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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die OTA-Ausbildung?



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Belle77
19.09.2012, 19:50
Ich hab jetzt nur noch n Jahr vor mir und meine Ausbildung ist dann auch vorbei. Also zum Ton kann ich sagen, dass es durchaus Operateure gibt, die dann gerne rumschreien... sei es Operateur-Assi Operateur-Anästh Operateur-Schwester.. Aber ich glaube kaum, dass das jetzt etwas op-spezifisches ist. Klar werden die meisten Ärzte kaum vor dem Patienten ausrasten (obwohl ich auch anderes erlebt habe ;) ) ... aber ich empfand das echt krass, wie sich Ärzte so auf Station verhalten ( gegenüber dem Pflegepersonal) bzw. dann im OP eigentlich sind. Und um ehrlich zu sein, sind sie zu einem im OP ganz anders und sie können einen nicht wirklich ignorieren, vorallem wenn man dann am Tisch steht. Klar wird es mal brenzlig vorallem wenn man als Anfänger instrumentiert und der Operateur ungeduldig ist und nur seine Hand hinhält, aber da fand ich bis jetzt jeden Operateur ( auch die, die als Choleriker bekannt sind) tolerant und rücksichtsvoll ( .. klar der eine mehr und der andere weniger).
Da sollte man sich wohl eher Gedanken darüber machen, ob denn die Atmosphäre generell ( Mund-Nasenschutz, lange Stehen, etc..) für einen was wäre :)

Sticks
19.09.2012, 21:27
Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass die Chirurgen im OP netter sind als zu den Schwestern auf Station. Nicht alle, aber viele. Das ist noch einmal eine andere Welt. Und selbst die Ärzte sind zu den Examensprüfungen aufgeregt und fragen wie sie sich verhalten dürfen… :-)

crazykid33
20.09.2012, 17:27
Das Sie einen nicht ignorieren können stimmt ja :D Da muss man aber auch erstmal drauf kommen :D :D

Und sagen wirs so wie es ist: Der Arzt kann noch so lange die Hand hinhalten, entweder Er sagt was Er bekommt, oder Er bekommt halt Nix..so einfach ist das... (kann ich sagen, bin im 1. Lehrjahr, wer Es nicht sagt, bekommt Es nicht.)

Belle77
20.09.2012, 19:12
Na ja...wenn ich schon so sehe, wie manche auf Station ignoriert werden :) ...

Ich muss echt sagen, dass die meisten Ärzte auch vorher von den anderen Schwestern bisschen gebremst werden, wenn ein Anfänger am Tisch steht... und ja sogar manch Choleriker kann dann mal echt nett sein und sagen, was er will. :) Man muss sich einfach n dickes Fell zulegen und in dem Moment nichts zu Herzen nehmen, weil meistens redet die Schwester einen voll und der Operateur will was und man konzentriert sich eher auf den Situs und will den Operateur nicht verärgern.. und natürlich alles richtig anreichen.. :)
Ich glaube wenn man so die ersten Instrumentationen übersteht, geht das auch echt klar mit dem Multitasking.

crazykid33
22.09.2012, 11:56
Kann ich absolut unterschreiben :D

Belle77
22.09.2012, 14:54
Kann ich absolut unterschreiben :D

Ne ganz andere Frage - denkst du später im OP als Arzt zu arbeiten? :D Ich war schon in der Rettungsstelle und fand das internistische eigentlich auch richtig nett.

crazykid33
23.09.2012, 11:42
Ja, jetzt im Moment würde ich sagen, dass Chirurgie genau mein Fall ist. Evt noch mit Rettungsmedizin. Also NEF fahren.
Dann will ich auch netter zu den Azubis sein ;)

Kann sich im Studium natürlich jeder Zeit ändern, aber bisher würd ich schon so sagen.

Belle77
23.09.2012, 12:50
Also ich muss ja echt sagen, dass ich den OP sehr vermisse... Habe gerade die Pflichteinsätze außerhalb des OP's und muss sagen, dass mir außer der RST nichts so anspricht... :) Aber ich finde, dass ich später nicht unbedingt im OP arbeiten muss. Also nur OP wäre nicht so berauschend. Aber nur Internistik auch nicht. Also irgendwie so n Mittelding :D

crazykid33
24.09.2012, 20:15
Dann mach sowas wie HNO.
Da bist im OP, viel Ambulanz und kannst dich irgendwann sehr gut selbstständig machen :P

Belle77
24.09.2012, 20:45
ne ich will gern kinderärztin werden :) zumindest sieht es bis jetzt so aus.

lillingwer
05.10.2012, 00:12
hey,
ich hab mir überlegt eine Ausbildung zur OTA zu machen, allerdings weiß ich noch nicht wie mein Abischnitt sein wird.
Gibt es eine Seite auf der alle Krankenhäuser etc. aufgelistet sind, die eine Ausbildung anbieten? Und wie läuft so eine Bewerbung ab? Ist das so ähnlich wie die Bewerbung bei Hochschulstart oder muss man da auch andere Dinge beachten? Braucht man einen relativ guten Abischnitt um genommen zu werden oder ist das mit Abitur realiv egal?
Ich hab mich bis jetzt noch nicht soo viel mit dem Thema beschäftigt :-blush aber ich glaube das wäre eine wirklich gute Alternative um auf den Studienplatz zu warten, wenn mein Schnitt nicht so berauschend ausfallen wird.
Mich würde auch interessieren, ob manche von euch (Abschluss der Ausbildung natürlich vorrausgesetzt;) ) als OTA nebenberuflich im Studium arbeiten oder ob ihr das vorhabt.
Okay, das sind jetzt schon ziemlich viele Fragen, aber es wäre super, wenn mir die jemand beantworten könnte :)

Sticks
05.10.2012, 08:40
http://www.ota-online.info/index.php?area=1&p=static&page=ota-schulen

Die Bewerbung läuft wir für jeden anderen Beruf auch ab.
Kleinigkeiten mögen sich unterscheiden.
Bei uns in Wuppertal wurde zu Anfang der Gruppe ein OP-Ablauf wiedergegeben, der anschliessend in Einzelgesprächen wiedergegeben werden musste…
Aber auch Räumliches Denken wurde getestet. Es wurden aber auch die Standartfragen wie zu jedem anderen Bewerbungsgespräch auch gestellt.
Das Abitur, bzw deine Noten sind natürlich nicht egal!
Und so langsam frage ich mich ob du vll generell noch nicht so den Durchblick im Berufsleben hast.
Neben dem Studium arbeite ich nicht als OTA, da ich einfach keine Zeit habe. Oder die freie Zeit anders nutzen möchte.
Während meiner Ferien war ich nun einen Monat in meiner alten Klinik arbeiten.
Oft werden aber auch Hilfen, und das muss nicht einmal ein OTA sein sondern nur einer den Haken hält, für Nachtdienste oder Wochenenden gesucht. Ob du dann zu deinem regulären OTA Gehalt oder nur als günstige Studentische Hilfkraft arbeitest ist natürlich Verhandlungssache ;-)

crazykid33
05.10.2012, 15:55
Ich denke Du solltest dich vorher auf jeden Fall mal über das Berufsbild informieren.
Und zwar genau.
Immerhin verbringst du mindestens 3 Jahre in diesem Beruf.

Abitur ist immer gut. Je besser, desto einfacher wird es einen Platz zu bekommen.

Ich habe 2 verschiedene Bewerberverfahren für die OTA Ausbildung mitgemacht.
Das eine war ein Gespräch mit 3 Chefs, bei dem Fragen zur Ausbildung, dem sozialen Umfeld und Einfluss des Berufes, sowie zu meiner Persönlichkeit gestellt wurden.
Das Andere war Assassement-Center (schreibt man das so? :-oopss ) mit Aufsatz schreiben, Englischtest, Gruppengespräch, Einzelgespräch und solche Späße.

Wie Du siehst, musst Du dir auf jeden Fall das Berufsbild genau anschauen.
Dabei wirst Du auch sehen, wo man das überall in Deutschland machen kann.

lillingwer
06.10.2012, 00:38
Danke für die Antworten! Das ist natürlich selbstverständlich, dass ich mich darüber nochmal genauer informieren werde:)
Die Überlegung eine Ausbildung zur OTA zu machen hatte ich schon länger, allerdings habe ich mich damit nie richtig beschäftig, weil ich immer davon ausgegangen bin, dass ich das schon irgendwie schaffe sofort mit dem Medizinstudium anzufangen :-oopss ...aber mittlerweile muss ich langsam mal anfangen mir zu überlegen was mein "Plan B" ist wenn ich am Ende doch "nur" einen Schnitt von z.B. 1.8 habe. Manche werden jetzt bestimmt sagen, dass ich die Zeit besser nutzen sollte, um zu lernen, aber ich mag es nunmal mehr alles im Vorraus durchzuplanen und somit nicht am Ende dastehen werde und mich frage: Und was jetzt?
Naja und meine Schule ist bezüglich Informationen über die Berufsausbildung auch nicht sonderlich hilfreich. Die ziehen es noch nicht mal in Erwägung, dass wir als Gymnasiasten über eine Berufsausbildung nachdenken und manche Lehrer würden wahrscheinlich die Nase rümpfen, wenn jemand danach fragen würde...ganz schön arrogant, wie ich finde :-(
Von daher hatte ich diesbezüglich auch nicht viel Ahnung.
Und ja das stimmt, ich habe noch nicht wirklich den Durchblick im Berufsleben, aber ich denke für mein Alter ist es auch relativ normal. Ich habe noch nie gearbeitet und zu einem Bewerbungsgespräch war ich noch nie eingeladen..wobei mir natürlich klar ist, wie so eines abläuft ;)


Das Abitur, bzw deine Noten sind natürlich nicht egal!

Naja, mit der Frage zur Abiturnote war mir natürlich klar, dass jemand mit Abischnitt 4.0 wahrscheinlich nicht genommen wird. Ich hab mich da aber auch nicht wirklich gut ausgedrückt..Ich kann mir nämlich garkein Bild davon machen wie groß und gut die "Konkurrenz" ist. Klar, das Abi ist keine Vorraussetzung und auch kein Freischein zur Berufsausbildung, aber wird wirklich ein großer Wert auf die Note gelegt oder kommt es letztendlich nicht so ganz auf die Note an, sondern eher auf die Motivation, die man zeigt während des Gesprächs und welche Ergebnisse man bei den Tests erhält?


Neben dem Studium arbeite ich nicht als OTA, da ich einfach keine Zeit habe. Oder die freie Zeit anders nutzen möchte.
Während meiner Ferien war ich nun einen Monat in meiner alten Klinik arbeiten.

Ich werde mir wahrscheinlich den Luxus nicht leisten können während der ca. 6 Jahre Studium nicht zu arbeiten... Und ich habe auch keine Lust nach dem Studium erstmal einen Schuldenberg abbezahlen zu müssen. Deshalb wäre es ja nicht schlecht, wenn man die Möglichkeit hat, als OTA zu arbeiten. Somit bekommt man mehr Gehalt, als bei einem gewöhnlichen Studentenjob und man kann sich mehr leisten, auch wenn es wahrscheinlich nicht viel sein wird :)

Gestern habe ich mich auch erstmal (nachdem ich die Frage gestellt hab :-oopss ) im Internet informiert...ich muss sagen, dass das teilweise echt schwer ist Infos zu finden, da viele schon hoffnungslos veraltet sind (von 2005 etc.) oder viele auch nur wenig informativ sind.

Jetzt hätte ich aber noch eine Frage zum Gespräch: Wurdet ihr gefragt, ob ihr vorhabt die Ausbildung als Wartezeitüberbrückung zu nutzen und was habt ihr geantwortet? Ich kann mir vorstellen, dass die Ausbilder nicht so begeistert davon sind, dass man sich ausbilden lässt, aber im Enddefekt doch nicht als OTA arbeitet...und somit auch Leuten, die dies wirklich als Beruf machen wollen eventuell den Platz "klaut".

Nochmal danke für die Antworten! :) Und sorry für den etwas zu lang geratenen Beitrag;)

Sticks
06.10.2012, 10:14
Ich denke das die meisten Abiturienten gefragt werden, warum sie nicht studieren wollen. Ich habe damals gelogen und angegeben das ich es nicht möchte. Und im Endeffekt war ich auch sechs Jahre in dem Beruf tätig. Wenn du sagst das du nachher ohnehin zur Uni gehst hast du schlechtere Karten für die Ausbildung. In einem festen Job später geben es viele an und werden trotzdem genommen, da OTAs gesucht werden wie bekloppt!
Da du aber vll nach sechs Jahren warten nie weißt ob du überhaupt noch Lust auf ein Studium hast würde ich nichts sagen! Da brauchst du auch kein schlechtes gewissen haben. Der betrieb würde sich auch aus wirtschaftlichen Gründen kündigen, oder weil du eine Allergie entwickelst. So ist das Arbeitsleben.

Die Noten sind nicht das wichtigste! Aber es wird halt gerade auf die Naturwissenschaften geschaut. Und mit einem Bio lk hast du es vll schon einfacher. Abgesehen davon bringt die Ausbildung eine Menge für das Studium. Merke ich immer wieder. Und wenn es nur dafür ist schon ein besseres Gesamtbild zu haben.

crazykid33
07.10.2012, 21:37
Obwohl Ich ganz ehrlich sagen muss: Alle Abiturienten die Ich kennen gelernt habe, die eine OTA Ausbildung machen wollten/wollen auch Medizin studieren :D

Sticks
08.10.2012, 07:28
War bei uns nicht anders.

Kiddo
08.10.2012, 19:00
Genau wie bei mir. Jetzt im ATA ist es wieder genauso :).

Belle77
09.10.2012, 16:30
Und bei uns ist es auch nicht anders. :)
Ich meine im Endeffekt wissen es sogar die ganzen Lehrer und es gibt halt manche, die ihre Neugier einfach nicht stoppen können und da wird es wirklich bemerkbar.
Aber da der Ausbildungszweig noch nicht auf festem Boden steht, ist es auch verständlich, dass viele mit Anfang 20 die Spitze ihrer Berufskarriere nicht erreicht haben wollen. ( Die GuKP können ja noch Pflegewissenschaften studieren und sich quasi weiterbilden in allen möglichenen Ebenen)
Und es ist nunmal wirklich so interessant, faszinierend und mitreißend im OP!
Letzendlich möchte man die Instrumente selbst benutzen und nicht nur anreichen!
Außerdem sehe ich jede praktische Erfahrung als etwas prägendes. Zumindest konnte ich sehr schnell sagen, welche Abteilungen mir nicht so liegen. Und die meisten frustrierten Schwestern und Ärzte, die die Schüler/Mitarbeiter als Blitzableiter benutzen, werden auch nie meine Vorbilder sein.

crazykid33
09.10.2012, 16:52
Man hat halt auch einfach einen größeren Umfang vom medizinischen Wissen, gerade was Anatomie und so angeht.

Heut hab ich das erste Mal eine Galle aufgeschnitten um die Steinchen rauszuholen,
hui hat das Spaß gemacht :D