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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Vegetarier-Thread :-)



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Tortellini07
29.04.2015, 09:36
.....

Stephan0815
29.04.2015, 18:12
2 mal falsch: aus gesundheitlichen Gründen! Es gibt Erkrankungen, bei denen eine vegane Ernährung vieles verzögern bzw verbessern kann :)

Ich dachte, bei Medizinern träfe man diesbezüglich auf mehr Verständnis :D

Inwiefern unterscheidet sich der Vorteil bei veganer Ernährung von einer "nur" vegetarischen?

EVT
30.04.2015, 11:02
Thyroxin und Soja ist gar kein Problem. Man muss ggf. die Dosis anpassen, aber das muss man bei Milch und Käse auch...

Soja bildet viel stärkere Komplexe. Milchprodukte werden im Beipackzettel ja auch gar nicht erwähnt, weil dort der normale Abstand von einer halben Stunde ausreicht. Der Calciumgehalt ist nicht hoch genug, nur bei Calciumtabletten. Die werden ja auch erwähnt. Ich hatte extra bei Sanofi nachgefragt, weil mich das stutzig gemacht hatte.
Ich esse gar kein Soja, schon alleine, weil ich keine Lust auf ständige Kontrollen hätte. Zu viel Soja soll man ja sowieso nicht essen bei Schilddrüsenproblemen.
Wenn man immer schon gleich viel Soja gegessen hat, ist das wohl nicht so das Problem. Nur, wenn man mehr oder weniger isst als sonst.
Ich bin jedenfalls jetzt bei Mandelmilch. ;-)

roxolana
30.04.2015, 11:59
Ein Frühstück mit Milchprodukten kann durchaus Einfluss auf den Schilddrüsenhormonbedarf haben:


Wegen hoher Konzentration an Calcium-Ionen in Milchprodukten wird häufig geraten, auch diese erst zwei Stunden nach der Einnahme von L-Thyroxin zu sich zu nehmen. [...]Verringern Milchprodukte die Resorption, so wird dies durch eine Dosiserhöhung ausgeglichen.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=4059

Als ich vor 2 Jahren angefangen habe, mich vegan zu ernähren und mein Käse-Frühstücksbrötchen entfallen ist und dafür mehr Sojaprodukte gegessen wurden, hat sich an meinem Hormonbedarf nix verändert. Meine Werte waren in den letzten 3 Jahren ziemlich konstant, obwohl ich auch mal mehr und mal weniger Sojaprodukte esse. Du brauchst bei Soja auf keinen Fall ständige Kontrollen.

EVT
30.04.2015, 12:12
Ich frühstücke eh nicht. ^
Nur weil sich bei dir nichts geändert hat, heißt das ja nicht, dass das für alle gilt. ;-) Man wird bestimmt auch genügend Gegenbeispiele finden.
Meine Dosis wird sowieso des öfteren geändert, da muss ich jetzt nicht noch mit Soja reinpfuschen. Auf die paar Milchprodukte, die ich esse, will ich auch gar nicht verzichten.

Soja ist sehr umstritten bei Schilddrüsenproblemen. Daher verzichte ich lieber darauf.

][truba][
30.04.2015, 12:24
Badabum. Wäre das auch geklärt: Alles individuell.

Bitte nicht noch einen Thread in einen L-Thyroxin, Schilddrüsen whatever Thread verwandeln.

Danke.

roxolana
30.04.2015, 13:02
Alles individuell, na klar. Schon mal was von Evidence Based Medicine gehört? http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16571087

Truba, dann lies doch woanders wenn es dich nicht interessiert. Soja ist ein wichtiges Produkt in der vegetarischen und veganen Ernährung und hat nachgewiesenermaßen eine Reihe gesundheitlicher Vorteile aufzuweisen. Wenn hier jemand Ammenmärchen verbreitet, dann gehört das aufgeklärt, Punkt.

EVT: Iss was du willst, aber erzähl keinen Mist.

][truba][
30.04.2015, 13:09
Ja, habe ich in der Tat. Vielen Dank für die polemische Frage ;-)

Mich interessiert es. Es wäre nur nicht der erste Thread, der dann genau in diese endlose Diskussion um L-Thyroxin etc. endet. Und das nervt. Dann kann ich hier bald ne Menge Threads nicht mehr lesen, wenn ich es dann immer lasse. Macht doch einfach mal einen extra Thread für diese Thematik. Da kann ich mich dann gleich von Anfang an raus halten.

P.S: Die Aufklärung ist natürlich trotzdem interessant.

Fr.Pelz
14.12.2015, 13:06
Ich krame den Thread mal wieder aus, weil ich ja nun auch endlich den Absprung geschafft habe und vegetarisch lebe. Mein Mann zieht mit (war eh nie ein großer Fleischkonsument). Die Kinder essen das Kita-essen inkl Fleisch aus Mangel an Alternativen und weil Sohni eine chronische Eisenmangelanämie hat und eh schon substituiert werden muss.

Das Substitutionsthema macht mir jetzt auch Gedanken. Erstens schaff ich es wegen Arbeit etc gar nicht, mich so ausgewogen zu ernähren, zweitens bin ich kein großer Milchprodukte-Fan. Ich ess schon mal n Joghurt oder ne Scheibe Käse, aber ich hab jetzt gelesen, dass man mind 3 Portionen Milchprodukte am Tag essen muss, um keinen B12-Mangel zu bekommen. Das schaff ich nie.
Am Wochenende (wenn ich frei hab -.-) koch ich gerne und achte auch auf die Zutaten, aber das reicht ja langfristig nicht.
Wie macht ihr das mit dem B12? Auf die 5 Portionen Obst und gemüse am Tag komm ich auch nicht.

Überlege jetzt einfach ein Vitaminpräparat zu nehmen, wo alles drin ist, zb von Rossmann die Vitamine für Schwangere und Stillende.

Lika_95
14.12.2015, 14:28
1.Wer isst vegetarisch
Ich :)
2.Seit wann isst Du vegetarisch
Seit einigen Monaten.
3.Gab es einen Auslöser
Ja, ich habe auf Phoenix geschaltet im TV und dort gab es eine Doku zur Massentierhaltung. Dort wurden unter anderem Schweine gezeigt, wie sie da aufgehongen wurden und wie die Säue in viel zu engen Käfigen alle nur wie Gebährmaschinen gehalten wurden. Das hat mir das Herz gebrochen und ich habe sofort aufgehört, Fleisch zu essen. Ich wusste zwar schon länger, was die Massentierhaltung genau ist, war aber leider zu ignorant, um mich wirklich damit auseinanderzusetzen. Ich bin froh, dass ich diese schrecklichen Bilder dann vor Augen hatte. Leider zu spät, denn ich habe in meiner langen Zeit des Fleisch essens meinen Teil zum Quälen und Töten von Tieren beigetragen. Dazu muss ich noch sagen, dass ich mich schon dafür hasse... Ich stelle meine Ernährung nach und nach auf vegane Ernährung um..
4.Fällt es schwer oder leicht
Ja, sehr. Ich habe nicht oft Fleisch gegessen vorher, und wenn ich dadurch Leben retten kann, indem ich diese widerliche Industrie nicht unterstütze, stellt es mich wirklich zufrieden. Diese Tiere sind in erster Linie keine Tiere, sondern Lebewesen, die Gefühle haben - so wie wir. Jeder wird geboren, um das Beste aus seinem Leben zu machen und es voll auszukosten. Jeder sollte in Freiheit leben dürfen und das Recht haben, glücklich zu sein (Mörder, etc. jetzt mal ausgenommen).
Ich werde wirklich wütend, wenn ich dafür belächelt werde von einigen Familienmitgliedern, dass ich Tiertötung nicht unterstütze. Dann kommen Sätze wie ''Das war schon immer so'', ''Tiere gehören auf den Teller'', ''Schweine und Kühe sind nunmal für uns zum Essen gedacht, Hunde und Katzen zum Streicheln und Liebhaben''. Da wird mir wirklich schlecht, wenn ich so einen Müll zu hören bekomme!
5.Lieblingsrezept ?
Kartoffeln, Zuccini, Auberginen und Paprika in Olivenöl angebraten, schön gewürzt und darüber eine selbstgemachte Tomatensauce geben. Manchmal auch noch etwas Joghurt. :) Ich liebe es.

ehem-user-11022019-1151
14.12.2015, 15:18
Wie macht ihr das mit dem B12?


Überlege jetzt einfach ein Vitaminpräparat zu nehmen, wo alles drin ist, zb von Rossmann die Vitamine für Schwangere und Stillende.

Hallo Frau Pelz,

ich habe ein ähnliches Problem. Esse zwar gerne Milchprodukte, bin aber ansonsten sehr sehr wählerisch.
Meinen Bedarf decke ich auch viel über Vitaminpräperate, weil ich durch die Nahrung oft nicht genau zu mir nehme.
Ob das so gut ist!?

Knusperkeks
14.12.2015, 15:30
Das Substitutionsthema macht mir jetzt auch Gedanken. Erstens schaff ich es wegen Arbeit etc gar nicht, mich so ausgewogen zu ernähren, zweitens bin ich kein großer Milchprodukte-Fan. Ich ess schon mal n Joghurt oder ne Scheibe Käse, aber ich hab jetzt gelesen, dass man mind 3 Portionen Milchprodukte am Tag essen muss, um keinen B12-Mangel zu bekommen. Das schaff ich nie.

In Eiern ist auch Vitamin B12 drinnen, in einem Ei der Gewichtsklasse M wohl ca. ein Drittel des Tagesbedarfs (http://www.vitaminb12.de/lebensmittel/#tabelle-lebensmittel wenn man mit diesen Angaben rechnet).
Trinkst du Sojamilch? Die ist ja oftmals auch angereichert.
Falls du auch Sorge vor einem Eisenmangel hast: es gibt Eisen- & B12-Kombitabletten in der Drogerie, in denen das Eisen nicht so hoch dosiert ist. Bei anderen Kombipräparaten muss man eventuell ein bisschen aufpassen, falls da fettlösliche Vitamine drin sind, dass man nicht überdosiert (gerade bei längerer Einnahme).

Fr.Pelz
14.12.2015, 18:13
Ok danke. Ja dann macht es vielleicht sinnd sich eine Eisen+B12-Kombi zu holen und dann für die Wintermonate noch D3. Mein aktueller Arbeitsplatz hat nicht mal Fenster, komme vielleicht auf 30 min Frischluft bei Tageslicht/Tag.

Letztgültiger Ausschlag für meinen Vegetarismus war übrigens das aktuelle Programm von Hagen Rether https://www.youtube.com/watch?v=Eqxzwni6MCU
Jeder Punkt, den er angesprochen hat, fand ich gut. Am Ende gings dann ums Fleisch und isses mir dann bitter aufgestoßen, dass ich die Ausbeutung des Planeten immer noch mittrage.

Relaxometrie
14.12.2015, 20:00
Super, Frau Pelz, daß Du die Entscheidung getroffen hast, vegetarisch zu leben.
Bzw.: Worauf verzichtest Du jetzt? "Nur" auf Fleisch, oder auch auf Fisch?
Ich bin ja nun echt kein expliziter Tierfreund. Aber daß man diese Massentierhaltung nicht unterstützen sollte, halte ich dennoch für wichtig. Daher ernähre ich mich seit fünf Jahren fleischfrei (esse manchmal Fisch und oft Milchprodukte) und baue immer wieder gerne vegane Rezepte ein. Für die komplette vegane Küche, die mir sympathisch ist, bin ich zugegebenermaßen zu faul :-blush

annekii
14.12.2015, 20:53
Ich nehme im Winter nur Vit D, war aber auch länger nicht mehr zu einer BE.

Da mein Mann vegan isst, ist auch insgesamt der Milchanteil nicht sonderlich hoch. Auf dem Brot esse ich Käse und in den Kaffee trinke ich Milch, aber das ist nicht viel. Pure Milch trinke ich wenig, Joghurt und Quark selten, weil ich es nicht sonderlich mag.
Aber das war eigentlich immer so und alle BEs früher waren vom Blutbild her in Ordnung, sodass keiner weiter geschaut hat. Und zwar schon seit über 20 Jahren, die ich jetzt schon Vegetarierin bin. Im Januar habe ich mal wieder nen Termin, da werde ich es aktuell sehen.

Ich esse vor allem Vollkornbrot und -brötchen, ungeschälten Reis und dann noch viele Hülsenfrüchte und anderes Getreide als Beilagen. Hirse hat auch viel Eisen z.B. und dazu immer Vitamin C haltiges (z.B. Saft zum Essen), damit es auch gut aufgenommen wird. Vollkornnudeln mag ich alle nicht, da esse ich die normalen.

Evtl. kannst du erstmal eine Zeit lang so essen und dann mit einer Ernährungsberaterin mal ausrechnen lassen, was du so zu dir nimmst und evtl. eine BE machen. Vielleicht passt es ja alles auch gut so.

Fr.Pelz
15.12.2015, 09:14
Relaxo- nach etwas Info-Suche ess ich auch keinen Fisch mehr, wobei mir das bei Sushi schon weh tut. Es gibt einen Sushi-Einkaufsführer vom WWF, in dem steht, dass eigentlich nur die Algen sorglos gegessen werden können und manche Fischsorten, wenn man bei dem Restaurant nachvollziehen kann, woher sie kommen und welche Zertifizierung sie haben... Naja, so ein Restaurant gibts hier nicht.
Hier in der Nähe gibt es allerdings ein paar Fischteiche, in denen Fisch von ganz guter Qualität ist, eventuell würde ich mich zu so einem noch hinreißen lassen, aber eher nicht. Ganz oder gar nicht. Vegetarisches Sushi ist auch ok, Avokado und Gurke liebe ich ja eh. Wenn da jemand noch einen Tipp für eine schöne Füllung hat, wäre ich auch dankbar.
Im Gegenzug kann ich www.reishunger.de empfehlen, ein ganz sympathisches Unternehmen, das guten Reis und Zubehör zb für Sushi und Currys liefert und gleichzeitig anbietet, für humanitäre Projekte in Laos zu spenden.

Annekii- Hirse und Wildreis mag ich auch ganz gerne. Gibts leider auch nur am Wochenende. Für eine BE müsste ich mir dann mal einen Hausarzt suchen, aber ich werde das auf jeden Fall nach ein paar Monaten fleischlos machen. Reicht dann ein Blutbild+Schilddrüsenwerte+Ferritin oder lässt du dir auch Vitaminspiegel bestimmen?

roxolana
17.12.2015, 22:00
Zur B12-Substitution empfehle ich sehr diesen VegMed-Vortrag: http://vegmed.de/fileadmin/vegmed/2013/videos/keller/keller.mp4

Ich lasse regelmäßig Holo-Transcobalamin bestimmen, da das Serum-B12 eine relativ schlechte Sensitivität hat. Ferritin macht mein Endo immer mit, war aber eigentlich auch immer ok. Ich glaube, wenn man nicht so viele Milchprodukte isst, hat man auch nicht so viele Probleme damit, weil das Calcium in der Milch ja die Eisenaufnahme hemmt. Vitamin D finde ich auch sehr sinnvoll, unabhängig von der Ernährung.

@Frau Pelz: Finde es super, dass du aus ökologischen Gründen den Umstieg geschafft hast. War bei mir damals auch die Hauptmotivation, Vegetarier zu werden. Danach habe ich dann angefangen, über das Schicksal von Kälbchen und geschredderten Küken zu lesen und fand Käse und Eier irgendwie auch nicht mehr so cool. Abgesehen davon, dass Käse von der Ökobilanz her ähnlich schlecht wie Fleisch abschneidet.

Falls jemanden das Thema Fleisch & Umwelt interessiert, dem kann ich den Film "Cowspriracy" wärmstens ans Herz legen. Läuft, glaube ich, grad bei Netflix und auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=U2u8dakRRuo (englisch), https://www.youtube.com/watch?v=U2u8dakRRuo (deutsch)). Beste Doku ever.

Muriel
18.12.2015, 09:13
Achten die fleischlose Käseesser hier eigentlich auch auf das Lab? Ich bin gerade mal wieder in der "weniger aber nicht komplett ohne Fleisch" Phase. Ohne kann ich einfach nicht, da geht es mir echt ziemlich bescheiden.

Fr.Pelz
18.12.2015, 11:06
Wow Roxolana- der Film ist verdammt gut und ziemlich krass. Man müsste wirklich vegan leben. Vielleicht kann man aber einen Anfang, wenigstens einen Anfang machen, wenn man selber keine Milch- und Eiprodukte mehr kauft ohne liebevollen Gastgebern selbstgebackenen Kuchen abschlagen zu müssen.

Muriel: Meines Wissens nach (meine Schwester ist Biotechnologin, ihr Mann Biologe) wird das Gros des verkauften Käses eh mit mikrobiell hergestelltem Lab hergestelltet. Echtes, aus Kälbermägen extrahiertes Lab ist teuer und demnach auch der Käse. Denke nicht, dass der 0/8/15-Supermarkt-Gauda nicht-vegetarisch ist. Muss mich aber auch nochmal genauer informieren.

altalena
18.12.2015, 11:10
Achten die fleischlose Käseesser hier eigentlich auch auf das Lab?


Ich achte da ehrlich gesagt nicht drauf :-))


Ich bin gerade mal wieder in der "weniger aber nicht komplett ohne Fleisch" Phase. Ohne kann ich einfach nicht, da geht es mir echt ziemlich bescheiden.

Wie äußert sich das denn?