Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Statistische Arbeit - in 6 Monaten realistisch?



Seiten : 1 2 3 [4]

emergency doc
10.02.2011, 00:03
Ich glaube es ging nicht darum, daß man sie in weniger Zeit (im Sinne von Zeitdauer) schreiben muss, sondarn darum, daß man generell viel weniger Zeit (im Sinne von Zeitauslastung innerhalb eines 24h-Zeitraumes) hat, sie zu schreiben.

emergency doc
19.02.2011, 22:58
Irgendwelche Hallodris, die aus anderer Leute Arbeiten ihr Selbstwertgefühl ableiten, brauchen die Arbeit auch nicht zu lesen.

Wohin sowas führt sieht man im Moment ja an der Arbeit unseres Verteidigungsministers. Wäre er nicht eben jener sondern einfach ein beliebiger Jurist, würden sich sicher keine Blogs und Foren zusammentun und seine Arbeit öffentlich sezieren. Sowas ist IMHO einfach unwürdig.

Kackbratze
19.02.2011, 23:24
Wohin sowas führt sieht man im Moment ja an der Arbeit unseres Verteidigungsministers. Wäre er nicht eben jener sondern einfach ein beliebiger Jurist, würden sich sicher keine Blogs und Foren zusammentun und seine Arbeit öffentlich sezieren. Sowas ist IMHO einfach unwürdig.

Jede Dissertation wird öffentlich ausgelegt und kann von Jedem gelesen werden.
Auch nach Abgabe, d.h. in der jeweiligen Unibibliothek.
Sofern reelles Interesse besteht, ist demnach jede Arbeit einsehbar.

Den Fall Guttenberg ausgeklammert, zur Zeit wird die Arbeit von Leuten zerpflückt, die keine Ahnung haben. Da wird jetzt jedes falsche Komma als "Plagiat" verkauft. Die Ochlokratie lässt grüssen.
Nachgewiesen sind mind. 3 offensichtliche Plagiate, aber das, was gerade in dem GuttenPlag-Blog/Wiki passiert, ist irgendwie nicht nachvollziehbar.

Was soll das werden? Eine öffentliche Hexenjagd?
In dem Blog wird erstmal alles, was gemeldet wird, als Plagiat gewertet und von der Presse entsprechend ausgebeutet. Was am Ende tatsächlich rumkommt, ist immernoch offen.

emergency doc
19.02.2011, 23:33
Jede Dissertation wird öffentlich ausgelegt und kann von Jedem gelesen werden.

Schon, aber eine freie Online-Verfügbarkeit führt einfach dazu, daß jeder unkritisch und anonym zugreifen kann. Ein guttenplag.wiki hätte es in dieser Form sicher nicht gegeben, wenn sich jeder die Arbeit hätte in einer Bibliothek ausleihen müssen.
Ganz abgesehen von der Frage, ob er ein Plagiat begangen hat oder nicht ist die Art und Weise der öffentlichen Sezierung von anonym her unwürdig und hätte ohne Online-Verfügbarkeit so nicht stattgefunden.
:-meinung

Kackbratze
20.02.2011, 08:58
Guttenbergs Arbeit war auch nur über Fernleihe von der Uni aus verfügber. Erst wurde sie von den Journalisten angefordert, jetzt wird sie in Auszügen innerhalb des Mobs verteilt. Zumindest in dem SpOn-Artikel stand es so.

DrSkywalker
20.02.2011, 21:27
Wo ist denn eigentlich der Guttenberg-Thread? Der fehlt hier noch, oder?

Kackbratze
20.02.2011, 23:04
Solange es keine abschließende Beweisführung gab, gilt die Unschludsvermutung.

Das, was da an Hexenjagd gerade produziert wird, ist eher peinlich für alle Beteiligten.

Guttenberg, weil er (nach aktuellem Kenntnisstand) beschixxen hat und dazu noch Strukturen des Bundestages genutzt hat (scheinbar).
Die Regierung insgesamt, weil sie das deckt.
Diejenigen, die das Ganze versuchen per Blog "aufzudecken", da sie bisher nur heisse Luft und Pressemitteilungen zweifelhafter Konsistenz hervorgerufen haben.

Die Einzigen mit weisser Weste sind:
1. Die initial aufdeckenden Reporter
2. Die Uni Bayreuth, die sich an die Standards hält und erstmal 14 Tage dem Beschuldigten Zeit lässt, sich zu äußern.

Bis zur Aufklärung ist das eine weitere berliner Presseposse, die die Opposition weidlich ausnutzen will und wird.
Als ob es in Deutschland keine wichtigereren Probleme gibt.
Lieber jemanden Demontieren wollen, als reale Probleme lösen oder Lösungsansätze bieten.

Relaxometrie
26.02.2011, 11:07
Klare Worte (http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/guttenberg-plagiat-doktorarbeit-ID1298650729897.xml?_requestid=226972) eines Jura-Professors aus Bayreuth.

Relaxometrie
27.02.2011, 11:52
Uuups, ich habe jetzt erst festgestellt, daß Herr von und zu Guttenberg das zweite juristische Staatsexamen gar nicht abgelegt hat. Ich wusste gar nicht, daß man mit dem ersten juristischen Examen promovieren darf.
Der Mann ist echt ein hochstaplerischer Lackaffe. Und solange Merkel ihn noch in Schutz nimmt, hat sie bei mir auch verschi§§en.

Kackbratze
27.02.2011, 15:59
Jetzt erst?
Was die Leistungen des Herrn Guttenberg anbetrifft, die Bundeswehrreform in allen Ehren, aber als Politiker muss man auch eine gewisse Vorbildfunktion erfüllen und wenn man diese nicht erfüllt hat man IMHO die Fähigkeit zur Repräsentanz des Volkes verloren.

Und indem die Bundesregierung so ein Verhalten deckt verliert sie endgültig ihren Rückhalt in der Bevölkerung (trotz geschönter BLÖD-Umfragen).

Das finale Problem ist nur, dass es keine reelle politische Alternative gibt. Die Filzläuse in Bundes- und Landtagen sind nurnoch mit Abscheu zu ertragen. Filz, Ränkespiele und Lobbyismus ruinieren den politischen Ruf und irgendwann wird sich das rächen.

Relaxometrie
01.03.2011, 10:14
aber als Politiker muss man auch eine gewisse Vorbildfunktion erfüllen und wenn man diese nicht erfüllt hat man IMHO die Fähigkeit zur Repräsentanz des Volkes verloren
So isses. Als verlogenes und betrügendes Objekt ist man als hochrangiger Politiker weder tragbar, noch glaubwürdig.
Oder gerade DOCH glaubwürdig, weil bei den Politikern, bei denen man alles für echt und ehrlich hält, der Filz nur noch nicht zum Vorschein getreten ist?


Das finale Problem ist nur, dass es keine reelle politische Alternative gibt.
Das ist wahrscheinlich richtig. Das Problem mit einem neuen Minister / einer neuer Ministerin ist, daß sich da erst noch rausstellen muß, wo die Filzlaus sitzt.

Trotzdem finde ich es gut, daß Herr von und zu Guttenberg zurücktreten will. Er scheint wohl in wenigen Minuten eine Erklärung abzugeben. Schauder.........der Arme......da wird er uns nochmal berichten, daß er den Doppel-Dreifach-Vierfachbelastungen des adeligen Lebens wohl nicht gewachsen war und heischt mit pseudodemütigen Worten nach Anerkennung :-kotz

Delta Operator
05.03.2011, 07:23
Statistische Arbeit lohnt sich...hatte letzte Woche Verteidigung und aus ner rein statistischen Arbeit Magna Cum Laude rausgeholt...Strike!

Kackbratze
05.03.2011, 09:23
Wenn Du schon fertig bist, warum dann noch drucken lassen?

FrauHolle
20.06.2011, 16:21
ich wollte kein neues thema aufmachen, habe aber mal ne frage zu noch nem krasseren beispiel.
ich selbst mache seit anfang des semesters eine experimentelle laborarbeit die auf ca 1,5 jahre angesetzt ist was auch laut altdoktoranden echt realistisch ist.
gestern hat mir dann einer aus meinem semster erzählt, dass er jetzt in den semesterferien in 5 wochen eine experimentelle doktorarbeit macht. ist das realistisch? ich acker mich voll ab und man kann das alles in 5 wochen haben?

bin etwas irritiert....

dreamchaser
20.06.2011, 16:30
5 Wochen halte ich für absolut unrealistisch. Man muss ja gerade für eine experimentelle Arbeit erst die Methoden erlernen, dann müssen die Experimente alle noch klappen und alle Materialien da sein...nein, bis zum Beweis des Gegenteils halte ich das für unmöglich. Meine Experimente haben deutlich länger gedauert, weil die Tiere eben nicht so wollten wie wir.

EKT
20.06.2011, 16:54
Hatte experimentelle Arbeit der Diss in etwa 2 x 5 Tagen abgeschlossen....

gandalf2
25.06.2011, 17:21
Ich habe diesen Thread anfang Februar gestartet und kann euch Miesemachern und Schwarzmalern sagen, dass ich meine Datenerhebung abgeschlossen und ausgewertet, und bereits die Einleitung und Matherial und Methoden geschrieben habe!

Mwahahaah

astrophys
25.06.2011, 19:04
Viereinhalb Monate sind für eine Seminararbeit doch nicht schlecht :-top

Stromer
18.08.2011, 12:27
Es handelt sich nicht um eine Seminararbeit.