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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 A38 / B13 - Myokardszinti



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Unregistriert
06.04.2011, 16:39
Kompliziert...

Es spricht sehr viel für "B - Quantifizierung des koronaren Blutflusses"

http://www.rbk.de/standorte/robert-bosch-krankenhaus/abteilungen/kardiologie/informationen-fuer-patienten-und-angehoerige/diagnostik-und-therapie/myokardszintigraphie.html

http://www.staff.uni-marburg.de/~hoeffken/aknk3.htm

Zudem gibt es ne Altfrage (H2001):

........... Bitte keine Orginalfragen posten! ........

Damals war es B.

Allerdings sagt der Herold es wäre D und hier (http://www.bnk.de/uploads/media/HerzGefaesse_05_5_01.pdf) steht auch, dass man zwischen Narbe und Ischämie unterscheiden kann.

Kackfrage

Talin
06.04.2011, 16:43
Du kannst die Durchblutung so nicht quantifierzieren im Sinne von l/min. Du kannst nur einen qualitativen Unterschied sehen, also Durchblutung ja/nein bzw. mehr oder weniger.

Unregistriert
06.04.2011, 16:45
Vielleicht zielen sie darauf ab, dass sich die Frage nach Myokardischämie / Narbe ja erst bei nachgewiesenen Wandbewegungsstörungen stellt, und davon wurde ja nichts erwähnt. Die Perfusion will man für nen eventuellen Bypass ja auf jeden Fall wissen..

Nur ne Idee.

Unregistriert
06.04.2011, 16:45
Der Herold schreibt "reversible Aktivitätsminderung in ischämischen Bezirken" und "irreversible Aktivitätsminderung in narbigen Bezirken". Somit ist also wohl die Unterscheidung zwischen Narbe und ischämschen Bezirken möglich.

Unregistriert
06.04.2011, 16:54
........... Bitte keine Orginalfragen posten! ........

Antwort war damals D mit der Begründung "Ein Speicherdefekt sowohl im Ruhe- als auch im Belastungsszintigramm spricht in erster Linie für eine Narbe. Beim Zustand nach frischem Infarkt kann ein Teil des Myokardgewebes aber minderperfundiert, jedoch noch vital sein. (Winterschlaf, hibernating myocardium)" Um das zu unterscheiden bräuchte man wohl eine PET.

Demnach wäre es also heute B

Bhut Jolokia
06.04.2011, 17:01
Irgendwie macht doch B auch mehr Sinn, oder? Eine Ischämie und eine Narbe sollten doch wohl sehr ähnliche Durchblutung haben (quasi null) und eine Quantifizierung des Blutflusses müsste möglich sein (nicht quantitativ als ml/min aber als gemessene units/Zeiteinheit).

Bhut

Unregistriert
06.04.2011, 17:04
seit wann entscheidet das IMPP darüber, was mehr Sinn macht?

Unregistriert
06.04.2011, 17:05
In diesem Fall (Examen): schon immer

Steinkleiner
06.04.2011, 17:08
Zudem gibt es ne Altfrage (H2001):


Die Myokarddurchblutung ist was anderes als der koronare Blutfluß. Is spitzfindig, geb ich zu.

roger rekless
06.04.2011, 17:16
Irgendwie macht doch B auch mehr Sinn, oder? Eine Ischämie und eine Narbe sollten doch wohl sehr ähnliche Durchblutung haben (quasi null) und eine Quantifizierung des Blutflusses müsste möglich sein (nicht quantitativ als ml/min aber als gemessene units/Zeiteinheit).

Bhut

Mal abgesehen davon dass Narbengewebe natürlich auch in gewisser Weise durchblutet sein muss, da es sonst kein lebendes Gewebe wäre:

"Nach einem abgelaufenen Infarkt kann die Myokardszintigraphie Hinweise auf weitere gefährdete Gebiete geben und zwischen einer Narbe oder Ischämie (Minderdurchblutung) unterscheiden."

QUelle: Gemeinschaftspraxis für Radiologie - Nuklearmedizin - Strahlentherapie - Neustraße 17a - 46236 Bottrop (Internetseite)

Unregistriert
06.04.2011, 17:16
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/153/1/Hacker_Marcus.pdf

"Die Myokard-Perfusions-Szintigraphie (MPS) erfolgt nach intravenöser Injektion
eines Radiopharmazeutikums, das geeignet ist, sowohl die Verteilung des nutritiven
myokardialen Blutflusses als auch die Integrität myokardialer Zellen darzustellen.
Somit kann die MPS genutzt werden, um eine relative oder absolute Verminderung
des Blutflusses in bestimmten Myokardarealen nachzuweisen."

Unregistriert
06.04.2011, 17:16
Meiner Meinung nach ist D richtig.
Erstens wegen der Altfrage, die hier schon gepostet wurde, wonach D richtig wäre. Und zweitens weil Szinitgraphie ja eine Darstellung von Stoffwechselaktivität/Umsatz ist. Und da ist es ja schon ein Unterschied ob Gewebe tot --> nekrotisch --> vernarbt ist oder nur unterversorgt wie bei einer Ischämie. Vernarbtes/totes Gewebe speichert nicht mehr, ischämisches speichert noch.... eben nur weniger als gesundes.
so denk ich mir das...

Unregistriert
06.04.2011, 17:28
d hört sich sehr richtig an. hab es nur nicht genommen (sondern B!!!!), weil er ja noch gar keinen infarkt hatte... aber das spielt für die pauschalantwort d ja eigentlich gar keine rolle..

Unregistriert
06.04.2011, 17:34
d hört sich sehr richtig an. hab es nur nicht genommen (sondern B!!!!), weil er ja noch gar keinen infarkt hatte... aber das spielt für die pauschalantwort d ja eigentlich gar keine rolle..

Also D klingt auf jeden Fall richtig. Ich kann bisher nur noch nicht nachvollziehen, wieso B falsch sein soll.. Insofern mal abwarten

Unregistriert
06.04.2011, 17:40
Es soll eine Belastungsmyokardszintigraphie durchgeführt werden.
Dabei "leuchtet" gut durchblutetes Gewebe besser als weniger gut durchblutetes Gewebe, was eine semiquantitative (intrapersonelle) oder quantitative (interpersonelle) Analyse zulässt.

Für die Differenzierung von Myokardischämie (im Sinne eines reperfundiblen Areals) und Infektnarbe wäre zusätzlich eine Ruhemyokardszintigraphie zum Vergleich erforderlich.

Bhut Jolokia
06.04.2011, 17:45
Es soll eine Belastungsmyokardszintigraphie durchgeführt werden.
Dabei "leuchtet" gut durchblutetes Gewebe besser als weniger gut durchblutetes Gewebe, was eine semiquantitative (intrapersonelle) oder quantitative (interpersonelle) Analyse zulässt.

Für die Differenzierung von Myokardischämie (im Sinne eines reperfundiblen Areals) und Infektnarbe wäre zusätzlich eine Ruhemyokardszintigraphie zum Vergleich erforderlich.

äh, mir zu krass ;) was heißt das jetzt, b oder d? :)

Unregistriert
06.04.2011, 17:52
Ich habe diesen Sachverhalt auch noch einmal in dem Buch "Pathophysiology Of Heart Disease" nachgelesen. Hiernach ist Antwort D richtig.

Unregistriert
06.04.2011, 17:54
Was für B spricht finde ich ist, dass im Fall nirgendwo erwähnt wird, dass der Patient einen Infarkt hatte. KHK ist ja schön und gut und klar, es gibt auch stumme Infarkte, aber ich würde da jetzt nicht unbedingt mit einer Narbe rechnen zumal man dann auch etwas von einem auffälligen Herzecho erwähnen hätte können.
"Erfüllen" sollte die Methode aber die Anforderung, für die Entscheidung für/gegen ein Revaskularisation eine relevante Stenose zu zeigen (das was normalerweise die Koronarangio macht). Hab zwar keine Ahnung aber kann mir gut vorstellen, dass man den Blutfluss durch Tracerintensität auch quantifizieren kann.
Tendiere zu B.

sascha.ott
06.04.2011, 17:56
Findet ihr die Frage denn von der Formulierung her zwingend auf diesen Patienten bezogen? Ich hab sie als "Allgemeine Aussage" zur Szinti verstanden (mit dem üblichen IMPP-bla bla davor...)

Bhut Jolokia
06.04.2011, 17:58
Ja, also es spricht wirklich nichts gegen B, genau das kann man mit der Myokardszinti machen, eine quantitative Abschätzung der Perfusion... Und genauso war es auch bei der zitierten Altfrage...