Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein venöses Zugangsdrama
So wie das "Gespraech" verlaufen ist, wuerde ich jetzt auch zum Chef gehen und das thematisieren. Der kann nicht einfach 'rumbruellen, Argumente scheint er keine vorgebracht zu haben.
Wenn Du jetzt nicht zum Chef gehst, koennte er sich als Erster bei ihm melden und dann seine Sicht der Dinge verbreiten. Ich wuerde dem Chef auch eine mail schicken, damit Du Beweise in der Hand hast, was Du wann mitgeteilt hast, sollte das ganze ein Nachspiel haben.
Kackbratze
27.04.2011, 15:45
Den oberen Postings kann ich nur zustimmen. Du hast es versucht, er/sie ist nicht darauf eingegangen sondern ist ausfallend geworden.
Besser jetzt auch bei den Oberen Thematisieren, als später irgendeinem dummen "Rachefeldzug" anheim zu fallen und dann sprachlos vor den Scherben stehen!
ehemalige Userin 24092013
27.04.2011, 15:55
Danke! Ich weiss nur net ob as noch so gut ist. Nach dem Geschrei heute und mit dem Wissen, dass Chef und Kollege sowas von langjährig zusammenarbeiten und Inventarnummern tragen und Kollege sowieso eine Art Narrenfreiheit geniesst, die jemand anderes so generell net akzeptiert (Bsp: Grundsätzlich jeden morgen 10 Minuten später zum Dienst, Grundsätzlich die Pausenzeiten überziehend und damit zum Teil Spätdienste zu unnötiger Überzeit zwingend...etc.)
Es ist offenbar ein stillschweigendes Abkommen da: "Ich tu Dir nix, dafür Du mir dann auch nix..." - ich hätte garnet mal die Chance.
Wie schon erwähnt, es ist ja schon länger bekannt, dass Kollege auch Zugänge umlegt usw. Und es wurde immer stillschweigend so akzeptiert. :-nix
Eins hab ich gelernt - ich gebe in diesem Punkt auf (bei folgenden fang ich garnicht erst wieder an) und sollte es wieder eine Patientensituation treffen, an der ich vorgängig beteiligt war, dann gibts Mentalyoga oder was auch immer da helfen mag, dass ich einfach "drüber hinwegsehe"...oder so :-?
facialis
27.04.2011, 18:20
... dann gibts Mentalyoga oder was auch immer da helfen mag, dass ich einfach "drüber hinwegsehe"...oder so :-?
durchsetzungsvemögen hört sich aber anders an....:luigi:
ehemalige Userin 24092013
27.04.2011, 18:33
Nicht um jeden Preis, nicht mit so einem Geschrei....@facialis.
Was Deinen Kollegen angeht, liebe Kaddel, sei gesagt: die Dummen sterben nicht aus. Leider. Im Gegenteil. Sie vermehren sich metastatisch. Drum ist mein persönlicher Tipp: immer eine Abteilung / Klinik auswählen, die ausreichend groß ist, denn:
In einem kleinen Topf fällt Angebranntes weitaus eher auf, als in einem großen...:-))
Sollte der Kollege in der Tat Narrenfreiheit besitzen, wäre ich mit einer Konfrontation (insbesondere beim buddy des Chefs) auch eher zurückhaltend.
WackenDoc
27.04.2011, 19:34
Letztendlich wirst du eine Entscheidung treffen müssen, mit der du am besten leben kannst. Du kannst ja erstmal ne Nacht über das Gespräch schlafen.
Inzwischen versuche ich es so zu halten, wie ich es in meiner Signatur steht.
Dafür hab ich aber auch sehr lange gebraucht.
Bei den meisten Entscheidungen geht es noch nicht mal um ein objektives richtig oder falsch. Wichtig ist, dass man seine eigene Entscheidung trifft und dann auch dazu steht.
ehemalige Userin 24092013
27.04.2011, 19:36
Ich schiebs mal in die Speakers Corner. So richtig fachlich ist es ja hier nicht mehr.
Danke aber allen :-).
emergency doc
28.04.2011, 21:21
Hmmm... also ich würde das doch schon nach oben hin kommunizieren, allerdings den Schwerpunkt der "Beschwerde" eher darauf legen, daß Du versucht hast, etwas ruhig mit ihm zu besprechen, und er dabei sehr ausfallend geworden ist. Das steht im Moment IMHO im Vordergrund und kann nicht als "Was regen Sie sich wegen einer Viggo auf" abgetan werden.
Stephan0815
28.04.2011, 22:59
Sry, ich mach jetzt mal den advocatus diaboli und analysiere das mal aus der anderen Perspektive. Das mag zwar ned angenehm sein, aber zumindest ehrlich und zeigt, wie das von ner 3. Person (Chef) verstanden sein kann.
Die Geschichte geht weiter: habs heute mal mit dem Kollegen thematisiert. Wir waren beide allein (Atmosphäre ruhig) und da ich ihn und seine "wilden" Ausbrüche kenne, ha ich ganz ruhig angefangen:
"Du in der letzten Woche an dem Patienten habe ich das und das aud dem Grund gemacht und mir fiel auf, dass Du nachher ein anderes Venflon gelegt hast, darf ich fragen warum?"
Er: "Die Stelle ist scheixxe füe einen Zugang, ich habs da net gern...etc."
Soweit, sogut. Alles ist ruhig und du bist dir genau bewusst, daß dein Gegenüber leicht gereizt reagieren kann bei Kritik. Dieser meint, daß er bestimmte Gründe dafür hätte, den Zugang dort nicht zu legen - äußert sich aber dazu wohl nicht näher (private Erlebnisse, Schreckmomente, was auch immer)
Soweit ich verstanden habe, war das nach der Übergabe - sprich vorher wars dein Patient, jetzt aber seiner, wo er nach eigenem Ermessen zu entscheiden hat.
Ich: (immer noch ruhig und in vernünftigem Ton) "Weisste, ich hab mich d mal n bissle schlau gemacht über die Tage und es kann als Körperverletzung angesehen werden, wenn man ohne Begründung einfach mal eben was Neues in den Patienten spricht - ohne gerechtfertigte Indikation." (Zu meiner Sicherheit den Auszug, der hier mal gepostet wurde in der Hand)
Er: (sofort schreiend) " Sag mal, du bist doch nicht ganz dicht, was bildeste Dir en, Du bist doc net ganz geputzt, ich dachte wir wären nen Team!!!!!"
So, ab hier wirds unangenehm. Denn du wirfst deinem Gegenüber ja direkt vor eine Straftat begangen zu haben, dann belegst du das auch noch mit irgendwas Schriftlichem, was ja indizieren könnte, daß du vorhast, daß auch noch an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten (ne indirekte Drohung sozusagen). Also härtester Tobac, obwohl du ja weißt, wie schnell der Typ ausflippt. Im Endeffekt provozierst du damit endgültig, daß das Gespräch nicht
im beidseitigem Interesse friedlich auseinander gehen wird.
Ich: "Ja das dachte ich auch, deswegen sollte man die Arbeit des anderen -net nur im Sinne des Pat.- auch mitrespektieren und net einfach alles umschmeissen, weils einem net passt." (ich noch immer ruhig)
Er: " Du ist doch irre, das machste net nochmal!!!!" (er am Toben)
Ich: (dann auch lauter, weil es langt!) "ok: zum Mitschreiben: ich möchte das von Dir an einem er Patienten, die ich engeleitet habe bzw. betreue nicht mehr sehen, ansonsten gehts n par Stufen höher und wenn Du denkst ich bin irre: gerne!"
Das Gespräch ist folglich eskaliert, wobei beide Teilnehmer noch ein paar Tonleitern nach oben gesprungen sind. Danach gehst du sogar noch ein Stück weiter und kündigst an, dies dem Vorgesetzten zu melden - übrigens aus seiner Sicht, wohl aus verletztem Stolz den richtigen Zugang gewählt zu haben. (er wird jedenfalls nicht checken, daß du das "Problem" seinem "Minderwertigkeitskomplex" zuordnest). Das geht natürlich ans Eingemachte, denn jetzt gehts um Arbeitsplatz bzw. Weiterbildung und ev. Verlust von Jahren.
Dann bin ich gegangen und dieser Kerl wird wohl nie mehr mit mir reden und mich hassen.
Macht aber nix; ich weiss, dass ich im Recht bin.
Ahhh jetzt bin ich doch geladen!
Dann bist also du gegangen und hast das Gespräch abgebrochen, anstatt er. Das ist schon mal kein Zeichen guten Willens.
Denn so kommts nun rüber, als wolltest du bloß Frust ablassen und dein Ziel hatte eigentlich nicht so viel Chance bei der akuten Konfrontation seine Handlungsweise zu überdenken oder sich gar zu entschuldigen. (da er ja wohl die Problematik nicht mal ansatzweise erkannt hat)
Der wird vermutlich jetzt erstmal nicht mehr mit dir reden und wenn er dich schon vorher nicht mochte, dann jetzt ganz sicher nicht mehr.
Und daß du dich jetzt im Recht fühlst, mag gut und schön sein, aber der Typ wird jetzt erstmal alle Räder in Bewegung setzen, um sich dir zu entledigen. Denn für den biste mit deinen Äusserungen zu ner Bedrohung geworden - und wenn der mit dem Typen über euch, an den du ihn auch noch verpfeifen wolltest, nen deutlich besseren Draht hat, als du jetzt so großspurig drohend in der Extremsituation Druck aufgebaut hast, naja... dann liegts jetzt eigentlich bloß noch an ihm, inwieweit der eingeschüchtert wurde oder jetzt das Mobbing angeht, worauf du es ja im Endeffekt angelegt hast.
Sprich, jetzt kannste eigentlich nur noch reagieren (schlecht...) oder wirklich Nägel mit Köpfen machen, das Ganze dem Chef melden und im schlimmsten Fall mit dem Kopf durch die Wand.
Adv.diab. ENDE
*GanzdolleKaddelknuddel*
ehemalige Userin 24092013
29.04.2011, 06:43
Na so wild wirds am Ende ja dann doch nicht gegessen. Kollege temperamentvoll, ich temperamentvoll aber irgendwann auch schnell wieder "abreagiert".
Ich hab zwar geschrieben, dass ich dann gegangen bin. Es war aber in einem Wortlaut und einer Situation klar, dass das Gespräch eh beendet war.
Kollege: Ich werde da nicht weiter drüber reden (dabei selbst auf dem Weg in den Saal) und der erste Patient grad im Anmarsch in der Schleuse.
Zumindest vor dem Patienten setzte ich so laute Streitgespräche dann auch nicht mehr fort.
Sicher war ich im Gespräch nicht zu 100% voller Taktgefühl und Diplomatie - wie Du es ja so schön beschreibst.
Der Wille war da, wurde quasi sofort vom Kollegen "zerbrüllt" und er, der sich schon mal ohne Zettel angegriffen fühlte allein auf meine Frage: warum er das Ding denn umgelegt hat, hat mich damit ebenso irritiert, wie auch massiv angegriffen, dass es mir in dem Moment einzig sinnvoll erschien, ihm klar zu machen, dass es Körperverletzung sein KANN.
(Der Ausdruck diente lediglich als "Unterstützung" weil doch nur all zu oft bei solchen Aussagen grad nach ner Quelle und Co gebrüllt wird....).
Am Ende verstehe ich meine Argumente für meinen Zugangsort und -grösse (Handrücken), generelle Erklärungen, warum man es am Unterarm legen könnte (einfachere Mobilisation z.B.) haben ebenso ihre Berechtigung.
Beide könnten sich also begründen - dennoch ist es kein Grund ein vorher gelegten Zugang umzulegen, der Meinung bin ich nach wie vor.
Nur mal angenommen nach 30 Minuten kommt eine dritte Person in den Saal, findet den Zugang am Unterarm auch net geschickt und legts dann auch wieder um, an den Handrücken oder ganz am anderen Arm, weil der Patient ja am Ende Linkshänder ist und da doch kein Zugang drin stecken sollte.
Er wird zuerst zum Chef gehen (war er vielleicht schon) und er hats dem ganzen Team erzählt (das weiss ich sicher). Mit Letzerem muss ich leben, in Teams (vor allem in kleinen) wird alles, viel und teilweise auch jeder Unsinn schnell erzählt - das war mir vorher klar.
Was der Chef am Ende aus dieser Situation macht - mal sehen.
Vielleicht fragt er mich: Du ich hab das gehört, wie war das denn genau (und er will die Sache auch von mir hören).
Vielleicht ignoriert er es gänzlich :-nix.
Ich weiss nur, dass ich primär nicht zu ihm laufen werde und das berichten werde.
Ich wollte es "so" klären, ich habe gesagt, wie ich darüber denke und klar ausgedrückt was ich mir vom Kollegen in Zukunft wünsche - damit ist es für mich eigentlich erledigt (meine eigenen Gedanken und "Gefühle" zum eigentlich Gespräch mal abgezogen).
Wenns jetzt immer wieder zu einem umgelegten Zugang kommt, dann würde ich von mir aus das Gespräch beim Chef suchen und um ein generelles Dreiergespräch bitten.
Aber dieser Thread dreht sich schon noch um eine Viggo, richtig?
Ich finde das Verhalten Deines Kollegen auch nicht korrekt, aber man kann letztlich eine Diskussion auch ad absurdum führen.
Sollte allerdings die Viggo Anstoß gewesen sein, das Abteilungsklima gänzlich zu vergiften, würde ich mir überlegen, ob ich weiterhin mit diesen Kollegen zusammenarbeiten wollen würde...
...ich glaube nicht:-)
ehemalige Userin 24092013
29.04.2011, 09:10
Aber dieser Thread dreht sich schon noch um eine Viggo, richtig?
Korrekt!
Wie auch im Eingangspost beschrieben.
Für mich ist das Ding eigentlich durch (wenn auch verschi xx en gelaufen) - die Kommunikationsanalyse habe ich bereits vorgestern für mich gemacht - konnte es aber nun dennoch net ganz unkommentiert lassen.
Vermutlich werden weiter Zugänge umgelegt und alles bleibt so wie es ist. Den Stress hätte ich mir dann doch irgendwie sparen können.
flopipop
29.04.2011, 14:37
also das verhalten des kollegen ist sicher nicht das kollegialste, aber deine kommunikationsfähigkeit lässt schon ziemlich stark zu wünschen übrig....es wäre in meinen augen auch richtig, sein verhalten zu besprechen, sich durchzusetzen und manche dinge klarzustellen. aber als erstes argument gleich mit einer körperverletzung zu beginnen klingt nicht gerade deeskalierend und sogar ziemlich unkollegial deinerseits. im prinzip hat er ja, wie schon beschrieben, während SEINER narkose,die er übernommen hat auf eigene verantwortung gehandelt, in SEINEM ermessen. obs richtig oder falsch war, kann man sicher kritisch diskutieren, ich finds auch nicht ok, aber noch größeres armutszeugnis ist, dass dir wegen so einem spatzenpups gleich sooo großer zacken aus der krone gefallen ist, dass du ihm gleich mit der körperverletzung kamst. ich würde an deiner stelle mein verhalten und einstellung nochmal revidieren. der ton macht die musik. objektiv hast du VIELLEICHT recht, aber du hast es grottenschlecht kommuniziert und hast jetzt einen feind mehr!
Vermutlich werden weiter Zugänge umgelegt und alles bleibt so wie es ist.
und nicht nur das! wenn jemand mal wirklich einen fehler macht oder sonst irgendwas was das ego einer bestimmter person verletzen könnte, muss man sich darauf gefasst machen, dass man sich gleich mit dem tatbestand einer körperverletzung auseinandersetzen muss, auch noch in schriftlicher form! und als argumente muss man sich einen forum-ausdruck auch noch durchlesen....:-)
also das verhalten des kollegen ist sicher nicht das kollegialste, aber deine kommunikationsfähigkeit lässt schon ziemlich stark zu wünschen übrig....es wäre in meinen augen auch richtig, sein verhalten zu besprechen, sich durchzusetzen und manche dinge klarzustellen. aber als erstes argument gleich mit einer körperverletzung zu beginnen klingt nicht gerade deeskalierend und sogar ziemlich unkollegial deinerseits. im prinzip hat er ja, wie schon beschrieben, während SEINER narkose,die er übernommen hat auf eigene verantwortung gehandelt, in SEINEM ermessen. obs richtig oder falsch war, kann man sicher kritisch diskutieren, ich finds auch nicht ok, aber noch größeres armutszeugnis ist, dass dir wegen so einem spatzenpups gleich sooo großer zacken aus der krone gefallen ist, dass du ihm gleich mit der körperverletzung kamst. ich würde an deiner stelle mein verhalten und einstellung nochmal revidieren. der ton macht die musik. objektiv hast du VIELLEICHT recht, aber du hast es grottenschlecht kommuniziert und hast jetzt einen feind mehr!
Nu bleib mal auf dem Teppich. ER hat angefangen, nicht SIE. Und letztlich hat SIE das Gespräch mit IHM gesucht. Dass es dann letztlich doch noch eskalierte war vermutlich ein multifaktorielles Geschehen, das jetzt zu analysieren aber so überflüssig ist, wie z.B. Zahnschmerzen.
flopipop
29.04.2011, 16:00
ich wollte damit aufzeigen, wie das ganze aus seiner sicht wahrscheinlich aussieht und dass an der eskalation beide beteiligt sind. ich würde das nciht auf die formel sie=gut, er=böse reduzieren. ich finde sein verhalten auch nciht korrekt, und es ist richtig, dass sie das gespräch gesucht hat....fehler muss man ansprechen! aber nicht um ihn sofort mit einer körperverletzung zu konfroniteren...:-wand. wie du sagst, multifaktorielles geschehen... ich würde mich an ihrer stelle auch durchsetzen wollen, aber nicht auf diese art und weise...
außerdem: womit hat er denn aus kollegialer sicht denn angefangen? gut, er hat eine maßnahme gemacht, die nicht indiziert war. einen fehler also, aus medizinischer sicht. jeder macht fehler im alltag, er macht diese fehler systematisch, deswegen bespricht man das in ruhe, wenns nciht hilft, zur not in großer runde...aber unkollegial war das nicht unbedingt, es ist seine narkose....für die fehler die er da macht muss er sich vor dem patienten und vor dem chef rechtfertigen, nicht unbedingt vor kollegen...wenn ich später mal einen fehler machen sollte, möchte ich nicht gleich von kollegen mit körperverletzung konfrontiert werden, DAS ist unkollegial.
außerdem: womit hat er denn aus kollegialer sicht denn angefangen? gut, er hat eine maßnahme gemacht, die nicht indiziert war. einen fehler also, aus medizinischer sicht. jeder macht fehler im alltag, er macht diese fehler systematisch, deswegen bespricht man das in ruhe, wenns nciht hilft, zur not in großer runde...aber unkollegial war das nicht unbedingt, es ist seine narkose.....
Das stimmt nicht. Das war kein "Fehler, den jeder mal machen kann", sondern er hat in einer völlig kontrollierten Situation aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine absolut gerechtfertigte Maßnahme einer Kollegin zunächst unpassend kritisiert, dann unnötigerweise rückgängig gemacht und durch eine identische Maßnahme ersetzt.
DAS ist sehr wohl unkollegiales Verhalten, auch wenn eine Viggo nun wirklich eine Kleinigkeit ist.
Aber wenn jemand prinzipiell Narkosen übernimmt und dann erstmal darstellen muß, daß alles ganz anders gemacht werden muß und er alles viel besser kann, dann hat dieser jemand ein Problem mit seinem Ego, welches er auf Kosten seiner Kollegen kompensiert.
flopipop
29.04.2011, 18:33
...Der hat in einer völlig kontrollierten Situation aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine absolut gerechtfertigte Maßnahme einer Kollegin zunächst unpassend kritisiert, dann unnötigerweise rückgängig gemacht und durch eine identische Maßnahme ersetzt.
das ist sicher richtig, so war das. trotzdem war das zu dem zeitpunkt seine narkose,für die er mit seinem hab und gut vor dem patienten, chef und richter haftet. er darf also ab dem zeitpunkt alle notwendigen maßnahmen durchführen, mit denen er die komplikationslose narkose nach seinem wissen und gewissen in seinem ermessen gewährleisten kann. die entscheidungen und maßnahmen können richtig,falsch,gefährlich etc. sein, aber ist das wirklich unkollegial? er trägt die verantwortung und trifft entscheidungen...in diesem fall die falsche..
ich will nicht sein anwalt sein, sein verhalten war mit sicherheit aus fachlicher und menschlicher sicht nicht korrekt. da steckt mit sicherheit profilierungssucht und egomangel dahinter. die threadstellerin hat fachlich sicher recht, aber wenn sie sich über so eine kleinigkeit wie eine liebevoll gelegte und später umgelegte braunüle sich dermaßen aufregt und das ganze als "venöses zugangsdrama" bezeichnet, dann könnte man das als indiz für eine eventuelle egoschwäche eben auch werten... vielleicht hätte er ja seine gründe dargelegt, warum er die narkose mit einer viggo am handrücken nicht verantworten konnte, wenn das problem sachlich angesprochen wäre. vielleicht auch nicht, das wissen wir nicht....aber wenn mir als 1.(!) argument eine körperverletzung dahingeknallt wird und das ganze noch mit forumsausdrücken "untermauert" wird, dann hätte ich ehrlich gesagt keine lust, mich auf ein gespräch einzulassen. insofern kann ich das auch bisschen verstehen, warum er abgeblockt hat und ausgeflippt ist, obwohl das mit sicherheit auch keine normale reaktion war und die threadstellerin mit sicherheit im recht ist. ich würde das ganze nicht als "venöses zugangsdrama", sondern als "kommunikationsdrama" bezeichnen.
ehemalige Userin 24092013
29.04.2011, 18:52
Also Flopipop jetzt entspann Dich doch mal bitte und lies vielleicht auch mal das grob eingestellte Gespräch nach.
Ich habe dem Kollegen gesagt aus welchen Gründen ich den Zugang so gelegt habe und ausreichend begründet.
Anschliessend habe ich ihm mitgeteilt, dass mir knapp fünf Minuten Später auffiel, dass der Zugang entfernt und anderorts ersetzt wurde und ich würde gern wissen warum.
Als Antwort kam ein: Mir passt es am Handrücken nicht, ich habs da einfach bei Patienten net so gern.
(Äusserst fachliche Begründung....)
Anschliessend habe ich ihm versucht zu sagen, dass ein voll funktionsfähiger grundlos gezogener Zugang dann mit der Begründung; ich finds da eben besser auch mal anders betrachtet werden kann. Aus patientenrechtlicher Sicht wäre das unter Umständen Körperveletzung.
Bis dahin und auch mit dem Wort Körperverletzung finde ich absolut nix verwerfliches an dem Gespräch.
Dieses Wort gehörte für mich in dieses Gespräch wie auch ein "Ich finds da hinten eben schöner".
Dann wurder er massiv ausfallend und erst dann habe ich einfach mal einen Textauszug geholt.....sicher um meine Meinung damit auch zu untermauern.
Stichwort: Quellenangabe!!!
Wenn Du jetzt also weiter meinen Diskusions-/ Gesprächstil weiter analysieren möchtest gerne: Für mich ist das Thema durch und es ging mir letzendlich um die merkwürdige Handlung und um den Patienten und um sonst nix.
flopipop
29.04.2011, 19:32
A...mit dem Wort Körperverletzung finde ich absolut nix verwerfliches an dem Gespräch.
Dieses Wort gehörte für mich in dieses Gespräch wie auch ein "Ich finds da hinten eben schöner".
Dann wurder er massiv ausfallend ...
es ist eben nicht das gleiche...das wort körperverletzung ist rotes tuch für jeden mediziner...seine handlung war merkwürdig und falsch, mit den vorwurf der körperverletzung würde ich jedoch gut dosiert umgehen...du hast die frage gepostet und hast jetzt auch ein paar meinungen dazu...ich wünsche dir auf jeden fall viel spaß und erfolg beim kommunizieren und halt uns auf dem laufenden, falls es neuigkeiten vom besagten kollegen geben sollte. :-top
peace
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