Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mini-Umfrage: Präp-Kurs-Erwartungen
Feuerengelchen
09.03.2011, 11:35
Man sollte sich ne Uni suchen, die NICHT mit Formalin arbeitet :-))
Ich fand unser Sezieren sehr angenehm, einen klassischen Präpkurs gibts in Graz aber nicht. Kommen zuerst Gelenke/Bänder zu sezieren dran (Extremitätenteile mit dem betreffenden Gelenk), dann Muskeln und dann teilt man sich zu ca 3-4 Leuten im Neurosezieren ein Hirn, später dann noch der Situs und im Ortho/Unfall-Modul dann nochmal Nasspräparate von den Extremitäten. Hat mir gar so gut gefallen, dass ich 3x5 Wochen jeden Tag mehrere Stunden Wahlpflichtfach (heißt hier SSM) in Anatomie gemacht hab. Da sinds dann 8 Leute pro Leiche, die in 2 Schichten sezieren. Also max 4 gleichzeitig.
Hab vorher Krankenschwester gelernt und dort schon viel Anatomie gehabt, aber so richtig "klick" gemacht hat es beim Präparieren, danach konnte ich als visuell-haptischer Lerntyp mir das vor dem inneren Auge dreidimensional topographisch vorstellen. Unschätzbar für zB Sonographieren.
Ich sach mal so: einer der interessanteren Kurse der Vorklinik (Vorklinik suckz!!), den Kurs hab ich noch ganz gern gemacht.
Ich fands interessant und spannend, zwar viel zu lernen aber es fällt mir leichter als das mehr oder weniger sinnvolle Lernen von Strukturformeln, einfach angenehmer!
Verglichen mit dem anderen Krams wohl schon "das absolute Highlight" aber so unfassbar toll, wars nun auch nicht^^
Ich bin froh, erstmal wieder auf Zellebene zurückkehren zu können. Nach dem Anatomie-Semester haben wir jetzt ein ganzes Semester Physiologie. Kein Präppen! :-top
Am letzten Präptag vor den Testaten war der Kurs immer am interessantesten: es war nämlich bis dahin alles gepräpt worden und man konnte super mit den Präparaten arbeiten. Aber der Akt an sich, das präparieren... nichts für mich. Sehr anstrengend, zeitraubend und das Formalin war auch nicht gerade meine bevorzugte Duftnote :P
lilapple
14.03.2011, 09:06
Also ich persönlich fand den Präp-Kurs sehr interessant (defintiv das Interessanteste was uns an praktischen Erfahrungen in der Vorklinik bis jetzt geboten wurde). Ich hab viel mitgenommen und denke nicht, dass ich die Anatomie so anschaulich nur aus dem Atlas hätte lernen können. Lediglich der straffe Zeitplan fürs Lernen auf die Testate war etwas anstrengend, aber diesbezüglich war bei uns das gesamte dritte Semester recht erdrückend..
Ich bin jedenfalls sehr sehr froh, dass dieser Kurs an unserer Uni angeboten wurde :) War ne tolle Erfahrung!
Unregistriert
17.03.2011, 08:31
Meiner Meinung nach muss jede/-r Medizinstudentin/-ent, der "echt" präparieren darf, dankbar sein. Natürlich sieht es später alles im OP mal anders aus als auf dem Präptisch- aber ich muss doch auch erstmal die Vokabeln und die Grammatik lernen, bevor ich eine Sprache sprechen kann.
Der Präpkurs ist anstrengend und das Auswendiglernen ist absolut sinnfre-hält genau bis zu nächsten Testat- aber dadurch dass man an einem "echten" menschlichen Körper arbeiten kann, kann man mit allen Sinnen erleben, was Anatomie ist.
Ich möchte es nicht missen... Ach ja, was den Geruch betrifft: Leute, ihr wollt Ärzte werden, glaubt mir, ihr werdet noch viel unangenehmere Dinge riechen als das Formalin.
Und der Anblick: wer den schon nicht im Präpkurs erträgt, wie soll der mit einem Patienten umgehen, der eben mit dem Arm in der Kreissäge hängen geblieben ist oder einem mit schwersten Brandwunden?
Wer als Student/-in der Humanmedizin mit so etwas nicht umgehen kann, ist im Studiengang der Molekularen Medizin besser aufgehoben!
Unregistriert
17.03.2011, 09:15
Und der Anblick: wer den schon nicht im Präpkurs erträgt, wie soll der mit einem Patienten umgehen, der eben mit dem Arm in der Kreissäge hängen geblieben ist oder einem mit schwersten Brandwunden?
Wer als Student/-in der Humanmedizin mit so etwas nicht umgehen kann, ist im Studiengang der Molekularen Medizin besser aufgehoben!
Klar doch. Schließlich werden ja auch alle Humanmedizinstudenten später Unfallchirurg.
Ich hatte mir mehr erwartet... lag aber weniger am Kurs ansich als daran, dass unsere Tutorin (wenn sie überhaupt mal da war) meistens weniger Ahnung hatte als wir selber. Unsere Spenderin hatte dazu noch eine Anomalie nach der anderen (was ganz interessant ist, sobald man die Anomalie mal identifiziert hat, aber unpraktisch, solange man versucht, sich überhaupt erst mal zu orientieren, vor allem, wenn man niemanden hat, der einem Orientierung geben kann, um zur Tutorin zurück zu kommen).
Insgesamt wars auf jeden Fall interessant, aber aus den genannten Gründen und durch den zusätzlichen ziemlich heftigen Lernstress (2 schriftliche und 4 mündliche Testate bei 8 Wochen Kurs) halt nicht das Highlight, als das der Kurs im Vorfeld angepriesen wurde...
Unregistriert
21.03.2011, 07:40
Klar doch. Schließlich werden ja auch alle Humanmedizinstudenten später Unfallchirurg.
Das sicherlich nicht. Aber nach dem Studium wird sicher nahezu jeder mal in der Notfallambulanz landen.Schließlich ist niemand wie durch Zauberhand gleich Facharzt...
Lightning_Bolt
22.03.2011, 19:44
Herrrjaa! - und ich befinde mich gerade in der Vorbereitungslernphase für's Präp.-Semester und hatte eigentlich die Erwartungshaltung, dass man die gelernte Theorie mit handwerklichen Herausforderungen des Präpens...besser veranschaulichen und verstehen kann.
Prost Mahlzeit - jedoch habe ich mich schon längst mit dem Gedanken abgefunden die ganze Duale Reihe "können" zu müssen, besser jetzt als später. Trotzdem habe ich eine gewisse Erfurcht vor der gewaltigen Stoffmenge. :-keks
Gelten halt für die kommenden Wochen asketische Bedingungen - viel Lernerei & Training...mit Abstrichen, was die Freizeit betrifft.
ehemaliger User_15082016-1
05.04.2011, 19:25
Also mir hat der Präpkurs total viel gebracht. Klar war es sehr anstrengend und immer viel zu lernen, aber dafür hatte ich oft AHA-Erlebnisse, die ich ohne Präpen bestimmt nicht gehabt hätte. Mir hat er sogar so gut gefallen, dass ich jetzt auch noch den Empty-Kurs belegt hab :) Viel Spaß euch, die ihr ihn noch vor euch habt.
Den Präparierkurs möchte ich im Studium nicht missen und meiner Meinung nach ist er ein Muss für Medizinstudenten. Die Durchsetzung ist mit Sicherheit an jeder Uni anders und nicht immer die ideale, aber Anatomie versteht man durch den Kurs allemal besser als nur aus einem Lehrbuch.
Ich hatte leider Pech und muss ihn wiederholen... glaubt mir es fällt mir nicht leicht, das hier zu gestehen. Es lag an einem von 4 Testaten, die bei uns allesamt mündlich getestet werden. Es ärgert mich zwar gewaltig, aber dadurch, dass wir im 3. Semester keine Anatomie im Stundenplan haben, sehe ich das mittlerweile eher als eine Chance.
... wobei mir deine Version, black-eyes (also so heißt du... *grins*), lieber gewesen wäre. :)
][truba][
09.04.2011, 21:41
Ich hab es mir deutlich besser vorgestellt.
An sich sicherlich interessant aber der Zeit-Nutzen Faktor ist bei mir eher auch der Grund warum es nicht "das Highlight" ist.
Fertig gepräpte Leichen zum lernen wären mir deutlich lieber da sie
a) besser gepräpt sind als die von Studenten
b) man nicht ewige Zeit im Fett rumpopeln müsste
c) die Zeit die man dort rumschnippelt sinnvoller an einer fertig gepräpten Leiche verbringen könnte
Aber ansonsten ist Anatomie schon was tolles und der Kurs ist auch ok.
Aber nicht das erwartete Highlight. Da empfinde ich das Mikroskopieren (und das mochte ich erst gar nicht) inzwischen fast als "besser"
MfG Thomas
ehemaliger User_15082016-1
10.04.2011, 09:25
[truba][;1015430']Ich hab es mir deutlich besser vorgestellt.
An sich sicherlich interessant aber der Zeit-Nutzen Faktor ist bei mir eher auch der Grund warum es nicht "das Highlight" ist.
Fertig gepräpte Leichen zum lernen wären mir deutlich lieber da sie
a) besser gepräpt sind als die von Studenten
b) man nicht ewige Zeit im Fett rumpopeln müsste
c) die Zeit die man dort rumschnippelt sinnvoller an einer fertig gepräpten Leiche verbringen könnte
Aber ansonsten ist Anatomie schon was tolles und der Kurs ist auch ok.
Aber nicht das erwartete Highlight. Da empfinde ich das Mikroskopieren (und das mochte ich erst gar nicht) inzwischen fast als "besser"
MfG Thomas
Naja aber viele Sachen siehst du aber an fertig gepräpten Leichen dann nicht mehr, da sie schon weggepräpt sind..
Da du aber selber präpst, bekommst du Schicht für Schicht einen besseren Überblick und bist bei allen Schnitten selber mit dabei und dir entgeht so nix.
Wir hatten im Präpkurs immer unsere eigenen Präparate, die wir präpen mussten und zudem immer Austellungsstücke, an denen wir unsere Arbeiten vergleichen konnten.
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