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None24
17.05.2011, 18:39
Hallo,

mittlerweile bin ich nicht mehr in der Regelstudienzeit, d.h. ich studiere jetzt im 6. Semester und habe gerade mal die ersten 2 Semester absolviert. Die Gründe dafür sind persönliche Probleme, Startschwierigkeiten und durchgefallene Klausuren. Nun bin ich zwar hochmotiviert den Rest des Studiums in Regelstudienzeit zu machen, allerdings frage ich mich ob es noch einen Sinn hat, u.a. weil ich dann noch 4-5 Jahre Studium vor mir habe ohne Geld zu verdienen. Während meine Freunde fertig sind und ins Berufsleben starten, hänge ich noch in der Uni rum. Ich wusste zwar von Anfang an, dass ich erst mit 30 fertig bin, da ich mit 24 angefangen habe, aber jetzt werden es wohl eher 31/32 Jahre und irgendwie ist das jetzt doch nicht so leicht wegzustecken wie ich es mir vorgestellt habe.

Dazu höre ich nicht gerade motivierende Dinge über den Arztberuf: 60 Stundenwochen, nicht angemessenes Gehalt, viel Stress usw. Da ich noch nicht famuliert habe, besitze ich auch noch keine genauen Vorstellungen von den ärztlichen Tätigkeiten. Auch weiss ich nicht recht, ob ich den hohen Anforderungen an den Arztberuf gewachsen bin: Die hohe Verantwortung, die Arbeitsbelastung, hohe soziale Kompetenz mit sich bringen usw. Kennt jemand das Gefühl diesen Anforderungen nicht gewachsen zu sein bzw. hat jemand schon mal ansatzweise daran gerüttelt?
Ich bin eher der schüchterne ruhige Typ, bin nicht so selbstbewusst und habe in der Uni auch nicht sonderlich viele Freunde bis auf ein paar wenige und frage mich daher, ob ich je einen guten Arzt abgeben werde bzw. ob soziale Kompetenz wirklich so eine Relevanz hat?
Habe bisher einmal hospitiert und der Patientenkontakt lief ganz gut, Gespräche liefen flüssig und habe meine Berichte gut zustande bekommen. Wenn es drauf ankommt, denke ich, kann ich es auch, ausserdem soll soziale Kompetenz erlernbar sein: Wenn man erst mal 50 Visiten gemacht hat, geht es von ganz alleine. Habe ich gehört.
Wobei die Stationsschwester an mir zu kritisieren hatte, ich sei nicht motiviert genug, wirke müde, offener Kittel und Hände in den Hosentaschen gingen gar nicht und das sei schliesslich auch ein Pflegepraktikum. Das war im ersten Semester und teilweise hatte sie auch recht, teilweise wusste ich aber als Hospitant auch nicht viel zu tun. Habe dann zum Ende der Hospitation ihre Kritik umgesetzt, indem ich u.a. Betten gemacht habe und Essenswagen schob, was sie auch positiv zu bemerken gab. Aber kann es das sein? Ist man als Arzt auch Pfleger, Heiler oder beides?

Das Fach interessiert mich sehr und ich kann mir eigentlich kein schöneres und interessanteres Fach vorstellen. Mich reizt der Beruf des Chirurgen und kann mir vorstellen als solcher zu arbeiten. Werde im Sommer auch defintiv auf der Chirurgie famulieren um mir einen Einblick zu verschaffen bevor ich eventuell abbreche. Ich habe allerdings zum Studium nicht diese typische Motivation "Ich will unbedingt Menschen helfen" mitgebracht, zumindest nicht primär. Frage mich auch, ob das wirkich so viele im Studium als Motivation mit sich bringen und nicht eher Prestige/Gehalt die ausschlaggebende Motivation für die meisten ist. Letzteres hat bei mir aber auch eine gewisse Rolle gespielt.

Nun heißt es auch immer, dass es in der Klinik viel besser sein soll, nach der Vorklinik die grösste Hürde genommen sei und es richtig interessant wird.
Und in mir besteht gefühlsmässig auch der Wunsch das Studium zu Ende zu bringen. Ich denke, dass es auch nicht gut für einen ist Dinge oft abzubrechen. Und wer weiss, ob ich es später nicht bereue abgebrochen zu haben.

Jedenfalls überlege ich nun seit geraumer Zeit ob ein Ingenieursstudium auf Bachelor nicht die bessere Alternative für mich ist. Das wären nur 3 Jahre und ich könnte nebenher als Werkstudent Geld verdienen und mir auch mal was Schönes gönnen. Allerdings wäre es dann mein drittes Studium, was wiederum schlecht im Lebenslauf aussieht und auch nicht mein Wunschstudium ist. Ausserdem habe ich Angst meine Eltern und Geschwister zu enttäuschen und als ein Loser dazustehen mit 27, ohne Berufsabschluss und drittes begonnenes Studium.

Nun schweben in mir ständig Gedanken im Kopf, dass ich der hohen Verantwortung nicht gerecht werde, dass ich zu alt bin, sozial inkompetent bin, Versagensängste und auch gar keinen guten Arzt abgeben werde.

Ich bin jetzt ein wenig am verzweifeln wie ich meinen Lebenslauf weiter gestalten soll und hoffe auf diesem Wege Anregungen, Nützliches und Hilfreiches zu o.g. Problemen zu bekommen.

Grüße, None.

Solara
17.05.2011, 18:42
Du hast 6 Semester studiert und was fehlt jetzt noch an vorklinischen Scheinen?

Warum studierst du Medizin?

None24
17.05.2011, 18:48
Im Prinzip fehlt genau die Hälfte der vorklinischen Scheine (studiere im Modulstudiengang), heisst in einem Jahr wäre die Vorklinik abgehackt.

Warum ich studiere ist das Interesse am Fach: Ich habe mich schon früh für Medizin interessiert und mich zu einem kleinen Hobbymediziner weitergebildet. Ausserdem sicher auch das Geltungsbedürdnis einen angesehenen Beruf zu erlernen.

Fr.Pelz
17.05.2011, 18:48
Huhu,
ohne deine genaue Situation zu kennen kann ich nur sagen: gucks dir auf jeden Fall noch mal praktisch an. Mach die Famulatur in der Chirurgie! Du wirst das Gefühl bekommen, du kannst was du wirst gebraucht und wenn es erst mal nur als Hakenhalter ist... Damit kann man dann übrigens auch arbeiten und so noch mehr Erfahrungen sammeln. (Einfach mal "Hakenhalter gesucht" googeln ).
Die Vorklinik hat es leider so an sich dass sie nicht besonders motiviert. Klinik ist besser und PJ ist toll. Aber wenn du jetzt große Motivation hast, alles in Regelstudienzeit durchzuziehen dann versuch das noch mal. Wenn es dann wieder Probleme geben sollte, kannst du auch wieder drüber nachdenken, es ist ja immer gut den Kopf offen zu haben- auch für anderes als Medizin.
Liebe Grüße von einer begeisterten PJlerin

Solara
17.05.2011, 18:53
Im Prinzip fehlt genau die Hälfte der vorklinischen Scheine (studiere im Modulstudiengang), heisst in einem Jahr wäre die Vorklinik abgehackt.



Welche Scheine denn?

Ich kenn mich mit den Modellstudiengängen so gar nicht aus - mit oder ohne Physikum? Und wie war das mit dem Pflegepraktikum - es liest sich für mich so, als hättest du das als Hospitation angesehen, alle anderen als Pflegepraktikum?

Kann man da in der Vorklinik Famulaturen machen?
Wobei ich Famulaturen eher sinnvoll fand, wenn ich vorher schon das Fach im Studium gehabt habe. Sonst läuft man zwar mit, überreisst die diversen Zusammenhänge und Therapien nicht ansatzweise und ist dann noch weniger motiviert.

Was hast du denn zuvor studiert?

None24
17.05.2011, 19:06
Im Modulstudiengang ist es etwas schwierig nach Fächern zu sortieren, da die Module thematisch gegliedert sind: Grob gesagt habe ich Physik und Chemie in der Tasche, ansonsten noch das Nervensystem, Verdauungsapparat, Bewegungsapparat jeweils im Ganzen, es fehlt noch der Urogenitaltrakt und Kreislaufsystem und eine Anatomiemodul, dann wäre die Vorklinik abgehackt.

Genau, ich hab es eher wie eine Hospitation aufgefasst und es daher schon von vornherein falsch angegangen.

bei uns kann man bereits nach dem 1.Jahr famulieren. Ob das sinnvoll ist, ansichtssache.
Habe vorher Chemie studiert.

Haru
17.05.2011, 19:11
mittlerweile bin ich nicht mehr in der Regelstudienzeit, d.h. ich studiere jetzt im 6. Semester und habe gerade mal die ersten 2 Semester absolviert. Die Gründe dafür sind persönliche Probleme, Startschwierigkeiten und durchgefallene Klausuren. Nun bin ich zwar hochmotiviert den Rest des Studiums in Regelstudienzeit zu machen, allerdings frage ich mich ob es noch einen Sinn hat, u.a. weil ich dann noch 4-5 Jahre Studium vor mir habe ohne Geld zu verdienen. Während meine Freunde fertig sind und ins Berufsleben starten, hänge ich noch in der Uni rum. Ich wusste zwar von Anfang an, dass ich erst mit 30 fertig bin, da ich mit 24 angefangen habe, aber jetzt werden es wohl eher 31/32 Jahre und irgendwie ist das jetzt doch nicht so leicht wegzustecken wie ich es mir vorgestellt habe.

mal von deinen anderen schilderungen abgesehen, ist das zunächst einmal ein Problem, welches dich nicht sonderlich wurmen oder ärgern sollte....kenne viele, die auch (deutlich) über 30 sein werden, wenn sie fertig sind, es gibt genug offene stellen und daran wird es nicht scheitern, na und ? dann bist du eben 32, 33, aber du hast ein ziel und der arztberuf ist auch keine kleinigkeit, das darf auch mal etwas länger dauern ( die juristen sind auch oft ende 20 anfang 30 wenn sie mit ihrem referendariat durch sind )
arschbacken zusammen und erstmal in die klinik kommen, dann kannst du zu ende machen und dann immer noch was ganz anderes machen, z.b. in die industrie, management etc. wenn der arztberuf dir nicht mehr zusagt

GOMER
17.05.2011, 19:39
Dranbleiben, mit >30 Jahren mit dem Medstudium fertig zu sein is keine Schande, geht vielen so. Man muß durch die verdammte Vorklinik, anschließend geht alles wie von selbst.

kumar2009
17.05.2011, 20:02
Ich kann dir versichern, ziehe das Studium durch (ich in selber über 25 und gerade erst im zweiten Semester), aber mit diesem Studium hast du zu 100% einen festen Arbeitsplatz, wenn du dich nicht total dumm anstellst!!!!

Selbst den meisten Arbeitgebern ist es Scheiss egal, wann du das Studium beendet hast.

Die Leute, die jetzt schon arbeiten, verdienen nur den Bruchteil von dir, wenn du das Studium abgeschlossen hast und z.B. in der Pharmabranche, oder bei einer Beratungsfirma anfängst. Du musst jedoch klar begründen können wieso du abgebrochen hast, bei sovielen Semestern. Sowas fällt, weg wenn du das Studium abgeschlossen hast.

Diese Dinge mit 60 Stundenwoche, ist natürlich ein Punkt den du zu beachten hast, wenn du bei der Patientenversorgung landen willst.Teilweise sind die Regelungen in Deutschland schuld, weil die deutschen Ärzte nicht verhandlungsfähig sind und die Verbände ihre Taschen voll mit Geld stopfen, anstatt vernüftige Arbeitsbedinungen für langfristiges Arbeiten in Deutschland umzusetzen.
Aber was sind 60 Stunden, gegen einen Job den du liebst und in dem du dich selber individuell Studientechnisch gestalten kannst....Z. B. Fachrichtung chinesische Medizin, Schlafmedizin usw..



Sorry, ich schreib hier mal die Wahrheit m.M.n. .. .Wenn du schon auf Kosten des deutschen Steuerzahlers die Chance hast Medizin zu studieren, dann studiere soweit, dass du wenigstens einige Scheine hast.
Versuche dich, wenn du wirklich gar keinen Bock hast, parall zu Bewerben bei ausländischen Firmen oder falls du magst bei Deutschen.
Natürlich musst du dich aber gut verkaufen können, was als Schüchterner Typ nicht immer funktioniert- versuch Selbstvertrauen zu gewinnen - mach ne Reise irgendwohin alleine. Glaube ganz fest an dich selber, und versuche dich selber über die Möglichkeiten zu informieren.

Kleines Beispiel, (ich kann dir nicht alles schreiben), aber mit dem Studium kannst bei der WHO, UNICEF, Emiraten arbeiten.

Die wichtigste Frage ist doch, wie sieht dein Lebensmodel aus, kennst du coole Leute(Beziehungen)?

Wenn du Geld verdienen willst, bist du mit dem Studium auf der richtigen Seite, aber nur ein Witz gegen Traineeprograms von den englischen Banken, oder deren Studiengängen und dem zukünftigem Gehalt(jährliches Gehalt 250.000 Euro, bei einem Alter mit etwa 24/25 Jahren ein Bekannter von mir).

Ein Ingi Studium beinhaltet, dass du ein absoluter CRACK sein musst in Mathematik. Ehrlich, viele laufen dieser Illusion hinterher einen tollen Job mit dem Studium zu bekommen, was einfach mal Quatsch hoch 3 ist. Mein bester Freund ist auch Ingi, und ich kenne einen die Berufstätigen.
Seine Kunden bezahlen NIE die Aufträge im Voraus, er muss Alles selber voraus bezahlen, und dann bezahlen die Kunden manchmal 6 Monate später. Er gehört quasi zum Inventar der örtlichen deutschen Bank, weil er immer Kreditgespräche hat, weil die Kunden nie Pünktlich das Geld überweisen!Dieses ist keine Ausnahme, sondern eher die Regel bei Kunden.

Die meisten Firmen, wollen Ingis, die für 1000 Euro pro Monat arbeiten, und möglichst 80 Stunden in der Woche in der Firma sind.
Als Ingi in Deutschland, hast du fast nur Chancen+ gute Arbeitsbedingungen bei einem guten Mittelständischem Betrieb(möglichst Familien geführt), oder bei den Top 10 zu sein(VW, Audi etc.) laut meiner Freunde.


Wenn du wirklich gut in Mathematik bist, und der Medizin abschwören willst studiere Finanzmathematik in England(möglichst im Red Corner( Liverpool, Manchester etc.) und gehe nach London/New York.

Falls du doch bei Medizin bleiben willst, dann bedenke doch NUR in Medizin kann man sich sein Arbeitsleben so individuell gestalten. Sowas hast du in der Wirtschaft nicht, und dort droht immer bei einer Krise die Stellenstreichung. Als Arzt findest du IMMER einen Job, egal in welchem Land/Krise(bedenke das in Hinblick auf Familie). Mit Medizin ist dir die Tür geöffnet für diverse andere Dinge, wie z.B. Beratung, oder Verwaltung in der Klinik usw... Spezialliseren etc. kannst du später immer noch, ABER DAZU BRAUCHST DU DAS STUDIUM.

Z. B. in Asien deine eigene Praxis hast, hast ne 40 Stunden Woche, bezahlst 10% an Steuern, und spielst den ganzen Tag Golf, und nebenbei kassierst du schön Geld von deutschen Touristen ab :-bee. Solche Lebensmodelle von Ärzten gibst auch ....Und wenn du dort den Arztkittel anhast, bist du quasi "Gott" für die Leute, falls du der Typ bist der sone Anerkennung brauch etc... Denke es aber nicht, weil du ja schüchtern bist:knuddel:.

Lasse dich niemals verunsichern von irgendwelchen jüngeren Spinnern, oder schau auf deine Komis, die eventuell bessere Noten, oder mehr Scheine haben. Es geht ja hier, um dich, nicht um die Anderen. Lass, dir auf jeden Fall Zeit mit der Entscheidung. Denn bedenke, ein Studium (egal welches), hat immer zur logischen Konsequenz, dass du Geld später verdienst, du wirst (wenn sich bei der Gesetzgebung in Deutschland nichts ändert), sowieso länger Arbeiten müssen bis ins Rentealter.

Daher musst du den Gedanken gang gehen, "Wo will ich in 20 Jahren stehen, welcher Beruf könnte attraktiv sein, um mich eine möglichst lange Zeit zu beschäftigen."Kommt natürlich auf deine privaten Umstände an, wenn du verheiratet bist, solltest du einfach dich zusammen reißen, und diese ******** lernen!

Hinzu kommt, du kannst ja in jede Branche wechseln, dass bissel BWL was die Beraterfritzen lernen, ist ein Witz gegen das Medizinstudium(wenn du es geschafft hast) oder Forschung...

Du siehst, es gibt 1000 Wege. Selbst wenn du dich dazu entschließen solltest aufzuhören, denke nicht in diesem typischen(sorry, sorry sorry...) "deutschem" debri Schema, es geht nicht weiter usw. Sei Optimistisch und glaube immer an dich selber.


In diesem Sinne, dass Leben ist schön:-lesen

PS: Sorry, für mein schlechtes Deutsch.

fatali
17.05.2011, 20:13
mach den scheiss zuende ^^

vor allem der einwand, dass man soziale kompetenzen benötigen würde. das ich nicht lache. hab selten solche menschliche flachzangen, wie im ärztestand getroffen.

außerdem ist studieren doch geil. arbeiten kann man noch genug später. oder bist du geil auf konsumieren und brauchst ein dickes auto, weil deine freunde eines haben? :-oopss
da musst du halt geduld haben. arm sind ärzte auch nicht ;)

Alchemist
17.05.2011, 20:23
Ich würde an deiner Stelle niemals aufgeben. Du wärst mit 30 fertig. Oder mit 32. Na und? Die meisten Leute ja auch. Frühstens ist man mit 26 fertig. Freue dich einfach über die Möglichkeit, Medizin studieren und später ArztIn zu werden, was ist schöner als die Chance, deinen Traum zu realisieren?

][truba][
17.05.2011, 21:10
Ohne scheiss jetzt. Ich hab mit 26 angefangen. bin jetzt im zweiten und werde dieses jahr, zum Anfang des 3. semesters, 27 sein.

Ist doch scheiss egal wie alt man ist wenn man fertig ist. Ob du letztendlich 35 oder 42 Jahre im Job arbeitest interessiert nachher keine Sau mehr.

Also hau rein und mach die ******** zuende.
Die Vorklinik ist hart. Teilweise auch härt als gedacht und auch ich hatte schon Zweifel ob ich das schaffe aber bisher hat alles gut geklappt und das wird auch weiter so gehen. klemm dich hinter und nach dem Physikum sieht die welt dann besser aus.

mfG thomas

Alchemist
17.05.2011, 22:32
Und Leute, bitte, HÖRT AUF mit diesen Alter-Diskussionen. Es ist völlig egal, ob ihr 20, 25 oder 45 seid! :)

Solara
17.05.2011, 22:43
Und Leute, bitte, HÖRT AUF mit diesen Alter-Diskussionen. Es ist völlig egal, ob ich 20, 25 oder 45 seid! :)

Wen genau meinst du jetzt mit "Leute" - sind doch alle der gleichen Meinung hier :-D.

None24
17.05.2011, 23:55
Erstaunlich, dass sich keiner über Familienplanung oder soziale Kompetenzen äussert.
Ich frage mich wie ihr so davon träumen könnt bei den Arbeitsbedingungen in Deutschland. 60-70 Stunden die Woche und dafür 2k netto im Monat ist doch nun wirklich nicht so prickelnd. Ich frage mich nun ernsthaft, ob ich so ein altruistischer Helferkomplex in Person bin, diese Strapazen auf mich zu nehmen. Wie geht ihr denn damit um?


Aber was sind 60 Stunden, gegen einen Job den du liebst und in dem du dich selber individuell Studientechnisch gestalten kannst
Also erst mal sind 60 Stunden viel, egal ob ich den Job liebe oder nicht. Zum andern weiss ich ja eben gar nicht ob ich ihn wirklich "liebe", der Klinikalltag haut mich nicht gerade um! Oder haut es dich/euch um?


Die meisten Firmen, wollen Ingis, die für 1000 Euro pro Monat arbeiten, und möglichst 80 Stunden in der Woche in der Firma sind.
Ich möchte keine Gehaltsdebatte losriessen, aber mein Bruder ist fertiger Ingenieur und verdient 3500 brutto als Einstiegsgehalt bei 40/Woche, Überstunden voll ausbezahlt oder Urlaub dafür. So gesehen sind die Arbeitsbedingungen bei den Ingenieuren einfach besser.

Im Vorklinik-Forum scheint es noch recht euphorisch zuzugehen, liest man aber mal in Assi-Forum, holt die einen die Realität wieder ein, zumindest mich.


außerdem ist studieren doch geil. arbeiten kann man noch genug später. oder bist du geil auf konsumieren und brauchst ein dickes auto, weil deine freunde eines haben?
Abegsehen davon, dass ich mir auch mal teure Klamotten leisten will, Urlaub und mal ne neue Einrichtung, geht es mir nicht nur ums Konsumieren, sondern auch um Familienplanung: So langsam kommt ja auch in ein relevantes Alter, in dem man für eine Familiengründung auch was zu bieten haben sollte. Finde ich zumindest.

Zwischen all den Dingen müssen doch sicher viele abwägen. Gibts niemanden, der ähnlich wie ich am Studium zweifelt?

GOMER
18.05.2011, 00:50
[truba][;1026225']
Ohne scheiss jetzt.(...)

Ist doch scheiss egal (...)

Also hau rein und mach die ******** zuende.(...)


Cave linguam, wenn man so viel flucht, kommt man in die Hölle und muß mehr Jahre Fegefeuer ertragen, als das Studium dauert.

Rico
18.05.2011, 01:06
Erstaunlich, dass sich keiner über Familienplanung oder soziale Kompetenzen äussert.
Ich frage mich wie ihr so davon träumen könnt bei den Arbeitsbedingungen in Deutschland. 60-70 Stunden die Woche und dafür 2k netto im Monat ist doch nun wirklich nicht so prickelnd. Ich frage mich nun ernsthaft, ob ich so ein altruistischer Helferkomplex in Person bin, diese Strapazen auf mich zu nehmen. Wie geht ihr denn damit um?Das musst Du jetzt ein bisserl differenzieren:
60-70 Stunden pro Woche als Basisarbeitszeit sollte es eigentlich in Deutschland nicht mehr geben (und wenn's doch einer hat: selber Schuld) - da sind meistens Dienste schon inbegriffen. Und die werden ja bezahlt, d.h. wenn Du von 60-70 Stunden ausgehst, dann darfst Du dafür nicht das Gehalt für 42h nehmen, sondern entsprechnd mehr.
Und 70h klingt immer ganz grauslig, die sind mit Diensten ganz schnell beisammen: Das ist z.B. ne reguläre Woche à 45h (z.B. 5 Werktage von 7.30-17 Uhr) und dann ein 24h-Dienst am Samstag, da sind wie schon bei 69h und Du bist jeden Tag (außer Samstag) um halb sechs daheim gewesen, der Sonntag war frei. Oder ein 24h-Dienst unter der Woche, bei dem man am nächsten Tag um 10 Uhr geht, da ist man auch schon bei 55h, dann noch eine Überstunde/Tag und Du hast 59h und warst trotzdem jeden Tag um halb sieben zuhause.
42 Wochenstunden werden dabei durch das Grundgehalt abgedeckt, die 3 Stunden die zu den 45h fehlen sind angeordnete Überstunden, die werden automatisch bezahlt und die Dienste werden sowieso bezahlt - wer also 70h/Woche mit Diensten (!!) arbeitet, der verdient DEUTLICH mehr als 2k netto!

Und mit diesem Geld sowie der trotz der Arbeitszeiten doch vorhandenen Freizeit lässt sich auch eine Familienplanung realisieren - wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Man braucht halt einen Partner, den unregelmäßige Arbeitszeiten nicht verschrecken, aber Ärzte und Arztinnen mit Kindern sind ja nun wirklich keine Seltenheit.

Frisko
18.05.2011, 14:18
Zumal sich Ärzte, Ärztinnen, Pfleger und Pflegerinnen oftmals untereinander paaren und somit die Anforderungen an den Berufsstand kennen und nicht zum Diskussionsthema werden lassen... Von Schichtabsprachen, gemeinsamen Urlauben etc. mal abgesehen....

hafenbrille
18.05.2011, 21:54
mal ganz davon abgesehen, dass es wohl auch immer mehr fachrichtungen gibt, in denen es inzwischen doch tatsächlich möglich ist, halbtags zu arbeiten bzw. sich ne halbe Stelle zu teilen, und mehr Tage im Monat frei zu haben.

Damit is ne familienplanung auf jeden fall möglich.

bis du fertig bist, kann man hoffen, dass familienfreundliche modelle sogar noch deutlich häufiger einzug in den klinikalltag gefunden haben.

][truba][
19.05.2011, 09:31
Cave linguam, wenn man so viel flucht, kommt man in die Hölle und muß mehr Jahre Fegefeuer ertragen, als das Studium dauert.

*grins*

Ich musste mir eben auch an den Kopf fassen als ich meinen Post nochmal lesen musste. Das übermäßige nutzen des Wortes liegt wohl daran das ich zur Zeit, mal wieder, selber dran zweifle. Aber im tieftsten inneren weiss ich ja das es so ist, wie ich es geschrieben hab. Da musst ich mal alles nach außen kehren ;)

MfG Thomas