ethos.

Bedeutet im Klartext: Niere zeigt Stil und Ethos, und diejenigen, die seine Position nicht teilen und seine Argumentation für unlogisch halten, denken logisch, aber stillos und unethisch. Erzähl mir nochmal, das sei anders gemeint.


Ich lasse mir auch nicht jeden Pups vom Arbeitgeber bezahlen, das bedeutet aber noch lange nicht, daß damit alle folgenden Ärztegenerationen zur Sklavenarbeit verdammt sind.
Man kann es mit Gier auch übertreiben, aber das muß jeder selber wissen.

Bedeutet im Klartext: Wenn man nicht auf jeder Zahlung besteht, die einem im Prinzip zusteht, so bedeutet es nicht, dass man sich automatisch in jeder Hinsicht unterbuttern lässt, und man konterkariert auch nicht den Kampf der Kollegen um bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Akzeptiert und unbestritten, schön und gut, nur dummerweise mit dieser letzten Anmerkung versehen, die wiederum im Klartext heißt: die Forderung nach der Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten bei einer Bewerbung ist grundsätzlich gierig und übertrieben, aber es soll jeder für sich selbst entscheiden, ob man es mit der Gier übertreiben will oder nicht. Das war doch auch gaaanz bestimmt gaaanz anders gemeint, und ich interpretiere schon wieder nur Blödsinn hinein, wa?

EDIT eines unqualifizierten Kommentares (Die Niere, Mod)
***************** ***** * ********* * *** ***** ***** *** ******* ***** ****** ***** **** ****** **** **

Die Niere
10.02.2011, 00:35
So...und nun bitte ich alle Beteiligten wieder um eine etwas weniger persönlich angreifende Diskussion und rate eindinglich dazu, persönliche Anfeindungen (dies geht an John Silver!) zu unterlassen. Alles weitere gerne per PN!

gruesse, die niere

Diesen Beitrag habe ich in meiner Funktion als Moderator geschrieben und gibt durchaus auch meine persönliche Meinung wieder

DrSkywalker
10.02.2011, 07:58
Nicht die besten Stellen löschen Niere!:-wow Und erst recht nicht, weil du Teil der Diskussion bist und das Zensur-Opfer gegen deinen Standpunkt argumentiert. Die Löschung könntest du doch in diesem Fall einem Mod-Kollegen überlassen, so hat das ein gewisses Geschmäckle....

Die Niere
10.02.2011, 08:22
Erstens galt der unqualifizierte Kommentar nicht mir, zweitens war der unqualifizierte Kommentar nicht Teil einer Diskussion, sondern einer Beschimpfung und persönlichen Beleidigung, drittens gibt es in dem Fall keinen Grund Teile des Beitrages nicht zu löschen, viertens hat dieses nichts mit Zensur zu tun und fünftens bitte ich darum, zurück auf die Diskussion zu kommen und die persönliche Ebene zu verlassen, wie ich bereits oben geschrieben habe.

Vielen Dank!

die niere, mod

Flemingulus
10.02.2011, 08:39
Mal die Lust an der Balgerei beiseite gelassen... ich wunder mich, warum dieses Thema so viel Stoff für Emotionen hergibt. Ist doch jedermanns Sache, ob er nun in der Interaktion mit einem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber mehr oder weniger geschäftstüchtig (ersetze je nach Standpunkt durch: korrekt, dösbaddelig, gierig, naiv, blauäugig usw.) agiert. :-nix Oder gehts den Vertretern einer "härteren" Position gegenüber dem Arbeitgeber darum, dass Ihr Angst habt, durch "Weicheier" würden quasi die Preise verdorben? Scheint mir bei der derzeitigen Stellensituation im großen und ganzen eine unbegründete Furcht zu sein.



Nicht die besten Stellen löschen Niere!:-wow Und erst recht nicht, weil du Teil der Diskussion bist und das Zensur-Opfer gegen deinen Standpunkt argumentiert. Die Löschung könntest du doch in diesem Fall einem Mod-Kollegen überlassen, so hat das ein gewisses Geschmäckle....

Diese Interpretation Deinerseits offenbart gewisse Schwächen im dialektischen Denken (oder Lust an der Provokation :-love). Viel plausibler ist doch in dem Fall, dass die Niere gerade Johnny den Forums-Allerwertesten gerettet hat, was ich sehr gut finde, weil der Achsounsensible ja nicht nur für verbissene Diskussionen steht (was nicht als invektiver Anwurf verstanden soll sein) sondern in Fachsimpeleien auch eine beträchtliche Fachkompetenz einbringt.

MissGarfield83
10.02.2011, 08:53
Mal die Lust an der Balgerei beiseite gelassen... ich wunder mich, warum dieses Thema so viel Stoff für Emotionen hergibt. Ist doch jedermanns Sache, ob er nun in der Interaktion mit einem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber mehr oder weniger geschäftstüchtig (ersetze je nach Standpunkt durch: korrekt, dösbaddelig, gierig, naiv, blauäugig usw.) agiert. :-nix Oder gehts den Vertretern einer "härteren" Position gegenüber dem Arbeitgeber darum, dass Ihr Angst habt, durch "Weicheier" würden quasi die Preise verdorben? Scheint mir bei der derzeitigen Stellensituation im großen und ganzen eine unbegründete Furcht zu sein.

Wie du vielleicht schon gelesen hast vertrete ich durchaus eine härter Gangart gegenüber potentiellen Arbeitgebern - ich finde wenn sich viele diesen Unverschämtheiten fügen die leider noch viel zu oft Gang und Gäbe sind wird sich nichts an unserer Arbeitssituation ändern. Ärzte werden von Verwaltungen gegängelt und nach Strich und Faden verarscht um es auf gut Deutsch zu sagen, Chefärzte und deren Führungspersonal nehmen ihre Verantwortungen in der Lehre nicht wahr - da bleibt momentan nur eines : Mit den Füßen abzustimmen. Leider hat diese Art der Konfliktbewältigung einen ziemlichen Nachteil - sie verschärft die Arbeitssituation für die Zurückgebliebenen und setzt kein wirklich deutliches Signal, welches Chefs lange herunterspielen können ... irgendwelche Dummen werden sie immer finden. Ich bin der Meinung nur gemeinsam können wir was erreichen, wenn wir geschlossen und konsequent unsere Rechte, eine gute Ausbildung und den uns zustehenden Respekt einfordern - und das geht nicht wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht - denn falsch verstandene Vorstellungen von Stil und Moral bringen uns hier nicht weiter. Die Arbeitgeber kämpfen mit harten Bandagen - sollen wir da noch die andere Wange hinhalten und uns nach Strich und Faden unterbuttern lassen ?

Die Diskussion hier berührt ja nur einen Teilaspekt des Verhaltens von Arbeitgebern in unserem beruflichen Feld - den des Respektes. Ich frage mich was so falsch daran ist Respekt einzufordern ( auch wenn der pekunäre Aspekt uns sogar rechtlich zusteht ) ?

Evil
10.02.2011, 09:12
Das wird langam echt anstrengend... ok, letzter Versuch:

Bedeutet im Klartext: Niere zeigt Stil und Ethos, und diejenigen, die seine Position nicht teilen und seine Argumentation für unlogisch halten, denken logisch, aber stillos und unethisch.
Du willst es nicht verstehen, oder?
Nein, es bedeutet schlicht und ergreifend, daß das sein Stil, bzw. Ethos ist und daß es relativ sinnlos ist, darüber zu diskutieren, weil Stil und Ethos hauptsächlich von Geschmack und Vorlieben abhängen und wenig von logischen Betrachtungsweisen.
Deswegen halte ich nach meinem Geschmack dieses Detail, nämlich die Reise- und Unterkunftskostenerstattung für mich nicht angemessen; meine schon erwähnte Vorstellungsrunde vor ein paar Jahren hatte ich gleich mit ein paar coolen Bergtouren verbunden, und da wäre das einfach unpassend gewesen.



Bedeutet im Klartext: Wenn man nicht auf jeder Zahlung besteht, die einem im Prinzip zusteht, so bedeutet es nicht, dass man sich automatisch in jeder Hinsicht unterbuttern lässt, und man konterkariert auch nicht den Kampf der Kollegen um bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Akzeptiert und unbestritten, schön und gut, nur dummerweise mit dieser letzten Anmerkung versehen, die wiederum im Klartext heißt: die Forderung nach der Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten bei einer Bewerbung ist grundsätzlich gierig und übertrieben, aber es soll jeder für sich selbst entscheiden, ob man es mit der Gier über,treiben will oder nicht. Das war doch auch gaaanz bestimmt gaaanz anders gemeint, und ich interpretiere schon wieder nur Blödsinn hinein, wa?
Solche kleinen polemischen Spitzen baue ich immer mal wieder dann ein, wenn der Tonfall an sich vorher schon etwas schärfer war. Ich meine nämlich, daß jeder, der andere verbal etwas "rauer" behandelt, umgekehrt auch selber was einstecken muß, und da nehme ich mich selber nicht aus (deswegen diskutier ich auch gern mit Mary, weil wir beiden sehr, nun ja, "ehrlich" miteinander kommunizieren können ;-)).

In diesem speziellen Fall war es aber so, daß jetzt Du herkommst, in erster Linie die kleine Bissigkeit siehst und Dich gleich angegriffen fühlst. Somit eskaliert die Diskussion, was zugegebenermaßen nicht wünschenswert ist.
Aber all das, was Du mir in Deinen vorherigen Beiträgen vorwirfst, machst Du nicht anders; was genau kritisierst Du dann eigentlich an meinem Diskussionsstil?



Und nun zu Mary :-)):
Daß das System krank ist, habe ich nie bestritten; im Gegensatz zu Dir werd ich das demnächst noch viel unmittelbarer merken, weil ich mich dann nicht mehr mit den Klinikverwaltungen herumschlagen darf, sondern mit den Kassen, KVen und Ärztekammer-Bonzen.
Und das Gesülze von den hehren Zielen und der uneigennützigen Aufopferung für P-Patienten geht mir auch mächtig auf den Keks, verglichen damit ist eine Aufwandsentschädigung für Bewerbungskosten (in Sebs Rechnung sowas um 70 Euronen) aber tatsächlich Peanuts. Man kann natürlich hergehen und alles und jeden aufrechnen, um damit dann konsequent Verwaltungen zu piesacken, das ist aber meines Erachtens den Aufwand nicht wert, weil es bei Peanuts nix bringt. Kleinvieh gibt zwar auch Mist, aber soviel isses trotzdem nicht. Das schmeckt dann für mich (Achtung, Polemik :-)))) ein bissl schwäbisch.

Bei größeren Posten und auch bei der Einhaltung von Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetzen sieht das anders aus, weil das erstens größere Posten sind (und damit wirklich spürbar) und zweitens ein unmittelbarer Benefit für den Arbeitnehmer, nämlich mich und meine Kollegen, herausspringt. Deswegen habe ich mich für sowas auch schonmal ziemlich mit einer Verwaltung angelegt, glücklicherweise sogar erfolgreich.

Es gibt aber sogar Kliniken und -verwaltungen, die ziemlich umgänglich sind und uns anstandslos das zukommen lassen, was uns rechtlich zusteht (an dieser Stelle füge ich wieder Werbung für mein noch aktuelles Haus ein, bei Interese PN an mich ;-)). So sollte es idealerweise sein und deshalb gilt es, ebensolche Kliniken zu unterstützen, damit die anderen umdenken.

stennadolny
10.02.2011, 19:14
Deswegen halte ich nach meinem Geschmack dieses Detail, nämlich die Reise- und Unterkunftskostenerstattung für mich nicht angemessen; meine schon erwähnte Vorstellungsrunde vor ein paar Jahren hatte ich gleich mit ein paar coolen Bergtouren verbunden, und da wäre das einfach unpassend gewesen.
Wieso wäre das unangemessen gewesen ? Wenn ich das richtig verstehe, junktimierst Du den Verkauf (oder das Anpreisen bzw. Feilbieten) Deiner Arbeitskraft über eine mehr als kühne Volte mit Freizeitaktivitäten, die mit dem Verkauf dieser Arbeitskraft nichts zu tun haben. Wäre so, als ob ein Autohändler dem Kunden bei jeder Kleinigkeit nachgibt, weil der Kunde in einer von ihm gerne bewanderten Landschaft wohnt.


Man kann natürlich hergehen und alles und jeden aufrechnen, um damit dann konsequent Verwaltungen zu piesacken, das ist aber meines Erachtens den Aufwand nicht wert, weil es bei Peanuts nix bringt. Kleinvieh gibt zwar auch Mist, aber soviel isses trotzdem nicht. Das schmeckt dann für mich (Achtung, Polemik )) ein bissl schwäbisch.
Trotz smiley Vulgärdiskriminierung.
Wenn man Verwaltungen mit Geschäftsbedingungen "piesackt", die einem gesetzlich zustehen, dann "piesackt" Dich auch ein Patient mit Brustschmerzen, weil die (für Dich) "Peanuts" an Abklärungstrara meist nichts bringen außer lästigen Aufwand. Es ist zwar Dein Job, aber es nervt Dich, für Deinen Lohn auch nur einen Finger zu krümmen.

Verwaltungen sind dazu da, Geldflüsse abzuwickeln und sich im Geschäftsverkehr mehr oder weniger elegant zu bewegen. Wenn Du den psychopolitisch perfiden Standpunkt vertrittst, daß Verwaltungen "gepiesackt" werden, soferne sie schlicht ihren Job zu machen haben, redest Du der Ausbeutung durch Arbeitgeber (= Verwaltungen) das Wort.

Übrigens ist eine Gewisse Sthenie Verwaltungen gegenüber beim Durchsetzen der eigenen Rechte Zeichen eines gereiften und einigermaßen erwachsenen Menschen.

Was sind nebenbei für Dich "Peanuts", die "nichts" bringen ? Wo ist die Grenze für Dich ? Ab 1000€ Bewerbungskosten ?


Es gibt aber sogar Kliniken und -verwaltungen, die ziemlich umgänglich sind und uns anstandslos das zukommen lassen, was uns rechtlich zusteht (an dieser Stelle füge ich wieder Werbung für mein noch aktuelles Haus ein, bei Interese PN an mich ). So sollte es idealerweise sein und deshalb gilt es, ebensolche Kliniken zu unterstützen, damit die anderen umdenken.

Warum diese Geheimniskrämerei ? Unterstützen heißt auch: Öffentlich machen.

Gerade in Bayern wäre eine solchen Klinik, so es sie gäbe, Pilgerstätte für viele Ärzte. Mir ist aber keine einzige Klinikpilgerstätte bekannt- außer vielleicht Agatharied (Miesbach, Oberbayern) für lokal sehr gebundene Kollegen.


Die Arbeitgeber kämpfen mit harten Bandagen - sollen wir da noch die andere Wange hinhalten und uns nach Strich und Faden unterbuttern lassen ?

So ist es.

Allerdings hat man bei den Jasagern und Hierbleibern in Deutschland nicht selten den Eindruck, daß es sich um Menschen handeln könnte, die selbst in einem Gebäudereinigungsjob ihre Putzmittel noch selber kaufen würden.......

Ein gewisser Bodensatz an Naivität gepaart mit Rückgratlosigkeit hat sich bereits seit Jahren herausgemendelt- und von diesem (noch) realen Alptraum zehren viele Kliniken bis auf Weiteres.

John Silver
10.02.2011, 23:41
Nicht die besten Stellen löschen Niere!:-wow Und erst recht nicht, weil du Teil der Diskussion bist und das Zensur-Opfer gegen deinen Standpunkt argumentiert. Die Löschung könntest du doch in diesem Fall einem Mod-Kollegen überlassen, so hat das ein gewisses Geschmäckle....

Ach jo, Niere ist Mod, und das ist seine Arbeit. Ein "Gschmäckle" stelle ich dabei nicht fest. Ich habe das gesagt, was ich sagen wollte und was ich noch immer meine, und er hat das getan, was seiner Meinung nach zu tun war.

Argumentation wie "das ist meine Meinung, und jeder soll verfahren wie er oder sie will, aber wer anders als ich denkt, ist gierig/riecht schlecht/ist ein Arsxxloch/bla" ist aus meiner Sicht nicht mehr erörterungswürdig, in Ermangelung jeglicher Einsichtsfähigkeit seitens der derart argumentierenden Personen. Ich dachte nur mal, ich versuch's spaßeshalber, doch das Resultat war leider genau das Erwartete. Mir doch egal, mein Leben ist schön :-D