Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ Neurochirurgie Freiburg/Tübingen/Heidelberg
- Verläufe, die unsere UCHler so nicht erleben. Ich bezweifle allerdings auch, dass es sie interessieren würde...there is a fracture. I need to fix it...:-kotz
Ähhh.... wir haben auch ne Ambulanz, wo wir Patienten nachkontrollieren? Nicht jeden, aber auf jeden Fall mal die BG-Fälle. :-(
In welchem Bereich seid ihr denn jetzt tätig?
Hohe Arbeitsbelastung...hat man die, realistisch betrachtet, nicht in den meisten Fächern? Das Ansehen allein kann aber dafür auch nicht wirklich motivieren; da hat man ja auch nicht wirklich was davon, wenn man psychisch und physisch am Ende ist. Hauptkriterium ist, wie ich finde, dass man das Fach auch wirklich interessant findet, immer wieder dazulernt, und es einfach gern macht, sonst hält man nirgends die Belastung aus, auch nicht in den "leichteren" Fächern(sofern es die tatsächlich geben sollte, alles hat seine Fallstricke).
Alles was ich weiß ist, dass ich eigentlich immer was Operatives machen wollte, und das Nervensystem mit Abstand am interessantesten finde. Insbesondere die Neurologin in meinem Inneretertial (die mir beibrachte, wie man neurologisch untersucht, bin immer mitgegangen wann sich die Gelegenheit ergab) hat mein Interesse wieder geweckt(nachdem ich eigentlich schon eher wieder Richtung Allgemeinchirurgie tendierte, weil mir das Tertial dort sehr gut gefallen hatte).
WackenDoc
05.02.2012, 18:38
Mal ne blöde Frage: Warum hast du eigentlich kein NCH-Tertial gemacht und warum gehst du nicht an die Uniklinik, wo du studiert hast?
Das sind sogar sehr berechtigte Fragen. Es ist einfach so, dass ich vor dem PJ Allgemein-oder Unfallchirurgie(am Ende eher Allgemein) machen wollte, und das noch immer als Alternative im Raum steht; hatte vor, für beides mal Bewerbungen wegzuschicken. Da genannte Neurologin eben mein Interesse für Neuro weckte, dachte ich, das ließe sich mit Chirurgie kombinieren.
Mein Anästhesietertial möchte ich trotzdem nicht missen, ich habe verdammt viel gelernt und Dinge gemacht, von denen man in anderen Fächern wohl nur träumen darf.
Habe mich zwar nicht erkundigt, aber es sind meines Wissens nach momentan gar keine freien Stellen an meiner Uni in der Chirurgie; und ehrlichgesagt würde ich gern in eine andere Stadt, Tapetenwechsel. Außerdem ist man allen noch als der Student in Erinnerung. Mir wäre es einfach lieber, "neu" anfangen zu können. Auch wenn sich das nicht komplett rational "verteidigen" lässt.
WackenDoc
05.02.2012, 20:33
Wo hast denn studiert, nicht dass wir die genau DAS Haus empfehlen?
Ulm. Denke auch nicht, dass das jemand empfehlen wird.
Um kein neues Thema für diese kleine Frage eröffnen zu müssen:
Hat jemand von euch Erfahrungen aus erster Hand bzgl. Aachen, Magdeburg und/oder Jena?
Coxy-Baby
04.03.2012, 07:38
...von Magdeburg kann man nur abraten.
Das heißt die schreiben ihre Stelle dann nicht "umsonst" aus; weißt du das von Bekannten oder warst du selbst in der Abteilung? Was ist der "limitierende Faktor"?
Und wie sieht es mit den anderen beiden Orten aus? Sind halt die einzigen Unikliniken, an denen momentan in dem Fach was frei zu sein scheint...
Dr.cand.med.
06.03.2012, 08:42
Neurochirurgie in Österreich soll gut. Die größe Neurochirurgie ist in Linz und die soll ziemlich klasse sein meinte ein guter Freund (der war schon dort). Und in Salzburg leitet ja jetzt der Prof. Winkler die Neurochirurgie und der ist wohl ziemlich bekannt und hat nen super guten Ruf. In die Morgenbesprechungen wird man dort gut eingebunden nur darf man im OP selbst ziemlich wenig machen glaub ich, aber man sieht viel e spannende Sachen.
Ist vll ne Überlegung wert nach Österreich zu gehen wenn ihr in Deutschland nichts gutes findet...
Danke für den Tipp, aber von einem Bekannten, der in Österreich arbeitete, wurde mir davon eher abgeraten. Und ich habe nie behauptet, Deutschland sei schlecht, im Gegenteil. Wollte nur ein paar (ausführlichere) Infos zu den Genannten...
Miss_Verständnis
23.03.2012, 21:55
Letztendlich kann man in der Neurochirurgie nicht sooo vielen Menschen wirklich helfen. Die ganzen Blutungen werden alle zu Gemüse und die Glioblastome sterben sowieso nach einem Jahr. Bleiben noch die Wirbelsäulen, und das kann man als Orthopäde auch ;-)
Zum Thema helfen in der Neurochirurgie: Trigeminusneuralgie, periphere Nerven-OPs (z.b. Sulcus ulnaris Syndrom...), Epilepsie-und Parkinsochirurgie sind auch eher "hilfreich" bzw. könnnen es sein. Oder auch Akustikusneurinome... oder bei Kindern- Kranialsynososen... oder Aneurysmen... AV-malformationen... da kann man auch was richten , bevors einen Schaden anrichtet. Oder sehe ich das zu naiv? :-)
Und auch bei den bereits angerichteten Schäden gibt es wirklich gute Ergebnisse. Ich habe bis vor kurzem in einer Neurologie mit vielen Reha-Patienten famuliert und war sehr sehr positiv überrascht von dem Anteil an Patienten, die auf ihren eigenen Beinen zur Knochendeckel-Reimplantation spaziert sind.
Miss_Verständnis
23.03.2012, 23:39
@cicely- ja, sowas habe ich auch schon gesehen. Patientin mit Z.n. Meningo-Enzephalitis und Osteomyelitis kam fröhlich zur Schädeldachplastik reinspaziert, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass sie schon verlangsamt war.
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