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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Vegetarier-Thread :-)



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EVT
23.12.2015, 03:01
Mir wäre es unangenehm, als Gast extra bekocht werden zu wollen. Das macht dem Gastgeber ja nur mehr Arbeit. Daher esse ich bei Einladungen auch Dinge, die ich sonst nicht essen würde. Man weiß ja auch nicht immer vorher, was es gibt und bei z.B. Lasagne wird es schwierig, da das Fleisch wegzulassen. Ansonsten geht es ja oft, dass man einfach die Dinge, die man nicht mag/essen kann/will, nicht nimmt.

Reis aus Nassanbau ist auch ziemlich klimaschädlich habe ich letztens gelernt. Wenn man alles möglichst korrekt machen will, muss man schon sehr informiert sein. Wann ist der Apfel aus Neuseeland besser als der in Deutschland gelagerte, wann konventionell aus Deutschland besser als Bio aus dem Ausland etc.

Fr.Pelz
23.12.2015, 10:51
Kurze Rückfrage:
Die Pelzsche Schwester geht doch eher auf den Punkt ein, dass es unökonomisch wäre, für die Vegetarier eine eigene, neue Soße zuzubereiten. Nix mit Soja und Co. - oder?
Es geht doch nix über ein Raclette, da macht jeder was er will ;-)

Ne genau, es ging hier eher um das Zubereiten, wofür halt Strom und Wasser etc gebraucht wird. Natürlich wäre die Ökobilanz am besten, wenn sie gar nicht erst mit Fleisch anfangen würde, aber das hab ich so nicht gesagt ;-)

Die Informiertheit empfinde ich auch als Problem. 1. Für mich verlässliche Informationen heranzuschaffen. 2. Wenn man dann etwas weiß, es anderen (auf Nachfrage) mitzuteilen, ohne belehrend zu klingen. Die meisten fühlen sich ja nunmal schnell angegriffen und das will ich gar nicht.
Beispiel für 1. Der Minister für Ernährung etc hat gerade nochmal davor gewarnt, Kinder vegan aufwachsen zu lassen wegen Vitaminmangel und Co. Stimmt das oder steckt die Fleischlobby dahinter? Im inet findet man natürlich diverse Ärzte, die das widerlegen...
Beispiel für 2 aus Cowspiracy: die meisten denken, sie wären super umweltschonend, wenn sie nur 5min duschen und immer schön den Wasserhahn zudrehen. Dabei sind die paart Literchen, die man damit spart nichts im Vergleich zu den 2500 L Wasser, die allein für die Produktion eines großen Hamburgers verwendet werden...

EVT
23.12.2015, 11:07
Wird dann nicht auch von den Stadtwerken Wasser durch die Rohre geschickt, wenn zu wenig gebraucht wird, weil sonst die Rohre kaputt gingen?

Miss
23.12.2015, 11:25
Ich weiß, was ich tue ;-)
Soll doch jeder so essen wie er es mag und ihm schmeckt :-) ich mag es nur nicht, wenn jede Diskussion über das Thema gleich in die "ich als Vegetarier bin ein besserer Mensch als ihr Fleischesser" Richtung abdriftet, das ist hier ja nicht der Fall. :-)
Naja,erstmal kam ja das Argument mit der Soja-Monokultur von Dir, und als es widerlegt wurde, kam sofort, dass Vegetarier nicht die besseren Menschen seien.
Mir zumindest (und ich denke auch vielen anderen hier) geht es doch gar nicht darum. Du darfst das auch selbst entscheiden. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass es der Umwelt gut tun würde, wenn sich mehr Leute generell Gedanken um ihre Lebensweise machen würden.
Als Vegetarier oderVeganer muss man sich ja sowieso oft für seine Lebensweise verteidigen. Da kommt dann oft noch die Frage, warum man das und das dann aber doch macht. Ich persönlich bin ja leider nicht perfekt, aber versuche halt trotzdem einen Teil "für mich" besser zu machen.

Interessante Argumentation mit der umweltschädlichen vegetarischen Sauce :-nix

Absolute Arrhythmie
23.12.2015, 11:39
Und wegen Diskussionen wie dieser hier rede ich so ungern mit anderen Leuten über meine Lebensweise.
Man kann das nämlich echt eskalieren, zum beispiel gibt sicher viele Veganer die mit dem Flugzeug in Urlaub fliegen und Kleidung tragen, die von kleinen indischen Kinderhänden unter Verwendung von Kaliumpermanganat hergestellt wurde.
Jeder muss für sich entscheiden ob und wenn ja in welchen Bereichen seines Lebens er was "Gutes" tun will.
Denn NIEMAND verhält sich perfekt, daher sollte man sich in der Beurteilung anderer möglichst zurück halten.

Miss_H
23.12.2015, 12:54
Dabei sind die paart Literchen, die man damit spart nichts im Vergleich zu den 2500 L Wasser, die allein für die Produktion eines großen Hamburgers verwendet werden...

Woher kommt denn diese Zahl? Ich finde es immer erstaunlich wie man so etwas genau berechnen will. Ich finde da kann man eben so von Lobby sprechen.

Gesocks
23.12.2015, 13:20
WWF ist irgendwann mal mit water footprints ins Feld gezogen, da wurde zumindest eine ähnliche Zahl genannt. Siehe zum Beispiel auch hier: http://waterfootprint.org/en/. Was die Zahl genau bedeutet, also ob das wirklich ein "ökologischer Endpunkt", z.B. der durchschnittliche Grundwasserverlust, irreversibel verschmutztes Wasser oder einfach nur eingesetztes Wasser ist, weiß ich aber nicht. Hab grad mal kurz in einer der aufgeführten Publikationen geschmökert, da werden anhand solcher Unterscheidungen jeweils mehrere footprints berechnet und aufgeführt.

hoppel228
23.12.2015, 13:25
Ich bin Veganer aus purem Pflanzenhass. :-))

Solche Diskussionen dienen doch seltenst dem Infoaustausch. Meist geht es darum, der anders ernährenden Person zu zeigen, warum ihre Ernährung soviel schlechter ist, als eine omnivore. Ich sage auch nur, dass ich Veganer bin, wenn mich jemand direkt danach fragt.

WhiteMountains
23.12.2015, 14:25
meine vegane ära ist schon ein wenig her - mittlerweile bin ich wieder gemischtköstler und koch trotzdem noch viel "komisches zeug" (o-ton bruderherz) wie tofu, seitan und oh gott gemüse.
ich bin mir aber bewusst was das fleisch angeht - sei es von der ethischen oder ökologischen seite her.
von daher krieg ich jedesmal den diskussionskragen bei "iich bin so toll ich kauf bio fleisch"-otariern.
als ob das totgestreichelt würde.
im gegenteil - ich wohn ja nun sehr ländlich, mit reichlichst bauernhöfen rundum.
viele, wenn nicht die meisten haben schlicht auf öko umgestellt weil für die noch lange gelockerte tierschutzbedingungen galten und so die kleinhöfe noch gehalten werden konnten ohne unökonomische modernisierung
da standen die kühe noch laaange in anbindehaltung auf spaltböden, als bei den konventionellen schon alle in laufställen und weiden untergebracht waren

altalena
28.12.2015, 16:53
Ich habe zu Weihnachten ein 1-Jahres-Abo einer vegetarischen Kochzeitschrift bekommen und ich bin bereits von der ersten Ausgabe hellauf begeistert :-top

roxolana
24.02.2016, 18:18
Fährt hier eigentlich jemand zum VegMed 2016 (http://www.vegmed.de)? Early-Bird ist noch bis 29.2. Ich werde auf jeden Fall gehen, überlege allerdings ob ich die Abendveranstaltung buchen will (immerhin 80 Euro, auch wenn es bestimmt sehr lecker wird). Ich kenne zwar einige von den Leuten, die da anwesend sein werden, von einer Famulatur, aber das heißt ja nicht, dass man auch ein Gesprächsthema hat.

ninakatharina
05.03.2016, 19:41
Huhu! Ich bin seit knapp 2 Monaten auch wieder vegetarisch unterwegs. Vorher Fleisch/Fischwaren in Bioquali 1X die Woche.bzw bis vor ca. 8 Jahren komplett vegetarisch. Bis jetzt läuft es wunderbar, allerdings ist der vegetarismus auch viel etablierter als noch vor 10 Jahren, was ich super finde.

Falls es doch mal fertig (fertig ;)) essen sein darf - die vegetarischen Klößchen von ikea sind sehr gut :)

Vera89
22.03.2016, 08:18
Ich habe zu Weihnachten ein 1-Jahres-Abo einer vegetarischen Kochzeitschrift bekommen und ich bin bereits von der ersten Ausgabe hellauf begeistert :-top

Welche Zeitschrift ist das denn?

Ich esse seit knapp 7 Jahren kein Fleisch. Bis vor kurzem habe ich aber ab und zu Fisch gegessen (aus kontrollierter Aufzucht), weil ich eine Zeitlang Probleme mit meinen Eisenwerten hatte. Vegan könnte ich mich eher nicht ernähren, da würde mir auf Dauer der Käse fehlen :)

Fr.Pelz
22.03.2016, 08:27
Welche Zeitschrift ist das denn?

Ich esse seit knapp 7 Jahren kein Fleisch. Bis vor kurzem habe ich aber ab und zu Fisch gegessen (aus kontrollierter Aufzucht), weil ich eine Zeitlang Probleme mit meinen Eisenwerten hatte. Vegan könnte ich mich eher nicht ernähren, da würde mir auf Dauer der Käse fehlen :)

Das ist ja komisch, Fisch hat doch kaum Eisen (außer Austern und Miesmuscheln), da hat das meiste Gemüse mehr (zumindest als die noralen Speisefische wie Lachs etc). Aber egal, herzlich willkommen!

WhiteMountains
22.03.2016, 09:25
haben die probleme mit dem eisenspiegel (und calcium) bei (ovo-)lactovegetabiler kost nicht oft mit dem teils erhöhten milch(-produkte) konsum zu tun?
gab doch mal so eine vergleichsstudie eisen und calcium bei ovolactovegetarischer und streng vegetarischer ernährung.
glaub langley zitiert daraus.
hirse plus osaft wärs doch bei eisenmangel ;)

Fr.Pelz
22.03.2016, 11:32
haben die probleme mit dem eisenspiegel (und calcium) bei (ovo-)lactovegetabiler kost nicht oft mit dem teils erhöhten milch(-produkte) konsum zu tun?
gab doch mal so eine vergleichsstudie eisen und calcium bei ovolactovegetarischer und streng vegetarischer ernährung.
glaub langley zitiert daraus.
hirse plus osaft wärs doch bei eisenmangel ;)

Ich denke da ist viel dran. Mein HB ist top, esse aber auch echt wenig Milchprodukte. Mein Söhnchen ist immer noch anäm, der braucht auch oft noch eine Flasche am Tag und isst gern Joghurt und Quark. Deswegen versuche ich die pflanzliche Eisenzufuhr hochzuhalten. Hirse gibts hier öfter mit Saft im Becher. Und Petersilie, Sesam.... Weizenkleie muss ich jetzt mal ausprobieren. Das muss auch echt viel enthalten.

altalena
22.03.2016, 17:34
Welche Zeitschrift ist das denn?



"Köstlich vegetarisch" :-)

Vera89
23.03.2016, 15:33
haben die probleme mit dem eisenspiegel (und calcium) bei (ovo-)lactovegetabiler kost nicht oft mit dem teils erhöhten milch(-produkte) konsum zu tun?
gab doch mal so eine vergleichsstudie eisen und calcium bei ovolactovegetarischer und streng vegetarischer ernährung.
glaub langley zitiert daraus.
hirse plus osaft wärs doch bei eisenmangel ;)

Hmm wäre jetzt nicht so mein Fall. Am besten noch Sauerkraut dazu und ab in den Mixer ;)

@Fr. Pelz: Hab mich auch erst gewundert, als die Ärztin mir zu Fisch geraten hat.

Die Vergleichsstudie hat sie zwar nicht konkret erwähnt, aber mir empfohlen, die Milchprodukte zu reduzieren und stattdessen eisenreiches Gemüse wie Paprika etc. mit Fisch und/oder Linsen zu kombinieren. Wenn man wie ich Gemüse häufig mit Kräuterquark oder Sahne zusammen isst, wird die Verwertung des pflanzlichen Eisens wohl durch das Calcium in den Milchprodukten behindert - so wie Whitemoountains bereits vermutet hat. Gilt wohl sogar für Sojaproukte, weil die Phytate und Phosphat enthalten, das wäre also auch keine Alternative gewesen. Nach 2 Monaten mit max. einmal Fisch pro Woche gehts mir wieder gut, scheint also was dran zu sein.

Dazu kommt noch, dass ich eine Frau bin, wir sind ja eh öfter davon betroffen, unabhängig davon ob Vegetarier oder nicht.

Danke für den Tipp, altalena!
Ich glaube morgen gibt es bei uns gebratene Avocadospalten auf Blattsalat mit Frühlings-Salsa ;)

WhiteMountains
23.03.2016, 15:43
wieso immer so fantasielos...
aus der hirse kann man zb hirsetaler machen und den osaft dazutrinken ;)
sagt ja keiner, das die beiden zutaten nur exklusiv miteinander verarbeitet werden dürfen...

Vera89
23.03.2016, 16:08
Na klar, war ja auch mehr ein Scherz.
Klang nur sehr nach einem dieser "superfood" smoothies ;)